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Griechenlandfahrt 2022 - Ein Online-Reisetagebuch

Griechenlandfahrt 2022 – Ein Online-Reisetagebuch

An dieser Stelle wird es die nächsten Tage immer wieder tagesaktuelle Berichte und Bilder direkt von der Griechenlandfahrt geben.

Berichte und Fotos: Korbinian Kellner

 


Letzter Tag – Freitag (8. April) – Abreise

 

Heute werden wir zurück nach Deutschland fliegen und das wundervolle Griechenland verlassen. Voraussichtlich werden wir Lübeck um 22 Uhr mit der Bahn erreichen. Trotz der Abreise wollten wir das Wetter nutzen und unter anderem noch eine letzte Tempelanlage besichtigen. Mit Lunchpaketen ausgestattet und gepackten Koffern besuchten wir also Korinth. Korinth ist nach Patras und Kalamata die drittgrößte Stadt der Peloponnes und war in der Antike eine der größten Handelsstädte, vor allem aufgrund der besonderen Lage am Meer. Über die gesamte Griechenlandfahrt hinweg lernten wir die drei verschiedenen Säulenbaustile kennen, wozu auch der korinthische gehört, welcher – wie der Name erahnen lässt – in Korinth eingeführt wurde. Teil der Ausgrabungsstätte in Korinth ist auch ein Museum, welches wir ebenfalls betraten. Neben diesem bewunderten wir den dritten Apollontempel dieser Fahrt, welcher allerdings auch der letzte Tempel sein sollte. Langsam aber sicher schlugen wir den Weg in Richtung Flughafen Athens ein, von wo wir um 15:25 Uhr abfliegen werden. Auf dem Weg dorthin machten wir einen Zwischenhalt, um etwas im Magen zu haben. Dieser Zwischenhalt diente uns gleichzeitig dazu einen Blick auf den berühmten Kanal von Korinth zu werfen. Dies ist ein angelegter Kanal zwischen der Peloponnes und dem Festland um letzteres von der Halbinsel zu trennen.
Je nach Route kann der Kanal einem Schiff daher die Umfahrung der Peloponnes ersparen und dessen Seeweg um bis zu 325 Kilometer verkürzen. Nun sitzen wir im Bus und werden in naher Zukunft am Flughafen Athens ankommen. Auf die neuntägige Fahrt zurückblickend, war diese für jeden einzelnen von uns ein unglaubliches Erlebnis voller neuer Erfahrungen und neuem Wissen. Auch wenn das Wetter in Deutschland momentan nicht ansatzweise so schön ist wie hier in Griechenland, freuen wir uns alle natürlich auch wieder zurück nach Hause zu kommen. Ich kann nicht für jeden von uns sprechen, doch meiner Meinung nach gab es nichts zu bemängeln, keine Beschwerden und ausschließlich strahlende Gesichter. Jeder einzelne von uns weiß für sich selbst, was er an Wissen und Erfahrung erlangt hat und auch weiterhin mitnehmen wird, sodass die Fahrt hoffentlich für jeden unvergesslich bleiben wird. Ich spreche aber wahrscheinlich für uns alle wenn ich sage, dass die Planung der Fahrt nicht besser hätte sein können und ebenso auch die Art unserer Lehrer, wie Sie uns alles gezeigt und verständlich gemacht haben sowie jeder Zeit gute Ansprechpartner waren. Deshalb hiermit auch nochmal ein großer Dank an Sie: Frau Saage, Herr Goedecke, Herr Kaffka

