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	<title>Herr Kaffka Archive &#8211; Katharineum zu Lübeck</title>
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	<description>Städtisches Gymnasium mit altsprachlichem Zweig &#124; seit 1531</description>
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	<title>Herr Kaffka Archive &#8211; Katharineum zu Lübeck</title>
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	<item>
		<title>Unterm Kirschbaum mit &#8230; der Chemiefachschaft (Teil 2)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Fust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jun 2021 05:30:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel-2021]]></category>
		<category><![CDATA[Chemie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Folgenden könnt ihr den zweiten Teil des Interviews mit der Chemie-Fachschaft lesen! &#160; Finden Sie, dass Chemie-Unterricht zu wenig im Lehrplan vertreten ist? PRE: Ja, viel zu wenig. Unser Lehrplan ist eigentlich auf sechs Stunden in der Mittelstufe ausgelegt, im Endeffekt haben wir vier zur Verfügung. Das heißt, wir müssen massiv versuchen, den Stoff zu kürzen. Im Endeffekt müssen&#160;<a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-der-chemiefachschaft-teil-2/">&#8230;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-der-chemiefachschaft-teil-2/">Unterm Kirschbaum mit &#8230; der Chemiefachschaft (Teil 2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p3"><em>Im Folgenden könnt ihr den zweiten Teil des Interviews mit der Chemie-Fachschaft lesen!</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p3"><b>Finden Sie, dass Chemie-Unterricht zu wenig im Lehrplan vertreten ist?</b></p>
<p class="p3"><b>PRE: </b>Ja, viel zu wenig. Unser Lehrplan ist eigentlich auf sechs Stunden in der Mittelstufe ausgelegt, im Endeffekt haben wir vier zur Verfügung. Das heißt, wir müssen massiv versuchen, den Stoff zu kürzen. Im Endeffekt müssen wir doch mehr Theorie machen, als wir gerne möchten, denn wir würden gerne noch mehr Alltagsbezüge mit hinein bringen, und das wird schwierig, wenn man alles unterrichten will. Wenn ich dann aber sehe, wie groß das Interesse für Nachhaltigkeit usw. ist, da braucht man Chemie für! Z.B. die vegane Seife, ist ja alles schön und gut, aber da ist eben Palmöl drinnen. Also auf der einen Seite zwar vegan, aber das bedeutet auch Verdrängung des Lebensraums für Tiere.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p class="p3"><b>SPE: </b>Das hat auch große ökonomische Auswirkungen. In den Ländern, wo Kokos-Öl oder Palmöl angebaut wird, ist das eine Ausbeuter-Kette, die dahinter steckt. Von den Leuten, die auf die hohen Palmen klettern müssen, unter Gefahr ihres Lebens und schlechten Arbeitsbedingungen. Für sowas müsste Zeit da sein, dass man sich auch mit den Hintergründen beschäftigen und auseinandersetzen kann.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p3"><strong><i>Nachfrage der Red.: Wann fängt man denn in anderen Bundesländern mit dem Chemie-Unterricht an?</i></strong></p>
<p class="p3"><b>PRE: </b>Also es gibt Bundesländer, da fängt man in der fünften Klasse mit einem Fach an, dass heißt meistens Naturwissenschaften (Physik und Chemie), eine Vorbereitung auf das, was man dann in der Mittelstufe macht. Wenn ich in der achten Klasse erst anfange, funktioniert das nicht.</p>
<p class="p3"><b>GEB:</b> Aber auch Chemie fängt früher an, in Sachsen geht es in Klasse 7 los.</p>
<p class="p3"><b>BEL:</b> Wollte ich gerade sagen, in NRW auch. Die fangen in Klassenstufe 7 an, haben dann nach G9 die achte Klasse ausgelassen, was auch nicht wirklich eine gute Lösung ist, und haben dann Klasse 9/10 so ausgelastet wie wir, haben aber de facto ein Jahr mehr Chemie gehabt als wir.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p class="p3"><b>PRE: </b>Es gibt aber auch innerhalb von Lübeck Schulen, die früher anfangen. Die TMS (<em>Thomas-Mann-Schule</em>) fängt zum Beispiel mit Chemie in Klasse 7 an. Man kann das zwischen den Fächern ein bisschen hin und her schieben und da gibt es Schulen in Lübeck, die das anders handhaben als nur zwei Jahre in der Mittelstufe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p3"><strong><i>Nachfrage der Red.: Wer entscheidet das denn?</i></strong></p>
<p class="p3"><b>PRE:</b> Schule, Schulleitung.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p class="p3"><b>SPE:</b> So wie es im Moment läuft, ist es wirklich eine Entscheidung der Schulleitung. Um auch nochmal den Bogen zu den Wettbewerben zu schließen. Der Jahrgang, die beiden Schüler, die jetzt mitgemacht haben, ist der, mit dem unsere Teilnahme wohl enden wird. Denn wir werden im nächsten Jahr in der 8. Klasse gar kein Chemie mehr haben, denn durch die Umstellung auf G9 geht es dann erst wieder in Klasse 9 los. Damit haben wir keine Chance, die Aufgaben beim Wettbewerb zu lösen, die für Klassenstufe 9 sind, wenn wir im Anfängerunterricht sind und andere Teilnehmer mindestens schon ein Jahr Unterricht hatten. Das ist bedauerlich und wir haben als Fachschaft an verschiedenen Stellen gekämpft, eine Menge Federn gelassen und uns aufgeregt. Aber jetzt ist es so, wie es ist.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p3"><strong><i>Nachfrage der Red.: Was spricht denn dagegen, früher anzufangen?</i></strong></p>
<p class="p3"><b>PRE:</b> Ein anderes Fach müsste Stunden abgeben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p class="p3"><b>SPE:</b> Es gibt eine sogenannte Kontingent-Stundentafel und bei den Naturwissenschaften ist es so: Der Schule stehen 22 Stunden für die gesamte Mittelstufe zur Verfügung. Das kann jede Schule machen, wie sie will, deshalb gibt es auch unterschiedliche Konzepte innerhalb von Lübeck. Bei uns hat Bio zehn, Physik acht und Chemie vier Stunden. Das ist dann so festgelegt. Eine Überlegung, um in den achten Jahrgang reinzukommen, war, dass wir im zweiten Halbjahr schon einmal Grundlagen unterrichten, allerdings sprach dagegen, dass man in dem relativ kurzen Halbjahr die Schüler:innen dann noch kennen lernen muss und es auch um Versetzungsrelevanz geht. Demnach geht Kontinuität bei den Lehrkräften vor. Irgendeine andere Naturwissenschaft müsste dann, wie schon gesagt wurde,<span class="Apple-converted-space"> </span>auch Stunden abgeben und das stößt auch nicht umbedingt auf Freude bei den anderen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p3"><b>Wie wurde die AG <em>Naturwissenschaftliche Experimente</em> für die 5-8-Klässler in den letzten Jahren angenommen, gab es viele Mitglieder?</b></p>
