Städtisches Gymnasium für Jungen und Mädchen mit altsprachlichem Zweig | seit 1531

17. Juni 2021

Liebe Schulgemeinschaft,

strahlende Sonne, blauer Himmel und sinkende Inzidenzen … alles perfekte Voraussetzungen für wunderbare Sommerferien. Ich bin wirklich glücklich, dass es am Ende des Schuljahres noch einmal gelingt, Normalität zu leben. Auch wenn wir noch zweimal wöchentlich testen, wenn wir Masken tragen – dass alle Schüler:innen seit einigen Wochen nun wieder gemeinsam im Schulhaus lernen können, war ein großer Schritt zurück in den Alltag des Katharineums. Im letzten Moment wurde es möglich, für die Abiturient:innen eine feierliche Entlassungsfeier in der Marienkirche zu gestalten, freitags klingt  wieder Musik aus den Räumen der Schule, am Wochenende konnten Preise für eine Wettbewerbsbeteiligung von Schüler:innen der 9. Klasse im Willy-Brandt Haus persönlich verliehen werden und der Shoa-Gedenktag konnte nun für alle Jahrgänge stattfinden.

Die große Freude, dass es wieder zunehmend möglich ist, Normalität zu erleben, verbinde ich mit einem nicht minder großen Dank an all diejenigen, die trotz permanentem Umorganisieren und Reagieren auf Verwaltungsvorschriften, den Mut nie verloren, sondern die Projekte weiter getragen haben; die abgesagte Veranstaltungen immer wieder neu aufgegriffen haben und immer wieder den veränderten Bedingungen angepasst haben.

Ausdrücklich möchte ich hier meinem Stellvertreter Frank Poetzsch-Heffter und dem gesamten Schulleitungsteam, Frau Berlingen und den Freiwilligendienstlern Fabian und Elza danken, dass Sie den Test- und Planungswahnsinn des letzten Schuljahres gemeinsam mit den Kolleg:innen und der Schulgemeinschaft organisiert haben. Die Freude über die wiedereinsetzende Normalität verdeckt für mich nicht die Dankbarkeit an mein Kollegium, das mit großer Geduld und stets neuem Engagement die Schüler:innen durch diese schwierigen Phasen des Lockdowns begleitet hat und dabei noch neue Konzepte entwickelte (Evaluation, Schutzkonzept usw.) Als besonders lobenswert empfand ich in diesem Jahr aber auch die Arbeit der Homepage-AG – die von und für die Schulgemeinschaft selbst aus dem Lockdown kontinuierlich berichtete.

Frau Frost und Frau Hoffmann gilt mein Dank dafür, dass sie eine Feier in der Marienkirche für unsere Abiturient:innen „last minute“ ermöglicht haben, danke an all die Kolleg:innen, die trotz der Unsicherheiten, ob und was stattfinden kann, unverdrossen um besondere Angebote für unsere Schüler:innen bemüht waren; stellvertretend für zahlreiche Projekte und Wettbewerbe möchte ich hier Frau Asmussen nennen: Ein Ergebnis aus Ihrer Produktion wird zu Beginn der Ferien am Gerüst des Katharineums sichtbar werden – unser Beitrag zum Kunstprojekt Inside Out mit Anja Doehring.

Welch wichtige Bedeutung Projekte im Schulalltag haben, zeigt mir aber heute auch der Shoa-Gedenktag. Auf der Israelfahrt der Schüler:innen vor 2 Jahren mit Frau Müschen entstand die Idee, einen Projekttag für die Schulgemeinschaft zu organisieren. Nun, nach Terminverschiebungen durch die Pandemie, ist es soweit: Die nun zumeist ehemaligen Schüler:innen haben für alle Jahrgangsstufen einen Projekttag zur Thematik der Shoa vorbereitet. Gastreferenten wurden eingeladen, Fördermittel organisiert und altersadäquate Konzepte für alle Jahrgangsstufen entwickelt. Euch, liebe (Ex) Schüler:innen und insbesondere Simon und Luca,  danke ich für diese großartige Initiative und eure Arbeit (ein eigener Artikel dazu folgt in wenigen Tagen auf der Homepage).

Und nun liebe Leser:innen, ahnen Sie hoffentlich, was ich meine, wenn ich angesichts des zurückkehrenden Alltags von meinen Gefühlen des Glücks spreche.

Natürlich hoffe ich sehr, dass wir nach erholsamen Sommerferien, die wir uns alle redlich verdient haben, weiter einen normalen Schulalltag erleben dürfen.

Ich wünsche Ihnen und Euch allen eine schöne Sommerzeit
Ihr / euer Stefan Philippi