Tag 8 – Donnerstag (7. April) – Von Festung zu Festung

Nun neigt sich eine Reise lauter interessanter Besichtigungen und unvergesslicher Erfahrungen dem Ende zu. Dennoch bot der letzte ganze Tag dieser Griechenland-Exkursion einen würdigen Abschluss, bevor wir morgen im Flieger zurück nach Deutschland sitzen werden. Das erste Ziel des Tages war Epidauros in der Region Argolis. Dies ist die bedeutendste antike Kultstätte für den Heilgott Asklepios und dessen Vater Apollon. Weil sich die Ausgrabungsstätte über eine sehr große Fläche streckt, gab es viel zu sehen. So besuchten wir zuerst das Theater von Epidauros, welches für Kranke zum Heilen von Seele und Geist errichtet wurde. Dort führten wir einen Akkustiktest durch, indem alle bis auf wenige Personen hoch auf die Zuschauerränge gingen, um zu hören, wie vorne auf weiter Entfernung ein kleiner Stein fallengelassen wird. Ebenfalls gingen wir in das kleine Museum des Geländes, in welchem vor allem Statuen, Berichte und Geschenke von Geheilten der Antike aufbewahrt werden. Weiterhin liefen wir am Asklepiostempel vorbei, betrachteten das Asklepiosstadion und  erkundeten das Abaton. Dies diente als Schlafhalle zur Heilung erkrankter Menschen, welche dem Mythos nach von Asklepios höchst persönlich zur Heilung der schlafenden Betroffenen besucht wurden. Von Epidauros fuhr uns der Bus nach Mykene. Mykene war eine der bedeutendsten antiken Städte Griechenlands, nach ihr wurde übrigens auch die mykenische Kultur benannt. Die Stadt lag höher gelegen und nördlich der Ebene von Argos, damit der Landweg zwischen südlicher Peloponnes und dem Isthmus von Korinth überwacht und kontrolliert werden konnte. Wir gingen zuerst in unterirdische Grabhügel, welche auch als Schatzhäuser bezeichnet werden. Danach wanderten wir auf die Festung, auf der wir herausfanden, dass einige Teile wie das Ornament des Löwentors über 3200 Jahre alt sind. Bevor wir Mykene verließen, besuchten wir das nahegelegene Museum, in welchem unter anderem ein Modell der Vogelperspektive auf Mykene zu sehen war. Da im Moment jeden Tag die Sehenswürdigkeiten um 15:30 Uhr schließen, durchquerten wir im schnellen Marsch die Festung von Tiryns. Auf beiden Festungen hielten sich laut Erzählungen antike Berühmtheiten wie Herkules und Perseus auf.
So kommt auch nun unser letzter voller Tag in Griechenland zum Abschluss. Morgen fahren wir zum Flughafen nach Athen, mit Zwischenhalt in Korinth, von wo aus wir Nachmittags nach Deutschland zurückfliegen werden.

 


Tag 7 – Mittwoch (6. April) – Von Pylos bis nach Tolo

Zum Start des siebten Tages unserer Reise fuhren wir zum Palast des Nestors, der ungefähr 12 Kilometer von unserer letzten Unterkunft in
Pylos entfernt ist. In den Überresten dieses großen mykenischen Palasts ließ sich erstaunlicher Weise neben dem Abdruck des Thrones im Thronsaal eine Badewanne am besten erkennen, welche bis heute sehr gut erhalten ist. Nach keinem allzu langem Aufenthalt auf den Resten der Festung schlugen wir unseren Weg in Richtung Mistras ein. Mistras ist eine als UNESCO-Weltkulturerbe ausgewiesene byzantinische Ruinenstadt mit Einflüssen verschiedenster Baustile, zu welcher wir bis auf die Bergspitze und wieder herab wanderten. Dort sahen wir Tiere wie Skorpione, mit denen wir normalerweise nicht gerechnet hätten. Nach der Besichtigung dieser beeindruckenden Ruinen und einem allgemein sehr aktiven Tag, fuhren wir quer durch die Peloponnes zum Touristenort Tolo, in welchem sich unser letztes Hotel befindet, in dem wir zwei Nächte bleiben werden, bevor es zurück zum Flughafen nach Athen geht. Tolo liegt zehn Kilometer südöstlich von der Hafenstadt Nafplio am argolischen Golf, welche wir besuchen wollten, um dort die Festung Palamidi zu besichtigen. Dies ist leider an zeitlicher Knappheit gescheitert, weshalb wir den Rest des Tages in Tolo am türkisen Meer verbringen konnten.

 


Tag 6 – Dienstag (5. April) – Ab in den Süden

Der sechste Tag unserer Reise startete, indem wir um 8:30 Uhr aufbrachen, damit wir den Nachholbedarf, dem archäologischen Museum in Olympia einen Besuch abzustatten, erfüllen konnten. Nachdem wir dort unter anderem die beeindruckenden Giebelfiguren des Zeustempels sehen konnten, ging es weiter mit dem Bus in Richtung unseres Tagesziels Pylos, das sich an dem linken der drei südlichen „Zipfel“ der Peloponnes befindet. Während sich die Straße an den Bergen entlang schlängelte, erinnerte der Anblick der grünen Umgebung teilweise an die Region Mittelerde aus „Herr der Ringe“. Der lange Weg in den Süden sollte seinen Lauf nicht lediglich ohne Zwischenstopps bzw. Besichtigungen nehmen. Also hielten wir vorerst beim Apollontempel in
Bassae, welcher  als der älteste antike Tempel geschätzt wird, an. Besonders an diesem ist heutzutage, dass er von einem großen Zelt
umgeben ist sowie von Tragseilen und Stützen gehalten wird, um weiterhin aufrechterhalten zu werden. Zum Abschluss fuhren wir weiter zu unserer Unterkunft in Pylos, wo einige das Wetter noch nutzten, um im Meer schwimmen zu gehen. Bis morgen werden wir unsere Zeit hier in dieser schönen Hafenstadt verbringen.


