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	<title>Interview Archive &#8211; Katharineum zu Lübeck</title>
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	<description>Städtisches Gymnasium mit altsprachlichem Zweig &#124; seit 1531</description>
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	<title>Interview Archive &#8211; Katharineum zu Lübeck</title>
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	<item>
		<title>Unterm Kirschbaum mit Frau Tollgreef</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kim]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Sep 2025 14:39:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel-2025]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Kirschbaum mit...]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bereits im Juni konnten wir mit Frau Tollgreef, die im offenen Ganztag am Katharineum tätig ist und dort unter anderem die Betreuung der Schülerinnen und Schüler übernimmt, ein Interview führen. Im Folgenden stellen wir unseren Leser:innen Frau Tollgreef und den offenen Ganztag bei uns am Katharineum vor. Woher kommen Sie gebürtig und auf welcher Schule waren sie? Ich bin in&#160;<a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-frau-tollgreef/">&#8230;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Bereits im Juni konnten wir mit Frau Tollgreef, die im offenen Ganztag am Katharineum tätig ist und dort unter anderem die Betreuung der Schülerinnen und Schüler übernimmt, ein Interview führen. Im Folgenden stellen wir unseren Leser:innen Frau Tollgreef und den offenen Ganztag bei uns am Katharineum vor.</em><strong><em><span class="Apple-converted-space"><br />
</span></em></strong></p>
<p><strong>Woher kommen Sie gebürtig und auf welcher Schule waren sie?</strong></p>
<p>Ich bin in Lübeck geboren und war dort auch auf der Dom-Grundschule. Danach habe ich die Emanuel-Geibel-Schule besucht. Nach meiner Ausbildung habe ich bei der Sparkasse angefangen – dort war ich fast 28 Jahre lang tätig. Seit 2018 arbeite ich nun hier am Katharineum.</p>
<p><strong>Was war Ihr Lieblings- beziehungsweise Hassfach in der Schule?</strong></p>
<p>Mein absolutes Hassfach war Mathe – obwohl ich später bei der Sparkasse gearbeitet habe (<em>lacht</em>). Auch Chemie hat mir nicht besonders gefallen. Dafür habe ich Deutsch, Englisch, Französisch und Biologie sehr gemocht.</p>
<p><strong>Wie sind Sie zu Ihrem Beruf am Katharineum gekommen?</strong></p>
<p>Während meiner Zeit bei der Sparkasse habe ich gemerkt, dass ich noch einmal etwas anderes machen möchte – vor allem etwas mit Kindern. Über die Diakonie habe ich erfahren, dass sie die Betreuung hier am Katharineum übernehmen, und mich dort beworben. Parallel habe ich für kurze Zeit auch an einer Grundschule in Kücknitz gearbeitet. Schließlich bin ich dann ans Katharineum gekommen.</p>
<p>Ich finde es einfach sehr schön, mit Kindern zu arbeiten und eine andere Seite kennenzulernen – abseits vom Büroalltag. In Kiel habe ich außerdem eine Fortbildung zur pädagogischen Mitarbeiterin gemacht, die aus fünf Modulen inklusive einer Abschlussprüfung bestand.</p>
<p><strong>Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Arbeit? Was macht Ihnen besonders Spaß?</strong></p>
<p>Mir gefällt besonders, dass jedes Kind einen ganz eigenen Charakter hat. Wir betreuen sowohl ruhige als auch sehr lebhafte Kinder. Sich immer wieder neu auf jedes Kind einzulassen und ihnen bei schulischen oder auch privaten Dingen Hilfestellung zu geben, macht mir große Freude. Auch die Nachmittagskurse sind für mich ein schöner und kreativer Teil der Arbeit.</p>
<p><strong>Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?</strong></p>
<p>Ich komme mittags in die Schule und habe manchmal erst Besprechungen mit <a href="https://katharineum.de/team/goenke-buenger/">Frau Bünger</a> oder Telefonate mit meinem Vorgesetzten. Danach schaue ich, was am jeweiligen Tag ansteht, und bereite die Kurse vor. Für unseren Backkurs überlege ich mir auch schon im Voraus, oft auch Zuhause, was wir in der kommenden Woche backen könnten. Dann kommen die ersten Kinder nach Schulschluss. Manche machen gleich Hausaufgaben, andere aber auch erst Zuhause. Wir helfen den Kindern bei den Aufgaben oder spielen mit ihnen. Anschließend finden die Kurse statt.</p>
<p><strong>Gibt es ein besonders schönes Erlebnis mit einem Kind, an das Sie sich gerne erinnern?</strong></p>
<p>Es gibt viele schöne Momente. Besonders berührend ist es, wenn man durch Gespräche zur Lösung von Problemen beitragen kann und die Kinder Unterstützung annehmen. Manche Sprüche der Kinder sind auch einfach zu niedlich, da muss man oft schmunzeln.</p>
<p><strong>Welche Kurse bieten Sie nachmittags an?</strong></p>
<p>Montags und donnerstags findet der Backkurs statt. Dienstags gibt es einen Kreativkurs, in dem wir zum Beispiel mit Acrylfarben malen oder mit Keramik, Holz und Wolle arbeiten. Mittwochs findet der Sport- und Spielekurs statt. Da gehen wir in die Sporthalle, wo die Kinder frei entscheiden können, was sie machen möchten. Im nächsten Schuljahr starten wir zusätzlich zwei neue Kurse gemeinsam mit einer neuen Kollegin.</p>
<p><strong>Gibt es etwas, das Sie sich für den offenen Ganztag in Zukunft wünschen?</strong></p>
<p>Zunächst wünsche ich mir, dass grundsätzlich alles so bleibt, wie es ist. Wenn im kommenden Jahr (<em>also nunmehr das aktuelle Schuljahr, 2025-26; Anm. d. Red.</em>) die neuen Sextaner auf fünf Klassen aufgeteilt werden und dadurch mehr Kinder angemeldet werden, könnte es im jetzigen Raum allerdings eng werden. Dann müsste man überlegen, ob dieser noch ausreichend ist. Die Küchenzeilen und Sofas im Raum finde ich allerdings großartig.</p>
<p><strong>Was würden Sie jemandem raten, der ebenfalls diesen Beruf ausüben möchte?</strong></p>
<p>Mein Rat wäre: einfach ausprobieren! Ich liebe Kinder, deshalb ist der Beruf genau das Richtige für mich. Für andere ist das vielleicht nicht so. Aber die Kinder geben einem so viel zurück – durch ihre lustigen Sprüche, ihre kreativen Ideen und einfachen Erklärungen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wie gewohnt haben wir unser Interview mit einem kurzen Fragegewitter beendet.</em></p>
<p><strong>Sommer oder Winter?</strong></p>
<p>Beides eigentlich. Im Sommer darf es nicht zu heiß sein, und die Weihnachtszeit im Winter mag ich sehr gern.</p>
<p><strong>Frühaufsteherin oder Langschläferin?</strong></p>
<p>Langschläferin – wenn ich lange schlafen darf, dann nutze ich das auch gern.</p>
<p><strong>Tee oder Kaffee?</strong></p>
<p>Kaffee.</p>
<p><strong>Spontan oder geduldig?</strong></p>
<p>Ich bin in vielen Dingen geduldig, überlege aber oft zu lange und tue mich manchmal schwer mit Entscheidungen.</p>
<p><strong>Liebste Freizeitbeschäftigung?</strong></p>
<p>Ich reise sehr gerne nach Schweden und lese am liebsten schwedische Bücher.</p>
<p><strong><em>Vielen Dank für das Interview mit Ihnen!</em></strong></p>
<p style="text-align: right;">Redaktion des <a href="https://katharineum.de/aktivitaeten/arbeitsgemeinschaften/website-team/">Website-Teams</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-frau-tollgreef/">Unterm Kirschbaum mit Frau Tollgreef</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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		<title>Unterm Kirschbaum mit … Herrn Schrader</title>
		<link>https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-schrader/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Clara Edner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jan 2024 05:30:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel-2024]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Schulvorstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Sextaner]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Kirschbaum]]></category>
		<category><![CDATA[Unterstufe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Donnerstag, den 01.02. ist es endlich wieder soweit und das Katharineum öffnet seine Türen, um sich angehenden Fünftklässler*innen und ihren Eltern am Schulvorstellungstag zu präsentieren und deshalb haben wir eines unser berühmten Kirschbauminterviews mit unserem Unterstufenleiter Herrn Schrader geführt, der die ganze Veranstaltung organisiert, um ein bisschen mehr über diesen Tag und auch über ihn als Lehrer zu erfahren.  &#160; Seit wann&#160;<a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-schrader/">&#8230;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-schrader/">Unterm Kirschbaum mit … Herrn Schrader</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><i>Am Donnerstag, den 01.02. ist es endlich wieder soweit und das Katharineum öffnet seine Türen, um sich angehenden Fünftklässler*innen und ihren Eltern am Schulvorstellungstag zu präsentieren und deshalb haben wir eines unser berühmten Kirschbauminterviews mit unserem Unterstufenleiter <a href="https://katharineum.de/teachers/schrader/">Herrn Schrader</a> geführt, der die ganze Veranstaltung organisiert, um ein bisschen mehr über diesen Tag und auch über ihn als Lehrer zu erfahren. </i></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><i>Seit wann arbeiten Sie schon am Katharineum?</i></strong></p>
<p>Im Februar 2002 bin ich hierhergekommen. Also jetzt schon seit 21, fast 22 Jahren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Welche Fächer unterrichten Sie?</em></strong></p>
<p>Ich habe Mathe und Sport studiert und die unterrichte ich auch beide sehr gerne. Nach 5, 6 Jahren am Katharineum habe ich dann noch zusätzlich die Physik-Fakultät bis zur 10. Klasse erworben. In einem zweijährigen Kurs zusammen mit <a href="https://katharineum.de/team/martin-scheel/">Herrn Scheel</a>. Das war immer sehr lustig, da sind wir immer dienstags zusammen nach Itzehoe gefahren und haben uns da fortbilden lassen. Das war noch mal ganz interessant in die Schülerrolle zu schlüpfen sozusagen. Physik wollte ich auch aus dem Grund als Alternative noch hinzunehmen, da ich mir gesagt habe,  wer weiß, ob ich mit 50, 60, 70 Jahren in Anführungsstrichen noch immer in die Sporthalle gehen will, wobei: Eigentlich will ich, ehrlich gesagt, fit bleiben, aber Physik macht mir auch total Spaß.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Warum haben Sie sich für diese Fächer entschieden?</em></strong></p>
<p>Ich hatte zur Schulzeit einen sehr, sehr guten Sportlehrer und war auch damals im Sport-Leistungskurs. Ich würde sagen, ich war damals relativ sportlich und durch den Einfluss meines Lehrers stand mein Entschluss fest, dass ich auf jeden Fall Sportlehrer werden will. Ich habe auch in Eurem Alter schon immer mal Trainerjobs gemacht in unserem Sportverein und habe daran einfach Freude gehabt, Kindern was beizubringen, Tipps zu geben usw. Mathe konnte ich immer schon gut. Das war allerdings ein sehr anstrengendes Studium, aber am Ende des Tages hat es sich ausgezahlt. Ich finde das ist eine super Kombination, weil ich einerseits die Kinder auf der körperlichen Seite erlebe, wie sie miteinander auch im Sozialen agieren, was natürlich im Sport viel zu sehen ist, und andererseits erlebe ich die kognitive Fähigkeit der Kinder in Mathe. Deswegen liebe ich es auch, Klassen in beiden Fächern zu haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Sie sagten gerade, dass Sie Trainer waren. Welche Sportarten haben Sie denn selbst gemacht?</em></strong></p>
