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„Die Physiker“ – Ein Theaterprojekt der Klasse 8b

„Die Physiker“ – Ein Theaterprojekt der Klasse 8b

Theater und die Schauspielerei faszinieren viele. Die großartigen Musicals, das Lateintheater und das Krippenspiel an unserer Schule spiegeln das wider.

Aber fast alle aus unserer Klasse haben natürlich keine Bühnenerfahrungen und deshalb war es eine große Herausforderung, als uns unsere Deutschlehrerin Frau Asmussen vorschlug, dass im Unterricht behandelte Stück „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt auf die Bühne zu bringen. Wir Schüler haben uns begeistert auf die ldee eingelassen und fanden es spannend, das Drama zum Leben zu erwecken. Dürrenmatt selbst beschreibt sein Stück hingegen als Komödie, die Handlung ergibt eine Geschichte mit einem tiefgründigen Hintergrund, die eine bedenkliche Wendung nimmt.

Nachdem wir die Originalfassung von Dürrenmatt gemeinsam gelesen und erarbeitet hatten, stellten wir eine gekürzte Fassung für die Aufführung her.

Bei den Vorbereitungen unserer Inszenierung hat die die ausführliche Beschäftigung mit den einzelnen Charakteren und ihrer Deutung für die Darstellung auf der Bühne uns geholfen, die Handlung noch besser zu verstehen. Wir haben uns dabei intensiv mit dem Thema der wissenschaftlichen Verantwortung auseinandergesetzt und gesehen, wie aktuell das Werk auch heute noch ist. Bei der Inszenierung der einzelnen Szenen mussten wir die Figuren ganz genau kennenlernen, um zu zeigen, welche Haltungen sie zu unterschiedlichen Themen einnehmen.

Frau Asmussen machte uns außerdem mit unterschiedlichen Mitteln der Darstellung auf der Bühne vertraut. Die Rollen wurden verteilt, wobei nicht alle eine darstellende Rolle auf der Bühne hatten. Auch rund um das Projekt gab es viele Aufgaben zu erledigen. So gab es zum Beispiel eine Gruppe für Kostüme und Requisiten, eine Gruppe für die Technik, das Licht, für das Bühnenbild, die Regie und viele andere helfende Hände. Am Ende hatte jeder etwas zu tun, und wir machten uns begeistert an die Arbeit. Mithilfe des Textes haben wir die einzelnen Rollen und Situationen analysiert und Darstellungsformen besprochen. Spielübungen insbesondere mit unterschiedlichem Einsatz von Mimik und Gestik, oder auch unterschiedliche Lautstärken und eine optimale Platzierung auf der Bühne, haben uns unserem Ziel langsam immer nähergebracht.

Nachdem alle fleißig ihren Text gelernt hatten, konnten wir ordentlich proben. Als wir uns endlich alle sicher fühlten, gab es die erste Hauptprobe. Gleichzeitig kümmerten wir uns um die Kostüme, die Requisiten und das passende Bühnenbild. Bei den Kostümen wählten wir als Basis die Farben schwarz oder weiß. Passende Requisiten haben wir von zu Hause mitgebracht oder von Frau Asmussen ausgeliehen. Das Bühnenbild haben wir mit passenden Gegenständen selbst entwickelt. Pläne für Umbau, Licht und Musikeinspielungen, Einladungen und ein Programmheft wurden natürlich auch von uns gemacht.

Bei diesem Projekt haben wir viele interessante Erfahrungen gesammelt: Wir haben nicht nur gelernt, wie man eine Geschichte auf die Bühne bringt, wir haben uns auch als Klasse noch besser kennen- und einschätzen gelernt. Jeder hat unterschiedliche Stärken eingebracht und so konnten wir perfekt zusammen funktionieren. Außerdem hat Frau Assmussen uns und unseren Fähigkeiten ganz vertraut, und so konnten wir dieses Stück gemeinsam erarbeiten und erfolgreich auf die Bühne bringen. Ein Projekt wie dieses hilft jedem von uns, mal über den eigenen Schatten zu springen, sich auszuprobieren und Neues an sich und anderen zu entdecken.

 Jona Scherp, Julius Schütt und Justus Mildner (8b)


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