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Back together (with distance) – 2. Erfahrungsbericht Schulleben

Nach dem verlängerten Himmelfahrts-Wochenende hatten die 11. Klassen das Privileg, wieder in voller Stärke in die Schule zu kommen. Aber natürlich nicht ganz so wie vorher.

Einige Tage bevor es wieder losging, wurden die neuen Stundenpläne veröffentlicht, aus drei Stunden „Beratungsangebot“ wurden bis zu 14 Schulstunden die Woche. Mit den letzten Resten mathematischer Kenntnisse von vor zwei Monaten ausgerechnet: eine Steigerung von gut 466%! Apropos Mathe: Eines der Fächer, das in allen Q1-Klassen wieder unterrichtet wird. 

Die verschiedenen Klassen sind entweder vormittags oder nachmittags drei Stunden in der Schule, besonders das Erscheinen um 8:00 war für einige, die ihren Schlafrhythmus in den letzten Wochen etwas aus dem Takt gebracht hatten, ein echter Schock.

Je nach Profil fand der Unterricht entweder in der oberen Sporthalle oder in der Aula statt. Für die Sporthalle galt das Betreten des Schulgeländes über die Glockengießerstraße und das einzelne Eintreten in das Gebäude. Nach dem gründlichen Waschen der Hände (20-30 Sekunden!) suchten sich alle einen Einzeltisch aus. Ganz vorne, vor dem Mattenwagen steht eine Leinwand mit Beamer, damit auch die, die ganz hinten sitzen, eine Chance haben, etwas auf der „Tafel“ zu lesen. Für Notfälle gab es aber auch noch eine Kreide(!)tafel. Doch bevor der Unterricht beginnen konnte, wurde jeder nach seinem Befinden befragt. Beruhigender Weise war niemand krank in die Schule gekommen.

Die Euphorie, alle wieder zu sehen, war natürlich riesig, weshalb die Abstandsregeln für einen Moment eher großzügig interpretiert wurden.

Da die Übertragung des Virus durch Aerosole in geschlossenen Räumen als erhöht wahrscheinlich gilt, sind während des gesamten Unterrichts die Fenster offen. Besonders in den großen Räumen, sprich Aula und Sporthalle, gehen die Temperaturen dann doch ziemlich in den Keller, weshalb spätestens nach dem ersten Tag, der Großteil wieder die etwas dickeren Pullover aus dem Schrank holte. Die großen Räume sind drei- bis viermal so groß wie ein normaler Klassenraum, wodurch alle beim Reden, Lehrer:innen wie Schüler:innen, mit etwas mehr Stimmkraft als gewohnt sprechen müssen.

Die Freude über den wieder aufgenommen Unterricht überwiegt bei allen, weshalb diese ganzen kleinen Umgewöhnungen doch nebensächlich sind und mit vollem Elan wieder zum Schulbuch, Block, Stift, Laptop oder iPad gegriffen wird. 

Der Gang durch das Hauptgebäude ist nach wie vor geprägt vom Einhalten der Gangrichtung, dem Abstandhalten und dem Nutzen der richtigen Treppen zum Hinauf- oder Hinuntergehen, dabei wirken aber inzwischen alle sehr routiniert, und langsam gewöhnen sich die, die das Glück haben, schon in der Schule zu sein, an die ganzen Regeln.

Neben den 11. Klassen, die wieder im Klassenverband zusammen sind, haben nun auch wieder alle anderen Klassen mal mehr, mal weniger Präsenzunterricht, wodurch wir uns der „neuen Normalität“ langsam annähern!

Redaktion des Website-Teams