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	<title>Unterm Kirschbaum Archive &#8211; Katharineum zu Lübeck</title>
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	<description>Städtisches Gymnasium mit altsprachlichem Zweig &#124; seit 1531</description>
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	<title>Unterm Kirschbaum Archive &#8211; Katharineum zu Lübeck</title>
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		<title>Unterm Kirschbaum mit … Herrn Schrader</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Clara Edner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jan 2024 05:30:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel-2024]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Schulvorstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Sextaner]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Kirschbaum]]></category>
		<category><![CDATA[Unterstufe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Donnerstag, den 01.02. ist es endlich wieder soweit und das Katharineum öffnet seine Türen, um sich angehenden Fünftklässler*innen und ihren Eltern am Schulvorstellungstag zu präsentieren und deshalb haben wir eines unser berühmten Kirschbauminterviews mit unserem Unterstufenleiter Herrn Schrader geführt, der die ganze Veranstaltung organisiert, um ein bisschen mehr über diesen Tag und auch über ihn als Lehrer zu erfahren.  &#160; Seit wann&#160;<a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-schrader/">&#8230;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-schrader/">Unterm Kirschbaum mit … Herrn Schrader</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><i>Am Donnerstag, den 01.02. ist es endlich wieder soweit und das Katharineum öffnet seine Türen, um sich angehenden Fünftklässler*innen und ihren Eltern am Schulvorstellungstag zu präsentieren und deshalb haben wir eines unser berühmten Kirschbauminterviews mit unserem Unterstufenleiter <a href="https://katharineum.de/teachers/schrader/">Herrn Schrader</a> geführt, der die ganze Veranstaltung organisiert, um ein bisschen mehr über diesen Tag und auch über ihn als Lehrer zu erfahren. </i></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><i>Seit wann arbeiten Sie schon am Katharineum?</i></strong></p>
<p>Im Februar 2002 bin ich hierhergekommen. Also jetzt schon seit 21, fast 22 Jahren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Welche Fächer unterrichten Sie?</em></strong></p>
<p>Ich habe Mathe und Sport studiert und die unterrichte ich auch beide sehr gerne. Nach 5, 6 Jahren am Katharineum habe ich dann noch zusätzlich die Physik-Fakultät bis zur 10. Klasse erworben. In einem zweijährigen Kurs zusammen mit <a href="https://katharineum.de/team/martin-scheel/">Herrn Scheel</a>. Das war immer sehr lustig, da sind wir immer dienstags zusammen nach Itzehoe gefahren und haben uns da fortbilden lassen. Das war noch mal ganz interessant in die Schülerrolle zu schlüpfen sozusagen. Physik wollte ich auch aus dem Grund als Alternative noch hinzunehmen, da ich mir gesagt habe,  wer weiß, ob ich mit 50, 60, 70 Jahren in Anführungsstrichen noch immer in die Sporthalle gehen will, wobei: Eigentlich will ich, ehrlich gesagt, fit bleiben, aber Physik macht mir auch total Spaß.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Warum haben Sie sich für diese Fächer entschieden?</em></strong></p>
<p>Ich hatte zur Schulzeit einen sehr, sehr guten Sportlehrer und war auch damals im Sport-Leistungskurs. Ich würde sagen, ich war damals relativ sportlich und durch den Einfluss meines Lehrers stand mein Entschluss fest, dass ich auf jeden Fall Sportlehrer werden will. Ich habe auch in Eurem Alter schon immer mal Trainerjobs gemacht in unserem Sportverein und habe daran einfach Freude gehabt, Kindern was beizubringen, Tipps zu geben usw. Mathe konnte ich immer schon gut. Das war allerdings ein sehr anstrengendes Studium, aber am Ende des Tages hat es sich ausgezahlt. Ich finde das ist eine super Kombination, weil ich einerseits die Kinder auf der körperlichen Seite erlebe, wie sie miteinander auch im Sozialen agieren, was natürlich im Sport viel zu sehen ist, und andererseits erlebe ich die kognitive Fähigkeit der Kinder in Mathe. Deswegen liebe ich es auch, Klassen in beiden Fächern zu haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Sie sagten gerade, dass Sie Trainer waren. Welche Sportarten haben Sie denn selbst gemacht?</em></strong></p>
<p>Ich selber habe klassisch mit dem Turnen angefangen. Dann habe ich Leichtathletik gemacht und am Ende bin ich beim Handball hängen geblieben. Unter anderem habe ich auch Basketball gespielt und abgesehen von diesen Wettkampfsportarten war ich Skifahren, Surfen, und besonders jetzt in letzter Zeit viel <a href="https://katharineum.de/olafs-racingteam-erneut-geschlagen/">Radfahren</a>. Da hat sich mein Interesse über die Jahre auch immer mal wieder gewandelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Wollten Sie schon immer Lehrer werden und wenn ja, warum?</em></strong></p>
<p>Nein, ich wollte ursprünglich mal Jura studieren und dann habe ich mir das mal angeguckt, aber dann doch gedacht, dass mir das vielleicht doch ein bisschen zu dröge ist. Da war für mich eigentlich eher das Geld der Anreiz, aber ich denke jetzt in meinem Lehrer-Sein bin ich ein bisschen glücklicher, als ich es als Anwalt gewesen wäre.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>In welcher Klassenstufe unterrichten Sie am liebsten?</em></strong></p>
<p>Da habe ich irgendwie gar keine Favoriten, natürlich bin ich als Orientierungsstufenleiter den Kleinen sehr zugewandt und finde die total herzlich hier bei uns und bemühe mich ja auch immer, sie sehr herzlich bei uns aufzunehmen. Da finde ich es auch sehr wichtig, dass ich da richtig drin bin und am Puls der Zeit. Aber auf der anderen Seite finde ich es auch total klasse, mit erwachsenen Schüler*innen zu arbeiten, weil das einfach auch eine ganz andere Herausforderung ist. Im Moment bin ich quasi durch die Bank in allen Jahrgangsstufen eingesetzt. Ich habe eine fünfte, sechste, achte, neunte,  zehnte und eine Q2 und das finde ich eigentlich ideal. Jede Stunde muss man in seinem Kopf umschalten, wie man mit den Menschen umgeht. Gerade das macht den Job ja auch so spannend. Ich könnte mich also gar nicht auf eine Stufe speziell festlegen, aber wenn ich das müsste, dann würde ich tatsächlich die ganz Kleinen favorisieren, weil die auch irgendwie noch am ehrlichsten sind in dem, wie sie mit mir umgehen. Die Großen sind da schon so ein bisschen abwägender, was man einem Lehrer so sagen darf und was nicht. Die Kleinen sagen einem einfach genau, was sie denken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Wie kam es, dass Sie Unterstufenleiter geworden sind?</em></strong></p>
<p>Bei mir war das Interesse für diese Stufe immer schon da. Ich habe dann entsprechende Fortbildungen besucht usw. und zu dem Zeitpunkt habe ich meine Vorgängerin Frau Schultek-Bahnsen schon damals viel unterstützt, speziell bei diesen Riesenveranstaltungen, die wir immer hier im Februar haben, um unsere Schule den angehenden Fünftklässlern zu präsentieren. Da war ich schon immer involviert und habe viel beim Organisieren geholfen. Da man sowas aber nie alleine machen kann, hole ich mir immer sehr viele gute Leute dazu. Und ohne die viele helfenden Kolleg*innen und die Schülerschaft könnten wir uns nie so gut nach außen präsentieren, wie wir das tun. Das ist ein Fakt. Der Schritt zum Unterstufenleiter war für mich auf jeden Fall auch ein kleiner Karriereschritt. Viele gibt es da als Lehrer ja letztendlich gar nicht. Und dann ergab sich eben die Situation, dass Frau Schultek-Bahnsen in Pension gegangen ist und ich glücklicherweise keine Konkurrenz hatte; und dann wurde ich das einfach, fertig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Seit wann machen Sie das jetzt schon?</em></strong></p>
<p>Das weiß ich ehrlich gesagt gar nicht so genau.  Ich würde es mal auf um die sieben oder acht Jahre schätzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Was zählt zu Ihren Aufgaben als Unterstufenleiter?</em></strong></p>
<p>Eine der wesentlichen Aufgaben ist die Organisation unserer Schulvorstellung für die neuen Sextaner. Das ist immer ein riesiger Aufwand, den man da jedes Jahr neu betreibt. Im Wesentlichen schaue ich mir aber sonst die pädagogischen Konzepte unserer Orientierungsstufe an. Außerdem spreche ich viel mit den Kolleg*innen, die da als Klassenlehrer*innen eingesetzt sind. Dazu benutzen wir z.B. Schilftage (&#8220;schulinterne Lehrerfortbildung&#8221;; <em>Anm. d. Red.</em>), um uns alle auf den gleichen Stand zu bringen und uns immer wieder weiterzuentwickeln. Weil ja auch die Kinder immer wieder mit anderen Voraussetzungen hierherkommen, müssen wir immer wieder neu sehen, wie wir das auffangen. Vor allem wie wir diesen Übergang schaffen, denn das ist ja ein ganz spannender Moment (wie ihr euch vielleicht erinnert; bei euch ist das schon ein bisschen her), von der Grundschule, wo alles noch so kuschelig ist zum im Vergleich riesigen Katharineum mit knapp 900 Schüler:innen. Allein die Umstellung auch von den Lehrkräften von einer Lehrerin/ einem Lehrer zu 6 oder 7 Lehrer*innen an der weiterführenden Schule. Und um diesen Übergang möglichst gut für die Schüler*innen zu gestalten, denken wir uns da jedes Jahr wieder neu rein und veranstalten so etwas wie Kennenlerntage und natürlich die Kennenlernfahrt. Das sind sehr wichtige Bausteine dafür, dass die Kinder auch schnell und sicher hier an der Schule ankommen, und da geben wir in der Orientierungsstufe, wie es der Name schon sagt, eben eine Orientierung über die ersten zwei Jahre.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Warum würden Sie Viertklässlern das Katharineum empfehlen bzw. ans Herz legen?</em></strong></p>
<p>Ich denke von außen ist es auf jeden Fall ein ganz besonderes Gebäude und wenn man als Erwachsener hier reingeht, sieht man wie schön die Schule auch von innen aussieht – aber das ist ja nicht das, was die meisten Kinder interessiert. Ich glaube, was man den Kindern mitgeben kann, ist, dass wir eine unheimlich beziehungsstarke Schule sind, finde ich. Ich finde den Begriff für unsere Schule unheimlich passend. Ich glaube, dass ihr als Schüler*innen hier tatsächlich etwas habt, was ich in meiner Schulzeit nicht so hatte. Eine super enge Bindung an das, was hier passiert. Ihr untereinander seid alle so gut vernetzt und das auch von ganz groß nach ganz klein, beispielsweise mit unseren Paten. Mavie, Du bist ja selbst Patin und warst mit meiner fünften Klasse auf <a href="https://katharineum.de/kennenlernfahrt-der-5-klassen-fischt-ihn-wieder-raus/">Kennenlernfahrt</a>; und was das alles zusätzlich auch mit den AGs wie der Musical AG mit euch macht, ist sehr besonders. Wenn man das ganze Konzept zusammenfasst, merkt man wie man sich hier an der Schule wirklich wie zuhause und wie in einer starken Gemeinschaft fühlen kann; wenn man sich darauf einlässt. Ich denke ein Großteil unserer Schüler*innen blickt am Ende der Schulzeit auf eine tolle Zeit zurück und das ist meiner Meinung nach extrem wichtig. Das zeigt aber auch wie viel Engagement ihr als Schüler*innen hier in der Schule zeigt und wie viel Energie ihr hier reinsteckt. Wenn ich beispielsweise an einem Mittwochabend nach späten Konferenzen nach Hause gehe, sind fast immer noch Schüler*innen hier und bereiten irgendwelche Projekte oder AGs vor. Das ist einfach großartig auch für mich persönlich, wenn man so viele Interesse von den Schüler*innen selber sieht. Das ist wirklich etwas ganz besonderes am Katharineum.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Was erwartet die Viertklässler*innen und ihre Eltern am Donnerstag bei der Schulvorstellung?</em></strong></p>
<p>Bei der <a href="https://katharineum.de/das-katharineum-sucht-junge-piraten-zum-segel-setzen-unsere-schulvorstellung-2023/">Schulvorstellung</a> fahren wir schon immer alles auf, was wir können. Wir öffnen alle Räume, sodass die Eltern und Kinder natürlich das Gebäude kennenlernen können, aber eben auch die Menschen, die hier arbeiten und hier unterrichtet werden. Ich glaube, da ist es auch toll zu sehen, mit welchem Enthusiasmus die Schüler*innen, die sich alle freiwillig dafür melden,  z.B. Schülergruppen herumführen. Wenn man denen gut zuhört und deren Strahlen wahrnimmt, dann ist man dem Katharineum schon mal einen großen Schritt näher. Zusätzlich können sie sich auf jeden Fall auf einen Auftritt unseres kleinen Musicals in der Aula freuen. Da kommt auch noch eine kleine Überraschung. Die erzähle ich jetzt aber noch nicht, da sollte man dann vielleicht doch lieber herkommen, wenn man neugierig ist. Ich glaube, spannend ist es sicherlich auch dann, die zukünftigen Klassenlehrer*innen kennenlernen zu können und sich grundsätzlich darüber zu informieren, was in unserer Schule alles so passiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Welcher ist Ihr Lieblingsort am Katharineum?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Ich finde den <a href="https://katharineum.de/klosterhof-eine-oase-nimmt-gestalt-an/">Klosterhof</a> wirklich einen der schönsten Orte, fast nicht nur am Katharineum. Ich finde den im Sommer so lauschig, mit der tollen Kirschblüte, die wir dort haben. Wenn wir da mal einen netten Abend, beispielsweise bei Kollegiumsfesten, verbringen, ist das etwas Tolles. So einen Ort gibt es wahrscheinlich auch nicht an vielen Schulen. Der ist richtig Lübeck pur!</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Welches Schulfest finden Sie am schönsten?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Eigentlich sind es zwei. Das eine ist für euch wahrscheinlich gar nicht als Schulfest im Kopf, aber da finde ich unsere <a href="https://katharineum.de/endlich-wieder-laufen-springen-werfen-die-bundesjugendspiele-und-der-primaner-fuenfkampf-2023/">Sportveranstaltung im Sommer</a> großartig, wenn wir gleichzeitig die Bundesjugendspiele oder das Spielefest und den Primaner Fünfkampf veranstalten. Das ist ein Tag an dem alle Schülerinnen und Schüler auf dem Platz sind und Sport treiben und sich gegenseitig anfeuern. Da ist eine tolle Stimmung und die Schulgemeinschaft ist besonders erkennbar. Außerdem mag ich die <a href="https://katharineum.de/last-night-of-the-p-r-o-m-s-2023/">Last Night of the PROMS</a> vor den Sommerferien und den <a href="https://katharineum.de/weihnachtliche-atmosphaere-und-spenden-fuer-wape-nafasi-katharina-basar-2023/">Katharina-Basar</a> im November sehr gerne.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Was ist Ihre schönste Erinnerung am Lehrer-Sein?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Das ist zwar gar keine richtige Erinnerung sondern eher noch recht präsent. Ich hatte einen Jahrgang, der hat 2015 Abitur gemacht, und wir waren auf Abschlussfahrt in der Toskana und dort ist aus mehr oder weniger Einzelpersonen eine Gruppe geworden. Das war damals ein Moment, den ich sehr mochte und den auch die Jugendlichen sehr genossen haben und daraus ist eben etwas Verrücktes geworden. Wir haben uns dann nach deren Abschluss bei mir im Garten getroffen und gegrillt. Daraus ist geworden, dass wir uns nun jedes Jahr im Sommer bei mir im Garten treffen, dieses Jahr war es schon das Neunte Mal. Die unterschiedlichen Wege zu sehen ist besonders, denn normalerweise verlassen einen die Schüler gerade so mit 18 Jahren und dann bekommt man die weiteren Lebensschritte nicht mit. Es ist eine schöne Sache, mich jedes Mal daran zu erinnern, wie schön zum Einen unsere Toskana-Fahrt war, und zum Anderen auch die nächsten Schritte mitzubekommen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Welchen Schülern würden Sie Latein als Erste Fremdsprache empfehlen?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Ich habe im Moment sowohl eine 5. Klasse, die mit Englisch angefangen hat, als auch eine 6. Klasse, die mit Latein angefangen hat und beide sind Katharineumsklassen. Ich glaube weniger, dass es eine Entscheidung für oder gegen Latein bzw Englisch ist, ich glaube, dass die Sprachwahl fast unerheblich ist, wenn die Klasse gut zusammenpasst. Ich glaube aber, das darf man nicht verhehlen, dass es in Latein eben auf Dauer ein klein wenig anstrengender ist, zumindest in der 5. und 6. Klasse, denn da hat man ein paar Unterrichtsstunden mehr. Ab dem zweiten Halbjahr in der 5. Klasse haben die Lateinkinder dann zusätzlich Englisch, in der 6. sind es dann sogar drei Stunden extra. Das ist zwar dann nicht Versetzungsrelevant, jedoch sind es aber zusätzliche Stunden. Ich glaube, dass Kinder, die an der Antike interessiert sind und einen guten logischen Zugang zu Dingen haben, sich gut mit Latein auseinandersetzen können und daran auch Interesse entwickeln. Wie ich das bei dem Lateinkollegium mitbekommen habe, ist es auch nicht mehr nur noch Vokabeln lernen, sondern die Klassen machen <a href="https://katharineum.de/antike-gewaender-und-seehunde-wandertag-der-6a-nach-kiel/">Ausflüge</a> zu antiken Sammlungen, da sind schon spannende und moderne Sachen dabei.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Wie würden Sie das Katharineum in drei Worten beschreiben?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Herzlich, warm und immer wieder sich neu erfindend.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Was würden Sie Viertklässlern, die sich für eine weiterführende Schule entscheiden, als Tipp geben?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Grundsätzlich würde ich als Tipp geben, sich zwei oder drei Schulen anzugucken. Sich alle 28 Schulen, die es in Lübeck gibt, anzugucken, macht einen verrückt und macht die Entscheidung später nicht leichter. Hört auf euer Bauchgefühlt, wenn ihr nachher hier rausgeht und das Bauchgefühlt stimmt, dann funktioniert das in der Regel auch. Gleichzeitig sollten sich die Eltern über die Konzepte informieren, die wir hier haben, und gucken, ob auch diese zum Kind passen. Wir sind eine Schule, die den altsprachlichen Zweig hochhält und auch immer noch eine dritte Fremdsprache hat, was eine Besonderheit ist, und die vieles anbietet, wenn es zur Musik oder Sport kommt. Natürlich auch Kunst oder die Technik, da findet jeder seine Nische irgendwo. Man kann sich hier verwirklichen und wer sagt, er braucht eine neue Herausforderung, ist hier herzlich willkommen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Ruhehof oder Turnhof?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Ruhehof.</span></p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Staffeltag oder Bundesjugendspiele?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Ganz klar <a href="https://katharineum.de/staffeltag-2023/">Staffeltag</a>.</span></p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Lange Nacht der Mathematik oder Katharinabasar?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Bitte beides nicht am selben Tag, aber wenn dann die Lange Nacht der Mathematik (<em>lacht</em>).</span></p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Tee oder Kaffee?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Ganz viel Kaffee.</span></p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Sommer oder Winter?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Winter.</span></p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Liebste Freizeitbeschäftigung?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Radfahren.</span></p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Fernsehen oder lesen?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Leider viel zu viel fernsehen.</span></p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Fußball oder Basketball?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Basketball.</span></p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Basketball oder Handball?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Handball.</span></p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Mathe oder Sport?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Sport.</span></p>
