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Fashion revolution week

Die fashion revolution week wurde nach dem verheerenden Unglück 2013 in einer Textilfabrik in Bangladesch ins Leben gerufen. Das Unglück, bei dem Teile des Fabrikgebäudes einstürzten und darin arbeitende Menschen unter sich begrub, schwer verletzte oder tötete, zeigte der Welt mit einem Schlag, unter welch dramatisch schlechten Bedingungen unsere Mode hergestellt wird. Nicht nur Fast-fashion-Ketten sondern auch große Marken produzierten und produzieren unter unhaltbaren Konditionen unsere Kleidungsstücke. Oft ist uns dies gar nicht bewusst.

Während der fashion revolution week, die jedes Jahr im April stattfindet, soll hierfür ein Bewusstsein geschaffen und Lösungsansätze entwickelt werden. Junge Designer machen auf ihre nachhaltig produzierte Mode aufmerksam; Second-Hand-Läden zeigen, dass bereits jetzt ausreichend ungetragene Kleidung für die nächsten vier Jahre für die gesamte Weltbevölkerung produziert wurde; Modeketten machen transparent, wo ihre Kleidung produziert wird. #whomademyclothes

In einigen Klassen haben wir dieses Thema intensiv diskutiert und ich habe erfreut festgestellt, dass viele unserer Schülerinnen und Schüler bereits sehr bewusst ihre Klamotten kaufen, tauschen oder upcyclen. Wir haben interessante Upcycling-Entwürfe aus ungewöhnlichen Materialien wie z.B. Plastikflaschen, Schallplatten oder Korken gezeichnet und gesehen: Das ungewöhnliche Material regt zu neuen Ideen an!

 

 

Ein besonderes Highlight war auch der Besuch der Modedesignerin von „green size“, die erläutert hat, wie sie nachhaltige Mode produziert und sich auf dem Modemarkt behauptet. Sie produziert in Indien, kennt ihre Näher*innen aber persönlich und weiß, dass sie unter guten Bedingungen arbeiten.

Schlussendlich werden wir nun eine eigene Tasche aus alter Kleidung entwerfen und nähen!

Frau Remann