<p>Ich selber habe klassisch mit dem Turnen angefangen. Dann habe ich Leichtathletik gemacht und am Ende bin ich beim Handball hängen geblieben. Unter anderem habe ich auch Basketball gespielt und abgesehen von diesen Wettkampfsportarten war ich Skifahren, Surfen, und besonders jetzt in letzter Zeit viel <a href="https://katharineum.de/olafs-racingteam-erneut-geschlagen/">Radfahren</a>. Da hat sich mein Interesse über die Jahre auch immer mal wieder gewandelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Wollten Sie schon immer Lehrer werden und wenn ja, warum?</em></strong></p>
<p>Nein, ich wollte ursprünglich mal Jura studieren und dann habe ich mir das mal angeguckt, aber dann doch gedacht, dass mir das vielleicht doch ein bisschen zu dröge ist. Da war für mich eigentlich eher das Geld der Anreiz, aber ich denke jetzt in meinem Lehrer-Sein bin ich ein bisschen glücklicher, als ich es als Anwalt gewesen wäre.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>In welcher Klassenstufe unterrichten Sie am liebsten?</em></strong></p>
<p>Da habe ich irgendwie gar keine Favoriten, natürlich bin ich als Orientierungsstufenleiter den Kleinen sehr zugewandt und finde die total herzlich hier bei uns und bemühe mich ja auch immer, sie sehr herzlich bei uns aufzunehmen. Da finde ich es auch sehr wichtig, dass ich da richtig drin bin und am Puls der Zeit. Aber auf der anderen Seite finde ich es auch total klasse, mit erwachsenen Schüler*innen zu arbeiten, weil das einfach auch eine ganz andere Herausforderung ist. Im Moment bin ich quasi durch die Bank in allen Jahrgangsstufen eingesetzt. Ich habe eine fünfte, sechste, achte, neunte,  zehnte und eine Q2 und das finde ich eigentlich ideal. Jede Stunde muss man in seinem Kopf umschalten, wie man mit den Menschen umgeht. Gerade das macht den Job ja auch so spannend. Ich könnte mich also gar nicht auf eine Stufe speziell festlegen, aber wenn ich das müsste, dann würde ich tatsächlich die ganz Kleinen favorisieren, weil die auch irgendwie noch am ehrlichsten sind in dem, wie sie mit mir umgehen. Die Großen sind da schon so ein bisschen abwägender, was man einem Lehrer so sagen darf und was nicht. Die Kleinen sagen einem einfach genau, was sie denken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Wie kam es, dass Sie Unterstufenleiter geworden sind?</em></strong></p>
<p>Bei mir war das Interesse für diese Stufe immer schon da. Ich habe dann entsprechende Fortbildungen besucht usw. und zu dem Zeitpunkt habe ich meine Vorgängerin Frau Schultek-Bahnsen schon damals viel unterstützt, speziell bei diesen Riesenveranstaltungen, die wir immer hier im Februar haben, um unsere Schule den angehenden Fünftklässlern zu präsentieren. Da war ich schon immer involviert und habe viel beim Organisieren geholfen. Da man sowas aber nie alleine machen kann, hole ich mir immer sehr viele gute Leute dazu. Und ohne die viele helfenden Kolleg*innen und die Schülerschaft könnten wir uns nie so gut nach außen präsentieren, wie wir das tun. Das ist ein Fakt. Der Schritt zum Unterstufenleiter war für mich auf jeden Fall auch ein kleiner Karriereschritt. Viele gibt es da als Lehrer ja letztendlich gar nicht. Und dann ergab sich eben die Situation, dass Frau Schultek-Bahnsen in Pension gegangen ist und ich glücklicherweise keine Konkurrenz hatte; und dann wurde ich das einfach, fertig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Seit wann machen Sie das jetzt schon?</em></strong></p>
<p>Das weiß ich ehrlich gesagt gar nicht so genau.  Ich würde es mal auf um die sieben oder acht Jahre schätzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Was zählt zu Ihren Aufgaben als Unterstufenleiter?</em></strong></p>
<p>Eine der wesentlichen Aufgaben ist die Organisation unserer Schulvorstellung für die neuen Sextaner. Das ist immer ein riesiger Aufwand, den man da jedes Jahr neu betreibt. Im Wesentlichen schaue ich mir aber sonst die pädagogischen Konzepte unserer Orientierungsstufe an. Außerdem spreche ich viel mit den Kolleg*innen, die da als Klassenlehrer*innen eingesetzt sind. Dazu benutzen wir z.B. Schilftage (&#8220;schulinterne Lehrerfortbildung&#8221;; <em>Anm. d. Red.</em>), um uns alle auf den gleichen Stand zu bringen und uns immer wieder weiterzuentwickeln. Weil ja auch die Kinder immer wieder mit anderen Voraussetzungen hierherkommen, müssen wir immer wieder neu sehen, wie wir das auffangen. Vor allem wie wir diesen Übergang schaffen, denn das ist ja ein ganz spannender Moment (wie ihr euch vielleicht erinnert; bei euch ist das schon ein bisschen her), von der Grundschule, wo alles noch so kuschelig ist zum im Vergleich riesigen Katharineum mit knapp 900 Schüler:innen. Allein die Umstellung auch von den Lehrkräften von einer Lehrerin/ einem Lehrer zu 6 oder 7 Lehrer*innen an der weiterführenden Schule. Und um diesen Übergang möglichst gut für die Schüler*innen zu gestalten, denken wir uns da jedes Jahr wieder neu rein und veranstalten so etwas wie Kennenlerntage und natürlich die Kennenlernfahrt. Das sind sehr wichtige Bausteine dafür, dass die Kinder auch schnell und sicher hier an der Schule ankommen, und da geben wir in der Orientierungsstufe, wie es der Name schon sagt, eben eine Orientierung über die ersten zwei Jahre.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Warum würden Sie Viertklässlern das Katharineum empfehlen bzw. ans Herz legen?</em></strong></p>
<p>Ich denke von außen ist es auf jeden Fall ein ganz besonderes Gebäude und wenn man als Erwachsener hier reingeht, sieht man wie schön die Schule auch von innen aussieht – aber das ist ja nicht das, was die meisten Kinder interessiert. Ich glaube, was man den Kindern mitgeben kann, ist, dass wir eine unheimlich beziehungsstarke Schule sind, finde ich. Ich finde den Begriff für unsere Schule unheimlich passend. Ich glaube, dass ihr als Schüler*innen hier tatsächlich etwas habt, was ich in meiner Schulzeit nicht so hatte. Eine super enge Bindung an das, was hier passiert. Ihr untereinander seid alle so gut vernetzt und das auch von ganz groß nach ganz klein, beispielsweise mit unseren Paten. Mavie, Du bist ja selbst Patin und warst mit meiner fünften Klasse auf <a href="https://katharineum.de/kennenlernfahrt-der-5-klassen-fischt-ihn-wieder-raus/">Kennenlernfahrt</a>; und was das alles zusätzlich auch mit den AGs wie der Musical AG mit euch macht, ist sehr besonders. Wenn man das ganze Konzept zusammenfasst, merkt man wie man sich hier an der Schule wirklich wie zuhause und wie in einer starken Gemeinschaft fühlen kann; wenn man sich darauf einlässt. Ich denke ein Großteil unserer Schüler*innen blickt am Ende der Schulzeit auf eine tolle Zeit zurück und das ist meiner Meinung nach extrem wichtig. Das zeigt aber auch wie viel Engagement ihr als Schüler*innen hier in der Schule zeigt und wie viel Energie ihr hier reinsteckt. Wenn ich beispielsweise an einem Mittwochabend nach späten Konferenzen nach Hause gehe, sind fast immer noch Schüler*innen hier und bereiten irgendwelche Projekte oder AGs vor. Das ist einfach großartig auch für mich persönlich, wenn man so viele Interesse von den Schüler*innen selber sieht. Das ist wirklich etwas ganz besonderes am Katharineum.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Was erwartet die Viertklässler*innen und ihre Eltern am Donnerstag bei der Schulvorstellung?</em></strong></p>
<p>Bei der <a href="https://katharineum.de/das-katharineum-sucht-junge-piraten-zum-segel-setzen-unsere-schulvorstellung-2023/">Schulvorstellung</a> fahren wir schon immer alles auf, was wir können. Wir öffnen alle Räume, sodass die Eltern und Kinder natürlich das Gebäude kennenlernen können, aber eben auch die Menschen, die hier arbeiten und hier unterrichtet werden. Ich glaube, da ist es auch toll zu sehen, mit welchem Enthusiasmus die Schüler*innen, die sich alle freiwillig dafür melden,  z.B. Schülergruppen herumführen. Wenn man denen gut zuhört und deren Strahlen wahrnimmt, dann ist man dem Katharineum schon mal einen großen Schritt näher. Zusätzlich können sie sich auf jeden Fall auf einen Auftritt unseres kleinen Musicals in der Aula freuen. Da kommt auch noch eine kleine Überraschung. Die erzähle ich jetzt aber noch nicht, da sollte man dann vielleicht doch lieber herkommen, wenn man neugierig ist. Ich glaube, spannend ist es sicherlich auch dann, die zukünftigen Klassenlehrer*innen kennenlernen zu können und sich grundsätzlich darüber zu informieren, was in unserer Schule alles so passiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Welcher ist Ihr Lieblingsort am Katharineum?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Ich finde den <a href="https://katharineum.de/klosterhof-eine-oase-nimmt-gestalt-an/">Klosterhof</a> wirklich einen der schönsten Orte, fast nicht nur am Katharineum. Ich finde den im Sommer so lauschig, mit der tollen Kirschblüte, die wir dort haben. Wenn wir da mal einen netten Abend, beispielsweise bei Kollegiumsfesten, verbringen, ist das etwas Tolles. So einen Ort gibt es wahrscheinlich auch nicht an vielen Schulen. Der ist richtig Lübeck pur!</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Welches Schulfest finden Sie am schönsten?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Eigentlich sind es zwei. Das eine ist für euch wahrscheinlich gar nicht als Schulfest im Kopf, aber da finde ich unsere <a href="https://katharineum.de/endlich-wieder-laufen-springen-werfen-die-bundesjugendspiele-und-der-primaner-fuenfkampf-2023/">Sportveranstaltung im Sommer</a> großartig, wenn wir gleichzeitig die Bundesjugendspiele oder das Spielefest und den Primaner Fünfkampf veranstalten. Das ist ein Tag an dem alle Schülerinnen und Schüler auf dem Platz sind und Sport treiben und sich gegenseitig anfeuern. Da ist eine tolle Stimmung und die Schulgemeinschaft ist besonders erkennbar. Außerdem mag ich die <a href="https://katharineum.de/last-night-of-the-p-r-o-m-s-2023/">Last Night of the PROMS</a> vor den Sommerferien und den <a href="https://katharineum.de/weihnachtliche-atmosphaere-und-spenden-fuer-wape-nafasi-katharina-basar-2023/">Katharina-Basar</a> im November sehr gerne.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Was ist Ihre schönste Erinnerung am Lehrer-Sein?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Das ist zwar gar keine richtige Erinnerung sondern eher noch recht präsent. Ich hatte einen Jahrgang, der hat 2015 Abitur gemacht, und wir waren auf Abschlussfahrt in der Toskana und dort ist aus mehr oder weniger Einzelpersonen eine Gruppe geworden. Das war damals ein Moment, den ich sehr mochte und den auch die Jugendlichen sehr genossen haben und daraus ist eben etwas Verrücktes geworden. Wir haben uns dann nach deren Abschluss bei mir im Garten getroffen und gegrillt. Daraus ist geworden, dass wir uns nun jedes Jahr im Sommer bei mir im Garten treffen, dieses Jahr war es schon das Neunte Mal. Die unterschiedlichen Wege zu sehen ist besonders, denn normalerweise verlassen einen die Schüler gerade so mit 18 Jahren und dann bekommt man die weiteren Lebensschritte nicht mit. Es ist eine schöne Sache, mich jedes Mal daran zu erinnern, wie schön zum Einen unsere Toskana-Fahrt war, und zum Anderen auch die nächsten Schritte mitzubekommen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Welchen Schülern würden Sie Latein als Erste Fremdsprache empfehlen?