Am Donnerstag den 9.10.25 trafen sich 19 Schülerinnen und Schüler aus den 9. Klassen um 6:30 Uhr am Lübecker Hauptbahnhof. Das Ziel: Chartres in Frankreich. Das sind ungefähr 900km Luftlinie von Lübeck aus. Das Katharineum hat eine Partnerschaft mit der Institution Notre Dame, eine katholische Privatschule in Chartres. Und so begann die 13-stündige Fahrt voller Vorfreude und Aufregung.
Am Abend wurden wir am Bahnhof von unserer Gastfamilie mit offenen Armen empfangen und erlebten das erste Abendessen in französischer Kultur. Im Gegensatz zu Deutschland wird in Frankreich viel mehr Fleisch konsumiert.
Am Freitag ging es direkt für den Vormittag in die Schule. Wir hatten die Möglichkeit, ein anderes Schulsystem kennenzulernen. Wir mussten auf dem Schulhof auf eine Lehrkraft warten, die uns dann zum Klassenraum begleitete. Die Klassenräume waren ähnlich zu denen in unserer Schule. Der Unterricht aber wurde mit der Schulklingel, einem melodischen Klang, begonnen und beendet. In der Pause wurden wir mit einer Tanzeinlage der Lehrer und Schüler überrascht, ein Ritual, das immer freitags stattfindet. Das Mittagessen war, wie man es sich in einer amerikanischen High-School vorstellt.
Danach ging es zum Haus des Tellerdiebes: la maison Picassiette. Der Name ist eine Zusammenführung aus Picasso und assiette (franz. für Teller). Wir persönlich würden da nicht wohnen wollen, es war aber ein beeindruckendes Mosaik-Werk. Anschließend hatten wir eine geführte Tour durch die Cathédrale de Chartres. Wir konnten die eindrucksvollen Fenster der genialen Kathedrale bewundern und einiges über ihre Geschichte lernen.
Samstag und Sonntag waren wir in unseren Familien und haben unterschiedliche Aktivitäten gemacht. Vielen waren in Versailles, Schlittschuhlaufen oder bei „le bleu de Chartres“. Da werden verschiedene Orte, wie z.B. die Kathedrale, angeleuchtet und Musik dazu abgespielt. Es ist wie die Erzählung einer Geschichte.
Für Montag stand unser Paris-Trip auf dem Plan. Zuerst haben wir Paris mit einem Amphibienbus besichtigt. Dieser fuhr auch auf der Seine. Très bien! Danach haben wir ein Picknick mit Blick auf den Eiffelturm gemacht. Gestärkt haben wir dieses Wahrzeichen dann bis zur 2. Etage bestiegen. Das war eine kleine Herausforderung, aber jeder hat es geschafft und diese schöne Aussicht sollte man sich auch nicht entgehen lassen. Weiter ging es zur Besichtigung der Notre Dame, wo wir mit einer VR-Brillen-Führung überrascht wurden, die bildlich und interaktiv ihre Geschichte erzählte. Natürlich durfte dann auch der Besuch der Notre Dame in echt nicht fehlen. Erschöpft und voller neuer Eindrücke fuhren wir wieder nach Hause.
Dienstag ging es kreativ weiter. In der IND fand für uns ein Kurs statt, bei dem wir aus buntem Fensterglas Motive wie Kreuze, Fische und anderes herstellen konnten. Man kann sich auch kleine Kirchenfenster vorstellen. Den Nachmittag über fand dann für uns noch Nachmittagsunterricht statt: der Alltag für französische Schülerinnen und Schüler.
Ein Ausflug mit unseren Austauschpartnern durfte natürlich auch nicht fehlen. Deshalb ging es am Mittwoch mit einem Reisebus nach Le Mans. Dort hatten wir die Möglichkeit hinter die Kulissen der „24h du Mans“ zu blicken. Zum Beispiel konnten wir die riesigen Bildschirme, die die Rennstrecke zeigen, sehen. Im Anschluss sind wir in die Altstadt gefahren, um dort unseren riesigen Hunger zu dämpfen. Mit einer Bimmelbahn konnten wir auch noch einige schöne Seiten der Stadt erkunden. Nach etwas Freizeit ging es zurück nach Chartres.
Am Donnerstag stand für uns die Abreise an. Jeder verabschiedete sich von seiner Gastfamilie und bedankte sich für die schöne Zeit. Jedoch dauert es nicht mehr lange und dann gibt es ein Wiedersehen. Die Korrespondentinnen und Korrespondenten kommen im Februar nach Lübeck. Bis dahin besteht bestimmt noch Kontakt über Handys.
Wir konnten aus diesem Austausch neue Erfahrungen, viele schöne Erinnerungen und eine neue Kultur mitnehmen. Das war für jeden eine unglaubliche Woche.
Vielen Dank an Madame Balzac, die uns in Chartres und Paris begleitet hat. Und natürlich ein riesiges Dankeschön und Lob an Frau Joyeaux und Frau Grigull, die alles organisiert und sich um alles gekümmert haben.
Wir danken außerdem dem Bund der Freunde für die Finanzierung der Gastgeschenke. Merci beaucoup!
Anna & Lina
Redaktion des Website Teams












































