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	<title>Herr Kempe Archive &#8211; Katharineum zu Lübeck</title>
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	<title>Herr Kempe Archive &#8211; Katharineum zu Lübeck</title>
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		<title>Unterm Kirschbaum mit … Herrn Kempe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Clara Edner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Mar 2022 05:30:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel-2022]]></category>
		<category><![CDATA[Herr Kempe]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Kirschbaum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während sich dieses Schuljahr nun wieder dem Ende zuneigt, heißt es für Herrn Kempe Abschied nehmen von seiner sechsten Klasse, die er zwei Jahre als Klassenlehrer begleitet hat. Nächstes Jahr wird dann wohl eine neue Sexta unter der Obhut von Herrn Kempe und Frau Nötzel die ersten Jahre am Katharineum verbringen. Wer also mehr über seine möglicherweise zukünftige Klassenlehrkraft oder&#160;<a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-kempe/">&#8230;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-kempe/">Unterm Kirschbaum mit … Herrn Kempe</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Während sich dieses Schuljahr nun wieder dem Ende zuneigt, heißt es für <a href="https://katharineum.de/teachers/kempe/">Herrn Kempe</a> Abschied nehmen von seiner sechsten Klasse, die er zwei Jahre als Klassenlehrer begleitet hat. Nächstes Jahr wird dann wohl eine neue Sexta unter der Obhut von Herrn Kempe und <a href="https://katharineum.de/teachers/noetzel/">Frau Nötzel</a> die ersten Jahre am Katharineum verbringen. Wer also mehr über seine möglicherweise zukünftige Klassenlehrkraft oder einfach mal so lesen möchte, wie der Deutsch- und Geschichtslehrer und Referendarbeauftragte so tickt und über Unterricht denkt, findet Antworten in folgendem Interview.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Im Unterricht passiert viel Kurioses – was war der witzigste Moment in Ihrer Zeit als Schüler?</em></p>
<p>In meiner Schulzeit? Da gab es sicherlich viele witzige Momente, aber keine, die sich unauslöschlich in mein Gedächtnis eingebrannt hätten. Ich hatte eine recht sonnige Schulzeit im Rahmen des damals Üblichen. Das heißt, das war etwas, was man zumindest in der Mittelstufe noch nicht reflektierte, sondern Schule war über einen verhängt wie ein Gottesurteil. Da ging man hin, hatte seine Kumpane – ich war in einer reinen Jungsklasse – da war also noch nichts von Co-Education. Das ging erst in der Oberstufe los, dass man das erste Mal des anderen Geschlechts ansichtig wurde. In diesem Biotop von ungefähr 34 Jungs bebrütete man mehr oder weniger begeistert den Deutschunterricht und saß mit großer Motivation im Matheunterricht unter den Prügelschlägen, die die üblichen Frustrationen einem da versetzten, und verdämmerte so seine Schulzeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Was ist Ihre liebste Freizeitbeschäftigung?</em></p>
<p>Da gibt es mehrere. Ich kann sehr gut sitzen – vorzugsweise in der Sonne – oder liegen, je nachdem. Tanzen und Partys feiern. Von einem Lehrer erwartet man wahrscheinlich Lesen, aber das ist tatsächlich eher so anfallsweise. Kann man im Sitzen und Liegen ganz gut, beim Tanzen weniger.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Hören Sie gerne Musik und wenn ja, welche?</em></p>
<p>Ich höre viel Musik, sehr viel Klassik. Das ist etwas, das über drei bis vier Jahrzehnte mein Repertoire fast vollständig bestimmt hat. Ich bin dann durch meine Frau auch in Richtung ungewöhnliche Trash-Garagen-Punk-Rockabilly-Geschichten geführt worden. Da gab es eine Band, die hieß „Die Cramps“ und das war so der Leitstern, dem ich mich ganz gut adaptieren konnte, als ich mal versucht hatte, mir einzelne Lieder in einer Klavierfassung vorzustellen. Letztendlich kam ich darauf, dass doch alles bei Bach endet oder anfängt.<br />
