Städtisches Gymnasium für Jungen und Mädchen mit altsprachlichem Zweig | seit 1531

Am kalten Rande der Gesellschaft

Am kalten Rande der Gesellschaft – Wohungslosigkeit in Deutschland

Im Rahmen des WiPo-Unterrichts war das Thema, was uns im vergangenen Jahr wohl am meisten beschäftigte, die soziale Ungleichheit. Insbesondere beschäftigten wir uns auch mit sozialen Randgruppen und thematisierten Ursachen, Folgen und Lösungsansätzen am Beispiel von Wohnungs- und Obdachlosigkeit.

Obdachlosigkeit in Lübeck stellt ein weitaus größeres Problem dar, als von den Medien vermittelt wird. 180 Wohnungslose waren es allein im letzten Jahr in Lübeck. 22 davon leben tagtäglich auf der Straße ohne eine Möglichkeit auf Obdach. Auf ganz Deutschland bezogen, schlafen während des Winters über 40.000 Menschen ohne feste Behausung. 2020 sind 22 Obdachlose Menschen wegen niedriger Temperaturen ums Leben gekommen.

Obwohl Deutschland ein reiches Land ist und sich auf internationaler Ebene damit brüstet, soziale Gleichheit zu gewährleisten, leben Obdachlose am Rand der Gesellschaft – abseits uns geläufiger Gerechtigkeitsprinzipien (Prinzip der Gleichheit, des Anrechts & des Bedarfs).

In Lübeck gibt es natürlich auch Hilfsangebote für unsere bedürftigen Mitbürger*innen: Beispielsweise den „Herzenswärme Bus“, der durch die Stadt fährt und Essen oder Decken verteilt und Gespräche anbietet.
In Hamburg gibt es etwas ähnliches: Den „GOBANYO“, der es Menschen ermöglicht, sich dort zu waschen und zu duschen. Durch solche Aktionen wird Obdachlosen ihre Menschlichkeit und Würde zurückgegeben bzw. bewahrt.

Wir als Gesellschaft, die sich als offen, demokratisch und frei definiert, haben kein Recht darauf, die Probleme unserer Mitmenschen zu ignorieren. Wir müssen uns in Zeiten, in denen Obdachlosigkeit ca. 40.000 Menschen und Wohnungslosigkeit mehr als eine Halbe Million Menschen in Deutschland betreffen, stärker engagieren und Nächstenliebe zeigen.

Was DU tun kannst? Engagiere dich bei Vereinen, wie der Obdachlosenhilfe, verschließe nicht die Augen, mache auf Missstände aufmerksam und sei Teil der Veränderung!

Dinge, die wir als Schüler*innen tun können:

  • Fundsachen spenden
  • Sachspenden in Form von Essen, Decken, etc.
  • Engagement (z.B Moo/Obdachlosenhilfe)
  • „Pfand gehört daneben“: Pfandflaschen Obdachlosen spenden
  • Freundlichkeit verbreiten
  • Kontakte herstellen
  • „Tag der Nächstenliebe“: Einen Tag einführen, an dem Schülerinnen und Schüler sich um die Wohnungslosen dieser Stadt bemühen, ihre Geschichten kennenlernen und sich solidarisieren mit ihren Mitbürgern.

TU ES!

Janna Kröger, Alexandra Radu, Paul Kreutzer, Nick Restorf