Das LoLa liegt auf dem Campus des Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck und ist schon seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des Biologieunterrichts an unserer Schule. Der Name steht für „Lübecks offenes Labor“ und genau das ist es auch: ein Labor, das allen Interessierten zur Verfügung steht. Besonders Schulklassen haben hier die Möglichkeit, an Workshops teilzunehmen und naturwissenschaftliche Inhalte praktisch zu erleben.
Die Biologiekurse der 11. Klassen durften an ausgewählten Tagen in der vorletzten Schulwoche vor den Osterferien an einem solchen Workshop teilnehmen. Passend zu unserem vorherigen Unterrichtsthema „Enzymatik“ beschäftigten wir uns im LoLa mit Proteasen, also Enzymen, die Eiweiße spalten. Das Labor selbst ist dabei wie ein professionelles Labor ausgestattet, mit modernen Instrumenten und Arbeitsweisen, wie sie auch an Hochschulen und Universitäten verwendet werden. Ein Tag im LoLa bietet so also einen realistischen Einblick in die Arbeit im Labor und kann bei der späteren Studien- und Berufswahl helfen.
Im Mittelpunkt unseres Workshops stand die Frage, welches Enzym in einem Fleischzartmacher enthalten ist. Ein Fleischzartmacher ist ein natürliches, gewürzartiges Hilfsmittel, das, wie der Name schon sagt, Fleisch mürber und zarter macht. Er ist in normalen Supermärkten erhältlich und war nach einer kurzen Einstiegsrunde für einige von uns auch aus der Küche von zu Hause bekannt.
Um das enthaltene Enzym zu identifizieren, arbeiteten wir mit verschiedenen Enzymproben, darunter auch dem Fleischzartmacher selbst. Durch Vergleiche von Reaktionen und Messwerten konnten wir Schritt für Schritt herausfinden, welches Enzym für die Reaktion mit dem Fleisch verantwortlich ist. Dabei kamen typische Labortätigkeiten zum Einsatz: Pipettieren, das Mischen von Lösungen, Zentrifugieren und die anschließende Auswertung der Daten. Den gesamten Vormittag über untersuchten wir unter Anleitung der dort arbeitetenden Biologinnen die unterschiedlichen Proben sehr genau.
Nach einer Mittagspause, in der wir den UKSH-Campus und die Umgebung auf der Suche nach etwas zu essen erkunden konnten, trugen wir unsere Ergebnisse gemeinsam zusammen und werteten sie aus. (Für alle Interessierten: In unserem Fleischzartmacher war das Enzym Papain enthalten, das aus dem Saft unreifer Papayas gewonnen wird.) Im Anschluss erhielten wir noch einen wissenschaftlichen Vortrag, in dem die genauen Abläufe innerhalb unserer Eppendorf-Gefäße erklärt wurden.
Für viele von uns war es bereits der zweite Besuch im LoLa und auch dieses Mal waren wir uns einig: Ein Tag im Lübecker offenen Labor ist eine sehr lehrreiche und angenehme Erfahrung, die uns allen sehr gut gefallen hat. Ein großer Dank geht an alle Biologielehrkräfte, die diesen Tag organisiert und begleitet haben und so diese besondere Möglichkeit für uns geschaffen haben!
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