<p class="p3"><strong>SPE:</strong> Ich hab den Stab jetzt an Frau Pressel übergeben, nachdem sie ihn mir übergeben hatte.<span class="Apple-converted-space"> </span>Aber die AG war immer gut besucht, vor allem, wenn wir am Sextaner-Infoabend die Show gemacht haben, dann haben uns die Leute die Bude eingerannt und das ist immer noch so.</p>
<p class="p3"><strong>PRE</strong>: Ja! Ich habe im Moment 20 Schüler und vor dem Lockdown hatten wir noch etwa zwei Monate, in denen wir richtig experimentieren konnten, und das haben wir genutzt. Für den Januar habe ich ihnen ein kleines Experimentierpaket mitgegeben, aber inzwischen sitzen sie wieder auf dem Trockenen, und ich würde mir wünschen, dass ich sie wieder hier hätte. Es ist schön zu sehen, was sie für eigene Ideen und Fragen haben. Für mich ist das gar kein Unterrichten, sondern ein Hobby. Es kommen auch immer wieder ältere Schüler:innen, die an der AG hängen geblieben sind und mit den Kleinen etwas machen oder etwas Eigenes experimentieren.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was machen sie in der AG genau?</strong></p>
<p><strong>PRE</strong>: Unterschiedliche Experimente. Zuletzt hatte ich eine Reihe mit Waschmitteln und Gummibärchen gemacht, um zu untersuchen, was besonders in Waschmitteln darin ist. Im Endeffekt ging es dabei um Enzyme. Wenn man Gummibärchen beispielsweise in Kiwisaft taucht, dann &#8220;frisst&#8221; der Saft an einem Tag quasi die Bärchen. Weil die Enzyme in der Kiwi die Gelatine in den Gummibärchen abbauen und im Waschmittel haben wir ebenfalls Enzyme. So kann man Rückschlüsse auf den Waschprozess ziehen. Wir haben Papier untersucht, Papier auch selber geschöpft, Feuerlöscher gebaut &#8230;</p>
<p><strong>SPE</strong>: &#8230; Kerzen gezogen, Orangenschalen destilliert &#8230;</p>
<p><strong>PRE:  </strong>… also man sieht, das ist ein kunterbuntes Feld. Vor etwas längere Zeit war ich auch mit einer Gruppe bei &#8220;Jugend forscht&#8221;, da haben wir untersucht, warum das Trinken von Orangensaft nach dem Zähneputzen so grausam schmeckt. Da haben wir auch mit einem Zahnarzt zusammengearbeitet. Das waren schöne Sachen. Eins noch, sehr interessant: wenn man ein spröde gekautes Kaugummi hat und dazu ein Stück Schokolade isst, dann wird das wieder butterweich. Da haben die Kleinen dann untersucht, woran das liegen könnte. Also da bringen auch oft die Schüler:innen ihre eigenen Ideen rein, das ist immer sehr schön.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Gibt es auch ein Angebot für ältere Schüler:innen?</strong></p>
<p><strong>PRE</strong>: Das gab es einmal, aber dann gab es immer weniger AG-Stunden und dann starb das Angebot aus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><i>Nachfrage der Red.:</i> <em>Was kann man sich unter Ag-Stunden vorstellen?</em></strong></p>
<p><strong>PRE</strong>: Das bedeutet, dass der Lehrer ein oder zwei Stunden weniger unterrichten muss, weil er diese Stunden mit AG-Zeit füllt. Und diese AG-Stunden wurden dann leider gestrichen und man musste dann gucken wie man mit seiner Zeit irgendwie zu Rande kam.</p>
<p><strong>BEL</strong>: Es gibt sogenannte Poolstunden. Ich kenne das auch noch von der Technik-AG, in der ich sieben Jahre mitgewirkt habe, da gab es vom Schulleiter sozusagen &#8220;Erlassstunden&#8221;, weil das, was die Technik hier in der Schule leistet, so zeitintensiv war. Wenn dieser Pool aber vom Schulleiter verkleinert&#8230;</p>
<p><strong>GEB</strong>: &#8230;oder umverlagert&#8230;</p>
<p><strong>BEL</strong>: &#8230;genau oder umverlagert wird, fällt die Zeit weg. Das entscheidet die Schulleitung.</p>
<p><strong>PRE</strong>: Und man muss dann in seiner Freizeit schauen, wie viel Zeit man aufbringen kann, was mit eigenen Kindern dann aber oft sehr wenig ist. Aber die Großen, wenn sie wollen können immer noch gerne dazukommen.</p>
<p><strong>SPE</strong>: Wenn&#8217;s vom Stundenplan her passt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie finden Sie die Ausstattung unserer Schule für das Fach Chemie, was würden Sie sich für Verbesserungen wünschen?</strong></p>
<p><strong>ALLE</strong>: <em>(lachen und räuspern sich)</em></p>
<p><strong>BEL</strong>: Jetzt geht&#8217;s los. Also was wir uns auf jeden Fall wünschen, da waren wir uns alle einig, ist unsere Standgasleitung zurück und nicht dieses Gefrickel mit den Gasflaschen. Hier haben wir nur 5,5 Kilo Gasflaschen, Zuhause habe ich 11 Kilo – fürs Grillen.</p>
<p><strong>PRE</strong>: Dazu muss man sagen beim Umbau dieses Übungsraumes sind die alten Gasleitungen aus Sicherheitsgründen entfernt worden, zumindest wurde das so begründet. Jetzt haben wir Gasflaschen, man kann nicht mehr sagen, man macht alle Bunsenbrenner an und dann geht&#8217;s. Das war früher schon schöner, andererseits muss ich sagen, der Raum war früher nicht schöner.</p>
<p><strong>BEL</strong>: Ne also der Raum hat sich sehr verbessert, der ist wirklich schöner geworden, das Board, der Abzug funktioniert &#8230;</p>
<p><strong>SPE</strong>: Das ist der schönste Chemieraum Deutschlands. <em>(lacht) </em></p>
<p><strong>BEL</strong>: Behaupten wir immer! <em>(lacht)</em></p>
<p><strong> SPE</strong>: Davon geh&#8217; ich aus. Wer kann schon Chemie unterm Kreuzgewölbe machen? Also ich glaube, dass es da nicht so viele gibt</p>
<p><strong>BEL</strong>: Das ist auch der einzige Chemieraum Deutschlands, der Feuermelder hat. Das liegt aber nicht an uns, das liegt daran, dass der Scharbausaal geschützt werden muss.</p>
<p><strong>SPE</strong>: Also was wir uns wünschen würden, wären noch mehr Abzüge, wir haben ja den einen im Übungsraum, der ist glücklicherweise auch stationär, dann der im Hörsaal, der schon ein wenig umständlich zum Anschließen ist. Für Lehrerexperimente macht man das noch, aber das ist ja nicht für Schüler:innenexperimente ausgelegt. Wir hatten uns überlegt, dahinter befindet sich ja auch noch einmal so ein Kabuff, das wäre ein schöner Raum für ein paar Abzüge, dann könnten wir da auch experimentieren, aber ich denke das klappt nicht, weil da bestimmt die Belüftung gestört werden würde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie genau sieht der Chemieunterricht in Pandemiezeiten aus, können Sie eine Veränderung feststellen?</strong></p>