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Ich habe im Moment sowohl eine 5. Klasse, die mit Englisch angefangen hat, als auch eine 6. Klasse, die mit Latein angefangen hat und beide sind Katharineumsklassen. Ich glaube weniger, dass es eine Entscheidung für oder gegen Latein bzw Englisch ist, ich glaube, dass die Sprachwahl fast unerheblich ist, wenn die Klasse gut zusammenpasst. Ich glaube aber, das darf man nicht verhehlen, dass es in Latein eben auf Dauer ein klein wenig anstrengender ist, zumindest in der 5. und 6. Klasse, denn da hat man ein paar Unterrichtsstunden mehr. Ab dem zweiten Halbjahr in der 5. Klasse haben die Lateinkinder dann zusätzlich Englisch, in der 6. sind es dann sogar drei Stunden extra. Das ist zwar dann nicht Versetzungsrelevant, jedoch sind es aber zusätzliche Stunden. Ich glaube, dass Kinder, die an der Antike interessiert sind und einen guten logischen Zugang zu Dingen haben, sich gut mit Latein auseinandersetzen können und daran auch Interesse entwickeln. Wie ich das bei dem Lateinkollegium mitbekommen habe, ist es auch nicht mehr nur noch Vokabeln lernen, sondern die Klassen machen <a href="https://katharineum.de/antike-gewaender-und-seehunde-wandertag-der-6a-nach-kiel/">Ausflüge</a> zu antiken Sammlungen, da sind schon spannende und moderne Sachen dabei.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Wie würden Sie das Katharineum in drei Worten beschreiben?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Herzlich, warm und immer wieder sich neu erfindend.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Was würden Sie Viertklässlern, die sich für eine weiterführende Schule entscheiden, als Tipp geben?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Grundsätzlich würde ich als Tipp geben, sich zwei oder drei Schulen anzugucken. Sich alle 28 Schulen, die es in Lübeck gibt, anzugucken, macht einen verrückt und macht die Entscheidung später nicht leichter. Hört auf euer Bauchgefühlt, wenn ihr nachher hier rausgeht und das Bauchgefühlt stimmt, dann funktioniert das in der Regel auch. Gleichzeitig sollten sich die Eltern über die Konzepte informieren, die wir hier haben, und gucken, ob auch diese zum Kind passen. Wir sind eine Schule, die den altsprachlichen Zweig hochhält und auch immer noch eine dritte Fremdsprache hat, was eine Besonderheit ist, und die vieles anbietet, wenn es zur Musik oder Sport kommt. Natürlich auch Kunst oder die Technik, da findet jeder seine Nische irgendwo. Man kann sich hier verwirklichen und wer sagt, er braucht eine neue Herausforderung, ist hier herzlich willkommen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Ruhehof oder Turnhof?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Ruhehof.</span></p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Staffeltag oder Bundesjugendspiele?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Ganz klar <a href="https://katharineum.de/staffeltag-2023/">Staffeltag</a>.</span></p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Lange Nacht der Mathematik oder Katharinabasar?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Bitte beides nicht am selben Tag, aber wenn dann die Lange Nacht der Mathematik (<em>lacht</em>).</span></p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Tee oder Kaffee?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Ganz viel Kaffee.</span></p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Sommer oder Winter?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Winter.</span></p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Liebste Freizeitbeschäftigung?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Radfahren.</span></p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Fernsehen oder lesen?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Leider viel zu viel fernsehen.</span></p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Fußball oder Basketball?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Basketball.</span></p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Basketball oder Handball?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Handball.</span></p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Mathe oder Sport?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Sport.</span></p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Frühaufsteher oder Langschläfer?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Irgendwie dazwischen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielen Dank für das Interview mit Ihnen! Wir sind schon ganz gespannt auf die Schulvorstellung am Donnerstag, den 01.02.2024 und hoffen zahlreiche Viertklässler*innen und ihre Eltern anzutreffen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: right;"><em>Redaktion des Website-Teams</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-schrader/">Unterm Kirschbaum mit … Herrn Schrader</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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		<title>Unterm Kirschbaum mit&#8230; Herrn Knuppertz</title>
		<link>https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-knuppertz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Clara Edner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jan 2023 05:30:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel-2023]]></category>
		<category><![CDATA[Herr Knuppertz]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Kirschbaum mit...]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich heißt dieses Format „Unterm Kirschbaum“, doch leider war es Anfang Januar, zum Zeitpunkt dieses Interviews, bereits so ungemütlich draußen, dass wir es doch kurzfristig nach drinnen verlegt haben. Anlass dieses Interviews war der Abschied von Herrn Knuppertz. Wir waren sehr gespannt zu hören, wie es für ihn nach seiner Pensionierung weitergeht. 1. War Lehrer zu sein schon immer Ihr&#160;<a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-knuppertz/">&#8230;</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="excerpt_part">Eigentlich heißt dieses Format <strong>„Unterm Kirschbaum</strong>“, doch leider war es Anfang Januar, zum Zeitpunkt dieses Interviews, bereits so ungemütlich draußen, dass wir es doch kurzfristig nach drinnen verlegt haben. Anlass dieses Interviews war der Abschied von Herrn Knuppertz. Wir waren sehr gespannt zu hören, wie es für ihn nach seiner Pensionierung weitergeht.<br />
</span></p>
<p><strong>1. War Lehrer zu sein schon immer Ihr Traumberuf oder kam es dazu erst später?</strong></p>
<p>Ab der 11. Klasse war es mir klar, dass ich Lehrer werden wollte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>2. Haben Sie ein Lieblingsthema im Unterricht?</strong></p>
<p>Mehrere: Volumenberechnung von Sektglas und Pyramide als Anbahnung der Integralrechnung; Konfidenzintervalle als Werkzeug für eigentlich jeden mündigen Bürger. Und auch Bürgerin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>3. Warum haben Sie sich für das Katharineum entschieden?</strong></p>
<p>Ich suchte nach einem Gymnasium in Lübeck und habe mich bei den Innenstadtschulen vorgestellt. Herr Schmittinger konnte mir eine Stelle anbieten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>4. Welche Fächer haben Sie unterrichtet?</strong></p>
<p>Mathematik und Englisch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>5. Warum haben Sie sich dazu entschieden, den Förderunterricht im Schwerpunkt Mathe zu übernehmen?</strong></p>
<p>Das war nicht meine Entscheidung. Der Unterricht mit diesen Schülerinnen und Schülern war jedoch sehr aufschlussreich und lieferte Ideen auch für den „normalen“ Mathematikunterricht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>6. In welcher Stufe haben Sie am liebsten unterrichtet?</strong></p>
<p>Alle Stufen hatten ihren Reiz: In der Unterstufe sind die Schülerinnen und Schüler noch ganz offen für neue Erfahrungen.<br />
In der Mittelstufe passiert so viel; es kommt keine Langeweile auf und ich glaube, ich habe einen guten Draht zu den Jugendlichen in ihrer „wilden“ Phase. In der Oberstufe liegt der Schwerpunkt auf der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Unterrichtsstoff.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>7. Haben Sie einen Lieblingsmoment als Lehrer?</strong></p>
<p>Sehr viele.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>8. Was hat Ihnen besonders am Lehrer-Sein gefallen?</strong></p>
<p>Am besten hat mir am Lehrer-Sein gefallen, dass man auf der einen Seite fachlich und auf der anderen Seite mit Menschen arbeiten kann, die viele verschiedene Gedanken, Ideen und auch manchmal Probleme haben, und damit umzugehen, ist definitiv spannend und nicht langweilig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>9. Was war die beste Ausrede für nicht gemachte Hausaufgaben?</strong></p>
<p>Ich war immer sehr zurückhaltend mit dem Aufgeben von Hausaufgaben: jenseits der Wissensvermittlung sollten Kinder viel spielen, Jugendliche viel Zeit für das Ausprobieren von Lebensentwürfen haben.</p>
<p>Ansonsten waren Hausaufgaben – wie auch der Unterricht – ein Angebot: Das Angebot konnte angenommen werden oder eben auch nicht. Nur mit den Konsequenzen ihres oder seines Handelns bzw. Nicht-Handelns musste sich dann jede Schülerin und jeder Schüler anfreunden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>10. Wenn Sie Ihre eigene Schule konzipieren könnten, wie würde diese aussehen und welche Fächer würden Sie vielleicht sogar noch hinzufügen?</strong></p>
<p>Kleinere Klassen, genügend räumliche und zeitliche Möglichkeiten für Lehrerinnen und Lehrer, sich über ihre Fächer und Arbeit auszutauschen. Fortbildungen als Teil der Arbeitszeit (und nicht der Freizeit).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>11. Wann haben Sie angefangen am Katharineum zu unterrichten?</strong></p>
<p>2007.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>12. Was werden Sie am meisten vermissen, wenn Sie das Katharineum verlassen werden?</strong></p>
<p>Viele nette, ja, freundliche Menschen und die schönen Kreuzgänge im Gebäude. Und vor allem die freundlichen Sekretärinnen <a href="https://katharineum.de/teachers/frau-bley/">Frau Bley</a> und <a href="https://katharineum.de/teachers/frau-giertz/">Frau Giertz</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>13. Worauf freuen Sie sich besonders, wenn Sie in Pension gehen?</strong></p>
<p>Ich freue mich auf die Freiheit, nicht mehr das tun zu müssen, wozu ich wenig Lust verspüre.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>14. Was fasziniert Sie am Katharineum als Schule?</strong></p>
<p>Ihre Geschichte. Und die vielfältigen Möglichkeiten für Schülerinnen und Schüler, sich kreativ und sportlich einzubringen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>15. Haben Sie oft in der Mensa gegessen; und gab es dort auch schon einmal Ihr Lieblingsessen?</strong></p>
<p>Nein, ich habe nie in der Mensa gegessen. Ich esse eher abends. Aber die Räumlichkeit ist wunderschön.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>16. Was wurden Sie am häufigsten von Schülern gefragt?</strong></p>
<p>„Kriegen wir die Klassenarbeit heute zurück?“ – Diese Frage habe ich gerne an Wissende weitergeleitet, die dann antworteten: „Wenn sie fertig korrigiert ist.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>17. Was ist ihre liebste Freizeitbeschäftigung?</strong></p>
