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“Europa entsteht nicht nur durch Politik, sondern vor allem durch Begegnung zwischen Menschen” – Udineaustausch 2026/27

"Europa entsteht nicht nur durch Politik, sondern vor allem durch Begegnung zwischen Menschen" – Udineaustausch 2026/27

Der Austausch zwischen Schülerinnen und Schüler des Katharineums und des Uccellis in Udine ist seit über 30 Jahren ein fester Bestandteil unseres Schullebens. Das Besondere dieser Fahrt besteht darin, dass sie eben keine Klassen- oder Studienfahrt ist, in deren Mittelpunkt die Besichtigung so berühmter Städte wie Venedig und Triest steht, sondern die in erster Linie von den Begegnungen der Jugendlichen untereinander im Schulalltag und in den Familien lebt. 

Und wir freuen uns sehr, dass es unserem Kollegen Herrn Naumann gelungen ist, den Udine-Austausch in das ErasmusPlus-Programm zu integrieren, sodass auch die Fahrt im Schuljahr 2026/27 finanziell gesichert sein wird. Dafür sind wir sehr dankbar! 

Wir werden in diesem Schuljahr ca. 25  Schülerinnen und Schülern des E-Jahrgangs den Austausch ermöglichen können. Die italienische Gruppe wird voraussichtlich im Dezember 2026 oder Ende Januar 2027 nach Lübeck reisen und wir werden im März oder Mai 2027 in Udine sein. 

So ihr Interesse habt, aber noch unsicher seid, ob dieser Austausch etwas für euch ist, helfen vielleicht die Erfahrungsberichte unserer Schülerinnen und Schüler aus dem letzten Jahr ein wenig bei der Entscheidung. Einige Zitate aus den Austausch-Portfolios haben wir für euch zusammengestellt: 

“Besonders gut haben mir die Ausflüge mit der ganzen Gruppe gefallen. Hamburg ist eine eindrucksvolle, große Stadt, die natürlich einen klaren Kontrast zum mittelalterlichen Lübeck darstellt. Es war interessant, die Stadt mal aus dem Blickwinkel der italienischen Gäste zu sehen.“ 

„Persönlich wollte ich mich darin stärken, auf Menschen aktiv zuzugehen, diese kennenzulernen und dabei sicherer zu werden, trotz Sprachbarrieren sich nicht einschüchtern zu lassen.“

„Eine Schwierigkeit ist, dass es natürlich ein gewisses Level an Überwindung kostet, sich in einer anderen Sprache mit fremden Personen zu unterhalten und alleine in einer Gastfamilie zu leben.“

„Ich war sehr gespannt darauf, wie die Zeit im Internat wird, da ich so etwas bisher noch nie erlebt habe. Zwar hatte ich schon eine Idee, wie es sein könnte, die Realität war dann doch sehr anders. Jungen und Mädchen waren in z.B. unterschiedlichen Internaten.  Auch waren die Zeiten, zu denen man abends wieder da sein sollte, wesentlich strenger als ich das erwartet hätte.“

„Die Woche in Udine war voller einzigartiger Momente und sehr abwechslungsreich. Wir sind als Gruppe mit den Italienern sehr stark zusammengewachsen und es bildete sich eine sehr schöne Gemeinschaft.“

„Ich habe mich wirklich sehr herzlich aufgenommen gefühlt und mich schnell auch mit ihrer Familie angefreundet.“

“Vieles verlief anders, als ich es mir vorstellte. Verständnisprobleme waren zwar vorhanden, konnten aber meist gut gelöst werden.“

„Mir haben die interessanten und netten Begegnungen geholfen, flexibler und offener zu sein.“

“Sprachlich habe ich gemerkt, dass Kommunikation oft auch ohne gute Kenntnisse funktioniert, solange man offen und interessiert bleibt.“

„Die persönlichen Begegnungen halfen dabei, Vorurteile abzubauen und Gemeinsamkeiten zu finden. Mit Vorurteilen haben wir uns dann auch im gemeinsamen Unterricht in Udine beschäftigt. Dadurch entstand ein stärkeres Bewusstsein dafür, dass junge Menschen in Europa trotz unterschiedlicher Herkunft viele ähnliche Interessen, Sorgen und Zukunftsvorstellungen teilen.“

“Durch den Austausch habe ich besser besser verstanden, dass Europa vor allem von den Menschen lebt, die miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten. Gemeinsame Werte wie Offenheit, Frieden und gegenseitiger Respekt wurden im Austausch konkret erfahrbar. Dadurch wird deutlich wie wichtig die Europäische Union innerhalb Europas für uns ist.“

„Der Austausch nach Udine hat gezeigt, wie eng antike Wurzeln und die Umbrüche des 20. und 21. Jahrhunderts miteinander verbunden sind. Das Friaul war schon in der Antike ein wichtiger Grenz- und Begegnungsraum verschiedener Kulturen. Auch heute prägen diese historischen Einflüsse die Region noch.“

„Es war spannend zu erfahren, wie viele Parallelen es zwischen der Geschichte Lübecks (deutscher Grenzregionen zu Zeiten des Kalten Krieges) und der Geschichte Triests bzw. des Friauls gibt. Beide Regionen, beide Städte haben die Trennung des Eisernen Vorhangs (obgleich auf der Westseite) und die Schrecken der Weltkriege sowie des Faschismus und Antisemitismus miterlebt. Beide sehen daher die Notwendigkeit der Erhaltung europäischer Werte und europäischer Einheit.“

 

Bitte meldet euch bei Interesse per Mail mit einem kurzen Motivationsschreiben bei Frau Stern (kristina.stern@schule-sh.de) oder Frau Frost (silke.frost@schule-sh.de).

Frau Frost

 

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