<p class="p3"><strong><em><span class="s2">Frühaufsteher oder Langschläfer?</span></em></strong></p>
<p class="p3"><span class="s2">Irgendwie dazwischen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielen Dank für das Interview mit Ihnen! Wir sind schon ganz gespannt auf die Schulvorstellung am Donnerstag, den 01.02.2024 und hoffen zahlreiche Viertklässler*innen und ihre Eltern anzutreffen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: right;"><em>Redaktion des Website-Teams</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-schrader/">Unterm Kirschbaum mit … Herrn Schrader</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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		<title>Unterm Kirschbaum mit … Frau Nötzel</title>
		<link>https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-frau-noetzel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Clara Edner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Dec 2023 16:45:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel-2023]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Frau Nötzel]]></category>
		<category><![CDATA[Schutzkonzept]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Kirschbaum]]></category>
		<category><![CDATA[WiPo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Liebe Frau Nötzel, seit wie vielen Jahren arbeiten Sie als Lehrerin und seit wann sind Sie am Katharineum tätig? Ich habe hier im Februar 2011 angefangen. Das ist jetzt ungefähr 12,5 Jahre her. Warum haben Sie sich für die Fächer Englisch und Wipo entschieden? Englisch verfolgt mich eigentlich schon mein Leben lang. Wir hatten schon damals und auch bis heute&#160;<a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-frau-noetzel/">&#8230;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-frau-noetzel/">Unterm Kirschbaum mit … Frau Nötzel</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em><span class="s2">Liebe <a href="https://katharineum.de/team/ann-christin-noetzel/">Frau Nötzel</a>, seit wie vielen Jahren arbeiten Sie als Lehrerin und seit wann sind Sie am Katharineum tätig? </span></em></strong></p>
<p><span class="s2">Ich habe hier im Februar 2011 angefangen. Das ist jetzt ungefähr 12,5 Jahre her.</span></p>
<p><strong><em><span class="s2">Warum haben Sie sich für die Fächer Englisch und Wipo entschieden? </span></em></strong></p>
<p><span class="s2"><a href="https://katharineum.de/unterricht/faecher/englisch/">Englisch</a> verfolgt mich eigentlich schon mein Leben lang. Wir hatten schon damals und auch bis heute Kontakte in die USA, nach S</span><span class="s2">alt Lake</span><span class="s2"> City und nach Denver. Dafür war Englisch für mich quasi wie eine Zweitsprache, die ich </span><span class="s2">unbedingt lernen wollte</span><span class="s2">. Englisch war </span><span class="s2">später, neben Latein, </span><span class="s2">mein Leistungskurs und so </span><span class="s2">stand Englisch absolut fest</span><span class="s2">. </span></p>
<p><span class="s2"><a href="https://katharineum.de/unterricht/faecher/wirtschaft-politik/">Wipo</a> hat </span><span class="s2">eine etwas schrägere</span><span class="s2"> Hintergrundgeschichte, denn tatsächlich habe ich Wipo damals in der Oberstufe abgewählt, denn als Schülerin hatte ich keinen wirklichen Zugang zu Wirtschaft und Politik. Dann kam allerdings der 11. September 2001. Ich glaube jede Generation hat ihren Punkt, an dem sie politisches Interesse entwickelt, und das war eben mein Erlebnis, die Anschläge auf das World Trade Center. Zu dem Zeitpunkt hatte ich mich </span><span class="s2">dann </span><span class="s2">sehr geärgert, dass ich Wipo abgewählt hatte</span><span class="s2">, aber mit der Zeit entwickelte ich</span><span class="s2"> privat ein starkes Interesse für politische und gesellschaftliche Themen und so kam es dann, dass ich mich für das Fach </span><span class="s2">Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Wirtschaft </span><span class="s2">entschieden habe.</span></p>
<p><strong><em><span class="s2">Wollten Sie schon immer Lehrerin werden? </span></em></strong></p>
<p><span class="s2">Weiß ich gar nicht so genau… Ich weiß, dass wir früher neben einigen anderen </span><span class="s2">kreativen</span><span class="s2"> Spielen auch Schule </span><span class="s2">ge</span><span class="s2">spielt haben. Für eine Weile wollte ich Architektin werden</span><span class="s2">.</span> <span class="s2">Alle meine Barbies waren </span><span class="s2">komischerweise immer A</span><span class="s2">rchitektinnen <em>(lacht)</em>, ich fand das </span><span class="s2">scheinbar </span><span class="s2">einen sehr attraktiven Beruf. Als Jugendliche war ich dann ein großer Akte X-Fan</span><span class="s2">. D</span><span class="s2">er </span><span class="s2">weibliche</span><span class="s2"> Hauptcharakter Scully war Gerichtsmedizinerin und das fand ich super </span><span class="s2">cool und </span><span class="s2">interessant, bin dann aber am Ende </span><span class="s2">auch davon </span><span class="s2">abgekommen. </span><span class="s2">Ab Klasse 10 habe ich </span><span class="s2">schließlich </span><span class="s2">Nachhilfe in Latein gegeben. </span><span class="s2">Ich fand es interessant, Arbeitsblätter und Lernwege zu entwickeln und habe mich darüber gefreut, dass meine Nachhilfeschüler*innen Fortschritte gemacht haben. Lehrerin zu </span><span class="s2">werden</span><span class="s2"> war </span><span class="s2">von da an mein Ziel</span><span class="s2">.</span></p>
<p><strong><em><span class="s2">Welche Themen unterrichten Sie besonders gerne? </span></em></strong></p>
<p><span class="s2">Spontan fällt mir der Wertewandel ein. Die Schülerinnen und Schüler befassen sich </span><span class="s2">damit</span><span class="s2"> im Kontext </span><span class="s2">des </span><span class="s2">demographischen </span><span class="s2">Wa</span><span class="s2">ndel</span><span class="s2">s</span><span class="s2">. </span><span class="s2">Was ich so interessant am Wertewandel finde, ist die Gegenüberstellung von materialistischen und postmaterialistischen Werten</span><span class="s2">. Hier können die Schülerinnen und Schüler sich selbst</span><span class="s2">, </span><span class="s2">aber auch ihre Eltern- und Großelterngeneration meistens</span><span class="s2"> gut wiederfinden.</span><span class="s2"> Das schafft Verständnis für vieles.</span></p>
<p><span class="s2">Werte sind etwas sehr </span><span class="s2">Lebensnahes</span><span class="s2">, die wir alle haben, uns aber </span><span class="s2">in jungen Jahren</span><span class="s2"> gar nicht so bewusst sind, welche Werte wir überhaupt vertreten. Ich glaube das ist dann eines der ersten Male, bei denen sich die Schüler*innen mit der Frage befassen können, „Welche Werte vertrete ich eigentlich</span><span class="s2">?</span><span class="s2">“ </span><span class="s2">Der </span><span class="s2">Themenkomplex </span><span class="s2">des </span><span class="s2">gesellschaftlichen</span><span class="s2"> Wandels hat auch etwas mit Lebensplanung zu tun und sich damit </span><span class="s2">vielleicht zum ersten Mal</span><span class="s2"> in der 10. Klasse zu beschäftigen, das finde ich auch einfach super spannend für die Schülerinnen und Schüler. Dafür den Raum zu bieten macht mir viel Freude.</span></p>
<p><strong><em><span class="s2">Und in Englisch? </span></em></strong></p>
<p><span class="s2">Ich finde es </span><span class="s2">sehr faszinierend, 5. und 6. Klassen in Englisch zu unterrichten. Dieser Anfangsunterricht, der Sprung von </span><span class="s2">Basiskenntnissen aus der Grundschule</span><span class="s2"> hin zu, dass sie sich am Ende wirklich auf einer fremden Sprache ausdrücken können und kleine Geschichten erzählen können, das finde ich toll! Gerade aktuell </span><span class="s2">hat meine 6</span><span class="s2">d </span><span class="s2">das Simple Past gelernt </span><span class="s2">und nun </span><span class="s2">sind sie in der Lage </span><span class="s2">Geschichten</span><span class="s2"> so zu</span><span class="s2"> schreiben, wie man sie schreibt, nämlich in der Vergangenheit.</span></p>
<p><strong><em><span class="s2">Sie sind Koordinatorin für die Schutzkonzepte gegen sexualisierte, körperliche und psychische Gewalt und Ansprechpartnerin für LGBT*Q+. Wie sind Sie zu diesen Aufgaben gekommen? </span></em></strong></p>
<p><span class="s2">Ansprechpartnerin </span><span class="s2">für die</span><span class="s2"> Schutzkonzept zu sein, erfolgte im Grunde in zwei Etappen. Das Schutzkonzept gegen sexuelle Grenzverletzungen, </span><span class="s2">sexuelle </span><span class="s2">Übergriffe </span><span class="s2">und</span><span class="s2"> sexuellen Missbrauch, gibt es schon viele Jahre </span><span class="s2">an unserer Schule </span><span class="s2">und wurde durch eine Arbeitsgruppe entwickelt</span><span class="s2">, die <a href="https://katharineum.de/team/antje-mueschen/">Frau Müschen</a> und ich damals geleitet hatten.</span></p>
<p><span class="s2">Der zweite Teil, das Schutzkonzept gegen psychische und physische Gewalt, entstand aufgrund einer Schulgesetzänderung</span><span class="s2">. In dem entsprechenden Absatz steht, dass Schulen zum Schutz </span><span class="s4">der seelischen und körperlichen Unversehrtheit der Schülerinnen und Schüler </span><span class="s4">ü</span><span class="s4">ber ein Präventions- und Interventionskonzept </span><span class="s4">verfügen sollen, </span><span class="s4">insbesondere zu Gefährdungen im Zusammenhang mit sexualisierter, psychischer und körperlicher Gewalt</span><span class="s4">. </span><span class="s2">Da ich das erste Konzept bereits maßgeblich </span><span class="s2">mit</span><span class="s2">geschrieben hatte, </span><span class="s2">fragte</span><span class="s2"> mich <a href="https://katharineum.de/team/stefan-philippi/">Herr Philippi</a></span><span class="s2">, </span><span class="s2">ob ich dieses noch erweitern könnte. </span><span class="s2">Beide Konzepte sind im Download-Bereich unserer Schul-Homepage zu finden. </span><span class="s2">Immer </span><span class="s2">dann, </span><span class="s2">wenn jemand Fragen </span><span class="s2">z.B. zu den Abläufen und Kommunikationswegen </span><span class="s2">hat, kann ich Auskunft geben. </span></p>
<p><span class="s2">Ansprechpartnerin für </span><span class="s2">LGBTQ kam eigentlich eher dadurch, dass ich eine </span><span class="s2">g</span><span class="s2">anze Weile </span><span class="s2">allgemeine </span><span class="s2"><a href="https://katharineum.de/ueber-uns/beratungslehrkraefte/">Beratungslehrkraft</a> für alle</span><span class="s2"> möglichen Anliegen </span><span class="s2">war. Irgendwann, das ist nun auch schon </span><span class="s2">viele </span><span class="s2">Jahre her, </span><span class="s2">haben sich erste Schüler*innen getraut, sich in der Klasse und vor ihren Lehrkräften</span> <span class="s2">als trans </span><span class="s2">zu </span><span class="s2">oute</span><span class="s2">n</span><span class="s2">. Dadurch wurden Fragen aufgeworfen, </span><span class="s2">vor allem seitens der</span><span class="s2"> Schulleitung und </span><span class="s2">einzelnen Lehrkräften</span><span class="s2">, welche </span><span class="s2">sich v.a. um schulrechtliche aber auch psycho-soziale Aspekte drehten. </span><span class="s2">Ich habe </span><span class="s2">mich hier relativ schnell als Ansprechpartnerin </span><span class="s2">a</span><span class="s2">ng</span><span class="s2">e</span><span class="s2">boten, weil ich über </span><span class="s2">ausreichend </span><span class="s2">solides Wissen verfüge, und falls nicht, weiß, wo w</span><span class="s2">elche Informationen zu finden sind </span><span class="s2">oder welche externen Ansprechpartner kontaktiert werden können.</span></p>
<p><strong><em><span class="s2">Welches sind einige Beispiele, die in den Schutzkonzepten enthalten sind? </span></em></strong></p>
<p><span class="s2">Die jeweiligen Konzepte sind natürlich sehr umfassend, weshalb ich gerne </span><span class="s2">drei </span><span class="s2">Punkte</span><span class="s2"> herausstellen </span><span class="s2">möchte</span><span class="s2">. </span><span class="s2">Der erste zentrale Punkte ist</span><span class="s2">, dass Hilfe holen niemals </span><span class="s2">P</span><span class="s2">etzen ist und Hilfe holen auch kein Verrat ist. Jede</span><span class="s2">s Kind, jeder Jugendliche, jeder Mensch</span> <span class="s2">hat das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung </span><span class="s2">sowie auf</span><span class="s2"> körperliche und psychische Unversehrtheit. </span><span class="s2">Ist diese in Gefahr sollte man sich Hilfe holen, gerne auch zusammen mit einer Freundin oder einem Freund als Begleitung.</span></p>
<p><span class="s2">Der zweite wichtige Punkt ist, dass sich </span><span class="s2">Schülerinnen und Schüler </span><span class="s2">innerhalb unserer Schule </span><span class="s2">an eine Person ihrer Wahl wenden können</span><span class="s2">, wenn </span><span class="s2">sie selbst betroffen sind oder ein Freund/ eine Freundin betroffen ist. Das heißt, es </span><span class="s2">gibt keine </span><span class="s2">festgelegten </span><span class="s2">Ansprechpartner, sondern man kann sich an alle Lehrkräfte wenden, zu denen man Vertrauen hat. Wichtig ist </span><span class="s2">hierbei</span><span class="s2">, dass diese Person die Pflicht zur Verschwiegenheit hat. </span><span class="s2">Das heißt, es sind vertrauliche Gespräche.</span></p>
<p><span class="s2">Drittens beziehen sich die Konzepte sowohl auf den Kontext Schule als auch auf den familiären Bereich. Das heißt, dort, wo das Kindeswohl gefährdet ist – sei es durch gewalttätiges Verhalten seitens der Eltern oder anderer Familienmitglieder oder durch Mitschülerinnen oder Mitschüler oder Lehrkräfte – greifen diese Konzepte.</span></p>
<p><strong><em><span class="s2">Sind entsprechende Projekte in Planung, die in Verbindung mit den Schutzkonzepten stehen? </span></em></strong></p>
<p><span class="s2">Unser Schutzkonzept beschreibt v.a. Interventionsmaßnahmen. Das heißt: </span><span class="s2">Wir können anhand des Konzepts</span><span class="s2"> auf Dinge, die schon vorgefallen sind</span><span class="s2"> bzw. andauern</span><span class="s2">, </span><span class="s2">kompetent und </span><span class="s2">effektiv reagieren</span><span class="s2">. </span><span class="s2">Was die Prävention angeht, so ist insbesondere die Veranstaltung von Pro Familia zur Sexualpädagogik ein wichtiger Baustein. Sie findet in Klassenstufe 8 statt und es ist mit Pro Familia </span><span class="s2">verabredet</span><span class="s2">, </span><span class="s2">dass ausreichend Zeit für </span><span class="s2">Themen</span><span class="s2"> der Schutzkonzepte </span><span class="s2">eingeplant wird</span><span class="s2">, sodass diese Konzepte spätestens dort bekannt sind.</span></p>
<p><strong><em><span class="s2">Wie würden Sie das Katharineum in drei Worten beschreiben? </span></em></strong></p>
<p><span class="s2">Als allererstes fällt mir Tradition ein, das ist vielleicht auch ein wenig ein Stereotyp. Wir haben viele Traditionen, wir haben den Katharina-Basar, </span><span class="s2">nun </span><span class="s2">zu Weihnachten auch wieder das Adventssingen und das Krippenspiel, einfach super viele Dinge, die sich jährlich wiederholen. Das hängt allerdings auch mit dem Engagement zusammen. </span></p>
<p><span class="s2">Ich finde</span><span class="s2">,</span><span class="s2"> dass überdurchschnittlich viele Schülerinnen und Schüler und auch Lehrkräfte und Eltern sich für Belange der Schule engagieren. Ob </span><span class="s2">kulturell</span><span class="s2">, sportlich oder </span><span class="s2">IT-mäßig</span><span class="s2">. Das finde ich sehr besonders! Ich finde, dass das Katharineum einen großen Freiraum bietet</span><span class="s2">, f</span><span class="s2">ür neue Ideen, eigenes Engagement, </span><span class="s2">für viel TU ES</span><span class="s2">.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Kommen wir nun zu unserem beliebten Fragengewitter:</em></p>
<p><strong><em><span class="s2">Liebste Freizeitbeschäftigung? </span></em></strong></p>
<p><span class="s2">Im Sommer vor allem </span><span class="s2">G</span><span class="s2">ärtnern und Zeit im Garten verbringen und im Winter dann eher basteln und kreativ sein. </span></p>
<p><strong><em><span class="s2">Englisch oder Wipo? </span></em></strong></p>
<p><span class="s2">Kann man sich auch für beides entscheiden? </span></p>
<p><strong><em><span class="s2">Kaffee oder Tee? </span></em></strong></p>
<p><span class="s2">Kaffee</span><span class="s2">, </span><span class="s2">aber nicht in der Schule! Da lieber Tee.</span></p>
<p><strong><em><span class="s2">Sommer oder Winter? </span></em></strong></p>
<p><span class="s2">I</span><span class="s2">ch bin eher ein Herbst-Typ. Ich finde es </span><span class="s2">beeindruckend, </span><span class="s2">wenn die Gänse </span><span class="s2">sich formieren und </span><span class="s2">gen</span><span class="s2"> Süden starten. </span></p>
<p><strong><em><span class="s2">G8 oder G9</span><span class="s2">?</span></em></strong></p>
<p><span class="s2">G</span><span class="s2">9</span></p>
<p><strong><em><span class="s2">Lieblingsschulfest? </span></em></strong></p>
<p><span class="s2">Der Katharinabasar </span></p>
<p><strong><em><span class="s2">Lieblingsort am Katharineum? </span></em></strong></p>
<p><span class="s2">Ich gehe gerne in die 6d, da fühle ich mich </span><span class="s2">fast wie zu Hause.</span></p>
<p><strong><em><span class="s2">Fahrrad oder Auto fahren? </span></em></strong></p>
<p><span class="s2">Vision: Fahrrad fahren, </span><span class="s2">und </span><span class="s2">zwar </span><span class="s2">mit allen Kindern</span><span class="s2">,</span><span class="s2"> die transportiert werden müssen. Realität ist dann doch leider das Auto. </span></p>
<p><strong><span class="s2"><em>Fernsehen oder lesen?</em> </span></strong></p>
<p><span class="s2">Lesen, ich gucke außer </span><span class="s2">1x pro Monat </span><span class="s2">„Aktenzeichen XY … ungelöst</span><span class="s2">“ </span><span class="s2">überhaupt kein Fernsehen</span><span class="s2">.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Vielen Dank für das interessante Interview!</em></p>
<p><em>Die Schutzkonzepte finden Sie unter den <a href="https://katharineum.de/unsere-schule/downloads-2/">Downloads</a> oder unter folgenden Links:</em></p>
<p><a href="https://katharineum.de/wp-content/uploads/2023/01/Schutzkonzept_Kurzinfo-Dezember-2020.pdf">Kurzinfo zum Schutzkonzept</a></p>
<p><a href="https://katharineum.de/wp-content/uploads/2023/01/Schutzkonzept-I_gegen-sexualisierte-Gewalt.pdf">Schutzkonzept gegen sexuelle Grenzverletzungen, sexuelle Übergriffe und sexuellen Missbrauch</a></p>
<p><a href="https://katharineum.de/wp-content/uploads/2023/01/Schutzkonzept-II_gegen-psychische-und-koerperliche-Gewalt.pdf">Schulinternes Schutzkonzept gegen psychische und körperliche Gewalt</a></p>
<p style="text-align: right;"><em>Redaktion des Website-Teams</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-frau-noetzel/">Unterm Kirschbaum mit … Frau Nötzel</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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	<media:title>Unterm Kirschbaum mit Frau Nötzel</media:title>
