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Kleiner Jahrgang, große Erinnerungen — Die Abiturient:innenentlassung 2026

Kleiner Jahrgang, große Erinnerungen — Die Abiturient:innenentlassung 2026

„Jetzt endet ein Kapitel, das sich zwischenzeitlich ewig angefühlt hat, nun aber viel zu schnell vorbei ist.“ Mit diesen Worten eröffnete eine Abiturientin die Abiturrede während der feierlichen Entlassung am 20. Juni 2026 in der Katharinenkirche. Gemeinsam blickten Lehrkräfte, Familien und die Abiturient:innen auf ihre Schulzeit zurück. Es wurde gelacht, erinnert, gedankt und gefeiert, denn an diesem Vormittag ging es nicht nur um die Übergabe der Abiturzeugnisse, sondern gleichermaßen um den Abschluss eines wichtigen Lebensabschnitts und den Beginn eines neuen.

Schulleiter Herr Philippi eröffnete die Feier mit einer Ansprache, in der er die besondere Situation dieses Jahrgangs aufgriff. Aufgrund der Umstellung von G8 auf G9 bestand der Abiturjahrgang 2026 aus lediglich fünf Schüler:innen und das sei, wie Herr Philippi formulierte, „manchmal idyllisch, manchmal anstrengend“ gewesen. Gleichzeitig bot die kleine Lerngruppe viele Vorteile: individuelle Förderung, eine angenehme Lernatmosphäre und intensive Zusammenarbeit. Diese Erfahrung warf für ihn eine grundsätzliche Frage auf: Wie groß sollten Lerngruppen eigentlich sein? Wie viel Individualität ist im Schulalltag möglich? Und welchen Stellenwert sollte die Qualität des Unterrichts in bildungspolitischen Entscheidungen haben?

Was bei der Abiturient:innenentlassung natürlich nicht fehlen darf, ist die Rede eines Alumnus: Herr Porschien, ein „goldener Abiturient“, gab den Abiturient:innen ebenfalls ein paar Tipps mit auf den Weg. Besonders hob er hervor, wie wichtig es sei, auf das eigene Bauchgefühl zu vertrauen. Nicht jede Entscheidung müsse bis ins Kleinste rational abgewogen werden, manchmal führe die Intuition zum richtigen Ziel. Ebenso sprach er über die Bedeutung von Freundschaften und zwischenmenschlichen Beziehungen. Am Ende blieben nicht die Noten oder Prüfungen in Erinnerung, sondern die Menschen, die einen begleitet, unterstützt und geprägt hätten.

Auch die Klassenlehrerinnen Frau Fox und Frau Detje verabschiedeten ihren „ganz besonderen Abiturjahrgang“. Sie erzählten von gemeinsamen Erlebnissen, insbesondere von der Studienfahrt nach Prag, die sich aufgrund der kleinen Gruppe beinahe wie ein Familienurlaub angefühlt habe, denn statt einer Jugendherberge konnte ein gemeinsames Ferienhaus gemietet werden. Zum Abschied überreichten sie den Abiturient:innen symbolisch einen „Blumenstrauß an Wünschen“ für ihre Zukunft: gute Entscheidungen, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, ein dickes Fell für kommende Herausforderungen sowie Freundschaft und Zuversicht.

Natürlich gehörte auch den Abiturient:innen selbst das Wort. In ihrer Rede blickten sie mit viel Humor auf ihre gemeinsame Schulzeit zurück. Sie erinnerten an lustige Unterrichtsstunden, wie etwa an herzhaftes Gelächter im Biologieunterricht bei Herrn Fust, oder nutzten die Gelegenheit, Herrn Ehlers an seine noch ausstehende Einladung zum Eisessen zu erinnern. Doch neben all den humorvollen Momenten wurde auch deutlich, wie dankbar die Schüler ihren Lehrkräften sind: Die Schüler:innen bedankten sich herzlich bei ihren Lehrkräften, denn diese hätten ihnen nicht nur Fachwissen vermittelt, sondern auch Werte, Erfahrungen und wichtige Lebenslektionen, die sie geprägt und auf ihren weiteren Weg vorbereitet hätten.

Bei einem so kleinen Jahrgang bietet es sich an, jede und jeden Einzelnen noch einmal persönlich zu nennen: Liebe Jasmina, liebe Lotte, liebe Mia, liebe Viktoriia, lieber Jannis – herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Abitur! Wir wünschen euch für euren weiteren Weg alles Gute, viel Erfolg und den Mut, euren eigenen Weg zu gehen.

Nach der feierlichen Zeugnisübergabe zogen die Abiturient:innen mit musikalischen Begleitung eines kleinen Ensembles unter der Leitung von Frau Ptassek und Herrn Schult aus der Katharinenkirche aus. Dieser Auszug ließ sich beinahe als Symbol verstehen: Die Kirchentür wurde so zum Tor in einen neuen Lebensabschnitt voller Möglichkeiten und neuen Herausforderungen.

Ein besonderer Dank gilt Frau Frost und Frau Hoffmann für die Organisation der feierlichen Entlassung in der Katharinenkirche. Ebenso danken wir Herrn Schult und Frau Ptassek für die stimmungsvolle musikalische Begleitung sowie der Technik-AG, die für Licht und Ton gesorgt hat.

Redaktion des Website-Teams

 

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