<p><strong>FUS</strong>: Ja, ohne die Experimente ist&#8217;s natürlich deutlich anders. Es ist schon viel theorielastiger, als man das sonst vielleicht machen würde, und Experimente werden dann auch mal entlastet durch ein Youtube-Video oder ein selbstgefilmtes Experiment, ein Ergebnisbild, oder ähnliches. Das ist natürlich nicht dasselbe. Das hat für den schnelleren Fortgang des Unterrichts Vorteile, weil ein Video drei Minuten geht und ein Experiment mit Auf- und Abbau eine Dreiviertelstunde. Dementsprechend kann dann noch mehr Theorie stattfinden, was aber vielleicht auch nicht ganz förderlich ist &#8230; <i>(lacht) </i>Also der Schwerpunkt verlagert sich. Aus diesem Grund haben wir auch mehr auf digitale Medien gesetzt, Übungen, die wir über das Internet gestellt haben, können den Spieltrieb sozusagen, der ja beim Experimentieren bedient wird, ein wenig ausgleichen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was ist Ihr Lieblingsexperiment und warum?</strong></p>
<p><strong>SPE</strong>: Mein Lieblingsexperiment ist mit Kerzenwachs. Dieses wird im Reagenzglas erhitzt, bis richtiger Wachsdampf aufsteigt, dann in kaltes Wasser gehalten und dann gibt es eine herrliche Stichflamme. Das gefällt mir, weil es schön warm ist. <em>(lacht)</em></p>
<p><strong>GEB</strong>: Du bist echt mutig.</p>
<p><strong>FUS</strong>: Bei der Schulvorstellung haben wir immer mit Trockeneis experimentiert, das hat tatsächlich sehr magische Effekte, wenn wir da mit pH-Indikatoren arbeiten. Dann verändern sich die Farben über die Einwirkzeit des Eises, das ist schon ziemlich cool. Und es raucht oben, also das ist, wie man sich Chemie so ursprünglich vorstellt. <i>(lacht)</i></p>
<p><strong>BEL</strong>: Deswegen ist es bei mir auch dieses Natrium-Chlorid-Synthese-Experiment, wo man erst einmal Chlorgas herstellen muss, was ja auch dieses sichtbare grün-gelbliche Gas ist, das dann aus den Standzylindern so herausquillt. Dann dieses Erlebnis, wenn man aus wirklich heftigen Zutaten wie Chlor und Natrium ein so harmloses Produkt wie Kochsalz erhält, Natrium und ein bisschen Wasser zündet (meine Idee, anstatt das Natrium mühsam zu erhitzen; Natriumoxidschichten erschweren die Reaktion), was uns ja auch letztens um die Ohren geflogen ist &#8230;</p>
<p><strong>FAL</strong>: Dir.</p>
<p><em>(allgemeines Lachen)</em></p>
<p><strong>BEL</strong>: Ja ich sag ja auch nur &#8220;wir&#8221;, weil du mit dabei warst. Du hättest ja den Krankenwagen rufen können oder so. Ja, also ich habe noch mehr Wasser hinzugegeben, weil nichts passierte, und dann ist das so explodiert, das dieses Gemisch selbst durch den Spalt der heruntergelassenen Scheibe gespritzt ist. Auf meine Schutzbrille &#8211; so führt man ein Experiment mit dem Referendar durch.<em> (lacht)</em></p>
<p><strong>GEB</strong>: Bei dem hab ich die Schüler:innen schon einmal fast vergiftet, weil ich zu spät gemerkt habe, dass der Abzug nicht funktioniert, beim Chlorgas &#8230;</p>
<p><strong>BEL</strong>: Und dann hast du das alles eingeatmet.</p>
<p><strong>GEB</strong>: Ne, ich hab die dann schnell aus dem Raum geschickt.</p>
<p>Ich mag am liebsten Goldmünzen, also Messingmünzen. Die machen wir immer in Klasse 8 zum Thema Metalle und dann habe ich einen Schüler in der Oberstufe in Mathe, der noch glücklich mit der Goldmünze kommt und sagt: &#8220;Gucken Sie mal, Frau Gebler, die habe ich bei Ihnen gemacht&#8221;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Gibt es insgeheim etwas, das Sie an ihrem Fach gar nicht mögen?</strong></p>
<p><em>(allgemeines Lachen)</em></p>
<p><strong>GEB</strong>: 1,2,3 …</p>
<p><strong>Alle</strong>: … SPÜHLDIENST!</p>
<p><strong>FUS</strong>: Mit Abstand kommt dann lange gar nichts mehr.</p>
<p><strong>BEL</strong>: Um das zu unterlegen, Frau Pressel hat mir schon einen Zettel geschrieben, jetzt nach dem Interview gehe ich da hin und mache Spühldienst.</p>
<p><strong>PRE</strong>: Also es ist nicht nur Herr Fust, der auf mich hört, sondern auch Herr Belaya. <em>(lacht)</em></p>
<p><strong>FUS</strong>: Wie du es da hinbekommen hast, weiß ich aber nicht&#8230; <em>(lacht)</em></p>
<p><strong>PRE</strong>: Man muss sagen, da haben wir schon mehr Aufwand als Chemielehrer.</p>
<p><strong>BEL</strong>: Ja das hat ein Geschichts- oder Deutschlehrer nicht, der klappt das Buch zu, klemmt sich das Ledermäppchen unter die Arme und geht. <em>(lacht)</em></p>
<p><strong>FUS</strong>: Machst du auch, kommst aber ne Stunde später wieder und räumst auf. <em>(lacht)</em></p>
<p><strong>FAL</strong>: Oder man räumt das eine Stunde vorher raus.</p>
<p><strong>GEB</strong>: Oder du machst es spontan …</p>
<p><strong>FAL</strong>: Ja gut, das klappt ja auch nicht so wunderbar und oftmals hat man dann gar keine Pause oder ist nachmittags nochmal länger hier. Und als Referendar sucht man sich auch nochmal besonders zu Tode, weil man nicht immer weißt, wo was ist. Aber gut, das ist auch mein Einzelschicksal. <em>(lacht)</em></p>
<p><strong>BEL</strong>: Frau Pressel hat mir erzählt, es gab Zeiten, da hatte man einen Chemielaboranten. Der hat all das gemacht, was wir jetzt zusätzlich machen; und das Land Hamburg favorisiert zum Beispiel auch noch: Dort muss ein Deutschlehrer mehr Stunden in der Woche arbeiten, als ein Chemielehrer. Und in Frankreich haben die auch noch diese Chemielaboranten. Das ist natürlich schön. Dann kommt man in den Raum rein, alles ist schon vorbereitet, dann geht man und alles wird hinter einem aufgeräumt. Das wäre ein Traumzustand! Und es würde auch die Rate an Experimenten in die Höhe steigen lassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Müssen Sie bei Reaktionsgleichungen manchmal noch überlegen wie Sie richtig sind, oder geht das so von der Hand?</strong></p>
<p><strong>FUS</strong>: Das kommt auf die Gleichung an.</p>
<p><strong>PRE</strong>: Ich finde es gut, wenn man die Gleichung nicht auswendig kann. Dann muss man auch noch einmal nachzählen, wie viele Atome man hat, das können die Schüler:innen dann viel besser nachvollziehen. Ich finde es viel wichtiger zu wissen, warum es funktioniert.</p>
<p><strong>BEL</strong>: Deshalb versuchen wir ja unseren Unterricht so aufzubauen. Ich weiß das noch von meiner Elterngeneration, die fanden Chemie immer deshalb blöd, weil man die Lösung auf einer Karteikarte auswendig lernen musste. Aber eigentlich geht es darum, die Prinzipien dahinter klar zu machen. Also in der Mittelstufe kann ich da spontan reingehen, aber wenn ich eine Azo-Farbstoffsynthese über zwei Tafeln in der Q2 mache, kann ich auch Fehler machen, da habe ich dann natürlich mein Skript.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Es soll bald ein neues Format mit Carl Silberbach erscheinen, in dem er chemische Experimente erklärt, wie sehen Sie das?</strong></p>
<p><strong>SPE</strong>: Würde ich abonnieren. <em>(lacht)</em></p>
<p><strong>GEB</strong>: Ich kenn ihn leider nicht.</p>
<p><strong>BEL</strong>: Da hast du was verpasst.</p>
<p><strong>GEB</strong>: Ja, anscheinend.</p>