	<media:description type="html"><![CDATA[Foto: Majlis Christiansen, bearbeitet: FUS]]></media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Unterm Kirschbaum mit Herrn Schindler vom Schulelternbeirat</title>
		<link>https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-schindler-vom-schulelternbeirat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Clara Edner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Sep 2023 07:41:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel-2023]]></category>
		<category><![CDATA[Schulelternbeirat]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Kirschbaum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bereits im Mai haben wir uns mit Herrn Schindler dem Vorsitzenden des Schulelternbeirats getroffen und mit Ihm über seine Arbeit gesprochen. Einen Einblick bekommt ihr im folgenden Interview: &#160; Was ist der Schulelternbeirat? Der Schulelternbeirat vertritt die Eltern der Schule. Wie sagt man so schön? &#8211; Es ist eine Eskalationsstufe. Es ist eine übergeordnete Organisationseinheit. Bei uns kommt all das&#160;<a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-schindler-vom-schulelternbeirat/">&#8230;</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Bereits im Mai haben wir uns mit Herrn Schindler dem Vorsitzenden des Schulelternbeirats getroffen und mit Ihm über seine Arbeit gesprochen. Einen Einblick bekommt ihr im folgenden Interview:</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was ist der Schulelternbeirat?</strong></p>
<p>Der Schulelternbeirat vertritt die Eltern der Schule. Wie sagt man so schön? &#8211; Es ist eine Eskalationsstufe. Es ist eine übergeordnete Organisationseinheit. Bei uns kommt all das an, was in den Klassen nicht funktioniert und besprochen werden muss.</p>
<p><strong>Was sind die Aufgaben des SEB?</strong></p>
<p>Vieles ist Organisation. Ganz vorne mit dabei sind die SEB-Sitzungen. Sie finden uns jedoch auch im Bereich der Schulvorstellung. Aber ganz wichtige Aufgaben sind, dass wir uns, wenn sich in den 5. und den E-Klassen neue Klassen bilden, wir uns darum kümmern, dass es neue Mitglieder für den Schulelternbeirat gibt.</p>
<p><strong>Was wird auf den Konferenzen denn besprochen?</strong></p>
<p>Es geht immer um die Beteiligung der Eltern. Da ist im Gesetz festgelegt, dass bestimmte Anhörungen oder Zustimmungen nicht ohne den SEB gehen. Ich habe zwar kein aktuelles Beispiel, aber wenn es beispielsweise darum geht, wann die Schule morgens beginnen soll, wird das auf jeden Fall einmal mit uns besprochen.</p>
<p>Und dann wählen wir ganz viel… In jeder Fachschaft sitzen ein bis zwei Elternvertreter, die dann auf diesen Konferenzen gewählt werden. Es gibt auch Landesvertretungen, die dann ebenfalls gewählt werden müssen.</p>
<p><strong>Seit wann sind Sie im Schulelternbeirat und wie sind Sie zu dieser Tätigkeit gekommen?</strong></p>
<p>Das weiß ich ziemlich genau, weil ich mich demnächst wieder zur Wahl stellen muss. Ich bin vor zwei Jahren als SEB-Vorsitzender gewählt worden. An den Sitzungen nehme ich seit ungefähr vier Jahren teil. Vorsitzender bin ich also nicht sofort geworden (schmunzelt). Die Wahlen dazu finden immer alle zwei Jahre statt, weshalb ich mich dann im September neu aufstellen werden muss. Daher weiß ich zufällig ganz genau seit wann ich das mache… Die Liste derer, die dieses Amt übernehmen wollen ist teils sehr kurz, da wird man auch teilweise angesprochen, ob man diese Aufgabe nicht machen möchte.</p>
<p><strong>Wie lange werden Sie diese Tätigkeit noch machen?</strong></p>
<p>Ich mache das gerne weiter, ich sehe aber für mich selber auch, dass ich das für jede Wahl neu bewerten werde. Das Privatleben entwickelt sich ja auch weiter und wie man beruflich verknüpft ist ja auch. Es ist also immer die Frage ob ich zeitlich in der Lage bin, den Aufwand aufzuwenden, den dieses Amt benötigt. Im Moment gehe ich davon aus, dass ich mich wieder zur Wahl stelle. Aber wie lange, das werden wir dann sehen. Also meine jüngere Tochter, die ist jetzt in der 6. Klasse, also habe ich schon noch Zeit, die ich könnte…</p>
<p><strong>Was würden Sie am meisten oder wenigsten an dieser Arbeit vermissen?</strong></p>
<p>Das ist schwierig zu beantworten (lacht). Ich nehme sehr gerne an diesem Schulleben teil und freue mich, Teil dessen zu sein, was diese Schule ausmacht. Das ist für mich die Motivation, dieses Amt zu tragen. Ob ich das vermissen würde, kann ich nicht sagen, das weiß ich nicht. Aber das ist so meine Motivation, ich glaube das wäre eine bessere Herangehensweise an diese Frage. Es gibt sicher auch Dinge, wo man sich dann denkt „Ah, das muss ich jetzt nicht mehr machen, ist auch gut“, aber vermissen, das lässt sich jetzt schwer sagen.</p>
<p><strong>Wurden Sie mit eingebunden in die Entscheidung, als es darum ging, dass die Schulklingel abgeschafft werden soll?</strong></p>
<p>Wir wurden im Vorfeld darüber informiert, haben der Argumentation zugestimmt. Schwierig war es dabei nicht. Ich fand die Argumentation schlüssig und kann mich dessen nicht verwehren. Ich bin ja tagsüber nicht in der Schule, das ist das Leiden als Elternbeirat. Der Schulleiter hat mich informiert und das war alles richtig und dann habe ich nichts gesehen, was dagegen spricht. Zwischenzeitlich stand die Frage im Raum, ob es denn in jedem Raum Uhren gäbe, aber die fehlenden wurden nun wohl ergänzt. Also kann ich das aus heutiger Sicht nachvollziehen.</p>
<p><strong>Was wünschen Sie sich für die Zukunft des SEBs?</strong></p>
<p>Ich als Vorstandsvorsitzender schätze es sehr, dass wir so eng und vertrauensvoll mit der Schulleitung zusammenarbeiten. Da kann ich mir auch nichts anderes wünschen. Auch wenn es um die Zusammenarbeit mit den Klassen geht, finde ich, dass das alles sehr gut funktioniert. Auch da bin ich voll des Lobes und kann mir gar nicht vorstellen, was da im Rahmen dieser Arbeit besser sein könnte. Was man sich aber auch mehr wünschen würde, ist, dass die Stadt sich hier mehr einbringt, als Träger dieser Gebäude&#8230; Aber das ist wahrscheinlich eine andere Ebene. Das kann hier keiner an der Schule lösen.</p>
<p><strong>Englisch oder Latein? </strong></p>
<p>Englisch<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Kaffee oder Tee?</strong></p>
<p>Tee</p>
<p><strong>Musical oder Theater?</strong></p>
<p>Theater</p>
<p><strong>Lieblingsschulfest?</strong></p>
<p>Das Klosterfest</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielen Dank für dieses interessante Interview!</p>
<p>Noch mehr Informationen bekommt ihr auf der Seite des <a href="https://katharineum.de/ueber-uns/schulelternbeirat/">Schulelternbeirats.</a></p>
<p style="text-align: right;"><em>Redaktion des <a href="https://katharineum.de/aktivitaeten/arbeitsgemeinschaften/website-team/">Website-Teams</a></em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-schindler-vom-schulelternbeirat/">Unterm Kirschbaum mit Herrn Schindler vom Schulelternbeirat</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Unterm Kirschbaum mit … Frau Kranitzky</title>
		<link>https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-frau-kranitzky/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Clara Edner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jul 2023 04:30:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel-2023]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Geographie]]></category>
		<category><![CDATA[Kreisaufahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Kirschbaum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit wie vielen Jahren arbeiten Sie als Lehrerin und seit wann sind Sie am Katharineum tätig? Tatsächlich ist das hier meine erste richtige Stelle, nach dem Referendariat war ich noch eine Weile in Dänemark an einer Schule, kurz in China und dann bin ich ans Katharineum gekommen. Das war August 2019. Wo haben Sie studiert? Studiert habe ich in Würzburg,&#160;<a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-frau-kranitzky/">&#8230;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-frau-kranitzky/">Unterm Kirschbaum mit … Frau Kranitzky</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit wie vielen Jahren arbeiten Sie als Lehrerin und seit wann sind Sie am Katharineum tätig?</strong></p>
<p>Tatsächlich ist das hier meine erste richtige Stelle, nach dem Referendariat war ich noch eine Weile in Dänemark an einer Schule, kurz in China und dann bin ich ans Katharineum gekommen. Das war August 2019.</p>
<p><strong>Wo haben Sie studiert?</strong></p>
<p>Studiert habe ich in Würzburg, also in Bayern.</p>
<p><strong>Warum haben Sie sich für Geographie und Englisch entschieden?</strong></p>
<p>Da muss ich kurz zurückgreifen. Ursprünglich habe ich mit Chemie und Biologie angefangen. Während der Schulzeit hatte ich Chemie und Englisch als Leistungskurse, damals gab es in Bayern noch Leistungskurse, anstatt Profile. Das waren meine großen Leidenschaften. Nachdem man aber an der Uni Englisch und Chemie jedoch zu der Zeit noch nicht zusammen studieren konnte, habe ich mich dann in dem Moment für die Chemie und Biologie entschieden und ziemlich schnell gemerkt, dass die Biologie so gar nichts für mich ist und bin dann auf Englisch umgeschwenkt. Geographie fand ich als Schülerin immer großartig und ist für meine Begriffe ein fantastisches Fach, weil es so viel verbindet. So kam es dann, dass es Englisch und Geographie wurden und ich habe diese Entscheidung sicher nie bereut &#8211; auch wenn ich die Chemie vermisse.</p>
<p><strong>Gibt es ein Thema, welches Sie besonders gerne unterrichten?</strong></p>
<p>Ja, tue ich! Ich glaube, zum Leidwesen vieler Schüler, unterrichte ich wahnsinnig gerne Shakespeare (lacht). Ich versuche immer meine Leidenschaft für Shakespeare und seine Stücke zu vermitteln, das gelingt mal und misslingt einander mal. Natürlich gibt es Schüler, die es schwierig finden, weil es eben nicht dieses „klassische“ Englisch ist, was wir heutzutage haben und dementsprechend an manchen Stellen schwieriger zu verstehen ist. Ich finde nur, dass es unglaublich schön klingt und auch in den Stücken, die er geschrieben hat, finde ich, steckt häufig vieles, was wir noch immer mitnehmen können für uns. Lustige Stücke, tragische Stücke etc. und ich finde Shakespeare einfach sehr faszinierend, indem was und wie er Dinge geschrieben hat. Also, Shakespeare, ja.</p>
<p><strong>Und in Geographie?</strong></p>
<p>In Geographie könnte ich mich gar nicht auf ein Thema festlegen. Ich finde der Reiz an der Geographie ist das Fachübergreifende. Wir vereinen Aspekte aus Chemie, Physik, Geschichte und häufig finden Überschneidungen mit WiPo statt und ich finde, das Reizvolle ist das Gesamtpaket. Für meine Begriffe ist Geographie ein Fach, welches viele Bereiche verbindet.</p>
<p>Ich bin immer eine physische Geographin gewesen, schon während des Studiums. Ich habe mich natürlich auch sehr viel mit Humangeographie auseinandergesetzt, aber wenn ich mich entscheiden müsste, wäre es immer die physische Geographie, z.B. die Plattentektonik finde ich sehr spannend.</p>
<p><strong>Was war als Kind Ihr Traumberuf?</strong></p>
<p>Ich weiß gar nicht, ob ich so früh schon einen Traumberuf hatte, weil ich da nie wirklich drüber nachgedacht habe. Bestimmt steht in irgendeinem Poesiealbum so etwas wie Tierärztin, obwohl ich damals gar nicht so viel mit Tieren zu tun hatte. Im Teenager-Alter habe ich lange über Psychotherapie nachgedacht. Ich bin zu der Zeit aber auch sehr aktiv in meiner Kirchengemeinde gewesen und habe gemerkt, dass mir die Arbeit mit jungen Menschen großen Spaß macht. Und so kam es, dass ich von der Idee Psychotherapie abgerückt bin und dann gemerkt habe, Kindern und Jugendlichen etwas beizubringen und zu sehen, wie neue Ideen entstehen, etwas Besonderes ist und dann ist es tatsächlich zügig der Lehrberuf gewesen. Auch als ich dann die Fächer gewechselt habe, war immer noch ganz klar, dass ich von diesem Gedanken der Lehrerin nicht abrücke.</p>
<p><strong>Was war Ihr bisher schönstes Erlebnis am Katharineum?</strong></p>
<p>Da gibt es so viele! Ich bin natürlich zu einer Zeit gekommen, als es plötzlich schwierig wurde, weil ab März 2020 alles dicht war und das die Sache ein wenig erschwert hat. Trotzdem habe ich diese Zeit als besonders wertvoll in Erinnerung. Ganz bestimmt nicht, weil kein Schülerkontakt vorhanden war, den habe ich sehr vermisst, muss ich sagen. Aber das war eine Zeit, in der ich sehr häufig in der Schule war. Ich bin jeden Tag, auch während der Schulschließung im Katharineum gewesen und habe hier gearbeitet. Das habe ich gerne im Katharineum gemacht, nicht weil ich zu Hause keine Möglichkeit hatte, sondern einfach, weil ich diese Räumlichkeiten hier sehr schön finde. Und auch, wenn wir jetzt hier so sitzen, im Klosterhof oder auch Ruhehof, finde ich das besonders schön, einfach diese Atmosphäre. Genau diese Stimmung, das ist großartig. Das verbinde ich als etwas sehr Schönes mit dem Katharineum.</p>
<p>Und als Erlebnis, nun, ich durfte schon einen Jahrgang durchs Abitur führen, das ist auch ein wirkliches Erlebnis als Lehrer und das habe ich sehr gerne gemacht. Ich glaube, an einigen Stellen war ich vielleicht aufgeregter als einige Schüler und als sie auf der Bühne standen und letztes Jahr ihr Abiturzeugnis bekommen hatten und eben auch frei waren von dem Druck, der ja auf euch Schülern lastet, das war toll zu sehen. Das war sicher eines der Highlights bisher.</p>
<p><strong>Haben Sie einen Lieblingsort am Katharineum?</strong></p>
<p>Wir befinden uns gerade definitiv an meinem Lieblingsort, ja der Klosterhof!</p>
<p><strong>Was verbinden Sie mit der Kreisau-Fahrt?<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p>Kreisau, finde ich, ist ein wahnsinnig spannender Ort. Und ich bin durch einen absoluten Zufall an diese Fahrt gekommen und bin sehr, sehr glücklich darüber. Das war in meinem ersten Jahr am Katharineum und da hatte ich die Klassenleitung zusammen mit <a href="https://katharineum.de/teachers/sievers/">Herrn Sievers</a> und das war das Geschichtsprofil. Zu dem Zeitpunkt ist eine ganze Klasse gefahren, das hat sich ja nun in der Organisation ein wenig geändert. Herr Sievers fiel dann aus, ich wäre ohnehin mitgefahren, aber plötzlich war ich diejenige, die das übernehmen durfte und die Verantwortung für die Fahrt übernommen habe. In dem Moment wusste ich auch noch gar nicht, worauf ich mich eigentlich einlasse und habe mich dann eingelesen und war sehr fasziniert von der Geschichte dieses Ortes. Kreisau ist ein sehr wertvoller Ort, der auch in Verbindung mit Lübeck steht. Das Gut, auf dem die Workshops stattfinden, gehörte einem Ehrenbürger Lübecks, der Generalfeldmarschall Helmuth Karl Bernhard von Moltke. (Lacht) Ja, das ist ein langer Name und man darf die beiden auch nicht vertauschen. Schnell wird der Name Moltke auch in Verbindung mit dem Kreisauer Kreis gesetzt, aber historisch ist das eine andere Zeit. Insofern haben wir schon einmal eine erste Verbindung mit Lübeck. Und auch das Ziel, welches mit der Fahrt erreicht werden soll, und da kommen wir nun zu dem anderen Moltke: Helmuth James von Moltke, der den Kreisauer Kreis mitbegründet hat, um als Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus vorzugehen. Es ging dabei nicht darum, irgendwelche Attentate zu planen oder zu verüben, sondern eher darum zu überleben, wie kann es weiter gehen mit Deutschland als Gesellschaft. Die Idee der Selbstbestimmung war da ganz groß im Vordergrund. Aber auch Verantwortung, politische Verantwortung. Das fand ich spannend, weil das auch im Fokus der Fahrt steht. Es geht darum, zu erkennen, dass Ich als einzelner Mensch Verantwortung übernehmen kann. Als ich das gesehen habe, war ich sehr begeistert und auch Kreisau an sich ist ein wunderschöner Ort. Er ist winzig, aber wunderschön und dass ich die Fahrt inzwischen längerfristig übernehmen darf, ist ein absolutes Geschenk. Ich mache das sehr gerne und ich empfinde es als sehr spannend, die Schülerinnen und Schüler in den Workshops zu sehen, was sie dort alles erarbeiten und welche Themen angesprochen werden.</p>
<p><strong>Was würden Sie bei der nächsten Fahrt nicht noch einmal machen?</strong></p>
<p>Das ist gar nicht so einfach, weil die Fahrt ja eine Begegnung mit einer Gruppe von Schülern aus Polen ist. Das macht es natürlich besonders spannend für die Schülerinnen und Schüler, aber eben auch etwas komplizierter in der Planung. Viel wird auch gleichzeitig von der Kreisau-Stiftung in Berlin organisiert. Insofern habe ich nicht so viel Einfluss auf die Organisation. Was ich allerdings dieses Mal angemerkt habe war, dass auf der polnischen Seite Schüler dabei waren, die das Ganze schon einmal miterlebt haben. Bei uns fahren ja jedes Mal neue Schülerinnen und Schüler mit. Für einige, die dann schon mal dabei waren, wird es teilweise langweilig und da habe ich dann angemerkt, dass das vielleicht nicht ganz ideal ist, sondern es schön ist, wenn es für alle neu ist.</p>
<p>Wirklich viel würde ich an dieser Fahrt jedoch nicht ändern. Die Örtlichkeit ist großartig und was ich auch so schön finde ist, ja wir sind in Polen, da fahren wir als die Deutschen hin, aber gleichzeitig ist es ein Ort, der sowohl für uns, als auch für die polnischen Schüler fremd ist. Wir treffen uns quasi auf neutralem Grund. Das finde ich total klasse, dass wir da alle neu sind und dann ebendiese Begegnung haben. Vielleicht fällt dir noch etwas ein… (<em>Anmerkung der Redaktion: Interviewerin Merle war Teilnehmerin der Kreisaufahrt</em>)</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Was ich besonders schön fand, war, dass wir im Mai gefahren sind und es nicht so kalt war wie Anfang des Jahres.</strong></p>
<p>Das stimmt, ja. Die Jahreszeit 2022 war natürlich traumhaft. Da muss ich aber leider sagen, dass zu der Zeit auch das Abitur geschrieben wurde und aufgrund der Korrekturen das leider nicht ideal war. Wettertechnisch aber natürlich ein Traum! Die ganzen Rapsfelder haben geblüht, aber tatsächlich haben wir jedes Mal mit dem Wetter wahnsinniges Glück gehabt. Natürlich ist es im Februar oder März kühler, aber immer noch im Frühling. Ich glaube, Regen habe ich in Kreisau noch kein einziges Mal erlebt.</p>
<p><strong>Wohin würden Sie gerne mal auf Klassenfahrt fahren?</strong></p>
<p>Also es gibt zwei Orte, die ich total gerne mal als Klassenfahrt hätte. Das eine wäre vermutlich umsetzbar, da weiß ich nur nicht, ob das Interesse so besteht. Das sind tatsächlich die Berge, weil ich mich da hervorragend auskenne und weil ich weiß, was man dort alles Großartige machen und erleben kann. Aber das wäre natürlich eine sehr aktive Klassenfahrt und da weiß ich nicht wie groß da die Lust wäre. Aber ich fände das fantastisch. Ich liebe die Berge und ich wandere gerne. Ich kenne dort diverse Regionen, das Chiemgau, wo ich selber herkomme. Das ist einfach eine schöne Region, das könnte man sicher gut mit einer Stadt wie München verbinden. Aber das ist natürlich Deutschland und vermutlich nicht so spannend, aber da könnte man auch über die Grenze gehen und besucht noch Salzburg.</p>
<p>Und ansonsten liebe in London. Ich bin als Schülerin selber mit meinem Leistungskurs in London gewesen und habe die besten Erinnerungen daran. Ich bin seitdem auch mehrfach dort gewesen, es ist einfach eine grandiose Stadt. Unter anderem mit dem Globe Theatre, mit Shakespeare, da schließt sich der Kreis wieder. Auch dazu würde ich meine Schüler nötigenden, wenn man schon so eine Fahrt macht: Ein Shakespeare Theaterstück ist da ein Muss! London gibt einfach wahnsinnig viel her.</p>
<p><strong>In welcher Stufe unterrichten Sie am Liebsten?</strong></p>
