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Tradition trotzt trübem Wetter — Der Primaner Fünfkampf 2026

Tradition trotzt trübem Wetter — Der Primaner Fünfkampf 2026

Die Enttäuschung am Freitag, dem 12. Juni, war zunächst groß: Das geplante Sportfest samt Primaner-Fünfkampf sollte aufgrund von Regen ausfallen. Dabei ist die Austragung des Primaner-Fünfkampfes eine langjährige Tradition am Katharineum, auf die sich die Schülerschaft jedes Jahr aufs Neue freut. Umso größer waren Freude und Begeisterung, als später bekannt gegeben wurde, dass der Primaner Fünfkampf doch stattfinden würde. So versammelten sich am 15. Juni 2026 zahlreiche teilnehmende und interessierte Schüler:innen auf der Falkenwiese, um ihren Mitschüler:innen beim Werfen, Rennen und Springen zuzusehen.

Wie der Name bereits verrät, besteht der Primaner-Fünfkampf aus flünf unterschiedlichen Disziplinen: Hochweitsprung, Schleuderball, Barfußsprint, Speerwurf und Ringen. Für die Teilnehmerinnen wird die letzte Disziplin traditionell durch einen Slalomlauf ersetzt.

Hoch motiviert begann der Wettkampf am Montagnachmittag an den Sprunggruben. Lautstark angefeuert von den Zuschauenden versuchten die sportbegeisterten Oberstufenschüler:innen, die Messlatte von einem Meter Höhe (für alle Teilnehmerinnen) beziehungsweise 1,20 Metern Höhe (für alle Teilnehmer) sowie einer Weite von 1,50 Metern zu überwinden. Dafür waren nicht nur ein guter Anlauf, sondern auch die nötige Sprungkraft und Technik erforderlich. Die Mehrheit der Athletinnen und Athleten meisterte diese Herausforderung jedoch erfolgreich und qualifizierte sich für die zweite Runde – das Schleuderballwerfen.

Da die Zahl der Teilnehmerinnen aufgrund persönlicher Termine nach der ersten Runde bereits deutlich geschrumpft war und nur noch sechs Sportlerinnen im Wettbewerb verblieben, entfiel diese Disziplin für sie. Die Jungen präsentierten den Zuschauenden jedoch eindrucksvoll ihre Schleuderkünste: Ein Teilnehmer beförderte den Schleuderball ganze 40 Meter weit.

Wie es die Regeln vorsehen, wurden auch in diesem Jahr nach jeder Runde weitere Wettkämpfer:innen ausgeschieden, sodass zur dritten Disziplin, dem Barfußsprint, nur noch sieben Athlet:innen an den Start gingen. Obwohl der Sprint die kürzeste Disziplin des Wettkampfes ist, zählt er zu den beliebtesten bei den Zuschauenden. Dicht gedrängt an der Rasenlaufbahn standen die Schüler:innen, feuerten ihre Favoriten lautstark an und drückten fest die Daumen. Denn auch hier waren Höchstleistungen gefragt: Nur die vier schnellsten Läufer:innen erhielten die Chance, die vorletzte Disziplin zu bestreiten, nämlich den Speerwurf.

Für diese Disziplin nahm das Publikum wieder etwas Abstand und kehrte auf die Tribünenplätze zurück. (Schließlich möchte niemand einem fliegenden Speer zu nahe kommen.) Die große Herausforderung beim Speerwurf besteht nicht nur darin, den Speer möglichst weit zu werfen. Ebenso wichtig ist es, dass die Spitze zuerst im Boden steckt und der Speer nicht flach auf dem Rasen aufkommt. Andernfalls wird der Wurf nicht gewertet, unabhängig von der erzielten Weite. Nach einem erfolgreichen Speerwurfdurchgang und einem bemerkenswerten Wurf von 22 Meter bei den Mädchen war das Turnier schließlich im Finale angekommen: dem Slalomlauf der Mädchen und dem Ringkampf der Jungen. Hier standen sich Sophie von Seck und Inga Görlich sowie Johan Moll und Lasse Tuleweit gegenüber.

Wie bereits in den beiden Jahren zuvor setzte sich Sophie von Seck auch in diesem Jahr im Finale durch und gewann den Primaner-Fünfkampf zum dritten Mal in Folge. Herzlichen Glückwunsch!

Auch beim Ringen gab es ein bekanntes Gesicht: Johan Moll, der bereits im vergangenen Jahr das Finale erreicht hatte, trat erneut in den abgesteckten Kreis der Ringarena. Gekämpft wird nach griechischer Art: Erlaubt sind ausschließlich Griffe am Oberkörper, eine Runde dauert zwei Minuten, und das Ziel besteht darin, den Gegner mit beiden Schultern auf den Boden zu bringen. Die erste Runde war jedoch schneller beendet als erwartet. Noch bevor die erste Pause erreicht wurde, entschied Johan Moll den Kampf mit einem Schultersieg für sich und sicherte sich damit den Sieg der Jungen im diesjährigen Primaner-Fünfkampf. Auch hierzu herzlichen Glückwunsch!

Ein großer Dank gilt der Sportfachschaft des Katharineums, die das diesjährige Sportfest organisiert und damit maßgeblich zum reibungslosen Gelingen des Primaner-Fünfkampfes beigetragen hat. Ebenso möchten wir den Schulsanitäter:innen für ihr Engagement danken. Vielen Dank für euren Einsatz! Ein weiterer großer Dank geht an den Bund der Freunde, der die Preise finanzierte.

 

Redaktion des Website-Teams

 

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