<p><strong>FUS</strong>: Aber du kannst ihn ja kennenlernen über die Artikel!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Fragenhagel:</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Bio, Chemie, Physik oder Mathe?</strong></p>
<p><strong>FUS</strong>: Bio</p>
<p><strong>SPE</strong>: Chemie</p>
<p><strong>GEB</strong>: Mathe</p>
<p><strong>PRE</strong>: Chemie</p>
<p><strong>FAL</strong>: Physik</p>
<p><strong>BEL</strong>: Chemie</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Reaktionsgleichung, Formel oder Aufbau einer Zelle erklären?</strong></p>
<p><strong>Alle</strong> <em>nacheinander:</em> Reaktionsgleichung.</p>
<p><strong>FUS: </strong>Aufbau einer Zelle würde ich sagen. <em>(lacht)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie viele Reagenzgläser haben Sie schon fallen gelassen?</strong></p>
<p><strong>SPE</strong>: Tausend, vielleicht auch Fünftausend, alleine bei meinem Kerzenwachsexperiment gehen die Reagenzgläser ja alle kaputt.</p>
<p><strong> FUS</strong>: Bewusst auf den Boden oder irgendwo anders hinein?</p>
<p><strong>PRE</strong>: Du meinst, wenn man keine Lust mehr hat zu spülen?! <em>(lacht)</em></p>
<p><strong>FUS</strong>: Aus Versehen fünf und willentlich bedeutend mehr … <em>(lacht)</em></p>
<p><strong>BEL</strong>: Das sind ja aber auch Cent-Beträge, solange man das Tablet nicht fallen lässt, ist alles gut.</p>
<p><strong>GEB</strong>: Ich sag mal hundert.</p>
<p><strong>PRE</strong>: Ich schließ mich der Tausend an. Also, wenn man die in der Spühlmaschine kaputt gegangenen dazuzählt, dann wahrscheinlich zweitausend.</p>
<p><strong>SPE</strong>: Hundert, das ist einfach nur so ne Kiste, ne?</p>
<p><strong>PRE</strong>: Ja genau, die hab ich in einem fallen lassen<em>. (allgemeines Lachen)<br />
</em></p>
<p><strong>FUS</strong>: So kommst du auf tausend, auch.</p>
<p><strong>FAL</strong>: &#8220;Ich muss aufholen.&#8221; <em>(lacht) </em>Einige, sage ich mal. Also wir hatten auch mal welche, die gingen alleine vom Anschauen kaputt, also ich hab sie genommen und schon ist der Rand abgebrochen; also wer hatte die denn bestellt? <em>(lacht)</em></p>
<p><strong>FUS</strong>: Vielleicht sind es bei mir doch ein paar mehr …<em> (allgemeines Lachen)<br />
</em></p>
<p><strong>BEL</strong>: Ich mach, glaube ich, mehr mit Experimenten kaputt, als dass ich sie fallen lasse. Früher, mit unserer alten Standgasleitung, konnte man die ja auch noch aufblasen wie beim Glasbläser, nach dem Experiment kannst du die ja nicht mehr gebrauchen …</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Experiment vorzeigen oder machen lassen?</strong></p>
<p><strong>Fast alle </strong><em>nacheinander</em>: Machen lassen.</p>
<p>-Pause-</p>
<p><strong>BEL</strong>: Na gut …</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wissenschaft schuldig an Kriegen, ja oder nein?</strong></p>
<p><strong>Alle</strong>: Nein, nö, ne, nein.</p>
<p><strong>FAL</strong>: Die haben ja nicht angefangen.</p>
<p><strong>BEL</strong>: Also natürlich liefert die Wissenschaft immer die Technologie von der Nuklearwaffe bis zum Schießpulver, aber die Entscheidung und die Entwicklung dahin ist ja immer eine gesellschaftlich-politische.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Bester Chemiewitz?</strong></p>
<p><strong>BEL</strong>: Chemiker haben für alles eine Lösung.</p>
<p><strong>PRE</strong>: OH <em>(Sprechweise wichtig).</em></p>
<p><strong>BEL</strong>: Da muss ich erst drüber nachdenken.<em> (lacht)</em></p>
<p><strong>FAL</strong>: Ritter von Heisenberg fährt auf der Autobahn, wird von der Polizei angehalten: &#8220;Wussten Sie, wie schnell Sie gefahren sind?&#8221; Antwort des Ritters: &#8220;Nein, aber ich wusste, wo ich gefahren bin.&#8221;</p>
<p><strong>SPE</strong>: Naja, eher ein Physikwitz …</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Lieblingselement?</strong></p>
<p><strong>BEL</strong>: Wasserstoff.</p>
<p><strong>SPE</strong>: Quecksilber.</p>
<p><strong>PRE</strong>: Mehrere.</p>
<p><strong>FAL</strong>: Wo findest du das denn im Periodensystem?</p>
<p><em>(allgemeines Lachen)</em></p>
<p><strong>SPE</strong>: 125, hui. <em>(lacht)</em></p>
<p><strong>GEB</strong>: Sauerstoff.</p>
<p><strong>FAL</strong>: Helium.</p>
<p><strong>FUS</strong>: Natrium.</p>
<p><strong>PRE</strong>: Ich würde auf keins verzichten wollen.</p>
<p><strong>SPE</strong>: Das verlangt ja auch keiner.</p>
<p><strong>PRE</strong>: Ja, dann sag ich Wasserstoff.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie hieße ein Element, nach Ihnen benannt? </strong><em>(Hier darf der gewiefte Leser gerne selber raten, von wem die Antworten stammen.)<strong><br />
</strong></em></p>
<p><strong>Fustium</strong><em> (allgemeines Lachen)<br />
</em></p>
<p>– Ah das sind dann diese braunen Flecken auf der Schürze? <em>(lacht)</em></p>
<p>Ich erwarte natürlich auch von meinen Schüler:innen, wenn sie ein Element entdecken, dass sie das nach ihrem Chemielehrer benennen.</p>
<p>– Wir müssten ja eine neue Reihe auf machen.</p>
<p>– Also ich finde fürs Fustium könnte man doch darüber nachdenken.</p>
<p>– Boa, schwer</p>
<p>– Das gibt&#8217;s schon.<em> (allgemeines Lachen)<br />
</em></p>
<p>– Meins schreibt man ja anders <em>(lacht)</em>, naja dann bleib ich bei <strong>Boa</strong>, aber mit &#8220;a&#8221; am Ende <em>(lacht).</em></p>
<p>– Das ist schwer, ich bin am Überlegen.</p>
<p>– <strong>Geblium</strong> vielleicht?</p>
<p>– Ja, ne, mh, mir fällt jetzt nichts ein.</p>
<p>– Ich nehm <strong>Cool</strong>.</p>
<p>– Da gibt es ja ungeahnte Möglichkeiten, sehr schöne Frage.</p>
<p>– Ich würde jetzt ja <strong>Eka-Fustium</strong> sagen, das wäre dann drunter.</p>
<p>– Noch eine neue Reihe, extra für euch.</p>
<p>– Genau die Fustium-Falkium-Reihe.</p>
<p>– <strong>Falkium</strong> klingt gut.</p>
<p>– Ja oder Falkinium.</p>
<p>– <strong>Pressilium</strong> würde auch schön klingen.</p>
<p>– Klingt wie eine Blume.</p>
<p>– Oder eine Praline. <em>(lacht)</em></p>
<p>– Bei mir würde sich <strong>Belarium</strong> ja anbieten, das klingt ganz schön, klingt fast wie Solarium.</p>
<p>– Das klingt wie Urlaub und Urlaub ist gut.<em> (lacht)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wir danken der Fachschaft Chemie sehr für dieses interessante, ausführliche und unterhaltsame Interview!</em></p>
<p style="text-align: right;"><em>Redaktion des Website-Teams</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-der-chemiefachschaft-teil-2/">Unterm Kirschbaum mit &#8230; der Chemiefachschaft (Teil 2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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		<title>Unterm Kirschbaum mit Herrn Dr. Dalski (Bund der Freunde)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Fust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2020 15:06:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel 2020]]></category>