<p>Ich würde gar nicht sagen, ich unterrichte am liebsten dies oder das oder jenes. Ich bin überall total gerne und finde es besonders reizvoll an meinem Beruf, dass ich mit so vielen verschiedenen Leuten zusammenkomme. Ich habe gerade vier Stunden am Stück 5. Klassen unterrichtet und da muss man mit einer ganz anderen Energie hineingehen, als es bei der Mittel- und Oberstufe gefragt ist. Teilweise kann man etwas kindlicher mit den Schülern umgehen und das brauchen die auch. Mit denen führe ich aber natürlich keine Diskussionen auf Englisch über Nachhaltigkeitsziele, das amerikanische Wahlrecht oder unsere Verantwortung in der Gesellschaft. Das mache ich aber wahnsinnig gerne, da sind wir dann aber in der Oberstufe. Dass ich aber immer wieder wechseln kann, zwischen dem, was ich anbiete und dem, was mir entgegenkommt, das ist genau das, was ich so sehr liebe am Lehrberuf und auch am Gymnasiallehrberuf.</p>
<p><strong>Wie würden Sie das Katharineum in drei Worten beschreiben?</strong></p>
<p>Kann man das Katharineum in drei Worten fassen? Es ist viel zu großartig an einigen Stellen, als dass man das könnte. Ich würde sagen, es ist traditionsbewusst, mit Sicherheit, ich würde es auch mit Engagement beschreiben, weil so wahnsinnig viel von den Schülerinnen und Schülern gemacht wird und da sind so viele Aktionen, das finde ich wirklich bewundernswert. Und Atmosphäre. Ich finde, das Katharineum hat eine Atmosphäre. Das reicht gar nicht, um das Katharineum zu beschreiben, aber das sind die ersten Begriffe, die mir einfallen.</p>
<p><strong>Gibt es etwas, was Sie am Katharineum ändern oder hinzufügen würden?</strong></p>
<p>Hinzufügen ist ein guter Punkt, ich würde gerne Räume hinzufügen! Ich würde gerne mehr Platz haben. Man merkt es natürlich an vielen Stellen, dass die Räumlichkeiten zu wenig oder zu eng sind. Man hat es auch jetzt wieder beim Abiturstreich gesehen, wir haben gar nicht die Möglichkeit, als Schule so zusammen zukommen, wirklich alle, alle Schüler und Lehrkräfte, wir sind alle da, das fehlt mir ein wenig. Aber das liegt einfach an der Tatsache, dass wir auf der Altstadtinsel sind, hier ist einfach nicht mehr. Gut, wir haben die historischen Gebäude, das ist ein großer Vorteil, aber eben auch der Nachteil, dass wir da eben eingeschränkt sind. Schauen wir mal, was mit dem Karstadt Gebäude ist.</p>
<p><strong>Liebste Freizeitbeschäftigung?</strong></p>
<p>Backen</p>
<p><strong>Geographie oder Englisch?</strong></p>
<p>Englisch<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Kaffee oder Tee?</strong></p>
<p>Kaffe, Hundertprozentig!</p>
<p><strong>Sommer oder Winter?</strong></p>
<p>Frühling</p>
<p><strong>Lieber G8 oder G9?</strong></p>
<p>G9</p>
<p><strong>Schulklingel, ja oder nein?</strong></p>
<p>Jain, der Punkt ist der, ich finde es schön, im Moment nicht diese extreme Klingel zu haben. Das liegt aber eher an der Klingel. Generell finde ich die Klingel nicht schlecht aber mir gefällt die Klingel die wir haben nicht. Und dann habe ich lieber keine, als dass ich dieses schrille Klingeln habe.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Liebligsschulfest am Katharineum?</strong></p>
<p>Der Basar</p>
<p><strong>Fahrrad oder Auto?</strong></p>
<p>Fahrrad</p>
<p><strong>Fernsehen oder lesen?</strong></p>
<p>Lesen</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielen Dank für dieses schöne Interview!</p>
<p style="text-align: right;"><em>Redaktion des Website-Teams</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-frau-kranitzky/">Unterm Kirschbaum mit … Frau Kranitzky</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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		<title>Unterm Kirschbaum mit … Frau Behrend</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Clara Edner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Dec 2022 10:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel-2022]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerinterview]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Kirschbaum]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Kirschbaum mit...]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Katharineum lässt sie einfach nicht los: Frau Behrend erzählt uns etwas über ihren Beruf hier als Lehrerin und Leiterin des Krippenspiels. Und wer hätte es gedacht – sie war schon als Schülerin an dieser Schule. Wie kam es dazu und was hat sich verändert? War Lehrerin zu sein schon immer Ihr Traumberuf oder kam es dazu erst später? Es war&#160;<a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-frau-behrend/">&#8230;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="s5"><em><span class="s2">Das </span><span class="s2">Katharineum</span><span class="s2"> lässt sie einfach nicht los: <a href="https://katharineum.de/team/nina-behrend/">Frau Behrend</a> erzählt uns etwas über ihren Beruf hier als Lehrerin und Leiterin des Krippenspiels. Und wer hätte es gedacht – sie war schon als Schülerin an dieser Schule. Wie kam es dazu und was hat sich veränder</span><span class="s2">t?</span></em></p>
<p class="s7"><strong><span class="s2">War Lehrerin zu sein schon immer Ihr Traumberuf oder kam es dazu erst später?</span></strong></p>
<p class="s8"><span class="s2">Es war in der </span><span class="s2">Tat </span><span class="s2">nicht von Anfang </span><span class="s2">an mein Traumberuf</span><span class="s2">. </span><span class="s2">Der Wunsch hat sich eher über die Jahre hinweg entwickelt. </span><span class="s2">Ich habe nach dem Abitur zuerst eine Ausbildung</span><span class="s2"> im Hotelberei</span><span class="s2">ch</span><span class="s2"> angefangen</span><span class="s2">, weil </span><span class="s2">es damals </span><span class="s2">mein</span> <span class="s2">Traum</span> <span class="s2">war, </span><span class="s2">Hotelmanagerin zu werden. </span><span class="s2">Nach der Ausbildung im Hotel „Vier Jahreszeiten“ in Hamburg </span><span class="s2">wollte ich </span><span class="s2">Touristik </span><span class="s2">studieren. Ich habe dann aber während dieser Ausb</span><span class="s2">ildung festgestellt, dass </span><span class="s2">der von mir angestrebte Beruf mit einer Familiengründung nur sehr schwer zu vereinbaren wäre. </span><span class="s2">D</span><span class="s2">enn wenn man im Hotelbereich tätig ist,</span><span class="s2"> muss man </span><span class="s2">viel reisen</span><span class="s2">, ist ständig unterwegs und nirgendwo wirklich zu Hause.</span><span class="s2"> Ich war immer schon ein Fami</span><span class="s2">lienmensch und mir war </span><span class="s2">damals</span> <span class="s2">schon</span> <span class="s2">klar, </span><span class="s2">dass ich irgendwann </span><span class="s2">Kinder haben möchte. Somit habe ich mich dann noch während dieser Ausbildung </span><span class="s2">um</span><span class="s2">entschieden und</span><span class="s2"> ein Jahr lang viele Praktika</span><span class="s2"> im In- und Ausland</span><span class="s2"> gemacht, </span><span class="s2">um mich neu zu orientieren. </span></p>
<p class="s9"><span class="s2">Anschließend</span><span class="s2"> habe ich Pädagogi</span><span class="s2">k (Erziehungswissenschaften) </span><span class="s2">in Lüneburg studiert. </span><span class="s2">Während des Studiums stellte ich fest, dass mir Latein fehlt.</span> <span class="s2">Ich hatte </span><span class="s2">hier am </span><span class="s2">Katharineum</span> <span class="s2">damals</span><span class="s2"> von der fünften bis zu</span><span class="s2">r </span><span class="s2">dreizehnten </span><span class="s2">Klasse </span><span class="s2">Latein – ich war schon immer ein Sprachenmensch</span><span class="s2">. </span><span class="s2">Wenn man nun also Pädagogik und das Fach Latein miteinander verbinden möchte, </span><span class="s2">ist man beim Lehramt angelangt. Die ideale Kombination fand ich </span><span class="s2">in </span><span class="s2">einer modernen Fremdsprache: Englisch.</span></p>
<p class="s10"><strong><span class="s2">H</span><span class="s2">aben Sie ein Lieblingsthema?</span></strong></p>
<p class="s11"><span class="s2">In Latein finde ich es immer sehr wichtig und spannend, wenn man einen Bezug zur </span><span class="s2">Lebenswelt der </span><span class="s2">Sc</span><span class="s2">hüler:innen </span><span class="s2">herstellen kann und wenn man dann </span><span class="s2">die </span><span class="s2">antiken Texte als Basis nimmt, um </span><span class="s2">aktuelle Lebensfragen beantworten zu können</span><span class="s2">; oder wenn man feststellt, dass es den alten Römern in vielen Lebenssituationen genau so </span><span class="s2">ging, wie es uns heutzutage geht, z.B. wenn wir verliebt sind.</span> <span class="s2">Ich persönlich liebe Dichtung – </span><span class="s2">Catull</span><span class="s2">, Horaz, Ovid.</span></p>
<p class="s12"><span class="s2">Womit ich mich </span><span class="s2">in der Oberstufe</span><span class="s2"> im Fach Englisch sehr </span><span class="s2">gerne beschäftige, sind TED-Talks. Da </span><span class="s2">dieses Redeformat den meisten </span><span class="s2">Schülerinnen</span><span class="s2"> und Schülern durch </span><span class="s2">youtube </span><span class="s2">bestens bekannt ist, </span><span class="s2">ist</span><span class="s2"> die Motivation, auch einen eigenen TED-Talk zu entwickeln und zu präsentieren, meistens sehr hoch.</span></p>
<p class="s9"><span class="s2">D</span><span class="s2">iese Unterrichtseinheit</span><span class="s2"> habe ich </span><span class="s2">kürzlich</span><span class="s2"> mit einem Kurs zum Thema „Science </span><span class="s2">and</span><span class="s2"> Technology“ </span><span class="s2">durchgeführt und war begeistert von den Ergebnissen. Das lässt sich auch super mit dem Fach Latein verbinden – wenn man sich die </span><em><span class="s13">officia</span> <span class="s13">oratoris</span></em><span class="s2"> und die </span><em><span class="s13">partes</span> <span class="s13">orationis</span></em><span class="s2"> von Cicero anschaut,</span> <span class="s2">merkt man schnell, welchen Einfluss dieser Meister der Rede bis in die heutige Zeit hat</span><span class="s2">.</span></p>
<p class="s9"><span class="s2">Ich finde es total spannend, fächerverbindende Aspekte zu entdecken und daraus mit Kollegin</span><span class="s2">n</span><span class="s2">en und Kollegen anderer Fächer zusammen Unterrichtseinheiten oder Unterrichtsprojekte zu entwickeln.</span></p>
<p class="s9"><strong><span class="s2">Warum haben Sie sich für das </span><span class="s2">Katharineum</span><span class="s2"> entschieden?</span></strong></p>
<p class="s14"><span class="s2">Ich habe mich tatsächlich gar nicht selbst für das </span><span class="s2">Katharineum</span><span class="s2"> entschieden. </span><span class="s2">Das hat natürlich immer zwei Seiten, </span><span class="s2">wenn man als Schülerin an einer Schule war und dann </span><span class="s2">als Lehrerin zurückkommt.</span></p>
<p class="s15"><span class="s2">Wobei das bei mir auch lange genug her war, ich also die „nötige Distanz“ dazu hatte. </span><span class="s2">In der Zwischenzeit hat sich auch eine ganze Menge verändert. Vielleicht war es Zufall oder – wenn man daran glauben möchte – </span><span class="s2">Fügung, </span><span class="s2">jedenfalls wurde mir ein </span><span class="s2">Referendariatsplatz </span><span class="s2">am </span><span class="s2">Katharineum</span><span class="s2"> zugewiesen</span><span class="s2">.</span></p>
<p class="s16"><span class="s2">So bin ich wieder hier gelandet und auch geblieben.</span></p>
<p class="s17"><strong><span class="s2">Haben Sie einen Lieblingsmoment als Lehrerin?</span></strong></p>
<p class="s9"><span class="s2">Da gibt es mehrere, würde ich sagen. Ein wirklich sehr besonderer Moment war, als ich meine erste K</span><span class="s2">lassenleitung übernommen habe. Als klar war, dass ich nach dem Referendariat an der Schule bleibe, habe ich danach direkt eine Klassenleitung in einer fünften Klasse bekommen. </span><span class="s2"></span></p>
<p class="s18"><span class="s2">Als </span><span class="s2">i</span><span class="s2">ch dann bei der Sextaner-Einschulung </span><span class="s2">die Kinder </span><span class="s2">kennengel</span><span class="s2">ernt </span><span class="s2">und realisiert habe, dass das jetzt </span><span class="s2">meine Klasse ist</span><span class="s2">, war das sehr besonders für mich.</span></p>
<p class="s19"><span class="s2">Was ich auch immer sehr besonders finde, ist </span><span class="s2">das </span><span class="s2">Krippenspiel: </span><span class="s2">die Proben, die Gesänge, die Fahrt, das Gemeinschaftsgefühl, die </span><span class="s2">Aufregung </span><span class="s2">der </span><span class="s2">Schüler:innen</span><span class="s2"> und Schüler </span><span class="s2">kurz vor der </span><span class="s2">Auﬀührung</span><span class="s2">, </span><span class="s2">die Freude und Erleichterung </span><span class="s2">im Anschluss. </span><span class="s2">Das ist für mich wirklich etwas ganz Schönes</span><span class="s2">.</span></p>
<p class="s14"><span class="s2">Aber ich liebe </span><span class="s2">diesen Beruf</span><span class="s2"> einfach auch genau deswegen</span><span class="s2">, weil es immer unvorhersehbare Momente gibt und kein Tag wie der andere ist, das fasziniert mich </span><span class="s2">so daran, Lehrerin zu sein.</span></p>
<p class="s17"><strong><span class="s2">Sprechen Sie noch weitere Sprachen?</span></strong></p>
<p class="s16"><span class="s2">Ich habe damals am </span><span class="s2">Katharineum</span><span class="s2"> noch <a href="https://katharineum.de/unterricht/faecher/franzoesisch/">Französisch </a></span><span class="s2">und später, in der Oberstufe, </span><span class="s2">nebenbei Spanisch gelernt, weil das leider nicht als Unterrichtsfach angeboten wurde. Alt-</span><span class="s2">Griechisch habe ich im Rahmen des Latein-Studiums natürlich auch gelernt, aber das kann ich nicht </span><span class="s2">sprechen.</span></p>
<p class="s17"><strong><span class="s2">Was ist ihre liebste Freizeitbeschäftigung?</span></strong></p>
<p class="s14"><span class="s2">Am wichtigsten ist mir, Zeit mit </span><span class="s2">der Familie</span><span class="s2"> zu verbringen. </span><span class="s2">Mein Sohn und ich haben ein gemeinsames Hobby:</span><span class="s2"> Wir gehen ein- bis zweimal die Woche zusammen schwimmen</span><span class="s2">, außerdem verbringen wir viel Zeit an der Ostsee.</span></p>
<p class="s14"><span class="s2">Sport ist für mich ein wichtiger Ausgleich; </span><span class="s2">ich gehe zwei- bis dreimal die Woche laufen, in der wärmeren Jahreszeit auch rudern. </span><span class="s2">Ansonsten</span><span class="s2"> lese ich gern, höre Musik, spiele Klavier</span><span class="s2">, gehe spazieren oder treffe mich mit Freunden.</span></p>
<p class="s17"><strong><span class="s2">Hat Ihnen Theater immer schon Spaß gemacht?</span></strong></p>
<p class="s20"><span class="s2">Ja, auch</span> <span class="s2">in meiner Schulzeit gab</span> <span class="s2">es </span><span class="s2">schon das kleine und das große Musical und da</span><span class="s2"> war ich </span><span class="s2">immer dabei. D</span><span class="s2">amals gab es noch einen richtigen Orchestergraben, in den ich mal bei einer Aufführung beim Wiener</span><span class="s2">&#8211;</span><span class="s2">Walzer</span><span class="s2">&#8211;</span><span class="s2">T</span><span class="s2">anzen fiel. </span></p>
<p class="s20"><span class="s2">Und beim Krippenspiel war ich auch von Klasse fünf bis Klasse dreizehn immer dabei, allein schon, weil ich Jürgen Fick meine </span><span class="s2">gesamte Schulzeit über</span><span class="s2"> immer</span><span class="s2"> in mindestens einem Fach</span><span class="s2"> als Lehrer hatte;</span><span class="s2"> </span><span class="s2">da</span><span class="s2"> wurde man gar nicht gefragt, </span><span class="s2">man </span><span class="s2">musste</span> <span class="s2">mitmachen, das war einfach so (<em>lacht</em>).</span></p>
<p class="s17"><strong><span class="s2">Welche Rollen hatten Sie im Krippenspiel?</span></strong></p>
<p class="s14"><span class="s2">In den ersten Jahren war ich</span><span class="s2"> ein kleiner Engel</span><span class="s2"> im Engelschor, und d</span><span class="s2">ann war meine Rolle </span><span class="s2">mehrere Jahre lang </span><span class="s2">der Vor- und Nachspruchengel. </span></p>
<p class="s17"><strong><span class="s2">Hat das Krippenspiel ihre Schulwahl als Schülerin beeinflusst?</span></strong></p>
<p class="s16"><span class="s2">Nein,</span><span class="s2"> das war das Fach Latein. Ich hatte mir als Zehnjährige in den Kopf gesetzt, Theologie zu studieren</span><span class="s2">.</span> <span class="s2">D</span><span class="s2">a war es für mich klar, dass Latein meine erste Fremdsprache sein soll. </span></p>
<p class="s16"><span class="s2">Herr Fick war mein erster Klassenlehrer in der 5. Klasse und dann </span><span class="s2">„war man halt dabei“.</span></p>
<p class="s16"><span class="s2">Ich glaube, dass damals die gesamte 5a beim Krippenspiel </span><span class="s2">mitgemacht hat</span><span class="s2">. </span><span class="s2">Es war immer eine tolle Zeit – auch wenn ich es schade finde, dass wir damals keine Krippenspielfahrt gemacht haben.</span></p>
<p class="s17"><strong><span class="s2">Was fasziniert Sie besonders am Krippenspiel?</span></strong></p>
<p class="s8"><span class="s2">Ich finde es einfach faszinierend, dass es diese</span><span class="s2"> lange </span><span class="s2">Tradition </span><span class="s2">hat, und ich finde es so toll, dass die Schülerinnen und Schüler </span><span class="s2">das auch so fasziniert, dass sie</span><span class="s2"> so motiviert sind, </span><span class="s2">bei </span><span class="s2">diese</span><span class="s2">m</span><span class="s2"> niederdeutsche</span><span class="s2">n</span><span class="s2"> Krippenspiel mitzumachen</span><span class="s2">;</span><span class="s2"> u</span><span class="s2">nd das</span><span class="s2">,</span><span class="s2"> obwohl heutzutage kaum noch jemand diese Sprache spricht ode</span><span class="s2">r von </span><span class="s2">den Eltern oder Großeltern </span><span class="s2">kennt</span><span class="s2">. Meine Großeltern konnten noch „platt </span><span class="s2">snacken</span><span class="s2">“</span><span class="s2"> aber d</span><span class="s2">as wird wohl leider immer weniger</span><span class="s2">. </span></p>
<p class="s8"><span class="s2">Dieses traditionelle Stück übt so eine Faszination auf die Schülerinnen und Schüler aus, dass immer </span><span class="s2">N</span><span class="s2">eue nachrücken und dazukommen. Als in diesem Jahr klar </span><span class="s2">wa</span><span class="s2">r, </span><span class="s2">dass </span><span class="s2">ich </span><span class="s2">die Leitung übernehmen </span><span class="s2">werde, wa</span><span class="s2">r von einigen die größte Sorge, dass sich irgendwas verändert. Es hieß: „Frau Behrend, da darf sich nichts </span><span class="s2">dran </span><span class="s2">verändern!“</span><span class="s2"> Das Fortleben dieser 102 Jahre alten Tradition wird also auch von den Schülerinnen und Schülern eingefordert.</span><span class="s2"></span></p>