<p>Ich fahre gerne Rad, gehe gerne in die Sauna, ins Theater und Kino, lese gerne.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>18.  Haben Sie einen Lieblingsfilm oder ein Lieblingsbuch?</strong></p>
<p>„Casablanca“ und Härtlings „Felix Guttmann“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>19. Wo würden Sie gerne mal hinreisen?</strong></p>
<p>Schottland, Irland, Griechenland, Portugal, Amrum, …</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>20. Möchten Sie kommenden Schüler:innen etwas mit auf den Weg geben?</strong></p>
<p>Nein. Eher den Schülerinnen und Schülern, die ich in den vergangenen Jahren habe unterrichten dürfen. Danke für die Freundlichkeit, die mir im fachlichen und auch im persönlichen Umgang entgegengebracht wurde. Danke auch für die Toleranz, die meinen Fehlern und Macken entgegengebracht wurde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>21. Welchen Rat würden Sie uns als Schüler:innen geben, die schon länger auf dem Katharineum sind?</strong></p>
<p>Ich habe noch nie gedacht, dass ich anderen Menschen einen Rat geben sollte. Ich habe mich deshalb immer darauf beschränkt, mein Handeln sichtbar und transparent zu machen.</p>
<p>Wer auch immer aus meinem Angebot etwas für sich Wertvolles übernehmen konnte – gut so. Wer nichts fand, was ihn oder sie ansprach – auch gut.</p>
<p>Ich biete gerne einige Zeilen von Immanuel Kant an, die ich vor wenigen Wochen (wieder) las:</p>
<p>&nbsp;</p>
<table width="614" cellspacing="0" cellpadding="7">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" width="598">
<p align="left">„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen.</p>
<p align="left"><span lang="de-DE">Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ </span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Dann haben wir zum Schluss noch das berühmt berüchtigte Fragengewitter:</strong></p>
<p><strong>Englisch oder Mathe?</strong></p>
<p>Natürlich Mathematik.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Frühaufsteher oder Langschläfer? </strong></p>
<p>Eher Frühaufsteher, in den Ferien zeigt sich allerdings manchmal ein Langschläfer in mir.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kaffee oder Tee?</strong></p>
<p>Zum Frühstück Tee, danach Kaffee und Tee.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fernsehen oder Lesen?</strong></p>
<p>Beides.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Sommer oder Winter?</strong></p>
<p>Sommer, allerdings nicht allzu heiß.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Strand oder Berge?</strong></p>
<p>Eher Strand.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Lieblingsfach als Schüler?</strong></p>
<p>Mathematik, Sport und Latein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Lieblingsfach als Lehrer?</strong></p>
<p>Siehe oben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Lieblingsschulfest?</strong></p>
<p>Keine Präferenz.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Klassenarbeit planen oder Klassenarbeit korrigieren?</strong></p>
<p>Klassenarbeit – was ist das???</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Lieber in den ersten Stunden kein Unterricht oder früher Schluss?</strong></p>
<p>Lieber früher Schluss.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielen Dank für dieses interessante Interview. Das Website-Team und das gesamte Katharineum wünscht Ihnen eine schöne und erfüllte Pension.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Redaktion des Website-Teams</em></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Unterm Kirschbaum mit … Frau Behrend</title>
		<link>https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-frau-behrend/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Clara Edner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Dec 2022 10:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel-2022]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerinterview]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Kirschbaum]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Kirschbaum mit...]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Katharineum lässt sie einfach nicht los: Frau Behrend erzählt uns etwas über ihren Beruf hier als Lehrerin und Leiterin des Krippenspiels. Und wer hätte es gedacht – sie war schon als Schülerin an dieser Schule. Wie kam es dazu und was hat sich verändert? War Lehrerin zu sein schon immer Ihr Traumberuf oder kam es dazu erst später? Es war&#160;<a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-frau-behrend/">&#8230;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="s5"><em><span class="s2">Das </span><span class="s2">Katharineum</span><span class="s2"> lässt sie einfach nicht los: <a href="https://katharineum.de/team/nina-behrend/">Frau Behrend</a> erzählt uns etwas über ihren Beruf hier als Lehrerin und Leiterin des Krippenspiels. Und wer hätte es gedacht – sie war schon als Schülerin an dieser Schule. Wie kam es dazu und was hat sich veränder</span><span class="s2">t?</span></em></p>
<p class="s7"><strong><span class="s2">War Lehrerin zu sein schon immer Ihr Traumberuf oder kam es dazu erst später?</span></strong></p>
<p class="s8"><span class="s2">Es war in der </span><span class="s2">Tat </span><span class="s2">nicht von Anfang </span><span class="s2">an mein Traumberuf</span><span class="s2">. </span><span class="s2">Der Wunsch hat sich eher über die Jahre hinweg entwickelt. </span><span class="s2">Ich habe nach dem Abitur zuerst eine Ausbildung</span><span class="s2"> im Hotelberei</span><span class="s2">ch</span><span class="s2"> angefangen</span><span class="s2">, weil </span><span class="s2">es damals </span><span class="s2">mein</span> <span class="s2">Traum</span> <span class="s2">war, </span><span class="s2">Hotelmanagerin zu werden. </span><span class="s2">Nach der Ausbildung im Hotel „Vier Jahreszeiten“ in Hamburg </span><span class="s2">wollte ich </span><span class="s2">Touristik </span><span class="s2">studieren. Ich habe dann aber während dieser Ausb</span><span class="s2">ildung festgestellt, dass </span><span class="s2">der von mir angestrebte Beruf mit einer Familiengründung nur sehr schwer zu vereinbaren wäre. </span><span class="s2">D</span><span class="s2">enn wenn man im Hotelbereich tätig ist,</span><span class="s2"> muss man </span><span class="s2">viel reisen</span><span class="s2">, ist ständig unterwegs und nirgendwo wirklich zu Hause.</span><span class="s2"> Ich war immer schon ein Fami</span><span class="s2">lienmensch und mir war </span><span class="s2">damals</span> <span class="s2">schon</span> <span class="s2">klar, </span><span class="s2">dass ich irgendwann </span><span class="s2">Kinder haben möchte. Somit habe ich mich dann noch während dieser Ausbildung </span><span class="s2">um</span><span class="s2">entschieden und</span><span class="s2"> ein Jahr lang viele Praktika</span><span class="s2"> im In- und Ausland</span><span class="s2"> gemacht, </span><span class="s2">um mich neu zu orientieren. </span></p>
<p class="s9"><span class="s2">Anschließend</span><span class="s2"> habe ich Pädagogi</span><span class="s2">k (Erziehungswissenschaften) </span><span class="s2">in Lüneburg studiert. </span><span class="s2">Während des Studiums stellte ich fest, dass mir Latein fehlt.</span> <span class="s2">Ich hatte </span><span class="s2">hier am </span><span class="s2">Katharineum</span> <span class="s2">damals</span><span class="s2"> von der fünften bis zu</span><span class="s2">r </span><span class="s2">dreizehnten </span><span class="s2">Klasse </span><span class="s2">Latein – ich war schon immer ein Sprachenmensch</span><span class="s2">. </span><span class="s2">Wenn man nun also Pädagogik und das Fach Latein miteinander verbinden möchte, </span><span class="s2">ist man beim Lehramt angelangt. Die ideale Kombination fand ich </span><span class="s2">in </span><span class="s2">einer modernen Fremdsprache: Englisch.</span></p>
<p class="s10"><strong><span class="s2">H</span><span class="s2">aben Sie ein Lieblingsthema?</span></strong></p>
<p class="s11"><span class="s2">In Latein finde ich es immer sehr wichtig und spannend, wenn man einen Bezug zur </span><span class="s2">Lebenswelt der </span><span class="s2">Sc</span><span class="s2">hüler:innen </span><span class="s2">herstellen kann und wenn man dann </span><span class="s2">die </span><span class="s2">antiken Texte als Basis nimmt, um </span><span class="s2">aktuelle Lebensfragen beantworten zu können</span><span class="s2">; oder wenn man feststellt, dass es den alten Römern in vielen Lebenssituationen genau so </span><span class="s2">ging, wie es uns heutzutage geht, z.B. wenn wir verliebt sind.</span> <span class="s2">Ich persönlich liebe Dichtung – </span><span class="s2">Catull</span><span class="s2">, Horaz, Ovid.</span></p>
<p class="s12"><span class="s2">Womit ich mich </span><span class="s2">in der Oberstufe</span><span class="s2"> im Fach Englisch sehr </span><span class="s2">gerne beschäftige, sind TED-Talks. Da </span><span class="s2">dieses Redeformat den meisten </span><span class="s2">Schülerinnen</span><span class="s2"> und Schülern durch </span><span class="s2">youtube </span><span class="s2">bestens bekannt ist, </span><span class="s2">ist</span><span class="s2"> die Motivation, auch einen eigenen TED-Talk zu entwickeln und zu präsentieren, meistens sehr hoch.</span></p>
<p class="s9"><span class="s2">D</span><span class="s2">iese Unterrichtseinheit</span><span class="s2"> habe ich </span><span class="s2">kürzlich</span><span class="s2"> mit einem Kurs zum Thema „Science </span><span class="s2">and</span><span class="s2"> Technology“ </span><span class="s2">durchgeführt und war begeistert von den Ergebnissen. Das lässt sich auch super mit dem Fach Latein verbinden – wenn man sich die </span><em><span class="s13">officia</span> <span class="s13">oratoris</span></em><span class="s2"> und die </span><em><span class="s13">partes</span> <span class="s13">orationis</span></em><span class="s2"> von Cicero anschaut,</span> <span class="s2">merkt man schnell, welchen Einfluss dieser Meister der Rede bis in die heutige Zeit hat</span><span class="s2">.</span></p>
<p class="s9"><span class="s2">Ich finde es total spannend, fächerverbindende Aspekte zu entdecken und daraus mit Kollegin</span><span class="s2">n</span><span class="s2">en und Kollegen anderer Fächer zusammen Unterrichtseinheiten oder Unterrichtsprojekte zu entwickeln.</span></p>
<p class="s9"><strong><span class="s2">Warum haben Sie sich für das </span><span class="s2">Katharineum</span><span class="s2"> entschieden?</span></strong></p>
<p class="s14"><span class="s2">Ich habe mich tatsächlich gar nicht selbst für das </span><span class="s2">Katharineum</span><span class="s2"> entschieden. </span><span class="s2">Das hat natürlich immer zwei Seiten, </span><span class="s2">wenn man als Schülerin an einer Schule war und dann </span><span class="s2">als Lehrerin zurückkommt.</span></p>
<p class="s15"><span class="s2">Wobei das bei mir auch lange genug her war, ich also die „nötige Distanz“ dazu hatte. </span><span class="s2">In der Zwischenzeit hat sich auch eine ganze Menge verändert. Vielleicht war es Zufall oder – wenn man daran glauben möchte – </span><span class="s2">Fügung, </span><span class="s2">jedenfalls wurde mir ein </span><span class="s2">Referendariatsplatz </span><span class="s2">am </span><span class="s2">Katharineum</span><span class="s2"> zugewiesen</span><span class="s2">.</span></p>