		<category><![CDATA[Aula]]></category>
		<category><![CDATA[Bund der Freunde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unterm Kirschbaum mit Herrn Dr. Dalski (Bund der Freunde) Viele haben den Namen bestimmt schon einmal gehört: Bund der Freunde. Dieser Förderverein unterstützt viele Projekte am Katharineum. Wir haben uns mit dem neuen Vorsitzenden Herrn Dr. Dalski getroffen und hoffen, Euch so den Bund und seine Arbeit näher bringen zu können! Was ist der Bund der Freunde? Der Bund der&#160;<a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-dr-dalski-bund-der-freunde/">&#8230;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><b>Unterm Kirschbaum mit Herrn Dr. Dalski (<a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/bund-der-freunde/">Bund der Freunde</a>)</b></p>
<p class="p3">Viele<i> haben den Namen bestimmt schon einmal gehört: <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/bund-der-freunde/">Bund der Freunde</a>. Dieser Förderverein unterstützt viele Projekte am Katharineum. Wir haben uns mit dem neuen Vorsitzenden Herrn Dr. Dalski getroffen und hoffen, Euch so den Bund und seine Arbeit näher bringen zu können!</i></p>
<p class="p3"><b>Was ist der <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/bund-der-freunde-2/"><i>Bund der Freunde</i></a>?</b></p>
<p class="p3">Der <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/bund-der-freunde/"><i>Bund der Freunde</i></a> ist ursprünglich, als ältester Förderverein dieser Schule, ein Ehemaligen-Verein. Das wandelte sich aber in den letzten Jahren und wir möchten heute, auch abgebildet durch den neuen Vorstand, vielmehr die aktiven Schüler*innen und Eltern dabeihaben, eigentlich „alle“, die am Schulleben teilhaben. Deswegen sind wir auch sehr froh, dass wir jetzt im Vorstand, beziehungsweise im Beirat, zum ersten Mal einen festen Posten für eine*n Vertreter*in aus der SV oder für eine*n von der SV delegierte*n Schüler*in haben. Der <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/bund-der-freunde/"><i>Bund der Freunde</i></a> ist ein Verein, der sich zunächst aus seinen Mitgliedern zusammensetzt. Diese zahlen einen kleinen Jahresbeitrag von 25,-€ und bekommen dafür z.B., wenn sie nicht mehr an der Schule sind, regelmäßig die <a href="https://katharineum.de/aktivitaeten/arbeitsgemeinschaften/redaktions-ag/">Schulzeitung</a>. Mit diesen Beiträgen und vielleicht noch zusätzlich eingeworbenen Geldern probieren wir – sehr breit gefächert –, die Schule im Ganzen zu unterstützen: Lehrer- und Schüler*innen können, wo auch immer Bedarf ist, Anträge stellen. Wir diskutieren im Vorstand darüber und schauen, was vielleicht auch die anderen Fördervereine dazu beitragen könnten. Es ist sinnvoll, wenn man sich die Aufgaben und Förderprojekt aufteilt, denn es gibt neben dem <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/bund-der-freunde/">Bund der Freunde</a> ja z.B. auch noch den Fundraising-Verein; dieser sammelt durch Spendenaufrufe viel Geld für konkrete Projekte, aktuell zum Beispiel für die Aula. Und schließlich gibt es auch noch die <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/kulturmark/">Kulturmark</a> als dritten Förderverein des Katharineums. Wir sind mit dem<a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/bund-der-freunde/"><i> Bund der Freunde</i></a> wie gesagt der älteste dieser drei Fördervereine und wollen weiterhin eng mit den anderen zusammenarbeiten!</p>
<p class="p3"><b>Ist die Zusammenarbeit mit den anderen Fördervereinen also eng und ist es angestrebt gemeinsame Projekte zu verwirklichen?</b></p>
<p class="p3">Unbedingt! Denn versuchen wir einmal objektiv zu schauen: Dem Katharineum geht es „eigentlich“ sehr gut. Dies habe ich auch kürzlich bei einem ersten Treffen mit den Vertretern*innen und Vorsitzenden der anderen Fördervereine hervorgehoben, denn aus meiner Sicht ist es nicht selbstverständlich, dass es einer Schule heute gut geht. Ich denke, und Sie wissen dies vermutlich auch aus Ihrem persönlichen Freundes- und Bekanntenkreis, dass es schon innerhalb von Lübeck Gymnasien gibt, denen es zum Beispiel schon von der Grundausstattung her gar nicht so gut geht. Das heißt natürlich nicht, dass die Schüler*innen dort schlecht unterrichtet werden. Dennoch, die Situation am Katharineum ist schon etwas Besonderes, und dies wollen wir möglichst auch gerne aufrechterhalten. Aber wer ist für eine Schule zuständig? Da ist zunächst der Träger zu nennen, also in unserem Fall die Stadt, und dann kommen letztendlich eben auch die Fördervereine mit ins Boot, in die z.B. auch die Elternschaft wie im Falle der <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/kulturmark/">Kulturmark</a> etwas einzahlt. Es gilt also, diese verschiedenen „Finanztöpfe“, die der Schule insgesamt zur Verfügung stehen, sinnvoll zu nutzen. Besonders für Großprojekte versuchen wir immer gemeinsam Gelder einzuwerben. Deswegen ist die Zusammenarbeit sehr wichtig. Diese enge Zusammenarbeit machen wir und sie gab es bereits in der Vergangenheit und wird es auch zukünftig geben.</p>
<p class="p3"><b>Was hat der <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/bund-der-freunde/"><i>Bund der Freunde</i></a> für eine Geschichte?</b></p>
<p class="p3">Die Geschichte habe ich ja bereits eben schon etwas angerissen. Es ist primär ein Alumni-Werk zur Information über das aktuelle Schulleben und zur Pflege der Verbundenheit der ehemaligen Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern mit der Schule gewesen. Gerade gestern war ich hier in der Schule … ich bin im Moment irgendwie häufiger an der Schule als früher (<em>lacht</em>) … und habe mit dem Vorstand des <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/fundraising-verein/">Fundraising-Vereins</a> über die Thematik gesprochen, dass wir, d.h. der <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/kulturmark/">Fundraising-Verein</a> und auch der <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/bund-der-freunde/">Bund der Freunde</a>, leider feststellen, dass die Abiturjahrgänge ab Ende der achtziger Jahre in den Fördervereinen stark unterrepräsentiert sind.<span class="Apple-converted-space"> </span>Wir haben uns natürlich gefragt, warum das so ist. Die Gründe sind vielschichtig, aber es ist ganz offensichtlich auch begründet durch den Wandel der Zeit. Wenn wir früher, ich habe z.B. 1989 hier mein Abitur gemacht, in die Welt hinausgingen und uns fragten: &#8220;Wie bleiben wir im Kontakt?