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Potsdam Tag und Nacht – im Schatten der Großstadt

Potsdam Tag und Nacht – im Schatten der Großstadt

Koffer gepackt und Vorfreude im Gepäck – so startete unsere Klassenfahrt in die Landeshauptstadt Brandenburgs, nach Potsdam.
Wir, die 10d, verbrachten unsere letzte gemeinsame Klassenfahrt zusammen mit Frau Arndt und Herrn Belaya in der Deutschen Jugendherberge in Babelsberg.

Fünf Tage rund um Geschichte, Kultur, Architektur, Politik und Gemeinschaft bescherten uns durch Highlights wie einen Besuch im Bundestag oder ein gemeinsames Abendessen in der L’Osteria eine einzigartige Zeit. Was wir genau erlebt haben und ob sich solch eine Klassenfahrt nach Potsdam lohnt, erfahrt ihr in unserem Reisetagebuch, in dem wir von unseren Unternehmungen und Erfahrungen berichten.


Montag

Am 16.03.2026 begann unsere Klassenfahrt nach Potsdam am Hauptbahnhof Lübeck. Das Treffen vor Ort war für 7:00 Uhr angesetzt. Die Reise verlief über drei Etappen, in Hamburg stiegen wir in den ICE nach Berlin um, wo wir zum Glück reservierte Plätze hatten. In Berlin mussten wir einmal quer durch das riesige Bahnhofsgebäude zum Zug nach Potsdam. Insgesamt ging die Hinfahrt überraschend reibungslos vonstatten, es fuhren alle Züge planmäßig, es gab keine Verspätung und wir hatten immer mehr als genügend Zeit zum Umsteigen. Wir waren schließlich sogar so früh am Potsdamer Hauptbahnhof angekommen, dass wir noch eine gute Stunde Zeit hatten, bis wir um 14:00 Uhr in der Jugendherberge einchecken konnten.Wir beschlossen, die Zeit in Gruppen im Bahnhofsgebäude zu verbringen.

Nach dieser Mittagspause fuhren wir auch schon mit der S-Bahn bis zur Haltestelle Babelsberg, von wo aus es nur ein kleiner Fußmarsch bis zu unserer Jugendherberge war. In der Lobby saßen wir dann noch einige Minuten herum, bis Frau Arndt und Herr Belaya alles zum Einchecken geregelt hatten. Schließlich bezogen wir unsere Zimmer. Bis zum Abendessen hatten wir sehr viel Freizeit, um uns einzuleben, auszupacken und uns unter anderem auch in Kleingruppen in unserem Stadtteil umzusehen oder entspannt Spiele miteinander zu spielen.

Abends kamen wir als Klasse für einen gemütlichen Spieleabend im Gemeinschaftsraum zusammen. Wir hatten viel Spaß und eine gute Zeit mit „Rotes Sofa“ und „Die Werwölfe von Düsterwald“. Danach war die Stimmung super und alle waren bereit für ein paar weitere schöne Tage mit der Klasse.

 

 

Dienstag

Am Dienstag stand eine selbstgeführte Stadtführung und ein anschließender Besuch im Filmmuseum auf dem Tagesplan.
Nach dem gemeinsamen Frühstück fuhren wir mit der S-Bahn in die Potsdamer Innenstadt, um uns dort die verschiedenen Sehenswürdigkeiten anzuschauen und die Vorträge der Schülergruppen zu genießen. Als erstes besichtigten wir die St. Nikolaikirche, die uns durch ihre moderne Innenarchitektur sehr beeindruckte. Die Kuppel der Kirche konnten wir aus Zeitgründen leider nicht besuchen, sie wäre aber für das nächste Mal einen Besuch wert.

Die nächste Sehenswürdigkeit war das Holländische Viertel. Nach einem kurzen Vortrag spielten wir ein von der Gruppe erstelltes Memory. Die Aufgabe war es, niederländische Begriffe den passenden deutschen Übersetzungen zuzuordnen.

Wir setzten unseren Weg zum Brandenburger Tor fort. Dort erwartete uns eine Zeitreise in die 1770er Jahre, wodurch uns mit einem Schauspiel die Geschichte des Brandenburger Tores näher gebracht wurde. Auch zum Schloss Sanssouci erhielten wir einen Vortrag mit erstaunlichen Mythen aus der Geschichte. Um die Natur des Schlossparks in voller Pracht zu bestaunen, bietet sich ein Besuch im Sommer an.

Nachdem wir auch das Neue Palais sahen, war unser letztes Ziel nun der Landtag Brandenburgs, ebenfalls bekannt als das Stadtschloss von Potsdam. Auch hier erhielten wir interessante Informationen und beendeten unsere Stadtführung mit einem weiten Blick über Potsdam von der Landtagsdachterrasse.

Nach einer kurzen Mittagspause besuchten wir das Potsdamer Filmmuseum. Ein Besuch des Babelsberger Filmparks war aufgrund der Saison leider nicht möglich. In der Ausstellung waren jedoch viele Requisiten und andere Originale ausgestellt. Leider enttäuschte uns der dazugehörige Workshop, da er in seiner Form sehr eintönig gestaltet war. Müde von den vielen neuen Eindrücken machten wir uns auf den Heimweg zur Jugendherberge.

 

 

Mittwoch

Schon ist die Hälfte der Klassenfahrt vergangen. Am Morgen versammelten wir uns alle nach dem Frühstück und machten uns auf den Weg in die Biosphäre. Sie war der erste Teil unseres heutigen Programmes. Das Tropenhaus sollte uns einen Einblick verschaffen, wie es sich im tropischen und feuchten Regenwald anfühlt. Unser Guide zeigte uns verschiedene Tiere wie beispielsweise Schlangen und Insekten.

