Städtisches Gymnasium mit altsprachlichem Zweig | seit 1531

Latinum/Graecum

Wann hat man welches Latinum? Wann das Graecum? 

Die Bestimmungen, wann man welches Latinum bzw. das Graecum hat, sind einmal für das neunjährige Gymnasium mit einer Kurswahl-Oberstufe festgelegt worden. In der Profiloberstufe ist zu beachten: Wenn man für die Oberstufe eine Sprache als „Kernfach“ oder „Profilfach“ gewählt hat, muss man sie bis zum Abitur weiterbelegen. In den Fällen sind einige der hier angeführten Bestimmungen („Latein von Klasse 9 – 11“) theoretisch. Wenn der Stundenplan es aber ermöglicht, dass man freiwillig eine zusätzliche dritte Sprache belegt, kann man diese beim Erreichen eines bestimmten Latinums abgeben.
Zu beachten ist auch Folgendes: Ein Latinum oder Graecum ist, wenn man es hat, Bestandteil des Abiturs; deswegen gibt es keine Extra-Zeugnisse, sondern nur einen Vermerk im Abiturzeugnis.Wenn man die Schule ohne Abitur verlässt, wird gegebenenfalls im Abgangszeugnis bescheinigt, welches Latinum/Graecum man von den Voraussetzungen her hat. Wenn man später einmal das Abitur nachholt, werden diese Latina bzw. das Graecum gültig.

Bestimmungen für das 8-jährige Gymnasium

(Bestimmungen vom 1.2. 2011, rückwirkend gültig seit 1. 8. 2010)

Lateinunterricht ab Klasse 5:

  • Am Ende von Klasse 9 hat man das KLEINE LATINUM (wenn man mindestens die Note „4“ hat.)
  • Am Ende des E-Jahrgangs (= 10. Schuljahr) hat man das LATINUM (wenn man mindestens 5 Punkte hat.)
  • Am Ende des Jahrgangs Q1 (= 11. Schuljahr) hat man das GROSSE LATINUM (wenn man mindestens 5 Punkte hat.)

Lateinunterricht ab Klasse 6:

  • Am Ende von Klasse 9 hat man das KLEINE LATINUM (wenn man mindestens die Note „4“ hat.)
  • Am Ende des E-Jahrgangs (= 10. Schuljahr) hat man das LATINUM (wenn man mindesterns 5 Punkte hat.)
  • Am Ende des Jahrgangs Q2 (= 12. Schuljahr) hat man das GROSSE LATINUM (wenn man mindestens 5 Punkte hat.)

Latein- bzw. Griechischunterricht ab Klasse 8:

  • Am Ende des E-Jahrgangs (= 10. Schuljahr) hat man das KLEINE LATINUM (wenn man mindestens 5 Punkte hat.)
  • Am Ende des Jahrgangs Q1 (= 11. Schuljahr) hat man das LATINUM (wenn man mindestens 5 Punkte hat.)
  • Das GROSSE LATINUM kann man nur erreichen, wenn man Autoren und Texte gelesen hat, die den Ansprüchen des Großen Latinums entsprechen. Dies ist in der Regel der Fall, wenn man in der Oberstufe in den gleichen Kursen lernt und die gleichen Klausuren schreibt wie Schüler, die Latein als 1. oder 2. Fremdsprache begonnen haben, (und wenn man mindestens 5 Punkte hat.)
    In diesen Fällen kann der Kurslehrer bei der Fachaufsicht einen Antrag stellen, dass auch den Latein-III-Schülern am Ende des Jahrgangs Q2 (= 12. Schuljahr) das GROSSE LATINUM zugesprochen wird.
  • Das GRAECUM hat man, wenn man Griechisch von der 8. Klasse bis zum Ende des Jahrgangs Q1 belegt (und mindestens 5 Punkte erreicht) hat. Wer Griechisch in einer AG oder privat lernt, muss für das GRAECUM eine gesonderte Prüfung (schriftlich und mündlich) ablegen.

Welchen Abschluss brauche ich ?

Die Bestimmungen sind von Universität zu Universität verschieden; im Einzelfall sollte man sich am betreffenden Fachbereich informieren. (Eine – unvollständige – Übersicht findet sich auf der Seite des Deutschen Altphilologenverbandes) In den meisten Bundesländern gilt: Für ein Staatsexamen in einer Fremdsprache, in Germanistik, Philosophie, Theologie und Geschichte wird das LATINUM verlangt, auch für etliche Magister-Studiengänge in den Geisteswissenschaften. Für die Promotion ist oft das GROSSE LATINUM erforderlich, manchmal auch fürs Staatsexamen. In Medizin und den Naturwissenschaften werden Latina meistens nicht verlangt (wenn auch Lateinkenntnisse von Vorteil sind), in Jura nur in bestimmten Fällen für die Promotion. Das KLEINE LATINUM wird nur noch in einigen universitätsinternen Prüfungen als Nachweis ausreichender Lateinkenntnisse anerkannt. Griechischkenntnisse , und oft ein reguläres GRAECUM, werden an den meisten Universitäten in den Fächern Latinistik, Archäologie, Alter Geschichte und Theologie, z.T. auch in Philosophie verlangt. Vorteile bringen Griechischkenntnisse auch in anderen Bereichen.