Unser Alltag ist geprägt von Plänen und Routinen. Das ist schön, weil wir somit wissen, was uns erwartet. Wir müssen uns nicht jeden Tag vollkommen anderen Herausforderungen, veränderten Orten und unbekannten Menschen gegenüberstellen. Die Gewohnheit des Bekannten macht es uns leichter. Umso ärgerlicher ist es, wenn sich unvorhergesehen etwas am Ablauf ändert.
In der Schule passiert das täglich. Es gibt zwar einen Stundenplan, der minutengenau den Tag einteilt. Aber dieser ist nicht in Stein gemeißelt – schon der Ausdruck auf Papier wird wegen der geringen Halbwertszeit seiner Gültigkeit vermieden. Die Änderungen werden im Vertretungsplan bekannt gegeben, der am Katharineum seit einigen Jahren über das Internet abrufbar ist.
Lasse Schützkowski aus der 9b nutzt diese digitale Variante, um seinen Alltag zu optimieren. Nachdem er mehrmals morgens früh vom Wecker geweckt aufgestanden war, um dann festzustellen, dass der Vertretungsplan einen späteren Unterrichtsbeginn auswies, überlegte er, wie man Wecker und Vertretungsplan koppeln könnte. Denn er würde gern länger schlafen, wenn er nicht um 8 Uhr in der Schule sein muss. Wie wäre es also, wenn der Vertretungsplan dem Wecker eine Nachricht schickte, falls der Unterrichtsbeginn sich verschiebt? Da sowohl der Vertretungsplan wie auch sein Wecker auf dem Handy verfügbar sind, wäre doch eine App sinnvoll, die beides zusammenbringt.
So machte er sich an die Arbeit und erforschte, wie man eine solche App erstellen kann. Und tatsächlich fand er einen Weg, dieses Problem zu lösen. Nach vielen Stunden Recherche, Quellcode schreiben und Fehler ausbügeln konnte seine App bei einer Änderung des Plans den Wecker umstellen – und Lasse länger schlafen!
So eine Errungenschaft sollte man unbedingt teilen. Und so meldete er sich bei dem Wettbewerb „Jugend forscht“ an, machte sich selbstständig mit den Anforderungen vertraut, erstellte ein Bewerbungsschreiben, formulierte eine Ausarbeitung für seine Forschung, kreierte einen Stand für die Wettbewerbspräsentation und stellte alle Ergebnisse am 27.02. in Geesthacht allein der Jury vor. Am Nachmittag stand fest: Die Jury war sehr angetan von Lasses Projekt und zeichnete ihn mit dem ersten Preis aus!
Doch zum Feiern bleibt nicht viel Zeit, denn nun geht es zum Landesentscheid nach Kiel, wo Lasse sein Projekt am 25.03. einem noch größeren Kreis präsentieren möchte. Viel Erfolg, Lasse!

