Der zweite Teil unseres Besuchs war ein Workshop, der eigentlich das Thema „Klimawandel als Beispiel für internationale Konflikte“ behandeln sollte. Allerdings war der Workshop zum Thema Treibhausgase, da der Guide nicht informiert war. Trotzdem konnten wir unsere bereits im Unterricht gewonnenen Erkenntnisse somit vertiefen.

Da die Sonne stark schien, haben wir beschlossen, noch alle zusammen ein Eis essen zu gehen, bevor wir dann viel Zeit zur freien Verfügung in Potsdam bekamen. Wir hatten die Möglichkeit, uns das Schloss Sanssouci anzusehen, die Universität Potsdam zu besichtigen oder einfach durch die Stadt und insbesondere durch das Holländische Viertel zu schlendern.

Ein weiteres Highlight unseres Tages war die Ankunft von Karolina. Sie war leider die ersten beiden Tage krank und konnte erst am Mittwoch zu uns stoßen. Wir haben uns alle sehr gefreut, dass sie es noch geschafft hat und so schnell wieder gesund geworden ist.
Nach einer kurzen Pause in der Jugendherberge brachen wir zu einem gemeinsamen Essen in die L’Osteria auf. Die Pizzen waren riesengroß und sehr lecker. Es war ein sehr gemütlicher Abend und ein erfolgreicher Tag!

 

 

Donnerstag

Am Donnerstag fuhren wir mit der S-Bahn von Babelsberg nach Berlin. Wir waren ungefähr eine Stunde zu früh am Reichstagsgebäude für unseren Besuch bei einer Debatte und einem Gespräch mit einem Abgeordneten, weshalb wir uns noch selbstständig bewegen durften. Die Zeit wurde unterschiedlich genutzt. Es wurde Kaffee getrunken oder das Brandenburger Tor besichtigt.

Nachdem wir die Sicherheitskontrollen erfolgreich passiert hatten, nahmen wir auf den Zuschauerplätzen im Plenarsaal des Reichstags Platz und hörten eine intensiv geführte Debatte über den Gesetzesvorschlag der Bundesregierung im Zusammenhang mit Kraftstoffpreissteigerungen. Unter anderem hörten wir die Wirtschaftsministerin Katharina Reiche.

Danach hatten wir ein einstündiges Gespräch mit dem Abgeordneten Sebastian Schmidt aus Ostholstein für die CDU. Er erzählte uns von seinem Lebenslauf und gab uns gegen Ende der Stunde die Chance, Fragen zu stellen, die er in seinem Fachgebiet der inneren Sicherheit verständlich beantworten konnte. Anschließend gingen wir die Kuppel des Reichstagsgebäudes besuchen, von der aus wir einen tollen Ausblick über Berlin hatten.

Am Nachmittag hatten wir die Möglichkeit, uns in verschiedenen Gruppen vier Stunden in Berlin zu bewegen. Eine Gruppe blieb beispielsweise in der Nähe des Reichstages, eine Gruppe fuhr zum Prenzlauer Berg, um zu shoppen, und andere gingen essen. Am Abend kamen wir zufrieden und glücklich zurück zur Jugendherberge.

 

 

Freitag

Freitagmorgen wachten wir früh auf und gingen zum Frühstück. Nachdem wir uns gestärkt hatten, packten wir unsere Koffer. Um 8:00 Uhr morgens trafen wir uns und verließen die Jugendherberge Potsdam. Mit der S-Bahn fuhren wir von Babelsberg zum Potsdam Hbf, wo wir Energie tankten. 20 Minuten später, schon wacher als am Morgen, setzten wir unsere Reise fort zum Berlin Hbf, wo wir in den ICE nach Hamburg einstiegen. Während der Fahrt wurden Spiele gespielt, sich unterhalten und gegessen. Nach entspannten zweieinhalb Stunden kamen wir in Hamburg an und hatten unsere letzte Etappe der Reise erreicht. Mit dem Regionalzug fuhren wir nach Lübeck und kamen um 14:30 Uhr an. Nach einer Abschlussrede war nun die Klassenfahrt beendet.

 

 

Fazit

Doch schlussendlich stellt sich die Frage: Ist Potsdam empfehlenswert? Dazu gibt es mehrere Pro- sowie Kontra-Argumente. Ein Argument für Potsdam ist z. B., dass es eine sehr schöne, historische und übersichtliche Stadt ist. Damit meinen wir, dass man bei der Abreise nicht das Gefühl hatte, nur die Hälfte gesehen zu haben. Allerdings waren die von uns besuchten Museen in Potsdam nicht empfehlenswert. In anderen Städten gibt es in dieser Hinsicht sicherlich ein besseres Angebot. Möglicherweise hätten wir unsere Aktivitäten gezielter auswählen können.

Weitere positive Aspekte von Potsdam sind, dass es eine sehr sichere Stadt ist und dass das Verkehrssystem so ausgebaut ist, dass man die Straßenbahnen oder die Busverbindungen gut nutzen kann, was viel Zeit spart.

Anders als bei den Workshops und dem Filmmuseum gibt es nichts Weiteres an Potsdam beziehungsweise an der Klassenfahrt auszusetzen. Daher kann man sagen, dass Potsdam ein schönes und sehr passendes Klassenfahrtsziel ist. Wir waren alle überwiegend zufrieden und empfehlen es auf jeden Fall weiter.

Eure 10d

 

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