&#8221;, dann hat man geschaut, dass Adressenlisten ausgetauscht wurden … und ist vielleicht sogar Mitglied im <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/bund-der-freunde/"><i>Bund der Freunde </i></a>geworden. Aber Ihre Generation und auch schon einige Abiturjahrgänge vor Ihrem halten heute ja sowieso den Kontakt über die unterschiedlichsten sozialen Netzwerke. Sie brauchen keinen Verein um im Kontakt zu bleiben … und trotzdem wäre es schade, wenn sich ein Verein wie der<a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/bund-der-freunde/"> <i>Bund der Freunde</i></a> deshalb auflösen würde. Die Aufgaben des <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/bund-der-freunde/"><i>Bund der Freunde</i></a> sind mehr, als die reine Kontaktpflege! Vielleicht ist es für die jetzt aktiven Schüler*innen noch etwas abstrakt, aber im Laufe seines Lebens kommt vielleicht doch die eine oder der andere zu dem Schluss: <i>&#8220;… das war doch eigentlich echt gut, dass ich auf dieser (!) Schule sein durfte</i>&#8220;, oder man entwickelt sogar das Wunsch, der Schule etwas zurückgeben zu wollen. Dann ist so ein Verein wie der <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/bund-der-freunde/"><i>Bund der Freunde</i></a> eben mehr als „Facebook und Co.“ … und das ist, so glaube ich, immer noch ganz nahe an dem Grundgedanken der Gründer von 1949. Diesen Gedanken wollen wir weiterleben, aber auch modern sein und mit der Zeit gehen. Deshalb möchten wir versuchen, zukünftig mehr Schüler*innen bereits in ihrer aktiven Schulzeit für den <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/bund-der-freunde/"><i>Bund der Freunde</i> </a>zu gewinnen. Wenn Schüler*innen zukünftig sagen: &#8220;<i>Super, wir konnten nach Israel fliegen</i>“ oder “<i>Cool, wir haben ein neues Cello für das Orchester bekommen! … und das ging durch die Unterstützung des Bundes der Freunde!</i>“, dann schaue ich ganz positiv in die Zukunft unseres Fördervereins. So verbinden sich für mich die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Vereins.</p>
<p class="p3"><b>Wie finanziert sich der Bund?</b></p>
<p class="p3">Das geschieht primär durch die Jahresbeiträge der Mitglieder. Natürlich darf ein Mitglied auch mehr als die 25,-€ Jahresbeitrag zahlen oder spenden. So gibt es Ehemalige und andere Mitglieder, denn Mitglieder müssen ja nicht nur Ehemalige sein (jeder kann im Prinzip Mitglied im <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/bund-der-freunde/"><i>Bund der Freunde</i></a> werden, wenn er eine Verbundenheit mit dieser Schule hat), von denen manch einer das Glück hat, in seinem Leben mehr Geld zu verdienen, und der zahlt dann freiwillig eben auch ein bisschen mehr. Und zu guter Letzt gib es dann manchmal auch ganz klar projektbezogene Spenden. Früher konnte man auch noch ein paar Zinsen bei der Bank bekommen (<em>lacht</em>), das ist heute leider nicht mehr so. Das zusammen sind unsere finanziellen Quellen.</p>
<p class="p3"><b>Gibt es abweichende Beiträge für Schüler*innen?</b></p>
<p class="p3">Nein, wie gesagt 25,-€ im Jahr sind, so glaube ich, schon sehr niedrig. Wenn wir es schaffen würden, und hier wünschen wir uns Anregungen und Feedback durch den oder die Delegierte<span class="Apple-converted-space">  </span>der SV oder Schülerschaft in unserem Beirat, mehr Schüler*innen für den <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/bund-der-freunde/"><i>Bund der Freunde</i></a> zu begeistern, und diese aber sagen, dass ihnen 25,-€ zu viel wären, also vielleicht lieber nur 5,-€ oder 10,-€ zahlen würden, dann könnte man sich das sicherlich mal überlegen und im Vorstand diskutieren. Bislang ist es aus der Tradition heraus so, dass man davon ausgeht, die Mitglieder sind im Studenten- oder Berufsleben, und in diesem Kontext ist der Beitrag von 25,- € im Jahr nicht zu hoch. Das kann sich, so hoffe ich, jeder leisten. Aber vielleicht wäre das ein Thema, über das wir nochmal nachdenken sollten.</p>
<p class="p3"><b>Wer kann in den <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/bund-der-freunde/"><i>Bund der Freunde</i></a> beitreten?</b></p>
<p class="p3">Wirklich alle! Wir haben gerade die Satzung nochmal neu angefasst und ein paar Änderungen vorgenommen, aber grundsätzlich war es schon vorher so, dass nicht nur Ehemalige beitreten können. Also jeder, der zu dieser Schule eine Verbundenheit spürt. Weil man selbst hier Schüler war oder seine Kinder hier zur Schule gingen … per se schließen wir erstmal niemanden aus. Wir möchten das auch bewusst offenhalten.</p>
<p class="p3"><b>Warum sollte man, Ihrer Meinung nach, beitreten?</b></p>
<p class="p3">Warum sollte man das? &#8230; ich bin etwas zögerlich, weil die Gründe, an die ich gerade denke, ausgesprochen immer so „groß“ klingen. In der bereits erwähnten Runde gestern Abend mit <a href="https://katharineum.de/teachers/herr-philippi/">Herrn Philippi</a> und Herrn Haukohl vom<a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/kulturmark/"> Fundraising</a> haben wir genau über diese Frage diskutiert. Wir sind uns einig, dass man es aus einer echten Überzeugung machen sollte, nicht weil „jeder“ mitmacht. Ich meine, dass unserer Gesellschaft die Dankbarkeit etwas abhanden-gekommen ist. Ich bin davon überzeugt, dass es etwas Besonderes ist, an dieser Schule seine Schulzeit verbringen zu können. Wenn man sich dessen bewusst wird, dann kommt vielleicht auch irgendwann das Gefühl der Dankbarkeit … und vielleicht sogar der Wunsch auf, der Schule etwas zurückgeben zu wollen. Dann ist es ein guter Grund, im <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/bund-der-freunde/">Bund der Freunde</a> Mitglied zu werden. Ich würde mich freuen, wenn wir dies schon den aktiven Schüler*innen irgendwie vermitteln können!</p>
<p class="p3"><b>Der <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/bund-der-freunde/"><i>Bund der Freunde</i></a> ist ein Förderverein des Katharineums, was fördert er denn genau?</b></p>