<p class="s16"><span class="s2">So bin ich wieder hier gelandet und auch geblieben.</span></p>
<p class="s17"><strong><span class="s2">Haben Sie einen Lieblingsmoment als Lehrerin?</span></strong></p>
<p class="s9"><span class="s2">Da gibt es mehrere, würde ich sagen. Ein wirklich sehr besonderer Moment war, als ich meine erste K</span><span class="s2">lassenleitung übernommen habe. Als klar war, dass ich nach dem Referendariat an der Schule bleibe, habe ich danach direkt eine Klassenleitung in einer fünften Klasse bekommen. </span><span class="s2"></span></p>
<p class="s18"><span class="s2">Als </span><span class="s2">i</span><span class="s2">ch dann bei der Sextaner-Einschulung </span><span class="s2">die Kinder </span><span class="s2">kennengel</span><span class="s2">ernt </span><span class="s2">und realisiert habe, dass das jetzt </span><span class="s2">meine Klasse ist</span><span class="s2">, war das sehr besonders für mich.</span></p>
<p class="s19"><span class="s2">Was ich auch immer sehr besonders finde, ist </span><span class="s2">das </span><span class="s2">Krippenspiel: </span><span class="s2">die Proben, die Gesänge, die Fahrt, das Gemeinschaftsgefühl, die </span><span class="s2">Aufregung </span><span class="s2">der </span><span class="s2">Schüler:innen</span><span class="s2"> und Schüler </span><span class="s2">kurz vor der </span><span class="s2">Auﬀührung</span><span class="s2">, </span><span class="s2">die Freude und Erleichterung </span><span class="s2">im Anschluss. </span><span class="s2">Das ist für mich wirklich etwas ganz Schönes</span><span class="s2">.</span></p>
<p class="s14"><span class="s2">Aber ich liebe </span><span class="s2">diesen Beruf</span><span class="s2"> einfach auch genau deswegen</span><span class="s2">, weil es immer unvorhersehbare Momente gibt und kein Tag wie der andere ist, das fasziniert mich </span><span class="s2">so daran, Lehrerin zu sein.</span></p>
<p class="s17"><strong><span class="s2">Sprechen Sie noch weitere Sprachen?</span></strong></p>
<p class="s16"><span class="s2">Ich habe damals am </span><span class="s2">Katharineum</span><span class="s2"> noch <a href="https://katharineum.de/unterricht/faecher/franzoesisch/">Französisch </a></span><span class="s2">und später, in der Oberstufe, </span><span class="s2">nebenbei Spanisch gelernt, weil das leider nicht als Unterrichtsfach angeboten wurde. Alt-</span><span class="s2">Griechisch habe ich im Rahmen des Latein-Studiums natürlich auch gelernt, aber das kann ich nicht </span><span class="s2">sprechen.</span></p>
<p class="s17"><strong><span class="s2">Was ist ihre liebste Freizeitbeschäftigung?</span></strong></p>
<p class="s14"><span class="s2">Am wichtigsten ist mir, Zeit mit </span><span class="s2">der Familie</span><span class="s2"> zu verbringen. </span><span class="s2">Mein Sohn und ich haben ein gemeinsames Hobby:</span><span class="s2"> Wir gehen ein- bis zweimal die Woche zusammen schwimmen</span><span class="s2">, außerdem verbringen wir viel Zeit an der Ostsee.</span></p>
<p class="s14"><span class="s2">Sport ist für mich ein wichtiger Ausgleich; </span><span class="s2">ich gehe zwei- bis dreimal die Woche laufen, in der wärmeren Jahreszeit auch rudern. </span><span class="s2">Ansonsten</span><span class="s2"> lese ich gern, höre Musik, spiele Klavier</span><span class="s2">, gehe spazieren oder treffe mich mit Freunden.</span></p>
<p class="s17"><strong><span class="s2">Hat Ihnen Theater immer schon Spaß gemacht?</span></strong></p>
<p class="s20"><span class="s2">Ja, auch</span> <span class="s2">in meiner Schulzeit gab</span> <span class="s2">es </span><span class="s2">schon das kleine und das große Musical und da</span><span class="s2"> war ich </span><span class="s2">immer dabei. D</span><span class="s2">amals gab es noch einen richtigen Orchestergraben, in den ich mal bei einer Aufführung beim Wiener</span><span class="s2">&#8211;</span><span class="s2">Walzer</span><span class="s2">&#8211;</span><span class="s2">T</span><span class="s2">anzen fiel. </span></p>
<p class="s20"><span class="s2">Und beim Krippenspiel war ich auch von Klasse fünf bis Klasse dreizehn immer dabei, allein schon, weil ich Jürgen Fick meine </span><span class="s2">gesamte Schulzeit über</span><span class="s2"> immer</span><span class="s2"> in mindestens einem Fach</span><span class="s2"> als Lehrer hatte;</span><span class="s2"> </span><span class="s2">da</span><span class="s2"> wurde man gar nicht gefragt, </span><span class="s2">man </span><span class="s2">musste</span> <span class="s2">mitmachen, das war einfach so (<em>lacht</em>).</span></p>
<p class="s17"><strong><span class="s2">Welche Rollen hatten Sie im Krippenspiel?</span></strong></p>
<p class="s14"><span class="s2">In den ersten Jahren war ich</span><span class="s2"> ein kleiner Engel</span><span class="s2"> im Engelschor, und d</span><span class="s2">ann war meine Rolle </span><span class="s2">mehrere Jahre lang </span><span class="s2">der Vor- und Nachspruchengel. </span></p>
<p class="s17"><strong><span class="s2">Hat das Krippenspiel ihre Schulwahl als Schülerin beeinflusst?</span></strong></p>
<p class="s16"><span class="s2">Nein,</span><span class="s2"> das war das Fach Latein. Ich hatte mir als Zehnjährige in den Kopf gesetzt, Theologie zu studieren</span><span class="s2">.</span> <span class="s2">D</span><span class="s2">a war es für mich klar, dass Latein meine erste Fremdsprache sein soll. </span></p>
<p class="s16"><span class="s2">Herr Fick war mein erster Klassenlehrer in der 5. Klasse und dann </span><span class="s2">„war man halt dabei“.</span></p>
<p class="s16"><span class="s2">Ich glaube, dass damals die gesamte 5a beim Krippenspiel </span><span class="s2">mitgemacht hat</span><span class="s2">. </span><span class="s2">Es war immer eine tolle Zeit – auch wenn ich es schade finde, dass wir damals keine Krippenspielfahrt gemacht haben.</span></p>
<p class="s17"><strong><span class="s2">Was fasziniert Sie besonders am Krippenspiel?</span></strong></p>
<p class="s8"><span class="s2">Ich finde es einfach faszinierend, dass es diese</span><span class="s2"> lange </span><span class="s2">Tradition </span><span class="s2">hat, und ich finde es so toll, dass die Schülerinnen und Schüler </span><span class="s2">das auch so fasziniert, dass sie</span><span class="s2"> so motiviert sind, </span><span class="s2">bei </span><span class="s2">diese</span><span class="s2">m</span><span class="s2"> niederdeutsche</span><span class="s2">n</span><span class="s2"> Krippenspiel mitzumachen</span><span class="s2">;</span><span class="s2"> u</span><span class="s2">nd das</span><span class="s2">,</span><span class="s2"> obwohl heutzutage kaum noch jemand diese Sprache spricht ode</span><span class="s2">r von </span><span class="s2">den Eltern oder Großeltern </span><span class="s2">kennt</span><span class="s2">. Meine Großeltern konnten noch „platt </span><span class="s2">snacken</span><span class="s2">“</span><span class="s2"> aber d</span><span class="s2">as wird wohl leider immer weniger</span><span class="s2">. </span></p>
<p class="s8"><span class="s2">Dieses traditionelle Stück übt so eine Faszination auf die Schülerinnen und Schüler aus, dass immer </span><span class="s2">N</span><span class="s2">eue nachrücken und dazukommen. Als in diesem Jahr klar </span><span class="s2">wa</span><span class="s2">r, </span><span class="s2">dass </span><span class="s2">ich </span><span class="s2">die Leitung übernehmen </span><span class="s2">werde, wa</span><span class="s2">r von einigen die größte Sorge, dass sich irgendwas verändert. Es hieß: „Frau Behrend, da darf sich nichts </span><span class="s2">dran </span><span class="s2">verändern!“</span><span class="s2"> Das Fortleben dieser 102 Jahre alten Tradition wird also auch von den Schülerinnen und Schülern eingefordert.</span><span class="s2"></span></p>
<p class="s21"><span class="s2">P</span><span class="s2">astor </span><span class="s2">Baltrock</span><span class="s2"> erzählte</span><span class="s2"> in der Andacht </span><span class="s2">anlässlich der <a href="https://katharineum.de/pressestimmen-zum-100-jaehrigen-krippenspiel-jubilaeum/">Jubiläumsveranstaltung im letzten Jahr</a></span><span class="s2">, dass das Krippenspiel auch durch die komplette Kriegszeit hindurch aufgeführt wurde</span><span class="s2">. A</span><span class="s2">uch, </span><span class="s2">als </span><span class="s2">Lübeck </span><span class="s2">zum Ziel von Luftangriffen</span><span class="s2"> geworden war</span><span class="s2"> und die Menschen </span><span class="s2">große Angst hatten</span><span class="s2">, </span><span class="s2">fand das Krippenspiel statt. Es </span><span class="s2">hat den Menschen </span><span class="s2">Hoﬀnung</span> <span class="s2">und Sicherheit </span><span class="s2">gegeben. </span><span class="s2">Das hat mich tief beeindruckt und </span><span class="s2">ich wünsche mir, dass es auch in der heutigen Zeit die Hoffnung und Zuversicht in die Herzen der Menschen trägt.</span></p>
<p class="s17"><strong><span class="s2">Was ist ihre schönste Erinnerung an das Krippenspiel?</span></strong></p>
<p class="s22"><span class="s2">Der Moment </span><span class="s2">ganz am Anfang,</span><span class="s2"> wenn</span><span class="s2"> die Spielschar</span><span class="s2"> mit dem Gesang „O </span><span class="s2">Himmelriek</span><span class="s2">, O Sternenmeer“ in die Kirche einzieht, </span><span class="s2">war immer ein ganz</span><span class="s2"> besonderer. Dieses Gefühl war sofort wieder da, </span><span class="s2">als wir – </span><span class="s2">Ehemalige der Abiturjahrgänge 1960 bis 2019 – im vergangenen Jahr </span><span class="s2">das Ehemaligen-Krippenspiel </span><span class="s2">als <a href="https://katharineum.de/ueberraschung-fuer-herrn-fick-besonderes-ehemaligen-krippenspiel-in-der-aegidienkirche-anlaesslich-des-100-jaehrigen-jubilaeums/">Überraschung</a></span> <span class="s2">für Jürgen Fick </span><span class="s2">aufgeführt haben. </span><span class="s2">Da war ich plötzlich wieder so aufgeregt wie als kleiner zehnjähriger Engel.</span></p>
<p class="s11"><span class="s2">Und ein lustiger Moment</span><span class="s2"> war, als wir damals eine </span><span class="s2">Auﬀührung</span><span class="s2"> im Heiligen-Geist-Hospital hatte</span><span class="s2">n: D</span><span class="s2">ort war es immer tierisch heiß. </span><span class="s2">Hitze</span><span class="s2"> und</span> <span class="s2">Aufregung </span><span class="s2">führten dazu, dass </span><span class="s2">reihenweise Engel hinter die Bühne gekippt</span><span class="s2"> sind. </span><span class="s2">So habe ich gelernt</span><span class="s2">, dass man unter den weißen Engelsg</span><span class="s2">ewändern immer eine</span><span class="s2"> weiße Strumpfhose tragen muss. </span></p>