Ich höre auch sehr gern Techno.<em> (Das ist ja so ähnlich wie Bach; Redaktion)</em>. Genau! Oder Brahms, in sehr guten Momenten. <i>(Spielen Sie denn ein Instrument?; Red.)</i> Nee. Ich kann auch keine Noten lesen, was ich sehr bedauere und ich hätte gerne, zumindest in späteren Jahren, Klavierspielen gekonnt, aber ich kann es nicht. Ich hatte auch einen grottigen Musikunterricht, ganz anders als hier. Das nehme ich wahr, dass das hier am Katharineum sehr motivierend sein kann. Wir hatten wirklich so Steißtrommler als Musikpädagogen, wobei ich da das Wort „Pädagoge“ auch gleich wieder streiche.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Welcher Literat hat Sie am meisten beeinflusst?</em></p>
<p>Eindeutig mehrere, aber ich will an allererster Stelle Walter Kempowski nennen. Vor allem die Romane. Erich Loest, den habe ich auch viel und gerne gelesen. Dann gibt es viele, die mich irgendwie so sprachlich kicken, Wolf Haas zum Beispiel. Das sind Krimis aus Österreich. Ich mag keine Krimis, aber der sprachliche Duktus ist wunderbar. Das ist so, als wenn einem ein leicht angezechter Österreicher den ganzen Abend in den Ohren liegt und Dich volldröhnt. Diesem Sound kann man wunderbar folgen. Stellt euch den Besitzer vom „Nudelhaus“ vor, und dann habt ihr ungefähr das, was ich da gut finde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Als Folgefrage: Haben Sie ein Lieblingsbuch?</em></p>
<p>Ob ich ein Lieblingsbuch habe? Das könnte ich jetzt so auf die Schnelle nicht beantworten. Das schwankt sehr stark.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>War Ihr Traumberuf schon immer Lehrer und welche Alternativen gab es?</em></p>
<p>Nee. Als ich fünf Jahre alt war, wollte ich gerne Müllmann werden, mit zehn hatte ich Zoodirektor angepeilt und mit 15 wäre ich auch gerne Koch geworden. Ich habe dann lange Zeit als Hausmann gewirkt – da hatte ich dann alle drei Berufswünsche unter einen Hut gebracht – und Lehrer war tatsächlich auch schon sehr früh auf dem Zettel. Es war aber nicht „schon immer“ Lehrer, sondern „immer mal wieder“ Lehrer. Ich habe mal ein Referendariat angefangen und habe das nach drei Tagen in die Tonne gekloppt, weil ich beschlossen hatte, niemals Lehrer werden zu wollen. Ich bin auch nur aus Not ans Katharineum gegangen, um dann in späten Jahren nochmal eine Ausbildung zu beginnen, habe aber sehr schnell festgestellt, dass das hier genau meins ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Warum haben Sie sich für Deutsch und Geschichte entschieden?</em></p>
<p>Das ist ganz einfach zu beantworten: Weil ich es konnte. Nicht immer, aber ich bekam in der 7. Klasse einen Lehrer, der mich sehr stark beeinflusst hat. Der hat mich gefördert und gefordert, und da prägte sich das Talent für diese Fächer dann doch massiv aus. Um so massiver, als es dann im krassen Kontrast zu meinen Fähigkeiten in fast allen anderen Fächer stand. Dann folgte eigentlich der Berufswunsch aus diesen Fähigkeiten. Das heißt, man kann sich überlegen, „was kann ich denn mit dem eigentlich machen, was ich kann“, und da ist bei diesen brotlosen Künsten, wie das damals von handfesten Menschen genannt wurde, wenig am Horizont, was sich da noch empfehlen würde.<br />
Kinder und Jugendliche finde ich generell interessant. Fragen der Pädagogik berühren mich, weil sie unmittelbar die Frage nach dem Menschen beantworten helfen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Welches Thema unterrichten Sie am liebsten?</em></p>
<p>Das schwankt sehr stark, aber wenn ich Schwerpunkte oder Leidenschaften benennen sollte, würde ich sagen, dass ich in Geschichte die Weimarer Republik am spannendsten und in Deutsch Grammatik am unspannendsten finde. Grammatik sind dann auch so Einheiten, die ich humorlos durchpeitsche, um möglichst schnell wieder dahin zu kommen, wo es ein bisschen leckerer wird.<br />