<p class="p3">Alles, hätte ich beinahe gesagt <em>(lacht).</em> In unserer Satzung stehen die „Leitmotive“. Grundsätzlich möchten wir aber das breite Spektrum des aktiven Schullebens und die Pflege von Schultraditionen fördern.<span class="Apple-converted-space"> </span>Dazu gehören z.B. auch die Einzelförderung oder Unterstützung von Schülern in Form von Coaching. Vielleicht haben Sie schon davon gehört, dass Schüler*innen in der „schwierigen“ Phase ihres jungen Lebens, in der vielleicht die Schule nicht im Vordergrund steht, Unterstützung hier in der Schule holen können. Eine sehr gute Sache, wie ich meine. Den meisten sind wir aber vermutlich dadurch bekannt, dass wir z.B. die Orchesterreisen finanziell unterstützen, oder <a href="https://katharineum.de/leere-laufbahnen-auf-dem-buni-staffeltag-2020/">neue Trikots für die Staffelteams</a> oder die <a href="https://katharineum.de/aktivitaeten/arbeitsgemeinschaften/krr/">Ruderriege</a> finanzieren. Wir fördern die <a href="https://katharineum.de/aktivitaeten/fahrten-und-exkursionen/israelfahrt/">Israelfahrten</a> und die <a href="https://katharineum.de/oslo-2020/">Orchesterreise nach Oslo</a>. Wir haben den Wasserspender mitfinanziert und wir sind mit vielen, vielen Dingen in der Aula dabei. Also wirklich breit gefächert! Ich möchte wirklich, dass keine Lehrkraft und keine Fachschaft denkt, der <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/bund-der-freunde/"><i>Bund der Freunde</i></a> ist nichts für mich, die fördern nur Aktivitäten, die einen Bezug zum Altsprachlichen haben. Eigentlich sind wir offen für alles. Was wir nicht so gerne mögen ist, dass wir nur als &#8220;Geldgeber&#8221; für eine Klassenfahrt angefragt werden. Wir wünschen uns, wieder ein großes Wort, den pädagogischen Wert und auch die Nachhaltigkeit für die Schule mit den geförderten Projekten zu unterstützen. Große Projekte fördern wir selten ganz allein, sondern meistens im Verbund mit den anderen Fördervereinen, da es da häufig auch um große Summen geht.</p>
<p class="p3"><b>Was sind Ihre Aufgaben als Vorsitzender des Bunds?</b></p>
<p class="p3">Das weiß ich noch gar nicht <em>(lacht).</em> Aber sie sind auf jeden Fall vielseitig! Wegen der vielen Aufgaben haben wir auch einen neuen, größeren Vorstand gewählt. Wir sind jetzt fünf Personen, früher waren es nur drei. Weil wir aber alle berufstätig sind, wollten wir die ehrenamtlichen Aufgaben auf mehr Personen aufteilen können. Deshalb kann ich jetzt gar nicht sagen, was genau nur der erste Vorsitzende macht. Die Aufgaben werden noch verteilt. Neben dem ersten Vorsitzenden gibt es im geschäftsführenden Vorstand noch die zweite Vorsitzende (<a href="https://katharineum.de/teachers/frau-behrend/">Frau Behrend</a>) und den Kassenwart <a href="https://katharineum.de/teachers/kaffka/">(Herrn Kaffka</a>). Wir drei haben dann noch zwei weitere Vorstandskollegen*innen, Frau Wagner und <a href="https://katharineum.de/teachers/fust/">Herrn Fust</a>. Dieses Team versucht, sich zu ergänzen und gegenseitig bei den vielen Aufgaben zu unterstützen. Der Erste Vorsitzende ist natürlich häufig für so etwas Angenehmes wie dieses Interview zuständig, aber auch Kontakte zu knüpfen und den Kontakt zu den anderen Fördervereinen und der Schule zu pflegen, sind seine Aufgaben. Alle anderen administrativen Aufgaben, zum Beispiel der Kontakt zu den Mitgliedern, verteilen wir jetzt auf mehrere Schultern. Ich finde es sehr, sehr angenehm, dass ich so tolle Kolleg*innen im Vorstand habe. Herr Fust kümmert sich z.B. um die Homepage und <a href="https://katharineum.de/teachers/kaffka/">Herr Kaffka</a>, unser Kassenwart, übernimmt die Installation einer neuen Vereinssoftware. <a href="https://katharineum.de/teachers/frau-behrend/">Frau Behrend</a> kümmert sich um die Schulzeitung, die wir unseren Mitgliedern regelmäßig schicken. Ich könnte noch viele weitere Aufgaben aufzählen. Das funktioniert einfach toll. Ich selbst bin vermutlich aber der erste Ansprechpartner für den <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/bund-der-freunde/"><i>Bund der Freunde</i> </a>und versuche zu koordinieren.</p>
<p class="p3"><b>Was wird sich mit Ihnen, als neuem Vorsitzenden ändern?</b></p>
<p class="p3">Ohne das als Kritik an all meinen tollen Vorgänger*innen zu verstehen: Ich hoffe einfach, und das ist unser gemeinsames großes Ziel, den <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/bund-der-freunde/"><i>Bund der Freunde</i></a> mehr ins Bewusstsein des aktuellen Schullebens, des „Schüler*innen-Lebens“ zu bringen. Ob uns das auch gelingt, weiß ich noch nicht, aber wir suchen aktiv den Austausch. Das wäre wirklich toll, wenn uns das irgendwie gelänge. Unser „Kerngeschäft“ ist die Förderung von Projekten, aber wenn wir Eltern und auch Lehrer*innen, von denen viele gar nicht genau wissen, was wir machen, zukünftig mit ins Boot holen könnten, wäre das großartig. Das wäre ein großer Erfolg für die gesamte Gemeinschaft. Wenn uns alle Schüler*innen, Lehrer*innen und auch Eltern als Ansprechpartner für Förderanträge und für Projektideen kennen, dann haben wir viel erreicht. Daran wollen wir arbeiten!</p>
<p class="p3"><b>Wie bleiben Sie mit den Mitgliedern in Kontakt?</b></p>
<p class="p3">Auch dort gibt es einen Generationswechsel. Wo es geht und gewünscht ist, bekommen die Mitglieder die Informationen per Email. Sie werden auf diesem Weg z.B.<span class="Apple-converted-space"> </span>einmal im Jahr zur Mitgliederversammlung eingeladen. Die Schulzeitung bekommen sie per Post zusammen mit Informationen über die Musicals, das <a href="https://katharineum.de/aktuelles/100-jahre-krippenspiel/">Krippenspiel</a>, etc., alles Dinge und Aktivitäten, die man vielleicht selbst noch aus der eigenen Schulzeit kennt. Die älteren Mitglieder erreichen wir meist nur noch über den postalischen Weg. Und nicht zu vergessen: Man findet uns auch auf der Homepage des Katharineums.</p>
<p class="p3"><b>Wie sind Sie auf die Idee mit dem Wasserspender gekommen?</b></p>
<p class="p3">Da muss ich ein bisschen privater werden. Ich selbst bin Typ 1-Diabetiker, was bedeutet, dass die Erkrankung bei mir primär nichts mit einer falschen Ernährung zu tun hat. Aber durch meinen Diabetologen und Freund, Herrn Prof Dr. Schütt, den ich bereits schon aus der gemeinsamen Zeit in der Diabetesforschung an der Lübecker Uniklinik kenne, habe ich früh gelernt, dass zu viel Zucker in unserer Ernährung die Menschen ebenfalls am Diabetes erkranken lässt. Das wäre dann der Typ 2-Diabetes. Irgendwann erzählte er mir dann einmal, dass er, mit Hilfe von Unterstützern in einer Travemünder Schule einen Trinkwasserbrunnen aufgestellt hat. Damit wird den Schüler*innen die Möglichkeit gegeben, jederzeit an gesundes und frisches Wasser als zuckerfreie Alternative zu den bekannten Süßgetränken zu kommen. Da hat es bei mir sofort klick gemacht und ich habe gesagt: &#8220;Mensch, das ist doch überhaupt die Idee, das möchte ich für das Katharineum auch haben&#8221;. Ich habe dann, und das ist schon ein paar Jahre her, mit Herrn Schmittinger darüber gesprochen und der sagte mir: &#8220;Super Idee!&#8221;</p>