<p class="s11"><span class="s2">Denn ich hatte eine knallrote Strumpfhose an und meine Freundin eine knallblaue, und </span><span class="s2">als </span><span class="s2">wir hinter die Bühne</span><span class="s2"> fielen</span><span class="s2">, </span><span class="s2">lagen </span><span class="s2">unsere Beine</span> <span class="s2">allerdings noch auf der </span><span class="s2">Bühne und unsere bunten Strump</span><span class="s2">fhosen leuchteten d</span><span class="s2">urch den ganzen Raum</span><span class="s2">. </span><span class="s2">Jürgen war nicht so begeistert und hat das entsprechend kundgetan. Ich habe danach nur noch weiße Strumpfhosen getragen (<em>lacht</em>).</span></p>
<p class="s17"><strong><span class="s2">Hat sich irgendetwas seit I</span><span class="s2">hrer Zeit im Krippenspiel verändert? Wenn ja, was?</span></strong></p>
<p class="s8"><span class="s2">Die Fahrt ist neu, das ist eigentlich auch die größte Veränderung. Das finde ich auch,</span><span class="s2"> wie gesagt,</span><span class="s2"> im Nachhinein sehr schade, dass wi</span><span class="s2">r</span><span class="s2"> d</span><span class="s2">ie damals </span><span class="s2">nicht hatte</span><span class="s2">n</span><span class="s2">. Ich finde sie sehr wichtig, sowohl für d</span><span class="s2">ie Probenarbeit</span><span class="s2"> an sich, </span><span class="s2">als </span><span class="s2">a</span><span class="s2">uch für d</span><span class="s2">as Gemeinschaftsgefühl.</span> <span class="s2">S</span><span class="s2">onst gibt es nicht so viele Unterschiede. </span><span class="s2">Naja, früher klebten noch Glitzersternchen auf den Engelskleidchen – die fand ich sehr schön. Alle Mädchen wollten immer die Kleider anziehen, auf denen die meisten Sternchen klebten</span><span class="s2">. </span><span class="s2">Ich überlege</span><span class="s2"> schon </span><span class="s2">immer, </span><span class="s2">ob ich die vielleicht wieder </span><span class="s2">einführen soll</span><span class="s2">.</span></p>
<p class="s8"><span class="s2">Ich habe </span><span class="s2">im </span><span class="s2">letzte</span><span class="s2">n </span><span class="s2">Jahr </span><span class="s2">das Feuer mit meinem Sohn zusammen repariert, weil </span><span class="s2">das Papier schon total zerrissen </span><span class="s2">war.</span><span class="s2"> Den</span><span class="s2"> Stab </span><span class="s2">für </span><span class="s2">die Sternsinger </span><span class="s2">habe ich ebenfalls </span><span class="s2">neu </span><span class="s2">lackiert</span><span class="s2">. </span><span class="s2">Auch die Kostüme habe ich gewaschen, obwohl Jürgen meint, dass die eigentlich nicht gewaschen werden</span> <span class="s2">dürfen.</span><span class="s2"> Da diesen in der Holsten-Kapelle lagernden Textilien jedoch bereits jahrzehntelang der Duft der gesamten </span><span class="s2">Aegidienkirche </span><span class="s2">anhaftet, dachte ich mir, das muss einfach mal sein.</span></p>
<p class="s8"><span class="s2">Aber das sind wahrscheinlich die </span><span class="s2">einzigen</span><span class="s2"> Veränderungen. </span><span class="s2">Achso</span><span class="s2">, und damals lagen in der Krippe auch immer noch kleine Textheftchen. Die haben Josef und Maria dann </span><span class="s2">umgeblättert, während sie so getan haben, als würden sie gerade das kleine Jesuskind liebkosen. </span><span class="s2">Wenn wir als Engel um die Krippe standen, mussten wir darüber immer lachen – wahrscheinlich hat Jürgen es deswegen verboten</span><span class="s2">. I</span><span class="s2">ch frag ihn mal.</span></p>
<p class="s17"><strong><span class="s2">Wie stellen Sie sich die Zukunft des Krippenspiel</span><span class="s2">s</span><span class="s2"> vor, sind irgendwelche Veränderungen geplant?</span></strong></p>
<p class="s11"><span class="s2">Also am Stück an sich </span><span class="s2">wird sich nichts ändern. </span><span class="s2">Wobei ich sagen muss,</span> <span class="s2">als </span><span class="s2">Yorck</span><span class="s2"> und Carlos neulich </span><span class="s2">in der Probe </span><span class="s2">Josef und Maria zusammen spielen mussten</span><span class="s2">, </span><span class="s2">hatte ich die Idee</span><span class="s2">, dass </span><span class="s2">es </span><span class="s2">doch auch mal ein gleichgeschlechtliches Paar </span><span class="s2">geben </span><span class="s2">könnte. </span><span class="s2">😉</span></p>
<p class="s11"><span class="s2">Spaß beiseite – </span><span class="s2">ich würde wirklich gerne mal </span><span class="s2">ein paar Requisiten austauschen; das sind nämlich auch noch dieselben wie vor 32 Jahren!</span><span class="s2"> Vielle</span><span class="s2">icht mal einen </span><span class="s2">neuen </span><span class="s2">Hahn und für die Schäfer ein paar neue </span><span class="s2">Felle. </span><span class="s2">Manchmal mag man die Sachen ja schon </span><span class="s2">gar nicht</span><span class="s2"> mehr anfassen. Auch Wickeln und Band könnte man </span><span class="s2">mal erneuern.</span></p>
<p class="s23"><strong><span class="s2">Sind Sie bereit für den Fragenhagel? </span><span class="s2">Kaﬀee</span><span class="s2"> oder Tee?</span></strong></p>
<p class="s24"><span class="s2">Tee.</span></p>
<p class="s26"><strong><span class="s2">Fernsehen oder Lesen?</span></strong></p>
<p class="s27"><span class="s2">Lesen.</span></p>
<p class="s28"><strong><span class="s2">Schauspiel oder </span><span class="s2">Singen? </span></strong></p>
<p class="s28"><span class="s2">Singen.</span></p>
<p class="s29"><strong><span class="s2">Sommer oder Winter?</span></strong></p>
<p class="s30"><span class="s2">Sommer.</span></p>
<p class="s31"><strong><span class="s2">Strand oder Berge?</span></strong></p>
<p class="s31"><span class="s2">Strand.</span></p>
<p class="s23"><strong><span class="s2">Krippenspiel oder Lateintheater? </span></strong></p>
<p class="s23"><span class="s2">Krippenspiel.</span></p>
<p class="s32"><span class="s2"><strong>Lieblingsfach als Schülerin?</strong> </span></p>
<p class="s32"><span class="s2">Latein.</span></p>
<p class="s33"><strong><span class="s2">Lieblingsfach als Lehrerin?</span></strong></p>
<p class="s34"><span class="s2">Ich mag alle meine drei Fächer! Latein, Englisch und </span><span class="s2">DaZ</span><span class="s2">. Alle</span><span class="s2"> meine Herzensfächer! </span></p>
<p class="s34"><strong><span class="s2">Lieblingsschulfest?</span></strong></p>
<p class="s24"><span class="s2">Night</span> <span class="s2">of</span> <span class="s2">the</span> <span class="s2">Proms</span><span class="s2">.</span></p>
<p class="p1"><em>Vielen Dank für dieses interessante Interview!</em></p>
<p style="text-align: right;"><em>Redaktion des Website-Teams</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-frau-behrend/">Unterm Kirschbaum mit … Frau Behrend</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Radiosendung zum Gedenktag an den 8. Mai 1945</title>
		<link>https://katharineum.de/radiosendung-zum-gedenktag-an-den-8-mai-1945/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Fust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 May 2021 05:30:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel-2021]]></category>
		<category><![CDATA[AG]]></category>
		<category><![CDATA[Gedenktag]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Radiosendung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der 8. Mai 1945 ging als Tag des Kriegsendes in Europa in die Geschichte ein. Für die Deutschen war er ein Tag der Niederlage im militärischen Sinne, gleichzeitig jedoch die Befreiung von der unmenschlichen Terrorherrschaft der Nationalsozialisten. Mit ihm begann der Frieden in Europa, der bis heute andauert. Das Ziel der differenzierten Auseinandersetzung mit diesem Tag war der Grund, weswegen&#160;<a href="https://katharineum.de/radiosendung-zum-gedenktag-an-den-8-mai-1945/">&#8230;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/radiosendung-zum-gedenktag-an-den-8-mai-1945/">Radiosendung zum Gedenktag an den 8. Mai 1945</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der 8. Mai 1945 ging als Tag des Kriegsendes in Europa in die Geschichte ein. Für die Deutschen war er ein Tag der Niederlage im militärischen Sinne, gleichzeitig jedoch die Befreiung von der unmenschlichen Terrorherrschaft der Nationalsozialisten. Mit ihm begann der Frieden in Europa, der bis heute andauert.</p>
<p>Das Ziel der differenzierten Auseinandersetzung mit diesem Tag war der Grund, weswegen der Schleswig-Holsteinische Landtag im Sommer 2020 den 8. Mai zu einem landesweiten Gedenktag erklärte.</p>
<p>Dieses Jahr wird dieser nun das erste Mal begangen, wobei auch Schüler:innen des Katharineums am Projekt „Forum Erinnerungskultur Lübeck“ in Form von Interviews in Bezug auf den 8. Mai 1945 teilnehmen werden. Als Teil der Arbeitsgemeinschaft „Gedenktag Katharineum“ beantworteten sie im Vorfeld Fragen sowohl über die Bedeutung des Tages selbst als auch über das Thema Frieden und dessen Bedeutung in unserer Gesellschaft.</p>
<p>Ein Zusammenschnitt aus den gegebenen Antworten ist diesen Samstag, den 8. Mai, ab 17:00 Uhr im Offenen Kanal Lübeck oder per Livestream unter folgendem Link zu verfolgen: <a href="https://www.oksh.de/">https://www.oksh.de/</a></p>
<p>In diesem Kontext sei auch noch einmal auf den Shoa-Gedenktag an unserer Schule am 14.06.2021 hingewiesen, der im Januar pandemiebedingt abgesagt werden musste, jetzt aber Juni nachgeholt wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: right;"><em>Redaktion der Website-AG</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/radiosendung-zum-gedenktag-an-den-8-mai-1945/">Radiosendung zum Gedenktag an den 8. Mai 1945</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die neue Mensa: Das sagt ihr dazu!</title>
		<link>https://katharineum.de/die-neue-mensa-das-sagt-ihr-dazu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Clara Edner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Mar 2021 10:30:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel-2021]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Mensa]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anlässlich des Wechsels unseres Anbieters in der Mensa, haben wir euch gefragt, was ihr davon haltet.    Was sagst du zur neuen Mensa? Adam, 6a: Also ich finde, dass Essen ist irgendwie schon gesünder, vorher gab es halt nur diesen ganzen Süßkram, aber dementsprechend ist es auch teurer geworden. Hannah, 6a: Ich find sie ganz gut. Also ich habe vorher&#160;<a href="https://katharineum.de/die-neue-mensa-das-sagt-ihr-dazu/">&#8230;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/die-neue-mensa-das-sagt-ihr-dazu/">Die neue Mensa: Das sagt ihr dazu!</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Anlässlich des Wechsels unseres Anbieters in der Mensa, haben wir euch gefragt, was ihr davon haltet.  </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><strong>Was sagst du zur neuen Mensa?</strong></p>
<p>Adam, 6a: Also ich finde, dass Essen ist irgendwie schon gesünder, vorher gab es halt nur diesen ganzen Süßkram, aber dementsprechend ist es auch teurer geworden.</p>
<p>Hannah, 6a: Ich find sie ganz gut. Also ich habe vorher nicht so viele Süßigkeiten gegessen, aber viele aus meiner Klasse finden das nicht so gut, weil viele beispielsweise Mentos gekauft haben, das hätten sie gerne noch, aber mir gefällt sie.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie schmeckt dir das Essen?</strong></p>
