Reist mit nach Oslo! Mit diesem Reisetagebuch erhaltet ihr jeden Tag neue Eindrücke von der Oslo-Fahrt!
Donnerstag, 12. Februar 2026
“Aber wichtig ist, dass einem die Dinge neu bleiben und dass man sich eigentich an nichts gewöhnt.”
Dieses kluge Zitat von Thomas Mann hängt im Eingang unserer Schule. Es ist mein Motto: alle Jahre unterrichte ich Musik und Geschichte, alle Jahre dieselben Altersstufen – die Jugendlichen aber sind immer neu!
Unsere Oslo-Reise ist es auch! Immer neu für uns alle, denn keiner erlebt diese Reise ein wie das andere Mal.
Die nach Kiel, das Ankommen an der Fähre …
Sind alle da, haben alle ihre Papiere – und schon gehen die Überraschungen los und die besonderen Herausforderungen.
Wir meistern alles und am Ende ist tatsächlich einmal “alles gut”
Viele schöne Erlebnisse an Bord, die traditionelle Chorprobe für eine Zugabe und mehr. Einmal schlafen – einige sicher mehr als andere …- und schon ist Frühstück und die wunderbare Einfahrt in den Oslofjord.
Wir treffen auf Silje, unsere Partnerin und Kollegin in Oslo und auf den “ewigen” Jens, einen aussergewöhlich liebenswerten Vater aus dem Unterstützerkreis des Vestre Aker Strykorkester; wir kennen uns jetzt schon seit Jahren und freuen uns herzlich, uns wieder zu sehen!
Jens verlädt unser Gepäck, sechs unserer “starken Jugendlichen” begleiten ihn zu unserem Probenraum und wir machen uns auf den Weg zum Schloss. Ein paar Informationen zu Norwegen als Königreich, seine besondere Geschichte und sein besonders volksnahes Königshaus.
Dann haben wir eine Führung im Nobel-Friedensmuseum. Unsere Jugendlichen sind sehr interessiert und es kommt die Katharineums-typische Frage: können wir länger bleiben? Leider kaum …
Noch ein kleines Kapitel: wir gehen zum Denkmal für die Opfer des Attentas auf Utoya vom 22.7.2011. … Ein Ort der Information und des Gedenkens.
Wir machen eine freie Mittagspause, die die Jugendlichen in kleinen Gruppen nutzen dürfen und machen uns auf den Weg zu unserer ersten Probe.
Eine sehr positive, aufgeräumte, fröhliche Atmosphäre entfaltet sich und einige unserer jugendlichen Partner aus Oslo sind auch schon da. Mit der Zeit werden es mehr und am Ende sitzen wir da mit einem stattlichen Sinfonieorchester: sicher 50 bis 60 Streicher, alle unsere Bläser, Bass, Gitarre, Schlagzeug …
Wir machen Musik, wir arbeiten, wir haben wirklich Spaß.
Die Pausen sind mindestens genauso wichtig und es entstehen Kontakte.
Gasteltern kümmern sich um ein opulentes Angebot an Obst und Pizza, Pizza, Pizza … alle werden satt.
Am Ende werden wir abgeholt, unsere “Kinder” auf die Familien in Oslo verteilt, der Saal leert sich und wir können ein paar Handgriffe aufräumen.
Unseren Feierabend haben wir uns alle verdient.
Vertraut, neu, bekannt, nichts Gewohntes; so darf es weiter gehen und wir freuen uns darauf.
(21.47 Uhr)