<p class="s21"><span class="s2">P</span><span class="s2">astor </span><span class="s2">Baltrock</span><span class="s2"> erzählte</span><span class="s2"> in der Andacht </span><span class="s2">anlässlich der <a href="https://katharineum.de/pressestimmen-zum-100-jaehrigen-krippenspiel-jubilaeum/">Jubiläumsveranstaltung im letzten Jahr</a></span><span class="s2">, dass das Krippenspiel auch durch die komplette Kriegszeit hindurch aufgeführt wurde</span><span class="s2">. A</span><span class="s2">uch, </span><span class="s2">als </span><span class="s2">Lübeck </span><span class="s2">zum Ziel von Luftangriffen</span><span class="s2"> geworden war</span><span class="s2"> und die Menschen </span><span class="s2">große Angst hatten</span><span class="s2">, </span><span class="s2">fand das Krippenspiel statt. Es </span><span class="s2">hat den Menschen </span><span class="s2">Hoﬀnung</span> <span class="s2">und Sicherheit </span><span class="s2">gegeben. </span><span class="s2">Das hat mich tief beeindruckt und </span><span class="s2">ich wünsche mir, dass es auch in der heutigen Zeit die Hoffnung und Zuversicht in die Herzen der Menschen trägt.</span></p>
<p class="s17"><strong><span class="s2">Was ist ihre schönste Erinnerung an das Krippenspiel?</span></strong></p>
<p class="s22"><span class="s2">Der Moment </span><span class="s2">ganz am Anfang,</span><span class="s2"> wenn</span><span class="s2"> die Spielschar</span><span class="s2"> mit dem Gesang „O </span><span class="s2">Himmelriek</span><span class="s2">, O Sternenmeer“ in die Kirche einzieht, </span><span class="s2">war immer ein ganz</span><span class="s2"> besonderer. Dieses Gefühl war sofort wieder da, </span><span class="s2">als wir – </span><span class="s2">Ehemalige der Abiturjahrgänge 1960 bis 2019 – im vergangenen Jahr </span><span class="s2">das Ehemaligen-Krippenspiel </span><span class="s2">als <a href="https://katharineum.de/ueberraschung-fuer-herrn-fick-besonderes-ehemaligen-krippenspiel-in-der-aegidienkirche-anlaesslich-des-100-jaehrigen-jubilaeums/">Überraschung</a></span> <span class="s2">für Jürgen Fick </span><span class="s2">aufgeführt haben. </span><span class="s2">Da war ich plötzlich wieder so aufgeregt wie als kleiner zehnjähriger Engel.</span></p>
<p class="s11"><span class="s2">Und ein lustiger Moment</span><span class="s2"> war, als wir damals eine </span><span class="s2">Auﬀührung</span><span class="s2"> im Heiligen-Geist-Hospital hatte</span><span class="s2">n: D</span><span class="s2">ort war es immer tierisch heiß. </span><span class="s2">Hitze</span><span class="s2"> und</span> <span class="s2">Aufregung </span><span class="s2">führten dazu, dass </span><span class="s2">reihenweise Engel hinter die Bühne gekippt</span><span class="s2"> sind. </span><span class="s2">So habe ich gelernt</span><span class="s2">, dass man unter den weißen Engelsg</span><span class="s2">ewändern immer eine</span><span class="s2"> weiße Strumpfhose tragen muss. </span></p>
<p class="s11"><span class="s2">Denn ich hatte eine knallrote Strumpfhose an und meine Freundin eine knallblaue, und </span><span class="s2">als </span><span class="s2">wir hinter die Bühne</span><span class="s2"> fielen</span><span class="s2">, </span><span class="s2">lagen </span><span class="s2">unsere Beine</span> <span class="s2">allerdings noch auf der </span><span class="s2">Bühne und unsere bunten Strump</span><span class="s2">fhosen leuchteten d</span><span class="s2">urch den ganzen Raum</span><span class="s2">. </span><span class="s2">Jürgen war nicht so begeistert und hat das entsprechend kundgetan. Ich habe danach nur noch weiße Strumpfhosen getragen (<em>lacht</em>).</span></p>
<p class="s17"><strong><span class="s2">Hat sich irgendetwas seit I</span><span class="s2">hrer Zeit im Krippenspiel verändert? Wenn ja, was?</span></strong></p>
<p class="s8"><span class="s2">Die Fahrt ist neu, das ist eigentlich auch die größte Veränderung. Das finde ich auch,</span><span class="s2"> wie gesagt,</span><span class="s2"> im Nachhinein sehr schade, dass wi</span><span class="s2">r</span><span class="s2"> d</span><span class="s2">ie damals </span><span class="s2">nicht hatte</span><span class="s2">n</span><span class="s2">. Ich finde sie sehr wichtig, sowohl für d</span><span class="s2">ie Probenarbeit</span><span class="s2"> an sich, </span><span class="s2">als </span><span class="s2">a</span><span class="s2">uch für d</span><span class="s2">as Gemeinschaftsgefühl.</span> <span class="s2">S</span><span class="s2">onst gibt es nicht so viele Unterschiede. </span><span class="s2">Naja, früher klebten noch Glitzersternchen auf den Engelskleidchen – die fand ich sehr schön. Alle Mädchen wollten immer die Kleider anziehen, auf denen die meisten Sternchen klebten</span><span class="s2">. </span><span class="s2">Ich überlege</span><span class="s2"> schon </span><span class="s2">immer, </span><span class="s2">ob ich die vielleicht wieder </span><span class="s2">einführen soll</span><span class="s2">.</span></p>
<p class="s8"><span class="s2">Ich habe </span><span class="s2">im </span><span class="s2">letzte</span><span class="s2">n </span><span class="s2">Jahr </span><span class="s2">das Feuer mit meinem Sohn zusammen repariert, weil </span><span class="s2">das Papier schon total zerrissen </span><span class="s2">war.</span><span class="s2"> Den</span><span class="s2"> Stab </span><span class="s2">für </span><span class="s2">die Sternsinger </span><span class="s2">habe ich ebenfalls </span><span class="s2">neu </span><span class="s2">lackiert</span><span class="s2">. </span><span class="s2">Auch die Kostüme habe ich gewaschen, obwohl Jürgen meint, dass die eigentlich nicht gewaschen werden</span> <span class="s2">dürfen.</span><span class="s2"> Da diesen in der Holsten-Kapelle lagernden Textilien jedoch bereits jahrzehntelang der Duft der gesamten </span><span class="s2">Aegidienkirche </span><span class="s2">anhaftet, dachte ich mir, das muss einfach mal sein.</span></p>
<p class="s8"><span class="s2">Aber das sind wahrscheinlich die </span><span class="s2">einzigen</span><span class="s2"> Veränderungen. </span><span class="s2">Achso</span><span class="s2">, und damals lagen in der Krippe auch immer noch kleine Textheftchen. Die haben Josef und Maria dann </span><span class="s2">umgeblättert, während sie so getan haben, als würden sie gerade das kleine Jesuskind liebkosen. </span><span class="s2">Wenn wir als Engel um die Krippe standen, mussten wir darüber immer lachen – wahrscheinlich hat Jürgen es deswegen verboten</span><span class="s2">. I</span><span class="s2">ch frag ihn mal.</span></p>
<p class="s17"><strong><span class="s2">Wie stellen Sie sich die Zukunft des Krippenspiel</span><span class="s2">s</span><span class="s2"> vor, sind irgendwelche Veränderungen geplant?</span></strong></p>
<p class="s11"><span class="s2">Also am Stück an sich </span><span class="s2">wird sich nichts ändern. </span><span class="s2">Wobei ich sagen muss,</span> <span class="s2">als </span><span class="s2">Yorck</span><span class="s2"> und Carlos neulich </span><span class="s2">in der Probe </span><span class="s2">Josef und Maria zusammen spielen mussten</span><span class="s2">, </span><span class="s2">hatte ich die Idee</span><span class="s2">, dass </span><span class="s2">es </span><span class="s2">doch auch mal ein gleichgeschlechtliches Paar </span><span class="s2">geben </span><span class="s2">könnte. </span><span class="s2">😉</span></p>
<p class="s11"><span class="s2">Spaß beiseite – </span><span class="s2">ich würde wirklich gerne mal </span><span class="s2">ein paar Requisiten austauschen; das sind nämlich auch noch dieselben wie vor 32 Jahren!</span><span class="s2"> Vielle</span><span class="s2">icht mal einen </span><span class="s2">neuen </span><span class="s2">Hahn und für die Schäfer ein paar neue </span><span class="s2">Felle. </span><span class="s2">Manchmal mag man die Sachen ja schon </span><span class="s2">gar nicht</span><span class="s2"> mehr anfassen. Auch Wickeln und Band könnte man </span><span class="s2">mal erneuern.</span></p>
<p class="s23"><strong><span class="s2">Sind Sie bereit für den Fragenhagel? </span><span class="s2">Kaﬀee</span><span class="s2"> oder Tee?</span></strong></p>
<p class="s24"><span class="s2">Tee.</span></p>
<p class="s26"><strong><span class="s2">Fernsehen oder Lesen?</span></strong></p>
<p class="s27"><span class="s2">Lesen.</span></p>
<p class="s28"><strong><span class="s2">Schauspiel oder </span><span class="s2">Singen? </span></strong></p>
<p class="s28"><span class="s2">Singen.</span></p>
<p class="s29"><strong><span class="s2">Sommer oder Winter?</span></strong></p>
<p class="s30"><span class="s2">Sommer.</span></p>
<p class="s31"><strong><span class="s2">Strand oder Berge?</span></strong></p>
<p class="s31"><span class="s2">Strand.</span></p>
<p class="s23"><strong><span class="s2">Krippenspiel oder Lateintheater? </span></strong></p>
<p class="s23"><span class="s2">Krippenspiel.</span></p>
<p class="s32"><span class="s2"><strong>Lieblingsfach als Schülerin?</strong> </span></p>
<p class="s32"><span class="s2">Latein.</span></p>
<p class="s33"><strong><span class="s2">Lieblingsfach als Lehrerin?</span></strong></p>
<p class="s34"><span class="s2">Ich mag alle meine drei Fächer! Latein, Englisch und </span><span class="s2">DaZ</span><span class="s2">. Alle</span><span class="s2"> meine Herzensfächer! </span></p>
<p class="s34"><strong><span class="s2">Lieblingsschulfest?</span></strong></p>
<p class="s24"><span class="s2">Night</span> <span class="s2">of</span> <span class="s2">the</span> <span class="s2">Proms</span><span class="s2">.</span></p>
<p class="p1"><em>Vielen Dank für dieses interessante Interview!</em></p>
<p style="text-align: right;"><em>Redaktion des Website-Teams</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-frau-behrend/">Unterm Kirschbaum mit … Frau Behrend</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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		<title>Unterm Kirschbaum mit … Herrn Welge</title>
		<link>https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-welge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Clara Edner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Nov 2022 05:30:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel-2022]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Herr Welge]]></category>
		<category><![CDATA[MUNOL]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstverteidigung]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Kirschbaum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich heißt dieses Format „Unterm Kirschbaum“, doch leider war es Anfang November, zum Zeitpunkt dieses Interviews, bereits so ungemütlich draußen, dass wir es doch kurzfristig nach drinnen verlegt haben. Trotzdem konnten wir mit Herrn Welge über seine eigene Schulzeit, sowie die Zeit am Katharineum sprechen. Gesprächsthemen waren auch das MUNOL-Programm und der Selbstverteidigungskurs, die Herr Welge beide am Katharineum leitet. Aber lest selbst!&#160;<a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-welge/">&#8230;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-welge/">Unterm Kirschbaum mit … Herrn Welge</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><em>Eigentlich heißt dieses Format „Unterm Kirschbaum“, doch leider war es Anfang November, zum Zeitpunkt dieses Interviews, bereits so ungemütlich draußen, dass wir es doch kurzfristig nach drinnen verlegt haben. Trotzdem konnten wir mit <a href="https://katharineum.de/team/michael-welge/">Herrn Welge</a> über seine eigene Schulzeit, sowie die Zeit am Katharineum sprechen. Gesprächsthemen waren auch das MUNOL-Programm und der Selbstverteidigungskurs, die Herr Welge beide am Katharineum leitet. Aber lest selbst!</em></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Wie lange unterrichten Sie schon am Katharineum?</strong><br />
WGE: Über 20 Jahre.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Welche Fächer unterrichten Sie und warum ausgerechnet diese?</strong><br />
WGE: Englisch und Sport. Eigentlich ist es so, dass ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe. Ich lese gerne englische Bücher, ich spreche gerne Englisch und unterhalte mich auch mit Leuten sehr gerne in der englischen Sprache. Und Sport habe ich eh immer gemacht. Ich habe Sport im Studium tatsächlich erst später dazu genommen, aber eigentlich mache ich Sport seitdem ich 11 Jahre alt bin. Daher hat sich das Ganze eigentlich ganz natürlich ergeben.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Was war Ihr Lieblingsmoment in Ihrer Schulzeit und als Lehrer?</strong><br />
WGE: <em>(lacht)</em> Ich musste oft sehr laut lachen und da gibt es viele Momente, an die ich gerne zurück denke. Manchmal ist es auch so, dass Schüler Sachen gemacht haben, besonders im Sportunterricht, die sie sich vorher nicht getraut haben. Und das sind immer tolle Momente, bei denen ich sehe, dass die Schüler Mut gefasst haben. Natürlich auch im Englisch-Unterricht, wenn bestimmte Schüler mir ganz neue Aspekte über Werke eröffnen, die ich schon gelesen habe.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Hatten Sie früher einen besonderen Berufswunsch?</strong><br />
WGE: Ganz viele. Ich wollte Wildhüter in Kenia werden, Baumfäller in Kanada. Ich habe auch ganz viele Jobs gemacht, um selber Geld zu verdienen und habe viele interessante Berufe kennengelernt. Aber ich bin sehr zufrieden mit dem Beruf des Lehrers <em>(schmunzelt).</em></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Was gefällt Ihnen besonders am Lehrer-Sein?</strong><br />
WGE: Der Austausch mit den Schülern. Zu sehen, dass sich Schüler verändern, erwachsen werden. Die Kleinen sind besonders liebenswert und witzig und geben einem Denkanstöße, rütteln einen durch und mit den Oberstuflern kann man tiefe Diskussionen führen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Was war die beste Ausrede für nicht gemachte Hausaufgaben?</strong><br />
WGE: <em>(lacht und überlegt)</em> In einem Leistungskurs Englisch sollte ein Text ins Englische übersetzt werden. Ich warf einen Blick auf das Heft eines Schülers und musste lächeln. Ich fragte ihn ernst, ob er den Text allein und ohne Hilfe gemacht hatte. Er bejahte das mehrfach. Dann liess ich ihn seine groteske Googleübersetzung vorlesen. Der ganze Kurs konnte sich nicht mehr halten vor Lachen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Welche Methode zu lehren, finden Sie ist die effektivste?</strong><br />
WGE: Die Methode muss authentisch sein. Motivation ist der Schlüssel. Man muss es den Schülern so beibringen, dass sie es verstehen können, aber es muss auch Progression dabei sein. Wenn das Ziel zu hoch gesetzt ist, demotiviert es die Schüler aber auch. Man sollte sie auch den Unterricht mitgestalten lassen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Wer war früher Ihr Lieblingslehrer und was hat diesen so besonders gemacht?</strong><br />
WGE: Ich hatte zwei Lehrer, die außerhalb der Schule sehr wichtig für mich waren. Das waren meine Newman-Escrima-Lehrer. <em>(Anmerkung der Redaktion: Newman-Escrima ist eine effektive Selbstverteidigung mit verschiedenen Waffen.)</em> Von denen habe ich sehr viel gelernt, obwohl sie gar nichts mit der Schule zu tun hatten. In der Schule hatte ich einen Sportlehrer, der allen alles auf eine sehr ruhige Art und Weise beigebracht hat. Das hat mich immer sehr beeindruckt.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Wenn Sie Ihre eigene Schule konzipieren könnten, wie würde diese aussehen und welche Fächer würden Sie vielleicht sogar noch hinzufügen?</strong><br />
WGE: Das ist schwer … Es gibt schonmal ein paar Fächer, die auf den neuen Stundenplan kommen würden. Das eine wäre, wie man die Prioritäten im Leben herausfindet und wie man gesunden Menschenverstand anwendet. In der heutigen Zeit, wie man die ganzen Verlockungen der Social Media richtig gebraucht, das fände ich ganz gut. Auch Fächer, die an die heutige Zeit angepasst sind, wie beispielsweise Recherchieren im Internet Faktenchecks etc.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Gibt es ein Thema, welches Sie besonders gerne unterrichten?</strong><br />
WGE: In Sport, natürlich ganz klar, den Leuten neue Bewegungen beibringen, und das in allen Sportarten. In Englisch liebe ich es, Romane zu behandeln und in die Tiefe zu gehen, aber auch kreativ zu werden. Ob es Romane, Kurzgeschichten oder Gedichte sind, ist eigentlich egal. Wenn man dann auch noch den Übergang zur Realität schafft, ist das toll. Wir haben teilweise Krankenhäuser besucht, Polizisten gefragt oder mit Leuten gesprochen, die geflüchtet sind oder in Flüchtlingslagern gearbeitet haben. Wenn man so etwas mit den Werken verbindet, die man gerade gelesen hat, finde ich das toll. Und die Schüler, glaube ich, auch.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>In welcher Stufe unterrichten Sie am liebsten?</strong><br />
WGE: Die 5. und 6. unterrichte ich sehr gerne, weil sie so lebendig sind und die Oberstufe, weil man sich so angenehm mit ihnen unterhalten kann. Also die ganz Großen und die ganz Kleinen <em>(schmunzelt)</em>.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Welche Kampfsportarten haben Sie gelernt und wie sind Sie auf die Idee gekommen einen </strong><strong>Selbstverteidigungskurs am Katharineum anzubieten?</strong><br />
WGE: Ich habe angefangen mit Judo, dann ging es weiter mit Wing Tsun Kung Fu. Und dann Newman-Escrima, das ist u.a. Schwertkampf. Ich habe auch ein paar Jahre an der Uni geboxt. Und jetzt bin ich eben beim Escrima geblieben, weil es eigentlich alles verbindet, was ich gut finde und es sehr vielseitig ist. Ich habe als Referendar davon gehört, dass Frauen Gewalt angetan wurde, und das wollte ich verhindern. Ich wollte, dass Frauen in ihrer Freiheit nicht eingeschränkt sind. Anfangs war der Selbstverteidigungskurs für Frauen gedacht, aber dann waren auch Jungen dabei. Es ging damit los, dass ich schon als Referendar einen Selbstverteidigungskurs hatte und dann haben mich einige Leute gefragt, ob ich nicht auch einen am Katharineum machen möchte …</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Wie sieht ein Selbstverteidigungskurs aus?</strong><br />
WGE: Bei der Selbstverteidigung geht es darum, den Leuten zu sagen, was möglich ist und was nicht möglich ist, und dann das zu trainieren, was möglich ist.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Wie sind Sie dazu gekommen das MUNOL (Model United Nations of Lübeck) Programm an unserer Schule zu leiten?</strong><br />
WGE: Das erste mal, dass ich MUNOL gesehen habe, wollte ich einen Kollegen auf der TMS besuchen. Ich bin da rein gegangen und habe gesehen, dass alle in Businesskleidung waren und dachte mir „Was ist denn hier los?“ und habe mich dazu gesetzt. Ich fand es so toll, wie die Jugendlichen sich dort unterhalten haben, alles auf Englisch und aus unterschiedlichen Ländern. Ich war begeistert und wollte dort auch unbedingt mitmachen und es unterstützen. Und vor ein paar Jahren konnte ich das dann übernehmen und eine Delegation aufstellen und seitdem läuft das.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Wie würden Sie das Katharineum in drei Worten beschreiben?</strong><br />
WGE: Altehrwürdig, <em>(überlegt)</em>, schülerzugewandt und innovativ.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Sind Sie bereit für das Fragengewitter?</strong><br />
WGE: Natürlich!</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Kaffee oder Tee?</strong><br />
Kaffee</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Sommer oder Winter?</strong><br />
Sommer</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Englisch oder Sport?</strong><br />
Sport</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Fernsehen oder lesen?</strong><br />
lesen</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Im Urlaub faulenzen oder entdecken?</strong><br />
entdecken</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Fahrrad fahren oder Auto fahren?</strong><br />
Fahrrad</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Basketball oder Fußball?</strong><br />