<p>Hannah: Ja, gut.</p>
<p>Adam: Bis jetzt eigentlich ganz gut.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was sagst du zum Angebot?</strong></p>
<p>Hannah: Ja, ist ganz gut.</p>
<p>Adam: Es gibt halt nicht so ein großes Angebot wie früher, sondern eher so Gebäck. Aber beim Gebäck schon verschiedene Sachen, das finde ich gut.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ist die Bedienung freundlich?</strong></p>
<p>Adam: Ja.</p>
<p>Hannah: Ja.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fazit: Hat sich der Wechsel gelohnt?</strong></p>
<p>Adam: Jein, ich finde das Essen lecker und gut, würde mir aber wünschen, dass da mehr Abwechslung reinkommt. Aber ja, es hat sich schon irgendwie gelohnt.</p>
<p>Hannah: Naja, schon ein bisschen. Vorher fand ich es aber auch nicht schlecht. Ich finde beide Anbieter eigentlich relativ gleich gut.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Redaktion des Website-Teams</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/die-neue-mensa-das-sagt-ihr-dazu/">Die neue Mensa: Das sagt ihr dazu!</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>600 Tage im Amt – Unterm Kirschbaum mit Herrn Philippi</title>
		<link>https://katharineum.de/600-tage-im-amt-unterm-kirschbaum-mit-herrn-philippi/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Fust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Dec 2020 06:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel 2020]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[jubiläum]]></category>
		<category><![CDATA[schulleiter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie war Ihr 600. Tag im Amt? Der 600. Tag begann mit einem unerfreulichen E-Maillesen, denn meine erste E-Mail heute Morgen war, dass es einen neuen Corona-Fall am Katharineum gibt. Und es gibt schönere E-Mails. Können Sie sich vorstellen, dass schon 600 Tage vorbei sind?! Ja, ich war kurz am Rechnen, als ihr [die Redaktion] angefragt habt (lacht). Das sind&#160;<a href="https://katharineum.de/600-tage-im-amt-unterm-kirschbaum-mit-herrn-philippi/">&#8230;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/600-tage-im-amt-unterm-kirschbaum-mit-herrn-philippi/">600 Tage im Amt – Unterm Kirschbaum mit Herrn Philippi</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie war Ihr 600. Tag im Amt?</strong></p>
<p>Der 600. Tag begann mit einem unerfreulichen E-Maillesen, denn meine erste E-Mail heute Morgen war, dass es einen neuen Corona-Fall am Katharineum gibt. Und es gibt schönere E-Mails.</p>
<p><strong>Können Sie sich vorstellen, dass schon 600 Tage vorbei sind?!</strong></p>
<p>Ja, ich war kurz am Rechnen, als ihr [<em>die Redaktion</em>] angefragt habt (<em>lacht</em>). Das sind ambivalente Gefühle, denn einerseits sagt das Gefühl: schon 600 vorbei, andererseits sagt es: War da irgendwas davor? So kommt es mir auf der einen Seite ganz schnell und auf der anderen doch langsam vor. Das ist irgendwie in der Tat, als ich 600 Tage hörte, schon komisch (<em>lacht</em>).</p>
<p><strong>Wie unterschiedet sich der erste vom zweiten Eindruck?</strong></p>
<p><em>Erster Eindruck (2019): Mein erster Eindruck war, dass ich hier in das Haus hereinkam und aus einer Ecke hörte man Musik, aus der anderen Ecke hörte man eine Gruppe am Proben, in einer dritten Ecke waren Schülerinnen, die vermutlich Nachhilfe gaben. Und es war 19:00 Uhr abends. Ich dachte mir, ja, genau so ist das gut; Schule ist nicht um 13:00 Uhr zu Ende.</em></p>
<p>Der zweite Eindruck unterschiedet sich nur unwesentlich, leider natürlich insofern, dass viele tolle Elemente des Katharineums aktuell nicht stattfinden. Ich hoffe sehr, dass es bald wieder anders sein kann! Ansonsten ist das so – am Katharineum ist Leben, früh und spät!</p>
<p><strong>Ist etwas ganz anders gekommen, als Sie sich das vorgestellt haben?</strong></p>
<p>Nein!</p>
<p><strong>Was war das bisher schönste Ereignis?</strong></p>
<p>Oh, das ist eine schwierige Frage, weil Ereignisse nie ausschließlich schön sind. Vielleicht kann man als Highlights, um es mal so zu beschreiben, Feste, Musicals und Ähnliches nennen. Das hat dann nur die Schwierigkeit, dass ich wahnsinnig gerne Unterricht mache und jetzt auch viele tolle Stunden genannt werden können, wo ich aus einer Stunde gegangen bin, mit dem Gefühl &#8220;wow, das war jetzt toll&#8221;! Das kann man so wahnsinnig schwer miteinander vergleichen.</p>
<p><strong>Wann, würden Sie sagen, haben Sie sich richtig eingelebt?</strong></p>
<p>Hm, ich gehöre zu den Menschen, die überall und nirgends zuhause sind. Von daher, ich bin sehr, sehr schnell in Lübeck angekommen, spätestens ab dem Zeitpunkt im Sommer, als meine Frau auch nach Lübeck gekommen ist. Ich habe bisher aber noch an keinem Ort das Gefühl gehabt: &#8220;Hier will ich leben, sterben und begraben sein&#8221;, das will ich auch von Lübeck nicht behaupten.</p>
<p><strong>Haben Sie im Schulgebäude im Laufe der Zeit Ecken entdeckt, von deren Existenz Sie nichts wussten?</strong></p>
<p>Ja, spätestens, wenn man in die Kellerkatakomben hinabsteigt, wird es richtig spannend! Viel interessanter fand ich aber die Ecken, von denen man im Laufe der Zeit so entdeckt, wie groß der Bedarf an Renovierungen und Sanierungen in einem so alten Gebäude ist. Davor habe ich im Laufe der Monate richtig Respekt bekommen, was da alles so an Aufgaben auf uns wartet.</p>
<p><strong>Wie würden Sie das Gemeinschaftsgefühl an dieser Schule beschreiben?</strong></p>
<p>Ich erlebe das Gemeinschaftsgefühl einerseits als großartig und erschrecke dann andererseits immer wieder, dass es trotzdem Situationen gibt, wo sich Schüler*innen oder Kolleg*innen als ausgegrenzt empfinden. Ich bin durchaus der Meinung, dass wir noch besser werden können. Grundsätzlich ist das Gefühl des &#8220;Wir&#8221; am Katharineum aber etwas total Wichtiges und das lebt und das ist gut. Ich denke wir können und müssen beständig daran arbeiten dieses Gefühl weiter zu stärken.</p>
<p><strong>Welche Projekte an der Schule interessieren Sie besonders?</strong></p>
<p>Der Neustart der Arbeit der SV war ja sehr schnell, nachdem meine Arbeit hier begonnen hat, eines der zentralen Projekte und das finde ich nach wie vor hochspannend, weil für mich ganz wichtig ist, dass gelebte Demokratie in allen Ebenen der Schulen weiter das Schulleben prägt.</p>
<p><strong>Wie war die Zeit im Lockdown (März) als Direktor?</strong></p>
<p>Einsam. Denn mein Tag verlief genauso wie jetzt auch, ich war jeden Morgen am Schreibtisch, nur dass das Gebäude außer mir und Frau Bley und den Hausmeistern, bis auf einige Ausnahmen, ziemlich leer war. Das ist für Schule schon ein ziemlich erbärmliches Gefühl.</p>
<p><strong>Was, glauben Sie, hat die Schule aber auch aus dieser Zeit mitnehmen können?</strong></p>
<p>Also daraus kann man natürlich Vieles mitnehmen und für mich wurde das am aller deutlichsten am ersten Tag, als die Sechstklässler hier ins Haus zurückkamen. Nämlich die Wertschätzung der Gemeinschaft und des gemeinsamen Arbeitens hier vor Ort. Ich glaube, dieses Gefühl kann man nur entdecken, wenn es einem irgendwann einmal genommen wird. Das ist jetzt kein Plädoyer dafür, es möglichst regelmäßig wegzunehmen, aber es ist natürlich ein Lerneffekt, den man daraus ziehen kann. Und das Zweite, das ich sehr beeindruckend fand, ist, wie schnell es vielen Kolleg*innen gelungen ist, sich neue und kreative Formate von Unterricht auszudenken. Das hat natürlich nicht flächendeckend geklappt und das dauert ein Weilchen, bis die Dinge entstehen, aber ich habe da tolle Sachen gesehen.</p>
<p><strong>Was macht die Corona-Zeit mit Ihnen persönlich?</strong></p>
<p>Die Corona-Zeit führt bei mir persönlich dazu, dass mir die Zukunftsvisionen geklaut werden, so ist jedenfalls mein Gefühl. Alles, was man sich vorstellt, was man plant, was man in der Zukunft gestalten möchte, steht immer unter einem riesigen Vorbehalt und man weiß nie genau: Wann kann es losgehen? Kann es überhaupt losgehen? Man möchte gerne Dinge beginnen; man möchte Dinge gerne neu gestalten, planen, umsetzen, aber das große Fragezeichen darüber macht oftmals ein bisschen ratlos.</p>
<p><strong>Schaffen Sie immer noch die Balance zwischen Arbeit und Entspannung?</strong></p>
<p>Natürlich nicht jeden Tag, aber so in der Summe gelingt das. Es gibt immer wieder Phasen, in denen ich merke, es ist zu viel. Dann muss ich mich in der Tat selbst bremsen und mich dann mal von der Arbeit wegstehlen.</p>
<p><strong>Wie viele E-Mails haben Sie pro Tag in Ihrem Postfach?</strong></p>
<p>Das schwankt. Jenseits der einen genannten E-Mail heute waren es heute beispielsweise gar nicht viele E-Mails. Das bedeutet dann, dass es im niedrigen zweistelligen Bereich ist. Es gibt aber auch durchaus Tage, wo wir einen hohen zweistelligen Bereich haben, dreistellig ist es zum Glück nie.</p>
<p><strong>Fahren Sie immer noch gerne mit dem Rad zur Schule?</strong></p>
<p>Täglich!</p>
<p><strong>Sind Sie froh, die Stelle angenommen zu haben?</strong></p>
<p>Ja, absolut. Ich fühle mich nach wie vor wohl, die Arbeit macht Spaß, wenn nicht in jeder Minute, so aber doch, wenn ich mir die Woche angucke und auf die Woche zurückblicke. Dann gab es bislang eigentlich noch keine Woche, von der ich sagen konnte, auf diese Woche hätte ich lieber verzichtet.</p>
<p><strong>Haben Sie noch Kontakt zu Ihrer alten Schule?</strong></p>
<p>Ja, gelegentlich. Das wird natürlich weniger. Ich bin in den Herbstferien nochmal in Rheinland-Pfalz gewesen und das ist dann immer ganz spannend und es ist ein komisches Gefühl, das Déjà-vu, an Orte zurückzugehen, an denen man lange Zeit gelebt hat. Aber es ist dann auch ganz spannend, wenn man sich selbst beobachtet, festzustellen, dass man wirklich nur Gast ist und gar nicht das Bedürfnis hat, wieder dort zu sein.</p>
<p><strong>Ein Einsatz-Fazit zur bisherigen Amtszeit:</strong></p>
<p>Ein spannender Weg, eine alte Schule in die Zukunft zu begleiten.</p>
<p><strong>Was wünschen Sie sich für die kommenden 600 Tage?</strong></p>
<p>Kein Corona (<em>lacht</em>). Und die Chance, Projekte wieder starten zu können, alte Projekte, aber auch neue Projekte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zum Abschluss ein Fragengewitter:</strong></p>
<p><strong>Lieblingssong?</strong> (Überlegt) Keiner.</p>
<p><strong>Lieblingsbuch?</strong> Die Richtstatt von Aitmatow.</p>
<p><strong>Lieblingsfilm?</strong> (<em>Überlegt</em>) Ne, keiner.</p>
<p><strong>Bier oder Wein?</strong> Im Sommer Bier, im Winter Wein.</p>
<p><strong>Tee oder Kaffee?</strong> Kaffee, aber bitte stark.</p>
<p><strong>Kino oder Theater?</strong> Am liebsten Theater, sollte aber gut sein, sonst gehe ich ins Kino.</p>
<p><strong>Notizblock oder Laptop?</strong> Beides.</p>
<p><strong>Morgenmuffel oder Frühaufsteher?</strong> Frühaufsteher.</p>
<p><strong>Pasta oder Pizza?</strong> Können wir das additiv lösen?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Interview!</strong></p>
<p style="text-align: right;"><em>Redaktion des Website-Teams</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/600-tage-im-amt-unterm-kirschbaum-mit-herrn-philippi/">600 Tage im Amt – Unterm Kirschbaum mit Herrn Philippi</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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		<title>Interview mit Frau Feller</title>