Generell sehr vieles in der Oberstufe in Deutsch. Da wo man gemeinsam nachdenken kann, wo ich auch eure Position erfahre und immer den Eindruck habe, klüger aus dem Raum zu gehen, als ich hineingekommen bin, weil im günstigsten Fall Aspekte zur Sprache gekommen sind, die ich so noch nicht gesehen hatte. So wie ich auch nach der Korrektur jeder Klausur schlauer bin und das, was da zur Verhandlung stand, mit etwas anderen Augen betrachte, als ich es vorher getan habe. Das ist natürlich für die künftigen Schülergenerationen immer doof, weil die dann diesem erweiterten Erwartungshorizont ausgeliefert sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Was ist für Sie guter Unterricht in drei Worten?</em></p>
<p>Das ist eine gute Frage und eine recht dusselige Einschränkung, denn das lässt sich in drei Worten nicht skizzieren. <em>(Bei unserer Klasse haben Sie das in drei Worten geschafft; Red.)</em> Was waren denn die drei Worte? <em>(Lustig, lehrreich und interessant; Red.) </em>Dann würde ich noch „relevant“ anführen, relevant für alle Beteiligten. Es muss eine Bedeutung haben, die über die Stunde hinausgeht oder im Idealfall auch über das Fachliche hinausweist. Schule ist dann richtig, wenn alle etwas lernen und Spaß haben. Nur wenn beides zusammenkommt, ist sie richtig. Das waren jetzt mehr als drei Worte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wie sähe für Sie ein ideales Bildungssystem aus?</em></p>
<p>Ich frage mich, ob „Bildungssystem“ und „ideal“ im Sinne von „Wie sähe idealer Unterricht oder eine ideale Schule aus“ nicht schon einen Widerspruch in sich bilden. Denn unser Bildungssystem ist etwas, das uns seit Jahrzehnten in Atem hält. Etwas, das mit viel Geld – wenngleich nicht genug Geld – gepäppelt und betrieben wird, aber wenig gezeitigt hat, was tatsächlich auf grundsätzliche Verbesserung der schulischen Verhältnisse zielt. Ein Bildungssystem, das mir hier vorschwebt, das würde deutlich mehr Freiheiten bieten im Bereich der Unterrichtsgestaltung. Es würde mehr Raum geben – buchstäblich. Mehr Raum als den wenigen, den wir hier zur Verfügung haben – und an anderen Schulen sieht es ja nur marginal besser aus. Es würde auch ein anderes Personalmanagement geben, um langfristig zu evaluieren, wer an den Schulen ein Gewinn ist und wer nicht. <em>(Würde das dann einen Lehrplan quasi überflüssig machen?; Red.)</em> Es würde einen Lehrplan nicht überflüssig machen im Sinne einer Kompetenzorientierung. Das heißt „Was kann ich zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen“ oder „Was kann ich dazu beitragen, dass die Lernwege, Fähigkeiten und Talente der Lernenden zur Entfaltung kommen können.“ Aber es würde sicherlich diese Priorisierung dessen, was man als „Lernstoff“ bezeichnet, deutlich einschränken. <em>(Also ein Fokus auf die „höheren Lernziele“?; Red.)</em> Ja! Die sind verbindlich, aber man kann sich ja stattdessen so wunderbar mit den Inhalten und den Konkretionen im hinteren Teil der Fachanforderungen über Wasser halten. Das führt natürlich dazu, dass wir vielfach immer noch unter diesem Diktat des Stofflichen stehen. Dass wir bestimmte Dinge erledigt haben müssen, die letztlich doch den Menschen nicht unbedingt klüger machen. Ob man bestimmte Werke gelesen hat oder bestimmte Rechenwege beschritten hat, kann einem am Ende des Lebens von Herzen egal sein. Dann stirbt man genauso dumm, vokabellos und unberechnet, wie man auf die Welt gekommen ist. Aber wenn man etwas dafür getan hat, zwischen diesen beiden Polen etwas klüger geworden zu sein, etwas aus sich gemacht zu haben, dann ist eine Menge gewonnen. Dann kann man, glaube ich, auch ruhigen Gewissens die Augen schließen, und das ist nun mal ein Tatbestand, um den wir alle nicht herumkommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Sie sind auch für Referendar*innen zuständig. Wie kam es dazu?</em></p>