Basketball</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Lieblingsschulfest am Katharinuem?</strong><br />
Last Night of the PROMS</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: left;">Vielen Dank für dieses interessante Interview!</p>
<p style="text-align: right;"><em>Redaktion des Website-Teams</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-welge/">Unterm Kirschbaum mit … Herrn Welge</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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		<title>Unterm Kirschbaum mit … Herrn Kempe</title>
		<link>https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-kempe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Clara Edner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Mar 2022 05:30:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel-2022]]></category>
		<category><![CDATA[Herr Kempe]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Kirschbaum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während sich dieses Schuljahr nun wieder dem Ende zuneigt, heißt es für Herrn Kempe Abschied nehmen von seiner sechsten Klasse, die er zwei Jahre als Klassenlehrer begleitet hat. Nächstes Jahr wird dann wohl eine neue Sexta unter der Obhut von Herrn Kempe und Frau Nötzel die ersten Jahre am Katharineum verbringen. Wer also mehr über seine möglicherweise zukünftige Klassenlehrkraft oder&#160;<a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-kempe/">&#8230;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-kempe/">Unterm Kirschbaum mit … Herrn Kempe</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Während sich dieses Schuljahr nun wieder dem Ende zuneigt, heißt es für <a href="https://katharineum.de/teachers/kempe/">Herrn Kempe</a> Abschied nehmen von seiner sechsten Klasse, die er zwei Jahre als Klassenlehrer begleitet hat. Nächstes Jahr wird dann wohl eine neue Sexta unter der Obhut von Herrn Kempe und <a href="https://katharineum.de/teachers/noetzel/">Frau Nötzel</a> die ersten Jahre am Katharineum verbringen. Wer also mehr über seine möglicherweise zukünftige Klassenlehrkraft oder einfach mal so lesen möchte, wie der Deutsch- und Geschichtslehrer und Referendarbeauftragte so tickt und über Unterricht denkt, findet Antworten in folgendem Interview.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Im Unterricht passiert viel Kurioses – was war der witzigste Moment in Ihrer Zeit als Schüler?</em></p>
<p>In meiner Schulzeit? Da gab es sicherlich viele witzige Momente, aber keine, die sich unauslöschlich in mein Gedächtnis eingebrannt hätten. Ich hatte eine recht sonnige Schulzeit im Rahmen des damals Üblichen. Das heißt, das war etwas, was man zumindest in der Mittelstufe noch nicht reflektierte, sondern Schule war über einen verhängt wie ein Gottesurteil. Da ging man hin, hatte seine Kumpane – ich war in einer reinen Jungsklasse – da war also noch nichts von Co-Education. Das ging erst in der Oberstufe los, dass man das erste Mal des anderen Geschlechts ansichtig wurde. In diesem Biotop von ungefähr 34 Jungs bebrütete man mehr oder weniger begeistert den Deutschunterricht und saß mit großer Motivation im Matheunterricht unter den Prügelschlägen, die die üblichen Frustrationen einem da versetzten, und verdämmerte so seine Schulzeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Was ist Ihre liebste Freizeitbeschäftigung?</em></p>
<p>Da gibt es mehrere. Ich kann sehr gut sitzen – vorzugsweise in der Sonne – oder liegen, je nachdem. Tanzen und Partys feiern. Von einem Lehrer erwartet man wahrscheinlich Lesen, aber das ist tatsächlich eher so anfallsweise. Kann man im Sitzen und Liegen ganz gut, beim Tanzen weniger.</p>
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<p><em>Hören Sie gerne Musik und wenn ja, welche?</em></p>
<p>Ich höre viel Musik, sehr viel Klassik. Das ist etwas, das über drei bis vier Jahrzehnte mein Repertoire fast vollständig bestimmt hat. Ich bin dann durch meine Frau auch in Richtung ungewöhnliche Trash-Garagen-Punk-Rockabilly-Geschichten geführt worden. Da gab es eine Band, die hieß „Die Cramps“ und das war so der Leitstern, dem ich mich ganz gut adaptieren konnte, als ich mal versucht hatte, mir einzelne Lieder in einer Klavierfassung vorzustellen. Letztendlich kam ich darauf, dass doch alles bei Bach endet oder anfängt.<br />
Ich höre auch sehr gern Techno.<em> (Das ist ja so ähnlich wie Bach; Redaktion)</em>. Genau! Oder Brahms, in sehr guten Momenten. <i>(Spielen Sie denn ein Instrument?; Red.)</i> Nee. Ich kann auch keine Noten lesen, was ich sehr bedauere und ich hätte gerne, zumindest in späteren Jahren, Klavierspielen gekonnt, aber ich kann es nicht. Ich hatte auch einen grottigen Musikunterricht, ganz anders als hier. Das nehme ich wahr, dass das hier am Katharineum sehr motivierend sein kann. Wir hatten wirklich so Steißtrommler als Musikpädagogen, wobei ich da das Wort „Pädagoge“ auch gleich wieder streiche.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Welcher Literat hat Sie am meisten beeinflusst?</em></p>
<p>Eindeutig mehrere, aber ich will an allererster Stelle Walter Kempowski nennen. Vor allem die Romane. Erich Loest, den habe ich auch viel und gerne gelesen. Dann gibt es viele, die mich irgendwie so sprachlich kicken, Wolf Haas zum Beispiel. Das sind Krimis aus Österreich. Ich mag keine Krimis, aber der sprachliche Duktus ist wunderbar. Das ist so, als wenn einem ein leicht angezechter Österreicher den ganzen Abend in den Ohren liegt und Dich volldröhnt. Diesem Sound kann man wunderbar folgen. Stellt euch den Besitzer vom „Nudelhaus“ vor, und dann habt ihr ungefähr das, was ich da gut finde.</p>
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<p><em>Als Folgefrage: Haben Sie ein Lieblingsbuch?</em></p>
<p>Ob ich ein Lieblingsbuch habe? Das könnte ich jetzt so auf die Schnelle nicht beantworten. Das schwankt sehr stark.</p>
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<p><em>War Ihr Traumberuf schon immer Lehrer und welche Alternativen gab es?</em></p>
<p>Nee. Als ich fünf Jahre alt war, wollte ich gerne Müllmann werden, mit zehn hatte ich Zoodirektor angepeilt und mit 15 wäre ich auch gerne Koch geworden. Ich habe dann lange Zeit als Hausmann gewirkt – da hatte ich dann alle drei Berufswünsche unter einen Hut gebracht – und Lehrer war tatsächlich auch schon sehr früh auf dem Zettel. Es war aber nicht „schon immer“ Lehrer, sondern „immer mal wieder“ Lehrer. Ich habe mal ein Referendariat angefangen und habe das nach drei Tagen in die Tonne gekloppt, weil ich beschlossen hatte, niemals Lehrer werden zu wollen. Ich bin auch nur aus Not ans Katharineum gegangen, um dann in späten Jahren nochmal eine Ausbildung zu beginnen, habe aber sehr schnell festgestellt, dass das hier genau meins ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Warum haben Sie sich für Deutsch und Geschichte entschieden?</em></p>
<p>Das ist ganz einfach zu beantworten: Weil ich es konnte. Nicht immer, aber ich bekam in der 7. Klasse einen Lehrer, der mich sehr stark beeinflusst hat. Der hat mich gefördert und gefordert, und da prägte sich das Talent für diese Fächer dann doch massiv aus. Um so massiver, als es dann im krassen Kontrast zu meinen Fähigkeiten in fast allen anderen Fächer stand. Dann folgte eigentlich der Berufswunsch aus diesen Fähigkeiten. Das heißt, man kann sich überlegen, „was kann ich denn mit dem eigentlich machen, was ich kann“, und da ist bei diesen brotlosen Künsten, wie das damals von handfesten Menschen genannt wurde, wenig am Horizont, was sich da noch empfehlen würde.<br />
Kinder und Jugendliche finde ich generell interessant. Fragen der Pädagogik berühren mich, weil sie unmittelbar die Frage nach dem Menschen beantworten helfen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Welches Thema unterrichten Sie am liebsten?</em></p>
<p>Das schwankt sehr stark, aber wenn ich Schwerpunkte oder Leidenschaften benennen sollte, würde ich sagen, dass ich in Geschichte die Weimarer Republik am spannendsten und in Deutsch Grammatik am unspannendsten finde. Grammatik sind dann auch so Einheiten, die ich humorlos durchpeitsche, um möglichst schnell wieder dahin zu kommen, wo es ein bisschen leckerer wird.<br />
Generell sehr vieles in der Oberstufe in Deutsch. Da wo man gemeinsam nachdenken kann, wo ich auch eure Position erfahre und immer den Eindruck habe, klüger aus dem Raum zu gehen, als ich hineingekommen bin, weil im günstigsten Fall Aspekte zur Sprache gekommen sind, die ich so noch nicht gesehen hatte. So wie ich auch nach der Korrektur jeder Klausur schlauer bin und das, was da zur Verhandlung stand, mit etwas anderen Augen betrachte, als ich es vorher getan habe. Das ist natürlich für die künftigen Schülergenerationen immer doof, weil die dann diesem erweiterten Erwartungshorizont ausgeliefert sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Was ist für Sie guter Unterricht in drei Worten?</em></p>
<p>Das ist eine gute Frage und eine recht dusselige Einschränkung, denn das lässt sich in drei Worten nicht skizzieren. <em>(Bei unserer Klasse haben Sie das in drei Worten geschafft; Red.)</em> Was waren denn die drei Worte? <em>(Lustig, lehrreich und interessant; Red.) </em>Dann würde ich noch „relevant“ anführen, relevant für alle Beteiligten. Es muss eine Bedeutung haben, die über die Stunde hinausgeht oder im Idealfall auch über das Fachliche hinausweist. Schule ist dann richtig, wenn alle etwas lernen und Spaß haben. Nur wenn beides zusammenkommt, ist sie richtig. Das waren jetzt mehr als drei Worte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wie sähe für Sie ein ideales Bildungssystem aus?</em></p>
<p>Ich frage mich, ob „Bildungssystem“ und „ideal“ im Sinne von „Wie sähe idealer Unterricht oder eine ideale Schule aus“ nicht schon einen Widerspruch in sich bilden. Denn unser Bildungssystem ist etwas, das uns seit Jahrzehnten in Atem hält. Etwas, das mit viel Geld – wenngleich nicht genug Geld – gepäppelt und betrieben wird, aber wenig gezeitigt hat, was tatsächlich auf grundsätzliche Verbesserung der schulischen Verhältnisse zielt. Ein Bildungssystem, das mir hier vorschwebt, das würde deutlich mehr Freiheiten bieten im Bereich der Unterrichtsgestaltung. Es würde mehr Raum geben – buchstäblich. Mehr Raum als den wenigen, den wir hier zur Verfügung haben – und an anderen Schulen sieht es ja nur marginal besser aus. Es würde auch ein anderes Personalmanagement geben, um langfristig zu evaluieren, wer an den Schulen ein Gewinn ist und wer nicht. <em>(Würde das dann einen Lehrplan quasi überflüssig machen?; Red.)</em> Es würde einen Lehrplan nicht überflüssig machen im Sinne einer Kompetenzorientierung. Das heißt „Was kann ich zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen“ oder „Was kann ich dazu beitragen, dass die Lernwege, Fähigkeiten und Talente der Lernenden zur Entfaltung kommen können.“ Aber es würde sicherlich diese Priorisierung dessen, was man als „Lernstoff“ bezeichnet, deutlich einschränken. <em>(Also ein Fokus auf die „höheren Lernziele“?; Red.)</em> Ja! Die sind verbindlich, aber man kann sich ja stattdessen so wunderbar mit den Inhalten und den Konkretionen im hinteren Teil der Fachanforderungen über Wasser halten. Das führt natürlich dazu, dass wir vielfach immer noch unter diesem Diktat des Stofflichen stehen. Dass wir bestimmte Dinge erledigt haben müssen, die letztlich doch den Menschen nicht unbedingt klüger machen. Ob man bestimmte Werke gelesen hat oder bestimmte Rechenwege beschritten hat, kann einem am Ende des Lebens von Herzen egal sein. Dann stirbt man genauso dumm, vokabellos und unberechnet, wie man auf die Welt gekommen ist. Aber wenn man etwas dafür getan hat, zwischen diesen beiden Polen etwas klüger geworden zu sein, etwas aus sich gemacht zu haben, dann ist eine Menge gewonnen. Dann kann man, glaube ich, auch ruhigen Gewissens die Augen schließen, und das ist nun mal ein Tatbestand, um den wir alle nicht herumkommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Sie sind auch für Referendar*innen zuständig. Wie kam es dazu?</em></p>
<p>So wie immer in meinem Leben – wie die Jungfrau zu Kindern. Ich habe ja hier mein Referendariat gemacht und war damals schon ein alter Sack. Ich hatte einen Ausbilder als Mentor, der sehr, sehr viel zu geben hatte. Sowohl hinsichtlich seines faktischen und didaktischen Wissens als auch hinsichtlich seiner Haltung zur Schule. Das hat mich sehr beeindruckt und ich habe angefangen, mich über das Nötige hinaus mit Unterricht und der Philosophie von Schule zu beschäftigen. Ich habe mich auch immer mit Fragen der Pädagogik auseinandergesetzt – natürlich schon vorher als Vater von mehreren Kindern. So bin ich halt mit den Referendar*innen im Gespräch geblieben. Ich setze mich immer noch gerne mit Unterrichtsplanung und Unterrichtsdurchführung auseinander. Schlicht und ergreifend auf die Formel zu bringen: Ich möchte immer noch besser werden. Dafür muss man im Dialog mit anderen sein. Dieser Mentor hielt es offensichtlich für passend, mir seine Nachfolge zu übergeben und hat mich dann auch in diese Richtung aufgebaut. Er sah da anscheinend irgendwelche Fähigkeiten. Als er in Pension gegangen ist, war die Stelle als Ausbildungskoordinator frei und ich habe meinen Hut in den Ring geworfen, weil ich dachte, das muss auch nicht schlechter laufen als bei anderen. So ist es dann gekommen, ich habe das gemacht und mache es immer noch. Nach wie vor mit großem Spaß. Da steckt ja auch so ein bisschen Sendungsbewusstsein dahinter. Wir wollen ja alle gute Lehrer*innen haben. Die einzige Möglichkeit in unserem beamtenrechtlich verfassten Schulsystem, Schlimmes zu verhindern, ist eigentlich im Referendariat gegeben. Wenn ich da nicht genau hinschaue und Leute durchwinke, die bei Licht betrachtet nicht vor eine Klasse gehören, war‘s das. Die nochmal irgendwann im höheren Interesse vom Pult zu entfernen, ist außerordentlich schwierig. Das heißt, ich bin grundsätzlich jemand, der – hoffentlich erfolgreich – versucht, die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst nach Kräften zu fördern, der aber auch bereit ist, das Fallbeil zu senken, wenn da jemand mal ungeeignet ist.</p>
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<p><em>Sie haben jetzt öfter von Fragen der Pädagogik gesprochen. Was ist das genau?</em></p>
<p>Pädagogik ist immer ein Lernen, immer eine Grundkonstellation, in der ein Lernender sich an einem Lehrenden orientiert. Ganz egal, in welcher Konstellation das ist. Es gibt ein pädagogisches Gefälle: Einer ist unten, einer ist oben. Der, der unten ist, will dahin, wo der, der oben ist, sich befindet. Anders kann es gar nicht funktionieren. Wenn wir dieses Gefälle nicht haben, sondern auf Augenhöhe runter gehen, dann ist dieser pädagogische Impetus weg. Deswegen läuft auch, glaube ich, viel falsch in der Erziehung: wenn 3-Jährige permanent von den Eltern als Gleichaltrige behandelt werden, entweder, indem sie erwachsen gemacht werden oder indem die Eltern sich zu Kleinkindern machen. Mich interessiert, wie Menschen lernen. Ich finde es eine spannende Geschichte, dass Kinder ganz viel lernen, bevor sie in die Schule kommen. Da haben wir alles gelernt, was wichtig ist im Leben: gehen, sprechen, uns Nahrung verschaffen. Und wir haben das Lernen gelernt. In der Schule nutzen wir diese natürliche Fähigkeit des Menschen zum Lernen nur sehr partiell. Manchmal verkümmert sie auch, die Lust am Lernen, die Entdeckerfreude, die Fähigkeit zu lernen, ohne sich anzustrengen respektive ohne die Anstrengung als solche zu empfinden. Im Spiel zu lernen oder mit anderen zu lernen, ist etwas, das Kinder ganz natürlich draufhaben. Das ist eine natürliche Begabung des Menschen und damit setze ich mich auseinander und auch damit, wie Schule das erhalten oder beleben kann. Das finde ich wichtig, das immer im Auge zu haben, dass Schüler*innen, so oft und so gut es auch kaschiert wird, durchaus Lust aufs Lernen haben. Die können gar nicht anders. Selbst wenn sie sich bockig verhalten oder weigern, was in einigen Klassen fast als Sport betrieben wird: Man kann immer versuchen, einen Knallfrosch zu werfen und hoffen, dass er zündet. Meistens funktioniert das.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Sie haben ja in den letzten Jahren immer die Sexta unterrichtet. Wie kam es dazu?</em></p>
<p>Damals bin ich von Herrn Schrader gefragt worden, ob ich Lust hätte, in sein Team einzusteigen, und darauf hatte ich Lust. Meine erste Klasse war so eine wunderbare Klasse und von daher war das immer selbstverständlich, dass ich auch gerne mal zwei Klassenleitungen übernommen habe. Eben eine Profilklasse und eine 5. oder 6. Klasse. Was ich schön finde, ist mit Kindern und Jugendlichen langfristig zu arbeiten. Nicht alle zwei Jahre zu wechseln, sondern auch über einen längeren Zeitraum eine Beziehung zu den Klassen aufzubauen und auf dieser Beziehungsebene vieles miteinander lernen zu können, vielleicht auch leicht lernen zu können, was man sich sonst mühsam reinmurksen müsste.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>In welcher Stufe unterrichten Sie am liebsten?</em></p>
<p>Ja!<br />
Nicht nur als diplomatisches Zugeständnis, damit man hier niemandem auf die Füße tritt, sondern das hat ganz unterschiedliche Reize und es läuft doch immer in einem Punkt zusammen. Das sind alles interessante und wunderbare kleine, dann größer werdende Menschen. Eine 5. Klasse ist genauso reizvoll wie eine Abiturklasse. Das was dazwischen ist, ist auch in aller Regel schön zu unterrichten. Es gibt ganz selten mal Klassen, bei denen man nach zwei Jahren denkt, da hat man jetzt weniger Neigung da noch länger zu bleiben, aber dass man mal jemanden dringlichst loswerden wollte, das habe ich eigentlich noch nie gehabt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wir hatten eingangs die Frage nach ihrem witzigsten Erlebnis als Schüler gestellt – jetzt können Sie sich die nächste Frage wahrscheinlich denken.</em></p>
<p>Ich versuche, sie mal zu antizipieren: Was das witzigste Erlebnis in meiner Zeit am Katharineum gewesen ist. Das ist eigentlich genau wie in meiner eigenen Schulzeit: Es gab viele witzige Begebenheiten. Man denkt natürlich vielfach auch an Kursfahrten. Da sind aber auch nicht so diese Brüller passiert. Es ist nicht so, dass ich hier einen Schenkelklopfer nach dem nächsten auspacken könnte. Im Grunde ist es auch hier so, dass es eine sonnige und wonnige Zeit ist. Ich begebe mich immer gerne her, weil ich weiß, dass es immer sehr, sehr angenehm ist und es meiner Seele guttut. Ich gehe immer in dem Gefühl nach Hause, dass es ein schöner Tag gewesen ist. Auch wenn man sich über vieles ärgern kann, gehe ich immer in dem Gefühl nach Hause, dass ich das gerne gemacht habe – und dass ich auch noch Geld dafür bekomme.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Sie haben ja eben schon die Kursfahrten angesprochen. Wohin […]</em></p>
<p>Nach Wien! <em>([…] fahren Sie denn am liebsten? Das ging ja schnell!; Red.)</em> Ja! Das ist der Pfahl im Fleisch dieser Corona-Zeit, dass es mit der geliebten Klasse, die im letzten Jahr bei mir Abitur gemacht hat, nichts geworden ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wie nervig ist korrigieren auf einer Skala von 1-10?</em></p>
<p>150! Das ist etwas, das ich sehr gerne an Chinesen outsourcen würde. Etwas, das in meinem Beruf absolut fehlen könnte. Ich würde sofort doppelte Stundenzahl unterrichten und auch drei Nächte in der Schule verbringen, wenn die Korrekturen fehlen würden. Das ist eine einzige Qual, und es wird immer qualvoller. Man sieht auch immer weniger den Sinn in diesen Leistungsüberprüfungen und diesem Ritual, das mit roten Stiften garnieren zu müssen. Korrigieren ist so fies, dass ich jedes Jahr zum Schuljahresende, wenn ich die letzte Arbeit abgeschlossen habe, meinen Rotstift in die Trave feuere. Das ist umweltmäßig und unter den Aspekten der Nachhaltigkeit natürlich etwas, das nicht zur Nachahmung empfohlen ist, aber das ist mehr so ein innerer Vorbeimarsch. Wenn der Stift dann dem blauen Himmel entgegen segelt und in einer ballistisch beschreibbaren Kurve aufs Wasser klatscht – geiles Gefühl!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wann macht Ihnen Unterricht als Lehrkraft am meisten Spaß?</em></p>