		<link>https://katharineum.de/interview-mit-frau-feller/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Fust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2020 08:51:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel 2020]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Frau Feller]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Sabbatjahr]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Interview mit Frau Feller haben wir per Videotelefonat noch vor den Lockerungen der Corona-Maßnahmen geführt, weshalb auch das Bild unter dem Kirschbaum fehlt. Trotz allem hatten wir ein sehr interessantes Interview und wünschen viel Spaß beim Lesen! &#160; Seit wann sind Sie als Lehrerin tätig und wann sind Sie ans Katharineum gekommen? Mein erstes Dienstjahr war 1985 und am&#160;<a href="https://katharineum.de/interview-mit-frau-feller/">&#8230;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/interview-mit-frau-feller/">Interview mit Frau Feller</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das Interview mit Frau Feller haben wir per Videotelefonat noch vor den Lockerungen der Corona-Maßnahmen geführt, weshalb auch das Bild unter dem Kirschbaum fehlt.</em></p>
<p><em>Trotz allem hatten wir ein sehr interessantes Interview und wünschen viel Spaß beim Lesen!</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Seit wann sind Sie als Lehrerin tätig und wann sind Sie ans Katharineum gekommen?</b></p>
<p>Mein erstes Dienstjahr war 1985 und am Katharineum bin ich seit 2008. Das ist jetzt das 12. Dienstjahr hier.</p>
<p><b>Wollten Sie schon immer Lehrerin werden?</b></p>
<p>Nein, aber als ich dann Abitur hatte, war es eigentlich relativ schnell klar, dass ich Lehrerin werde. Vorher hatte ich noch ganz viele andere verrückte Tätigkeitsberufe, Ausbildungsberufe sagt man ja heute, im Kopf.</p>
<p><b>Was fasziniert Sie an Ihren Fächer (Mathematik, Physik und Informatik) am meisten?</b></p>
<p>Die Rationalität, also es sind halt Naturwissenschaften. Als junges Mädchen fand ich das viel überschaubarer als die Gesellschaftswissenschaften, wo man so viel Deutungsspielraum hat, und das liebe ich an den Naturwissenschaften, dass das da klar geregelt ist.</p>
<p><b>Letztes Jahr haben Sie dann ja ein Sabbatjahr gemacht. Haben Sie das lange vorher geplant oder hat sich das eher spontan ergeben?</b></p>
<p>Also, wie gesagt, wir sind ja 2008 nach Lübeck gekommen und ich war da schon ziemlich erwachsen, als ich in Lübeck anfing, Lehrerin zu sein. Das war eine sehr schöne Zeit, in Lübeck noch einmal ganz etwas Neues auszuprobieren, weil es am Katharineum eben auch eine andere Atmosphäre ist als an meiner alten Schule – anders, nicht besser oder nicht schlechter, anders – und dann haben wir uns nach einer, ich sage es ruhig, nach einer kleinen Lebenskrise 2012 dazu entschlossen, dieses Sabbatjahr anzusparen. Das dauert ja auch ziemlich lange, ehe man dieses Jahr Freistellung dann zusammen hat. Als ich mich entschieden habe, das Sabbatjahr anzusparen, war mir gar nicht klar, was ein Sabbatjahr bedeute. Ich habe einfach gesagt: Ja klar, machen wir das mal und dann schauen wir.</p>
<p><b>Womit haben Sie sich während des Jahres beschäftigt?</b></p>
<p>Also wir haben das Jahr wirklich zum Reisen und „die Welt Kennenlernen“ genutzt. Wir haben vor allen Dingen Urlaube gemacht, die man als Lehrer schlecht machen kann, weil man zu der Zeit keinen Urlaub hat. Wir haben also eine Polarlichterreise im November gemacht. Für Polarlichter ist November zwar nicht unbedingt der ideale Zeitraum, aber da haben wir gesagt, das machen wir trotzdem und im November verreist eigentlich kein Lehrer. Dann waren wir im Januar in Melbourne bei den Australian Open, weil wir beide ein bisschen „sporteventverrückt“ sind und uns gerne wirklich Sportevents anschauen. Kein Lehrer kann im Januar nach Melbourne. Das sind also solche Sachen, da haben wir ganz bewusst versucht, das wirklich so zu organisieren, dass wir uns viele Wünsche erfüllen können, die in den Ferien nicht zu erfüllen sind.</p>
<p><b>Welcher war Ihr Lieblingsort von allen besuchten Ländern?</b></p>
<p>Das ist ganz, ganz, ganz, ganz eindeutig: Neuseeland. Wenn ich als junger Mensch in Neuseeland gewesen wäre und diese Art des Urlaubs dort in Neuseeland gemacht hätte, hätte mir Neuseeland gefährlich werden können, um auszuwandern. Ich kann gar nicht sagen, wo ich anfange und wo ich aufhöre, wenn ich über Neuseeland schwärme.</p>
<p><b>Welches Land hätten Sie vielleicht noch gerne besucht?</b></p>
<p>Wir sind ja auch mit unserem VW-Bus sehr viel in Europa unterwegs gewesen und eigentlich hatten wir noch die Atlantikküste von Frankreich geplant, also dass man im Prinzip über die Niederlande nach Frankreich fährt und dann an der Atlantikküste dort unterwegs ist. Aber das haben wir dann gestrichen, weil das zeitlich nicht zu machen war und wir gesagt haben, das kann man auch im Sommer machen, also wenn man Ferien hat. (<em>überlegt</em>) Nein, ich kann kein Land sagen, weil wir so viele verschiedene Sachen gesehen und erlebt haben und es wäre nur etwas ganz Neues und das kann ich nicht sagen, weil ich das nicht kenne, so weiß ich nicht, ob ich es vermisse.</p>
<p><b>Was war Ihr Lieblingsereignis oder ist Ihre Lieblingserinnerung aus dem Jahr?</b></p>
<p>Die absolute Freiheit. Wie gesagt, wir waren sehr viel mit dem Campingbus unterwegs, also in Neuseeland natürlich mit einem Gemieteten, auf unseren verschiedenen Europatouren mit unserem eigenen Campingbus, und dieses wirklich vor dem Bus Sitzen und nichts tun und von nichts gejagt werden, auch im Kopf nicht gejagt werden: Du müsstest aber noch …, du müsstest aber noch …, du müsstest aber noch …; sondern wirklich dieses „entspannt Sein“ und diese Einfachheit, die man auf den 6qm in so einem Bus dann zur Verfügung hat; die reicht. Das ist meine schönste Erinnerung.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><b>Würden Sie ein solches Jahr oder generell das Reisen weiterempfehlen?</b></p>
<p>Also das Reisen auf jeden Fall, weil man – mir geht es jedenfalls so – globale Zusammenhänge erst richtig erkennt, wenn man wirklich diese Entfernung, diese anderen Länder, diese anderen Menschen kennengelernt hat. Ganz oft haben wir auch Situationen erlebt, die wir mit großem Respekt beobachtet haben, die an andere fremde Orte gehören, aber wenn das bei uns passieren würde, wäre es befremdlich. Das war zum Beispiel als wir in Marrakesch unterwegs waren. Da gab es so eine Situation, wo eine Menge junger Männer durch diese Souks zog und laut sprach und klatschte. Das war für den Ort da ja normal, da hat keiner Notiz von genommen, aber für uns war das halt ein bisschen befremdlich, weil das nicht etwas ist, was wir nachvollziehen können. Ich finde das mit dem Weiterempfehlen immer sehr, sehr schwierig. Es gibt nur wenige Menschen, wo ich sage: Ja, denen würde ich das genauso weiterempfehlen. Also wenn man zum Beispiel mit einem Camper in Neuseeland unterwegs ist, dann muss man schon die Einfachheit mögen, man muss also campen können. Wer jeden Tag rund um die Uhr eine heiße Dusche braucht, weil das eben zu seinem Wohlfühlen gehört, also das ist jetzt nicht böse gemeint, dem wird das schwerer fallen. Deswegen ist es extrem schwierig, das zu empfehlen, aber reisen, ja, reisen würde ich empfehlen. Ich möchte aber auch sagen, dass ich jetzt in der Coronazeit extrem dankbar bin, dass ich das Fernreisen hinter mir habe, weil ich weiß, dass ich meine Fernflugreisen nur noch ganz gezielt einsetzen werde. Ich behaupte nicht, dass ich in Zukunft nicht mehr reisen beziehungsweise nicht mehr fliegen werde, das behaupte ich nicht, aber ich werde wirklich gezielt hingucken, wann will ich wirklich ein Reiseziel ansteuern, zu dem ich fliegen muss.</p>
<p><b>Das war schon die perfekte Überleitung zur nächsten Frage! </b><b>Jetzt ist dieses Jahr ja ein deutlicher Kontrast zu Ihrem Letzten. Wie kommen Sie denn mit der aktuellen Situation zurecht?</b></p>
<p>Ich bin so, so dankbar. Ich habe das Sabbatjahr gehabt: Manchmal erinnere ich mich daran: O Gott, wo war ich jetzt eigentlich vor einem Jahr. Hätte ich da überhaupt hin gekonnt? Wäre ich von da nach Hause gekommen? Hätte man mich ausfliegen müssen? Also das überlege ich manchmal, das schiebe ich aber ganz schnell weg, weil einfach keine Zeit ist für &#8220;hätte, wenn und aber&#8221;. Ich bin sehr dankbar, dass das jetzt alles so ist, wie es jetzt ist, also dass ich wieder hier bin, dass ich versuche, meine Arbeitskraft, meine Ideen, meine Arbeit, die ich leisten kann, auch zu leisten. Ich fühle mich aber manchmal verloren, wenn es darum geht, wirklich systemrelevante Solidarität zu üben.</p>
<p><b>Was genau meinen Sie mit systemrelevanter Solidarität?</b></p>
<p>Naja, systemrelevante Solidarität, damit meine ich eigentlich nicht einfach nur Solidarität, zum Beispiel mit meiner Mutter, der ich helfe, sondern dass ich eben wirklich darüber nachdenke, bei meinem nächsten Friseurbesuch den doppelten Preis zu bezahlen, weil ich ja einmal Friseur ausgelassen habe; dass ich Hochachtung vor meinem Sohn habe, der sein Festivalticket voll gespendet hat, obwohl der auch nicht so viel Geld hat. Also ich weiß nicht, ob das schon systemrelevant ist, diese Solidarität mit Menschen zu haben, denen es sehr viel schlechter geht, die nach Corona zu den Verlierern gehören werden oder sehr, sehr hart kämpfen müssen, nicht zu den Verlierern zu gehören. Das macht mich ein bisschen ungeduldig und nachdenklich.</p>
<p><b>Haben Sie aus der Coronazeit etwas gelernt bzw. Nehmen Sie etwas daraus mit?</b></p>
<p>Mitnehmen werde ich auf alle Fälle, dass eine Krise noch einmal eine besondere Herausforderung an jede Persönlichkeit stellt. Es ist wirklich so, dass man manchmal über sich selbst erschrocken ist, weil man in einer Krisensituation anders handelt, als man sonst handeln würde. Dieses „Ich kann mir vorstellen, wie es dir geht“, diesen Satz, den mag ich eh nicht, weil es immer alles individuell ist, und das finde ich gerade sehr, sehr anstrengend. Es geht mir nochmal sehr unter die Haut, dass also jeder seinen eigenen Blick hat.</p>
<p><b>Worauf freuen Sie sich am meisten wenn die Welt wieder zur Normalität zurückkehren wird?</b></p>
<p>Auf meine Enkelin. Also mein Sohn ist sehr streng, was die Kontaktbegrenzung angeht. Wir haben natürlich digitalen Kontakt, das ist klar, aber so diesen persönlichen Kontakt, weil wir nicht in einem Haushalt leben. Damit muss ich umgehen, es ist seine Tochter und es ist auch seine Verantwortung, die er da wahrnimmt, und das fällt mir sehr schwer; auf sie freue ich mich.</p>
<p><b>Möchten Sie Ihren Schülerinnen und Schülern zum Abschluss noch etwas mit auf den Weg geben?</b></p>
<p>Ich freue mich auf euch! Das ist auch wirklich etwas, was ich gelernt habe, wie sehr ich meinen Beruf liebe. Manchmal habe ich ja auch so gesagt: Oh, ich wäre gerne Schulmanagerin geworden, also alles zu managen, was in der Schule so anliegt, aber in diesen Zeiten merke ich ganz deutlich: Ne, ne, ich bin sehr gerne an der Tafel (lacht).</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Interview!</strong></p>
<p style="text-align: right;"><em>Redaktion des Website-Teams</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/interview-mit-frau-feller/">Interview mit Frau Feller</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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