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Spannung und Sprechkünste beim Schulwettbewerb Jugend debattiert

Spannung und Sprechkünste beim Schulwettbewerb Jugend debattiert

„Kling!“ Mit dem Ton der Jugend debattiert-Glocke legte sich am 9. Januar über die Aula eine gespannte Stille. Auftakt für den Schulwettbewerb im Debattieren. Debattantinnen und Debattanten aus sieben Klassen, ihre Lehrkräfte, eine große Zahl an Schülerjuroren, Nachrückern, Helfern und Gästen starten vorfreudig und auch etwas aufgeregt in den Tag. Eisiges Winterwetter und Schneesturmwarnungen wirbelten dieses Jahr unseren Debattenplan kräftig durcheinander – noch nie erhielten so viele Nachrückerinnen und Nachrücker die Chance zur Teilnahme. Ein großes Dankeschön an euch für zuverlässige Vorbereitung und kurzfristiges Einspringen (tu es)!

Bei Jugend debattiert vertreten Schülerinnen und Schüler nicht ihre private Meinung. Ihre Leistung besteht darin, jede zugeloste Position überzeugend vertreten zu können. Als Frau Gerresheim die Reihenfolge der Debattenthemen verkündete, hörte man deshalb in einigen Ecken der Aula Freudenrufe und Seufzer der Erleichterung. Denn ab diesem Moment wissen die Teilnehmenden, ob sie Pro oder Contra argumentieren werden.

In den folgenden Stunden hieß es in zahlreichen Klassenräumen: „Jeder weiß…“ und „das stärkste Argument war für mich…“. 24 Minuten dauert eine Wettbewerbsdebatte, um Schulsieger:in zu werden, muss man an einem Wettbewerbstag insgesamt drei Debatten erfolgreich bestreiten. Was gehört zum Erfolgsrezept für gute Debattant:innen? Gründliche Vorbereitung, gute Nerven, sichere Beherrschung der Redestrukturen, Fairness, Ausdrucksvermögen, logisches Denken und ganz besonders die Fähigkeit, anderen genau zuzuhören. Eine komplexe Herausforderung also, der sich unsere Klassensieger:innen 2026 mutig und mit viel Leidenschaft gestellt haben. Siegen ist dabei nicht alles, es geht auch darum, Erfahrung im öffentlichen Sprechen zu gewinnen, die eigene Nervosität zu überwinden, das faire Streiten zu trainieren und nicht zuletzt dem Publikum Denkanstöße für die eigene Urteilsbildung zu geben.

In der starken Konkurrenz der Altersgruppe I setzen sich nach zwei Vorrunden als Punktbeste für das Finale Loni Demmert (9c), Emma Escudero Garcia (9d), Melody Setoodehnia (9c) und Josephine Rohr (10b) durch. Sie boten dem Publikum zu der Frage, ob eine Führerscheinpflicht für E-Scooter eingeführt werden soll, eine packende Debatte. Aspekte der Sicherheit, der Durchführbarkeit und der Bezahlbarkeit wurden dabei ebenso erwogen wie die Frage, ob eher der Fahrrad- oder der Autoführerschein als Vergleichspunkt dienen sollte.

Die von Herrn Philippi geleitete Finaljury aus Schülern und Lehrkräften kürte am Ende unsere neuen Schulsieger:innen. Emma Escudero Garcia und Melody Setoodehnia dürfen am 18. Februar das Katharineum im Regionalwettbewerb Jugend debattiert vertreten. In der Altersgruppe II starten für uns Hannah Kitzrow und Isa Sengül.

Für die Finalisten hat die Kulturmark großzügige Bücherpreise spendiert. Dafür und für die Unterstützung unserer Profis aus der Technik-AG bedanken wir uns herzlich!

Gastgeber des Regionalwettbewerbs ist am 18.2.2026 erneut das Katharineum. Ihr seid herzlich eingeladen, unsere Schulsieger:innen zu unterstützen, wenn es um den Einzug in den Landeswettbewerb im Kieler Landtag geht. Herzlichen Glückwunsch an Emma und Melody, Hannah und Isa, wir drücken euch schon jetzt ganz fest die Daumen!

Karin Gerresheim

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