<p>Wenn alle lernen und alle Spaß haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Fragengewitter:</em></p>
<p><em>Biathlon oder Fußball?</em></p>
<p>Beides! (<em>Das ist ja auch gut vereinbar. Das eine ist im Sommer und das andere im Winter.; Red.</em>) Ja, genau! Mal trifft man, mal trifft man nicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Lieblingsfarbe?</em></p>
<p>Glitzer</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Fahrrad oder Auto?</em></p>
<p>Zu Fuß. Wenn nicht gerade das Bein kaputt ist, aber das passiert ja nur im Schnitt von 30-40 Jahren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Konzert oder Theater?</em></p>
<p>Konzert. Sinfoniekonzert oder Klavierkonzert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Lieber in den ersten Stunden kein Unterricht oder früher Schluss?</em></p>
<p>Lieber früher Schluss.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Exkursion oder Unterricht</em></p>
<p>Unterricht. Exkursionen sind Unterricht und Unterricht sollte eine Exkursion sein, die explorative Neugierde der Lernenden befriedigen und dazu führen, dass man aus seiner Komfortzone heraustritt und etwas Neues erkundet. Solche Reisen können im Kopf und auf zwei Beinen stattfinden. Oder mit Bahn oder Bus. Am liebsten mit der Wiener Straßenbahn.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Vielen Dank für das nette und interessante Interview!</em></p>
<p style="text-align: right;"><em>Redaktion der Websiete-AG</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-kempe/">Unterm Kirschbaum mit … Herrn Kempe</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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		<title>Unterm Kirschbaum mit&#8230; Herrn Franke</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Fust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2020 05:40:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel 2020]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Herr Franke]]></category>
		<category><![CDATA[Herr Schrader]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Kirschbaum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mittlerweile waren alle schon ein paar Mal wieder in der Schule und haben sich mit den Wegweisern, Schildern und Regeln vertraut gemacht&#8230;  Aber wer steckt überhaupt hinter der Organisation von Klebestreifen, Lehrerbesetzungen und Raumgestaltung? Wir haben Herrn Franke befragt, Mitglied der &#8220;Corona-Taskforce&#8221; und langjähriger Lehrer an unserer Schule. Wie lange unterrichten Sie schon am Katharineum? Oh, da muss ich erstmal nachdenken&#8230;&#160;<a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-franke/">&#8230;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-franke/">Unterm Kirschbaum mit&#8230; Herrn Franke</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mittlerweile waren alle schon ein paar Mal wieder in der Schule und haben sich mit den Wegweisern, Schildern und Regeln vertraut gemacht&#8230;  Aber wer steckt überhaupt hinter der Organisation von Klebestreifen, Lehrerbesetzungen und Raumgestaltung? Wir haben <a href="https://katharineum.de/teachers/franke/">Herrn Franke</a> befragt, Mitglied der &#8220;Corona-Taskforce&#8221; und langjähriger Lehrer an unserer Schule.</em></p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Wie lange unterrichten Sie schon am Katharineum?</strong></span></p>
<p>Oh, da muss ich erstmal nachdenken&#8230; (lacht) Das war 2008. Also jetzt schon 12 Jahre.</p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Wie würden Sie einem Ahnungslosen das Katharineum und das Schulsystem dort kurz erklären?</strong></span></p>
<p>Wenn ich Freunden das Katharineum beschreibe, dann bezeichne ich das immer gern als &#8220;Elfenbeinturm&#8221;, weil wir hier an der Schule so extrem privilegiert sind gegenüber ganz vielen anderen Schulen in Deutschland. Das ist aber ganz vielen nicht bewusst, glaube ich. Es fängt schon an bei der IT-Ausstattung an, die so gut ist, wie ich sie bisher noch an keiner anderen Schule gesehen habe. Und es geht bis zu einer solchen Mensa.<br />
Außerdem musste ich ja auch lernen, dass es hier historisch gesehen eine Vorgeschichte gibt. Ich beschreibe immer meinen ersten Tag, an dem ich hier ankam. Mein Referendariat hab ich ja beim Burkhardt-Gymnasium gemacht, was ja so ein &#8220;70er Jahre Zweckbau&#8221; ist. Alles schön gerade und glatt. Und dann kam ich zum Vorstellungsgespräch hier her, und kannte die Schule gar nicht. Ich hatte einfach nur online die Stellenanzeige gesehen… Als ich mich beworben hatte, wusste ich auch gar nicht, wie die Schule aussieht. Dementsprechend habe ich tatsächlich erst einmal den Eingang gesucht. Ich habe das Katharineum sogar auch einmal mit der Stadtbibliothek verwechselt. (lacht) Und als ich dann das Schulgebäude betrat, habe ich nur gedacht &#8220;wow, ok, das ist schon sehr geschichtsträchtig hier&#8221;, wie es auch viele andere über ihren ersten Eindruck sagen. Die alten Mauern und verwirrenden Gänge. Da muss man sich zu Beginn erst einmal zurechtfinden.</p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Was mögen Sie am Katharineum am meisten?</strong></span></p>
<p>Ein wesentlicher &#8220;Wohlfühlfaktor&#8221; sind die vielen, netten Kollegen. Angefangen mit der Freitag-Abend-Volleyballtruppe, über die Radsport-Gruppe; zum Teil entstandene Freundschaften und gemeinsame Konzertgänge, Jubliläumsfeste; all solche Sachen eben. Das Zweite ist, dass man sich hier niemals um die Ausstattung Gedanken machen muss. Also wenn man gern etwas umsetzen möchte, dann bekommt man das eigentlich immer hin. Wir haben das große Glück, so viele Vereine zu kennen, die etwas sponsern können – oder auch im Bereich Sport: Wenn wir etwas benötigen, dann klappen die Anträge meistens sofort, und das ist sehr schön. Und natürlich das Traditionsreiche, das finde ich toll, besonders so etwas wie den Primanerfünfkampf – dass etwas solange bewahrt wird, finde ich großartig. Und natürlich – nicht als Letztes, sondern mindestens an zweiter Stelle – die Schülerschaft. In vielen Fällen sind das freundliche, nette, zuvorkommende Kinder – genau, wie bei den Kollegen, gibt es auch da Ausnahmen; aber beim Großteil der Schülerschaft muss man sich keine Sorgen machen.</p>
<p>Da denke ich zum Beispiel an das Homeschooling. Wenn ich hier einen Arbeitsauftrag herausgebe, dann kann ich mir eigentlich ziemlich sicher sein, dass jede/r zuhause einen Rechner und/oder Drucker hat, oder zumindest eine funktionierende Internet-Verbindung, andererorts teilt sich manchmal eine ganze Großfamilie einen alten Laptop. Das macht das Homeschooling natürlich ziemlich schwer.<br />
Also: Die Ausstattung, die Kollegen und die Schülerschaft, das ist schon wunderbar. Der einzige &#8220;Minuspunkt&#8221; ist tatsächlich die Sporthalle. (<em>lacht</em>)</p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Was gefällt Ihnen hier nicht?</strong></span></p>
<p>Wie schon gesagt, die Sporthalle. Das ist eine Katastrophe (<em>lacht</em>), denn da bin ich ja so verwöhnt vom Burkhardt-Gymnasium: eine große Halle, drei riesige Plätze daneben, direkt dahinter eine Schwimmhalle, ein Basketballplatz, eine Kletterwand – und das gibt es hier alles nicht. Wenn man hier auf die Höfe kommt, dann denkt man immer, es sei eine Legebatterie. (<em>lacht</em>) Gerade jetzt zu diesen Zeiten, da merkt man das. Wenn zum Beispiel zwanzig Kinder auf diesem &#8220;Minihof&#8221; sind, und dann auch noch Abstand halten müssen: Da gibt es dann gar keinen Weg mehr, den man gehen kann. Das ist schon katastrophal. Und was mir manchmal negativ auffällt, ist, dass häufig der Perspektivwechsel fehlt. Das ist sowohl bei SchülerInnen, als auch beim Kollegium der Fall, wenn sie glauben, dass das, was wir hier als Standard haben, &#8220;normal&#8221; sei – aber das ist es nicht.<br />
Erstmal im Bezug auf die Ausstattung, das Denken, dass es ganz normal ist, wie viele funtionierende Rechner wir hier z.B. haben. Das gibt es an kaum einer Schule, besonders mit einem solch alten Schulgebäude.</p>
<p><strong><span style="color: #808080;">Was war die lustigste Schülerausrede, die sie selbst gehört haben?</span></strong></p>
<p>Die meisten haben bei mir nur die &#8220;Standardausreden&#8221; vorgebracht. Ich glaube, es hat sich noch nie jemand mit einer wirklich lustigen Ausrede bei mir entschuldigt; aber ich kann mich erinnern, dass wir in der Oberstufe einmal einem Schüler einen Streich gespielt haben – das kommt ja häufiger mal vor. Vor ein paar Jahren hatte ich hier im Englisch-Kurs einen Schüler, der tatsächlich zu jeder Stunde 10 Minuten zu spät kam. Das hat er über einen gewissen Zeitraum durchgezogen; ein, vielleicht zwei Monate. Und dann dachte ich: Okay, wir brauchen ein &#8220;AHA-Erlebnis&#8221;. Ich habe den Kurs in meinen Plan eingeweiht, und wir haben so getan, als würden wir eine Klausur schreiben: Die ganze Klasse saß still da und hat, wie in einer Klausursituation, geschrieben. Dann kam er in den Raum und ich sagte nur &#8220;Was ist los? Wir schreiben heute eine Klausur! Warte bitte vor der Tür, bis sie vorbei ist – ich möchte nicht, dass du jetzt störst. Mal sehen, ob wir einen Termin zum Nachschreiben finden.&#8221; Und dann ist er rausgegangen mit hängenden Öhrchen und ganz perplex. Die meisten seiner MitschülerInnen konnten sich kaum zusammenreißen vor Lachen. Aber danach sind wir natürlich raus gegangen und haben es aufgelöst. Und der Schüler ist tatsächlich in den nächsten Monaten nicht mehr zu spät gekommen – es war also sehr lehrreich. (<em>lacht</em>)</p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Können Sie eine Veränderung der Schüler oder auch Lehrer in den Jahren feststellen?</strong></span></p>
<p>Ja. Im Kollegium ist es definitiv so, dass bestimmte, herausragende Charaktere, weniger werden. Und ich bin sehr froh, noch ein paar von ihnen kennengelernt zu haben. Herr Fick zum Beispiel ist ja sogar noch da, er fällt mir sofort ein. Oder auch Herr Hampel, mit dem ich weiterhin in Kontakt stehe. Solch markante Gesichter, wie Herr Schmittiger, Herr Bollmann, oder auch Herr Gratze – mit diesen Menschen verbinde ich auch ein Stück weit das Katharineum. Sie haben es in gewisser Weise &#8220;gelebt&#8221;, und sind auch als Typen so unterschiedlich, dass man daran auch als &#8220;Außenstehender&#8221; nur Freude haben kann. Also ich merke schon sehr, dass die jüngeren KollegInnen auch teilweise solche &#8220;Typen&#8221; sind, aber eben nicht mehr so ausgeprägt.</p>
<p>In der Schülerschaft ist es ähnlich. Früher waren die Meinungen und Typen in den Klassen verschiedener, das wurde von den Lehrern auch immer tolleriert. Keiner musste die Meinung des Lehrers oder der anderen haben, das war ganz natürlich. Das sehe ich heute nicht mehr, wenn mal einer nicht die &#8220;Mainstream-Meinung&#8221; unterstütz, hat derjenige es nicht leicht. Viele passen sich eher an, als ihre Meinung standhaft zu vertreten. Daher haben es die wenigen, die es noch tun, manchmal schwer. Das macht sie nicht zu Außenseitern, ist aber meiner Ansicht nach besonders mutig.</p>
<p>Außerdem merke ich, dass der Abstand zwischen den SchülerInnen und mir natürlich viel größer geworden ist, seit ich hier angefangen habe. Deshalb gehen die Interessen auch immer weiter auseinander – früher konnte man sich ja noch über Konzerte oder Künstler unterhalten, da man so nah beieinander war. Trotzdem waren die Jugendlichen schon sehr erwachsen. Auch heute sind natürlich einige von ihnen schon sehr reif, aber damals habe ich dies definitiv als ausgeprägter wahrgenommen. Im Englischunterricht merke ich das fehlende Jahr durch G8 ziemlich deutlich, besonders im E-Jahrgang.<br />
Außerdem glaube ich, dass viele junge Menschen heute schon früh in ihrem Leben wirklichen Problemen gegenüberstehen. Diese können psychischer, aber auch körperlicher Art sein. Das nehme ich aber jetzt vielleicht auch einfach deutlicher wahr.</p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Hatten Sie ein prägendes Ereignis am Katharineum?</strong></span></p>
<p>Dazu fällt mir etwas aus meiner ersten Sportstunde ein – diese hatte ich parallel zu Herrn Fick (<em>lacht</em>). Ich hatte eine 8te, und er eine 6te Klasse. Schon in der Umkleide stellte er sich vor und sagte &#8220;Weißt du was? Wir spielen zum Einstand gleich mal eine Runde Völkerball.&#8221; Ich kannte dieses Spiel als &#8220;Zwei-Felder-Ball&#8221;, aber dank Herrn Fick gewöhnte ich mich direkt an den neuen Namen. Wir haben also die Klassen gegeneinander spielen lassen, und ich kannte Herrn Fick ja noch nicht wirklich, weshalb ich einen halben Meter von ihm entfernt stand – was sich aufgrund seiner lauten Stimme als ein Fehler herausstellte (<em>lacht</em>). Die ganze Zeit schrie er den Schülern Dinge zu, die ich als neuer Lehrer, gerade aus dem Referendariat gekommen, für pädagogisch unmöglich hielt – beispielsweise so etwas wie &#8220;Anna, gib Paul den Ball – du kannst eh nicht werfen!&#8221; (Anm.d.Red.: auch unter uns befindet sich jemand, die dies bereits am eigenen Leib erfahren durfte). Auch schimpfte er, wenn jemand den Ball fallen ließ, oder Ähnliches. Seine 6-Klässler haben ihm das nicht übel gekommen – aber meine 8te Klasse war ziemlich eingeschüchtert. Eine Schülerin fragte mich deshalb, ins Ohr geflüstert, warum Herr Fick denn so schreie – der aber hatte es gehört, da er ein ziemlich gutes Gehör hatte. Daraufhin drehte er sich nur zu ihr um und sagte &#8220;Ich schreie nicht, ich rede nur sehr deutlich.&#8221;<br />
Meine 8te Klasse hat dieses Spiel übrigens haushoch verloren. Das war ein sehr prägendes Ereignis für mich.</p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Was waren Ihre Erwartungen, als Sie diese Fächer studieren wollten?</strong></span></p>
<p>Ein Grund dafür, dass ich Lehrer geworden bin, ist tatsächlich eine &#8220;Negativ-Motivation&#8221;, da ich aus meiner Schulzeit ein paar Lehrer in Erinnerung habe, die ich als ganz schrecklich, oder sogar menschenfeindlich empfand. Außerdem habe ich schon früh, ca. mit 14 Jahren, in Jugendcamps Gruppen geleitet. Deshalb wollte ich auf jeden Fall etwas mit Schülern und Jugendlichen machen.</p>
<p>Da einige dieser Camps international waren, war Englisch die erste Wahl, als es darum ging, welches Fach ich unterrichten möchte. In einem dieser Camps kann ich mich zum Beispiel ziemlich gut daran erinnern, dass sich zwischen Jugendlichen unterschiedlicher Länder durch diese &#8220;Verständigungsmöglichkeit&#8221; sehr schnell Freundschaften gebildet haben. Und im Englisch-Schulunterricht geht es für mich nicht darum, unbedingt alle Shakespeare-Dramen gelesen zu haben – man kann sich überall auf der Welt verständigen, ein Studium anfangen, eine Wohnung mieten, Essen gehen, oder ein Formular ausfüllen. Das finde ich sehr beachtlich.</p>
<p>Sport wählte ich, da ich schon früher in zahlreichen Sportvereinen war. Da lag es auf der Hand, und die Motivation war – auch, durch viele tolle Lehrer, die ich hatte – groß.</p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Wie finden Sie das Problem der coronafreien Zeit im schulischen Sinne gelöst?</strong></span></p>
<p>Ich finde der Shutdown war richtig, vielleicht hätte man ihn sogar früher machen können und ich finde auch, dass eigentlich alles in Schleswig-Holstein so gut läuft. Besonders wichtig finde ich jetzt aber, dass die Kinder wieder in die Schule gehen. Vor allem, weil die Betreuung und Hausaufgabenunterstützung bei kleinen Kindern sehr anstrengend ist und diese auch Zuhause kaum selbst Stoff erlernen können. Ich sehe das selbst als Vater dreier kleiner Kinder: Man kann seine Arbeit kaum erfüllen, wenn man sie gleichzeitig im online-Lernen unterstützen soll. Deshalb sollten ja die Jüngeren, also auch die fünften Klassen, wieder in die Schule kommen.</p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Nun zu der Gruppe, die sich eingefunden hat, um die Schule coronatechnisch auf  Vordermann zu bringen: Was ist die &#8220;Corona-Taskforce&#8221; überhaupt? Warum genau wurde sie ins Leben gerufen? Und gibt es eine b</strong></span><span style="color: #808080;"><strong>esondere Namenserklärung?</strong></span></p>
<p>Der Initiator war <a href="https://katharineum.de/teachers/schrader/">Herr Schrader</a>, der hatte auch die Namensidee. (<em>lacht</em>) Also wir bestehen aus zehn freiwilligen Lehrern und natürlich dem <a href="https://katharineum.de/teachers/herr-philippi/">Schulleiter</a> und dem Personalrat, die versucht haben, die Worte von Ministerpräsidentin Frau Prien, dass den Schulen die Freiheit bei den Entscheidungen zu Corona gelassen wird, zu interpretieren und unsere Schule für einen ungefährlichen Schulalltag sicher zu machen.</p>
<p>Getroffen haben wir uns 2 1/2 Wochen vor der Schulöffnung; wären klare Anweisungen in den Osterferien gekommen, wäre es wahrscheinlich auch schon früher passiert.</p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Was hat die &#8220;Corona- Taskforce&#8221; genau gemacht?</strong></span></p>
<p>Ein wichtiger Punkt waren die Laufwege, die Bereitstellung der Hygieneartikel, die Stundenpläne und damit der Kollegeneinsatz und die Tischordnung in den Klassenräumen.</p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Gab es besondere Schwierigkeiten?</strong></span></p>
<p>Es gab immer eine große Frustration, weil von einem zum anderen Tag unterschiedliche Angaben vom Ministerium hereinkamen, weshalb wir unsere Konzepte oft komplett umwerfen und neu austellen mussten. Außerdem arbeiteten Kollegen zusammen, die sonst wenig miteinander zu schaffen haben, da gab es natürlich auch leichte Reibungsverluste. Es haben sich aber alle nach bestem Gewissen bemüht, wenn man bedenkt, dass wir alle keine Experten auf diesem Gebiet sind&#8230; Eine weitere Sache war, Interessen der Schulleitung und des Personalrats unter einen Hut zu bringen, weil selbst die nicht immer einer Meinung waren.</p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Wie haben Sie sich organisiert?</strong></span></p>
<p>Also es gab die große Taskforce-Gruppe, die sich eingeteilt hat in kleinere Aufgabenbereiche, also Stundenpläne und Lehrer zu organisiern, wobei man auch auf Risikogruppen Rücksicht nehmen musst, Besorgungen zu tätigen, Laufwege anzulegen, Desinfektionsbehälter aufzustellen, solche&#8230;</p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Denken Sie, Ihre Arbeit ist von Erfolg gekrönt?</strong></span></p>
<p>Wir hatten immer die Befürchtung, dass wir etwas übersehen, gerade weil man vieles auch für selbstverständlich ansieht. Deshalb waren wir schon nervös vor dem ersten Tag, aber der hat dann ja problemlos geklappt. Und solange die Leute sich auch an die Richtlinien halten, solange wird&#8217;s funktionieren&#8230;</p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Wie denken Sie, wird das Thema Corona noch die nächsten Jahrgänge und unsere Schule beeinflussen?</strong></span></p>