<p class="p3">Die einzige Einschränkung, die er aber gegeben hat, war, dass er nicht noch eine Baustelle in der Schule haben möchte. Das müsste also in seinem letzten oder vorletzten Jahr als Direktor hier am Katharineum gewesen sein. Diesen Wunsch konnte ich nachvollziehen, aber wir sind drangeblieben. Als nächstes ging es darum, genügend Geld zusammenzukriegen. Und das gelang uns dann sehr schnell in der Zusammenarbeit mit allen drei Fördervereinen. Ich fand es sehr schön, kürzlich zu sehen, dass auf Ihrer Homepage, und ich glaube auch in der Schulzeitung, ein Foto war, übertitelt mit den Worten &#8220;Endlich sind sie da, die Wasserspender&#8221;. Ich dachte, das ist visionär! Denn tatsächlich ist erst einer da, und es steht dort schon der Plural (<em>lacht</em>). Also sollte doch auch Platz für einen zweiten Wasserspender zu finden sein (!), damit man es auch in den kleinen Pausen schaffen kann, seine Trinkflasche neu zu befüllen!</p>
<p class="p3"><i>(Die Red.: Der Wasserspender wurde wahnsinnig gut angenommen, besonders in den großen Pausen.)</i></p>
<p class="p3">Prima das freut mich!</p>
<p class="p3"><b>Mit welchen Schwierigkeiten war die Umsetzung des Wasserspenders verbunden?</b></p>
<p class="p3">Oh, die waren vielseitig, aber wir waren hartnäckig und ausdauernd. Ich will gar nicht zu weit ausholen, aber es ist bei den Innenstadt-Gymnasien, die alle eine sehr alte Bausubstanz haben, für die Stadtverwaltung ein Ding der Unmöglichkeit gewesen, dass wir jetzt ans vermeintliche alte und „denkmalgeschützte Trinkwassernetz so ein Gerät anschließen wollten. Aber schon zu Zeiten des Wahlkampfes um das Bürgermeisteramt hatte sich Herr Lindenau genau dieses Thema auf die Fahnen geschrieben. Nur, ein Vorhaben ist noch kein Konzept. Da hatte <a href="https://katharineum.de/teachers/herr-philippi/">Herr Philippi</a> in seinem ersten Jahr als Schulleiter wirklich ein super Durchhaltevermögen. Meine Aufgabe war es die Stadtverwaltung zu nerven … man konnte sich über mich ja nur schlecht bei der Schule beschweren. Und so bin ich dann dort auch ohne Termin aufgeschlagen. Letztlich haben wir schnell gemerkt, dass, egal mit wem man gesprochen hat, alle Beteiligten für unser Vorhaben waren. Es gab viele positive Reaktionen auch auf einen LN-Artikel zu diesem Thema. Grundsätzlich muss das Trinkwasser im ganzen Trinkwassernetz der Stadt halt auch Trinkwasserqualität haben … egal ob alte oder neue Leitungen. Das alles zog sich lange hin, doch schließlich hat es dann doch geklappt! Das ist das Wichtigste.</p>
<p class="p3"><b>Gab es Testungen am Trinkwasser?</b></p>
<p class="p3">Die werden jetzt regelmäßig durchgeführt. Mindestens einmal im Jahr wollen wir durch das Gesundheitsamt das Wasser am Trinkwasserspender testen lassen. Gerade nach längeren Zeiten, in denen der Wasserspender nur wenig genutzt wird, wie z.B. in den Sommerferien, ist es sinnvoll, Wasserproben testen zu lassen. Das von uns gewählte Gerät hat aber sämtliche technischen Sicherheitsvorkehrungen eingebaut und trotzdem haben wir gesagt, und das war <a href="https://katharineum.de/teachers/herr-philippi/">Herrn Philippi</a> auch besonders wichtig, dass das Wasser regelmäßig vom Gesundheitsamt getestet wird.</p>
<p class="p3"><b>Wann sind Sie selbst in den <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/bund-der-freunde/"><i>Bund der Freunde</i> </a>eingetreten?</b></p>
<p class="p3">Gleich nach dem Abi! Das muss dann ja 1989 gewesen sein.</p>
<p class="p3"><b>Was haben Sie nach dem Abitur studiert und was arbeiten Sie jetzt?</b></p>
<p class="p3">Ich musste mir „Dienstfrei“ nehmen, damit ich zu meiner Abitur-Entlassung kommen kann, daraus hört man vielleicht, dass ich einem Jahrgang angehöre, der den Wehrdienst bei der Bundeswehrzeit kannte. Aber danach war mein Weg klar, …und zwar dachte ich: Ich werde Lehrer <em>(lacht)!</em> Ich habe dann in Hamburg mit dem Lehramtsstudium für Biologie und Geographie angefangen. Damals war die Uni aber sehr voll, und ich hatte das Gefühl, dort künstlich „dumm gehalten“ zu werden. In die Seminare und Vorlesungen, die mich zusätzlich fachlich interessierten, kam ich als Lehramtskandidat gar nicht hinein. Ich bin dann relativ frustriert aus Hamburg weg und habe schnell den Weg gefunden, Biologie zu studieren, und bin zum Diplomstudium an die Uni Osnabrück gewechselt. Das war mein Weg. Nach der Bundeswehr-Zeit habe ich zur Orientierung eine damals noch zweijährige Ausbildung zum Medizin-Technischen-Assistenten hier in Lübeck gemacht. So wurde mein Interesse an der Medizin und der medizinischen Forschung geweckt, aber ich wollte nicht Arzt werden. So habe ich also mein Biologie-Studium gemacht und bin danach zurück an die medizinische Universität in Lübeck. Über ein Praktikum bin ich dann früh ins Institut für Humangenetik und schließlich zu meiner Diplomarbeit und zur Promotion in diesem Bereich gekommen. Mit einem kurzen Abstecher in die Diabetesforschung arbeite ich seit meiner Diplomarbeit und Promotion als Wissenschaftler im Institut für Humangenetik der Universität zu Lübeck.</p>
<p class="p3"><i>Fragengewitter:</i></p>
<p class="p3"><b>Englisch oder Latein? </b> Englisch</p>
<p class="p3">Trotzdem: <b>Caesar oder Cicero?</b>  Also ich erinnere mich, wenn überhaupt, an die Übersetzung Caesars, das war <em>zäh&#8230; (lacht)</em></p>
<p class="p3"><b>Persönliches Treffen oder Videokonferenz?</b>  Gerne immer persönlich, wenn es geht.</p>
<p class="p3"><b>Brief oder Email? </b> Ehrlich&#8230; Email</p>
<p class="p3"><b>Buch oder Sachbuch? </b> Beides super!</p>
<p class="p3"><b>Kaffee oder Tee? </b> Tee</p>
<p class="p3"><b>Drama oder Musical?</b>  Musical</p>
<p class="p3"><b>Stilles oder Sprudelwasser?</b>  Sprudel</p>
<p class="p3"><b>Was wünschen Sie sich für die Zukunft des <i>Bunds der Freunde</i>?</b></p>
<p class="p3">Dass wir gut mit den Schüler*innen und Lehrer*innen zusammenarbeiten, etwas bekannter werden und dass der ein oder andere noch bei uns mitmachen möchte!</p>
<p class="p3"><i>Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Dr. Dalski für das ausführliche Interview und wünschen dem <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/bund-der-freunde/">Bund der Freunde</a> viele Mitglieder und weiterhin erfolgreiche Projekte.</i></p>
<p class="p4" style="text-align: right;"><i>Redaktion des Website-Teams</i></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-dr-dalski-bund-der-freunde/">Unterm Kirschbaum mit Herrn Dr. Dalski (Bund der Freunde)</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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