Tag 5 – Montag (4. April) – Olympia

Nach langen Busfahrten und der Besichtigung der bisher größten Tempelanlage der Fahrt wurden wir nett im Hotel am Kaiafas Lake empfangen. Der Bus sammelte uns am Morgen vorm Hotel in Delphi ein, von wo aus wir auf die Peloponnes fuhren. Dazu nahmen wir erneut eine Fähre, um dasWasser zu überqueren. Angekommen auf der Halbinsel war die Fahrt noch längst nicht vorbei, denn das Ziel lautete: Olympia. Als wir dort angekommen waren, besichtigten wir die antike Tempelanlage, wozu auch der Zeustempel gehört, welcher seiner Zeit der größte Tempel Griechenlands und zudem eines der sieben Weltwunder war. Schließlich bekamen wir Zeitdruck, da jene Anlage um 15:30 Uhr schloss genauso wie das
archäologische Museum dort, welches wir aus diesem Grund nicht mehr besuchen konnten. Also überbrückten wir die eingeplante Zeit im heutigen Olympia. Danach fuhren wir zum Hotel Kaifas Lake, welches uns, bis wir nach Pylos
aufbrechen, beherbergen wird.

 


Tag 4 – Sonntag (3. April) – Aufbruch nach Delphi

Unser vierter Tag in Griechenland neigt sich nun langsam auch dem Ende zu. Unser Tagesziel war die Stadt Delphi, in der wir bis morgen früh auch bleiben werden. So nahmen wir, gleich nachdem wir gefrühstückt und die Koffer gepackt hatten, den Reisebus in Richtung dieser. Nach einer zweistündigen Fahrt und einem kurzen Zwischenhalt besuchten wir auf dem Weg das Kloster Hosios Lukas, bei welchem wir unser mittägliches Picknick machten. Danach stiegen wir erneut in den Reisebus, um nach Delphi zu fahren. In Delphi angekommen betrachteten wir zuerst die Überreste des antiken Zentrums, einschließlich des Apollontempels, und besuchten darauf das archäologische Museum. Nach allen bisherigen Aktivitäten sind wir nun in unserem Hotel in Delphi angekommen und genießen die letzten Sonnenstrahlen des Tages bevor wir uns zum Abendessen treffen.

 


Tag 3 – Samstag (2. April) – Ägina

Wie gestern angekündigt, besuchten wir heute die Insel Ägina. Dazu standen wir früh auf und beeilten uns, um mit der Anschlussfähre nach Ägina zu fahren. Angekommen besuchten wir zuerst den Aphaiatempel und erkundigten selbst die Umgebung voller antiker Überreste. Im Anschluss begaben wir uns in Richtung Hafen, um unsere Zeit am Strand zu verbringen und zum Mittag zu essen. Nachdem wir die Fähre zurück nach Athen nahmen, teilten wir uns nach Wünschen in Gruppen auf und jeder durfte seinen Interessen nachgehen, um die freie Zelt in Athen zu nutzen. Zum Abschluss des Tages gab es ein erneutes gemeinsames Abendessen, nach welchem die meisten die übrige Zeit am Pool verbrachten.

 


Tag 2 – Freitag (1. April) – Agora & Akropolis

An unserem ersten Tag in Griechenlands Hauptstadt Athen konnten wir einige neue Eindrücke alter Baukünste der Antike, interkultureller Unterschiede sowie der Sprache selbst, sammeln und das schöne Wetter in vollen Zügen genießen. Der Tag begann für uns mit einem gemeinsamen Frühstück, nach welchem es zügig zu einem der nächsten U-Bahnhöfe ging und von da aus in kürzester Zeit zur Agora. Dort besichtigten wir antike Bauwerke wie den Hephaistostempel und Versammlungsplätze, auf denen früher unter anderem die Bürgerwahlen durchgeführt wurden. Fortlaufend ging es zuerst zum Akropolismuseum damit wir genug Vorwissen besaßen um die Akropolis selbst zu besteigen, auf der wir weitere antike Fragmente besichtigen konnten.
Über die verschiedenen Stationen verteilt hielten die ersten von uns ihre Referate, wofür sich alle anderen für die nächsten Tage ebenfalls bereits vorbereiteten. Bevor wir den ersten Tag mit einem gemeinsamen Abendessen beendeten, teilten wir uns in Gruppen auf, um Athen auf eigene Faust zu erkunden. Als letzte Aktivität des Tages sprangen die ersten von uns in den Pool, um das hervorragende Wetter mit größter Bemühung zu nutzen. Morgen geht es für uns in aller Frühe mit der Fähre nach Ägina, wo wir unter anderem den Aphaiatempel besichtigen werden.

 


Tag 1 – Donnerstag (31. März) – Anreise

Während unserer nächtlichen Zugfahrt durchs verschneite Schleswig-Holstein freuten wir uns über den Kontrast, erwarteten wir doch nachmittags die Akropolis im Sonnenlicht zu sehen. Leider machte uns der Schnee einen Strich durch die Rechnung, der Flug nach München wurde gestrichen,  stattdessen sitzen wir jetzt in Frankfurt und werden wohl erst nach Mitternacht in Athen ankommen. Auch aus den kontrastierenden Bildern wird jetzt nichts, statt Sonne in Athen gibt es jetzt erstmal grauen Himmel in Frankfurt. Die Sonnenbilder liefern wir dann morgen nach!