<p>Ha, ich dachte, diese Frage werdet ihr mir als erste stellen&#8230; (<em>lacht</em>) Also das kann einem nur Angst machen! Dadurch, dass die Suche nach einem Impfstoff wahrscheinlich noch länger dauern wird, wird es höchst wahrscheinlich das nächste Jahr keinen &#8220;normalen&#8221; Unterricht geben können, wie wir ihn gewohnt sind. Besonders Gedanken mach ich mir aber über die Zukunft, Schüler sind ein Teil der Gesellschaft, 3/4 der Schüler auf Perspektivschulen haben jetzt keine Möglichkeit online zu lernen, was soll das für die Zukunft heißen? An unserer Schule kann man sich gut darauf verlassen, dass Arbeitsaufträge auch von Fünftklässlern gemacht werden, der Abiturstoff wird vielleicht einfach nur verkürzt, hier sind die Probleme oberflächlicher, denke ich: Man hat wenig Kontakt zu den Schülern und kann beispielsweise keinen mal den Arm um die Schulter legen und trösten, wenn&#8217;s Zuhause oder schulisch nicht so rund läuft, man bekommt es nicht mit. Ich telefoniere zwar ab und zu mit einigen Schülern und diese können mich auch immer anrufen, bei Problemen, aber die sind halt doch nur Aufgaben-spezifisch. Da fehlt der reale Kontakt. Denen ja auch, das merk ich gerade jetzt, wenn ich sehe, wie sehr sich die Sechstklässler über richtigen Unterricht freuen und darüber, wieder Freunde zu sehen.</p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Jetzt noch ein kurzer Fragenhagel:</strong></span></p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Mundschutz oder Schal? </strong><span style="color: #000000;">Mundschutz</span></span></p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Überängstlich oder unbesonnen?  </strong><span style="color: #000000;">Beides blöd.<br />
</span></span></p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Mehr als 5 Bücher gelesen in der freien Zeit? </strong><span style="color: #000000;">Ja</span><strong><br />
</strong></span></p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Wie oft Ferngeschaut? </strong><span style="color: #000000;">Reduziert auf die Sportsender, also nicht so viel.<br />
</span></span></p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Perfekte Sportübung für den geplagten Rücken? </strong><span style="color: #000000;">Die Bankstellung für 10 Sekunden halten.<br />
</span></span></p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Brexitgegner oder -beführworter? </strong><span style="color: #000000;">Gegner</span><strong><br />
</strong></span></p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Mögen Sie die Queen? </strong></span>M<span style="color: #808080;"><span style="color: #000000;">h nö, nicht so&#8230;(<em>lacht</em>)</span><strong><br />
</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Vielen Dank für dieses ausführliche Interview!</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: right;"><em>Redaktion des Website-Teams</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-franke/">Unterm Kirschbaum mit&#8230; Herrn Franke</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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		<title>Unterm Kirschbaum mit … Herrn Funk</title>
		<link>https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-funk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Till Leibersperger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jun 2019 08:21:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Kirschbaum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwar findet ihr in dieser Rubrik meistens Interviews mit unseren Lehrerinnen und Lehrern, uns interessieren aber alle Mitglieder unserer Schulgemeinschaft. Zu unserer großen Freude war Herr Funk, unser Meister des Hauses, zu einem Kirschbaumgespräch bereit. Herr Funk, seit wann sind Sie am Katharineum tätig?   Seit 6 1/2 Jahren. Was fasziniert Sie am Katharineum als Schule?   Mich fasziniert das&#160;<a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-funk/">&#8230;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-funk/">Unterm Kirschbaum mit … Herrn Funk</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><span class="s1"><em>Zwar findet ihr in dieser Rubrik meistens Interviews mit unseren Lehrerinnen und Lehrern, uns interessieren aber alle Mitglieder unserer Schulgemeinschaft. Zu unserer großen Freude war Herr Funk, unser Meister des Hauses, zu einem Kirschbaumgespräch bereit.<br />
</em></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"> <strong>Herr Funk, seit wann sind Sie am Katharineum tätig?</strong>   </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Seit 6 1/2 Jahren</span><em><span class="s1">.</span></em></p>
<p class="p1"><span class="s1"><strong>Was fasziniert Sie am Katharineum als Schule?</strong>  </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Mich fasziniert das gesamte Ambiente.</span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Was werden Sie am häufigsten von Schülern gefragt? </span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1"> „Können Sie uns die Tür aufschließen?“ (<em>lacht</em>)</span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Wie sind Sie an das Katharineum gekommen? </span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Ich habe mich beworben. Vorher war ich für ein Verwaltungsgebäude zuständig und dann habe ich eine Bewerbung abgeschickt.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><strong>Welches war Ihr Lieblingsfach in der Schule?</strong>  </span></p>
<p class="p1"><span class="s1"> Sport.</span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Was macht Ihnen an Ihrem Beruf am meisten Spaß? </span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Ich arbeite sehr gern mit den Schülern zusammen.</span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Was ist das Lustigste, das Sie am Katharineum je mit Schülern erlebt haben? </span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Oh, da gibt es viele Sachen; ein konkretes Beispiel fällt mir jetzt so auf die Schnelle nicht ein.</span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Wie eng arbeiten Sie mit den Lehrern zusammen? </span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Soweit, wie es eben möglich ist. </span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Haben Sie bereits an anderen Schulen gearbeitet? </span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Ja, unter anderem  an der Rotenhagen-Schule.</span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Worin unterscheiden sich diese Schulen vom Katharineum? </span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Zuerst einmal in der Schulart; denn die andere Schule war eine Grund- und Hauptschule, und das Katharineum ist ein Gymnasium. </span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Wir wissen ja alle, dass Sie Schüler mögen. Aber gibt es auch Dinge, die Sie an Ihnen stören? </span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Schüler sind manchmal vielleicht ein bisschen laut. (<em>lacht</em>) (Anm.d.R.: <em>Wir hören aus der Ferne die Geräuschkulisse der großen Pause.</em>)</span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Was ist Ihr Lieblingsessen? </span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Wiener Schitzel. (Anm.d.R.: <em>Da gehen wir mit!</em>)</span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Essen Sie oft in der Mensa; und gab es dort auch schon einmal Ihr Lieblingsessen? </span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Ich esse nicht oft in der Mensa, und mein Lieblingsessen gab es dort, soweit ich weiß, auch noch nicht.</span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Haben Sie einen Lieblingsfilm oder ein Lieblingsbuch? </span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Mein Lieblingsfilm ist <em>Avatar</em>.</span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Wo würden Sie gerne mal hinreisen? </span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Méxiko steht auf jeden Fall ganz oben auf der Liste; das ist ein sehr schönes Land.</span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Möchten Sie den Schülern etwas mit auf den Weg geben? </span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Ich wünsche euch allen weiterhin viel Erfolg! <span class="Apple-converted-space">                </span></span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Dankeschön!</span></strong></p>
<p style="text-align: right;"><em>Redaktion des Website-Teams</em></p>
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		<item>
		<title>Unterm Kirschbaum mit&#8230; Herrn Philippi – ein Treffen mit dem Neuen</title>
		<link>https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-philippi-ein-treffen-mit-dem-neuen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Fust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Apr 2019 17:25:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel 2019]]></category>
		<category><![CDATA[schulleiter]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Kirschbaum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit dem 1. April ist Herr Philippi unser neuer Schulleiter. Zeit für uns, ihn einmal in einem Gespräch näher kennenzulernen. Das Interview fand am 2. April statt, also schon einen Tag nach seiner Amtseinführung. Viel Spaß beim Lesen! &#160; Zunächst einmal: Wie war der allererste Tag als Direktor am Katharineum bis jetzt so? Heute war der Tag… ganz normal. In&#160;<a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-philippi-ein-treffen-mit-dem-neuen/">&#8230;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-philippi-ein-treffen-mit-dem-neuen/">Unterm Kirschbaum mit&#8230; Herrn Philippi – ein Treffen mit dem Neuen</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Seit dem 1. April ist <a href="https://katharineum.de/teachers/herr-philippi/">Herr Philippi</a> unser neuer Schulleiter. Zeit für uns, ihn einmal in einem Gespräch näher kennenzulernen. Das Interview fand am 2. April statt, also schon einen Tag nach seiner Amtseinführung. Viel Spaß beim Lesen!</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zunächst einmal: Wie war der allererste Tag als Direktor am Katharineum bis jetzt so?</strong></p>
<p>Heute war der Tag… ganz normal. In Rheinland-Pfalz war ich bis vor wenigen Tagen ja auch schon Direktor; so gesehen war es ein ganz normaler „Direktor-Tag“, aber natürlich mit vielen neuen Gesichtern, Eindrücken und Aufgaben.</p>
<p><strong>Auf einer Skala von eins bis zehn, wie schön war Ihre Amtseinführung?</strong></p>
<p>9…. Ein sehr beeindruckender Rahmen durch den altehrwürdigen Saal, sehr nette Menschen und die musikalischen Beiträge haben mir besonders gut gefallen.</p>
<p><strong>Warum sind Sie Lehrer geworden und was hat Sie an dem Beruf gereizt?</strong></p>
<p>Ich bin Lehrer geworden, weil ich großen Spaß daran habe, mit Jugendlichen zu arbeiten. Und es gibt keinen anderen Beruf, in dem man das so machen kann.</p>
<p><strong>Welche Fächer unterrichten Sie und was begeistert Sie an ihnen?</strong></p>
<p>Ich unterrichte evangelische Religion und WiPo, wie man hier in Schleswig-Holstein sagen würde – vor wenigen Tagen hieß es für mich noch Sozialkunde. Inhaltlich ist es aber das Gleiche. Und an beiden Fächern finde ich sehr faszinierend, dass es um Meinungen geht; und darum, sich mit der eigenen Existenz auseinanderzusetzen – sein eigenes Urteil zu finden, seine eigene Position zu entwickeln. Als ich selber noch Schüler war, fand ich das immer viel spannender, als z.B. &#8211; Entschuldigung  liebe Kolleginnen und Kollegen &#8211; Mathematik. Naja, vielleicht lag das aber auch an den Mathelehrern in meiner Schulzeit.</p>
<p><strong>Sind Sie eher ein Freund von G8 oder G9?</strong></p>
<p>G9, da G8 den Nachteil hat, dass früh eingeschulte Schüler als Kinder die Schule verlassen, würde ich frecherweise sogar sagen. Deshalb haben sie nie die Chance, genau das zu machen, was ich so wichtig finde: eine eigene Meinung zu entwickeln.</p>
<p><strong>Halten Sie die Gymnasialempfehlungen für sinnvoll?</strong></p>
<p>Ich würde sie für sinnvoll halten, wenn sie zutreffend wären. Aber meine Erfahrung ist, dass die Chance auf eine falsche Empfehlung sehr hoch ist. Ich habe in Rheinland Pfalz ja eine Gemeinschaftsschule geleitet. Wir haben alle Kinder aufgenommen… Nach einigen Jahren waren wir dann aber doch neugierig und haben nachgerechnet. Das Fazit war – wir hatten am Ende der Schulzeit in etwa genauso viele Abiturienten wie in der 5. Klasse Gymnasialempfehlungen. Nur oft waren es eben andere Schüler, die Abi machten … und nicht die, die in der 5. Klasse die Empfehlung hatten.Von daher habe ich bisher noch keine Methode gefunden, mit der verlässliche Gymnasialempfehlungen entstehen.</p>
<p><strong>Was war Ihr erster Gedanke, als Sie die Anzeige gesehen haben, dass ein neuer Schulleiter am Katharineum gesucht wird – falls Sie eine gesehen haben?</strong></p>
<p>Ja, das habe ich, und mein erster Gedanke war: „Hä, wieso haben die noch keinen Schulleiter gefunden?“ Denn als ich die Anzeige zum ersten Mal sah, war es die Drittausschreibung.</p>
<p><strong>Wieso haben Sie sich letztendlich dafür entschieden, ans Katharineum zu kommen?</strong></p>
<p>Weil mich fasziniert hat, dass es eine sehr reiche und lebendige Schule ist, die sehr viel neben dem Unterricht anbietet. Und genauso wünsche ich mir eine Schule. Außerdem hatte ich ohnehin Lust, mal etwas Neues zu machen.</p>
<p><strong>Was war Ihr erster Eindruck von dem Gebäude, den Schülern und den Lehrern?</strong></p>
<p>Mein erster Eindruck war, dass ich hier in das Haus hereinkam und aus einer Ecke hörte man Musik, aus der anderen Ecke hörte man eine Gruppe am Proben, in einer dritten Ecke waren Schülerinnen, die vermutlich Nachhilfe gaben. Und es war 19:00 Uhr abends. Ich dachte mir, ja, genau so ist das gut; Schule ist nicht um 13:00 Uhr zu Ende.</p>
<p><strong>Was halten Sie von dem altsprachlichen „Schwerpunkt“?</strong></p>
<p>Ich finde das interessant und spannend. Ich weiß, dass auch andere Schwerpunkte toll sind – jede gute Schule braucht aber mindestens ein Alleinstellungsmerkmal. Das Katharineum hat diesen Schwerpunkt gewählt, das ist das Besondere des Katharineums und ein Schwerpunkt, der sehr gut zu einer Schule passt, die selbst in einer Zeit gegründet wurde, als Latein noch die Sprache der Wissenschaften war. Auch für Schüler ist es super, dass es in Lübeck dieses Angebot gibt &#8211; was nicht heißt, dass nicht andere Schulen auch wunderbare Schwerpunkte haben.</p>
<p><strong>Können Sie selbst Latein oder Alt-Griechisch?</strong></p>
<p>Ja, „können“ ist jetzt so eine Definition… Ich habe Theologie studiert und in dem Zusammenhang kam ich in Kontakt mit Latein und mit Alt-Griechisch. Besonders leicht gefallen ist es mir nie und besonders gut war ich auch nicht.</p>
<p><strong>Sind Sie selbst gerne zur Schule gegangen?</strong></p>
<p>Nein. Die Freude am Lernen entstand bei mir in schulischen und außerschulischen AGs und dann vor allem im Studium.</p>
<p><strong>In welche AG wären Sie als Schüler denn gerne gegangen?</strong></p>
<p>Als Schüler habe ich unheimlich gerne Theater gespielt und das wäre auch sicherlich in allererster Linie meine AG gewesen.</p>
<p><strong>Was war Ihr erster Eindruck von unserer Website?</strong></p>
<p>Oh, ja, die hatte ich relativ schnell gesehen, die Website. Ich dachte mir, schön, dass jemand mal eine interessante Website gestaltet, die nicht diese klassischen langweiligen Layouts bietet. Besonders gut gefallen haben mir die vielen aktuellen Artikel.</p>
<p><strong>Woher kommen Sie ursprünglich?</strong></p>
<p>Ich bin bei Nürnberg aufgewachsen und in Nürnberg zur Schule gegangen.</p>
<p><strong>Sind Sie verheiratet?</strong></p>
<p>Ja, ich bin verheiratet und habe zwei Söhne.</p>
<p><strong>Wie standen Ihre Söhne zum Umzug? Und in welchem Stadtteil wohnen Sie hier in Lübeck?</strong></p>
<p>Also meinen Söhnen war der Umzug relativ egal, weil die nicht mehr zu Hause wohnen. Einer wohnt in Rostock, der andere wohnt in Nürnberg. Und ansonsten, Stadtteil &#8211; ich wohne am Stadtpark und da ist es sehr, sehr schön.</p>
<p><strong>Mit welchen Hobbys verbringen Sie gerne Ihre Freizeit?</strong></p>
<p>Jugendarbeit, Fahrradfahren, Wandern und Kochen.</p>
<p><strong>Auf welche Kursfahrt möchten Sie unbedingt mal mit?</strong></p>
<p>Hm, welche sind denn im Angebot (lacht)?</p>
<p><strong>Wir können Griechenland, Israel, Guatemala, Udine, England, Frankreich und Kursfahrten nach Wien, Paris, Rom, Valencia, Venedig und London anbieten&#8230;</strong></p>
<p>Die Antwort ist diesbezüglich relativ einfach: das ist mir ziemlich egal, ich bin nämlich sehr, sehr gerne unterwegs und es fällt mir auch überhaupt nicht schwer zu organisieren &#8211; von daher Kursfahrten mache ich gerne! &#8211; Auch weil Lehrer und Schüler sich in diesem Rahmen noch mal ganz anders kennen lernen!</p>
<p><strong>Und privat, wo waren Sie schon und welches Land steht noch auf der &#8220;To-Do Liste&#8221;?</strong></p>
<p>(lacht) Ich will mal andersrum antworten, mein Lieblingsland ist Portugal, ich bin sehr sehr gerne in Lissabon gewesen und in der Gegend drumherum. Die To-Do Liste ist deutlich länger als meine Freizeit es zulässt. Äähm, von daher reicht&#8217;s dann doch nur irgendwie bis zur Ostsee, aber das ist ja jetzt Gott sei Dank auch nicht mehr so weit.</p>
<p><strong>Was halten Sie von &#8220;Fridays for future&#8221;?</strong></p>
<p>Super Sache! Immer dann vor allem, wenn zum Plakathochhalten dann auch noch Nachdenken hinzukommt. Und wenn das Nachdenken dann auch noch zu einer Verhaltensänderung führt, dann ist &#8220;Fridays for future&#8221; spitze.  Aber stumpf mit irgendwelchen Plakaten herumzurennen, davon war ich noch nie ein Fan.</p>
<p>Das ändert aber nichts daran, dass ich als Schulleiter dies als unentschuldigte Fehlzeit mit allen Konsequenzen bewerten muss. Die eigene Meinung &#8211; und insbesondere in so einer entscheidenden Frage &#8211; sollte bezüglich Zeit, Ort und Wahl der Mittel stets gut reflektiert werden. Dazu gehört auch die lang- und kurzfristigen  Konsequenzen für die Sache, die Gesellschaft und für einen selbst abzuwägen. Tut mir leid, wenn sich an dieser Stelle der WiPo &#8211; Lehrer in mir kaum bremsen kann.</p>
<p><strong>Wo wir schon beim Thema Umwelt sind, wie kommen Sie morgens zur Schule?</strong></p>
<p>Zu Fuß, und wenn ich kein Jackett anhabe, werde ich mit dem Fahrrad zur Schule kommen, aber ansonsten freue ich mich darauf, in Lübeck nicht mehr permanent Auto fahren zu müssen. Denn an meinem alten Wohnort war das mein täglich Brot: Die 80 km am Tag waren normal.  Und das ist überhaupt nicht schön.</p>
<p><strong>Würden Sie eine Schülerin für GNTM beurlauben?</strong></p>
<p>Warum nicht?  Denn wenn das Motto dieser Schule &#8220;Tu es&#8221; ist, dann bedeutet es für mich, dass jeder die Chance haben soll, sich so zu engagieren wie es ihm wichtig ist und dabei auch gerne alle Fehler zu machen, die er machen möchte, denn so lernt man!</p>
<p><strong>Sind Sie ein absolutes Arbeitstier und können Sie auch mal ganz gut entspannen?</strong></p>
<p>Ich kann wunderbar entspannen, leider nur dann, wenn der Schreibtisch leer ist, und das ist manchmal ein Problem.</p>
<p><strong>Und zu guter Letzt: Worauf können sich die Schüler mit Ihnen als neuen Direktor freuen?</strong></p>
<p>Das ist eine Frage, die ich ganz schwer beantworten kann, weil erstens müsste ich dann wissen, worüber sich die Schüler freuen.  Zweitens müsste ich jetzt sagen, was an mir toll ist, aber das mag ich nicht.<br />
Matiss Mucins hat mich bei der Amtseinführung als Menschen, nicht als Verwaltungsbeamten begrüßt &#8211; dafür bin ich ihm dankbar. Mir ist der Teamgedanke sehr wichtig; Dinge gemeinsam zu planen und alle Beteiligten als Fachleute und als Menschen ernst zu nehmen.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das nette Interview!</strong></p>
<p style="text-align: right;"><em>Redaktion des Website-Teams</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-philippi-ein-treffen-mit-dem-neuen/">Unterm Kirschbaum mit&#8230; Herrn Philippi – ein Treffen mit dem Neuen</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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