„Laudato si, mi signore, …“: Als Giovanni Bernardone, genannt Francesco, in Mittelitalien sein bekanntestes Gedicht, den sogenannten Sonnengesang, verfasste, hatte sich der von ihm gegründete Mönchsorden der Franziskaner schon weit in Europa ausgebreitet. Auch in Lübeck hatten die Mönche schon Fuß gefasst und dort 1225 von der Stadt ein Grundstück für ein Kloster erhalten. Sie benannten das Kloster nach der Heiligen Katharina und widmeten sich dort vor allem der Krankenpflege.
800 Jahre später teilen sich das ehemalige Klostergebäude drei Institutionen: die Lübecker Museen (Katharinenkirche), die Schule und die Stadtbibliothek. So war es auch nur folgerichtig, dass diese drei Akteure das 800-Jahr-Jubiläum gemeinsam feierten und dabei auch die Räume der Kirche, der Schule und der Stadtbibliothek miteinbezogen wurden.
Den Auftakt bildete die Stadtbibliothek: Im Scharbausaal, dem ehemaligen Dormitorium (Schlafsaal) der Mönche, folgte auf die Grußworte der Senatorin für Kultur und Bildung, Monika Frank, und des Franziskanerpaters Thomas Ferencik ein Doppelvortrag: Dr. Tilmann v. Stockhausen (Lübecker Museen) und der Archäologe und Bauforscher Dr. Tilo Schöfbeck stellten die Baugeschichte der Kirche und des Klosters vor. Musikalisch umrahmt wurde das durch Katharina Bäuml (Capella de la Torre), die auf einer Schalmei, dem Vorläufer der heutigen Oboe, zwei Stücke aus der Renaissance spielte.
Wie die Mönche im 13. Jahrhundert gingen dann anschließend alle Gäste vom Dormitorium über den Hochchor in die Katharinenkirche, wo sie von Sven Albert und dem Musikprofil der Q1d mit einem eindrucksvollen Chorkonzert empfangen wurden.
Danach ging es direkt in die Schule weiter: Das Kunstprofil der Q1d unter der Leitung von Christine Asmussen hatte im Kreuzgang vor der Chemie Licht- und Klanginstallationen errichtet; die 6. Klassen von Antje Müschen, Kristina Stern, Philomena Putzke und Gönke Bünger stellten in Kurzvorträgen Ergebnisse ihrer Arbeit am Klosterprojekt vor; Alfred Hegge dirigierte die Jazzcombo im Refugium; und dort luden auch die Referendarinnen und Referendare sowie die Schülerinnen des Kernfach Latein in Q1 zum Sektempfang.
Auf die nächsten 800 Jahre gemeinsam in diesem Haus!
Wir danken der Technik-AG, dem Bund der Freunde und der Kulturmark für ihre Unterstützung dieser Jubiläumsfeier!
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