<p>So wie immer in meinem Leben – wie die Jungfrau zu Kindern. Ich habe ja hier mein Referendariat gemacht und war damals schon ein alter Sack. Ich hatte einen Ausbilder als Mentor, der sehr, sehr viel zu geben hatte. Sowohl hinsichtlich seines faktischen und didaktischen Wissens als auch hinsichtlich seiner Haltung zur Schule. Das hat mich sehr beeindruckt und ich habe angefangen, mich über das Nötige hinaus mit Unterricht und der Philosophie von Schule zu beschäftigen. Ich habe mich auch immer mit Fragen der Pädagogik auseinandergesetzt – natürlich schon vorher als Vater von mehreren Kindern. So bin ich halt mit den Referendar*innen im Gespräch geblieben. Ich setze mich immer noch gerne mit Unterrichtsplanung und Unterrichtsdurchführung auseinander. Schlicht und ergreifend auf die Formel zu bringen: Ich möchte immer noch besser werden. Dafür muss man im Dialog mit anderen sein. Dieser Mentor hielt es offensichtlich für passend, mir seine Nachfolge zu übergeben und hat mich dann auch in diese Richtung aufgebaut. Er sah da anscheinend irgendwelche Fähigkeiten. Als er in Pension gegangen ist, war die Stelle als Ausbildungskoordinator frei und ich habe meinen Hut in den Ring geworfen, weil ich dachte, das muss auch nicht schlechter laufen als bei anderen. So ist es dann gekommen, ich habe das gemacht und mache es immer noch. Nach wie vor mit großem Spaß. Da steckt ja auch so ein bisschen Sendungsbewusstsein dahinter. Wir wollen ja alle gute Lehrer*innen haben. Die einzige Möglichkeit in unserem beamtenrechtlich verfassten Schulsystem, Schlimmes zu verhindern, ist eigentlich im Referendariat gegeben. Wenn ich da nicht genau hinschaue und Leute durchwinke, die bei Licht betrachtet nicht vor eine Klasse gehören, war‘s das. Die nochmal irgendwann im höheren Interesse vom Pult zu entfernen, ist außerordentlich schwierig. Das heißt, ich bin grundsätzlich jemand, der – hoffentlich erfolgreich – versucht, die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst nach Kräften zu fördern, der aber auch bereit ist, das Fallbeil zu senken, wenn da jemand mal ungeeignet ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Sie haben jetzt öfter von Fragen der Pädagogik gesprochen. Was ist das genau?</em></p>
<p>Pädagogik ist immer ein Lernen, immer eine Grundkonstellation, in der ein Lernender sich an einem Lehrenden orientiert. Ganz egal, in welcher Konstellation das ist. Es gibt ein pädagogisches Gefälle: Einer ist unten, einer ist oben. Der, der unten ist, will dahin, wo der, der oben ist, sich befindet. Anders kann es gar nicht funktionieren. Wenn wir dieses Gefälle nicht haben, sondern auf Augenhöhe runter gehen, dann ist dieser pädagogische Impetus weg. Deswegen läuft auch, glaube ich, viel falsch in der Erziehung: wenn 3-Jährige permanent von den Eltern als Gleichaltrige behandelt werden, entweder, indem sie erwachsen gemacht werden oder indem die Eltern sich zu Kleinkindern machen. Mich interessiert, wie Menschen lernen. Ich finde es eine spannende Geschichte, dass Kinder ganz viel lernen, bevor sie in die Schule kommen. Da haben wir alles gelernt, was wichtig ist im Leben: gehen, sprechen, uns Nahrung verschaffen. Und wir haben das Lernen gelernt. In der Schule nutzen wir diese natürliche Fähigkeit des Menschen zum Lernen nur sehr partiell. Manchmal verkümmert sie auch, die Lust am Lernen, die Entdeckerfreude, die Fähigkeit zu lernen, ohne sich anzustrengen respektive ohne die Anstrengung als solche zu empfinden. Im Spiel zu lernen oder mit anderen zu lernen, ist etwas, das Kinder ganz natürlich draufhaben. Das ist eine natürliche Begabung des Menschen und damit setze ich mich auseinander und auch damit, wie Schule das erhalten oder beleben kann. Das finde ich wichtig, das immer im Auge zu haben, dass Schüler*innen, so oft und so gut es auch kaschiert wird, durchaus Lust aufs Lernen haben. Die können gar nicht anders. Selbst wenn sie sich bockig verhalten oder weigern, was in einigen Klassen fast als Sport betrieben wird: Man kann immer versuchen, einen Knallfrosch zu werfen und hoffen, dass er zündet. Meistens funktioniert das.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Sie haben ja in den letzten Jahren immer die Sexta unterrichtet. Wie kam es dazu?</em></p>
<p>Damals bin ich von Herrn Schrader gefragt worden, ob ich Lust hätte, in sein Team einzusteigen, und darauf hatte ich Lust. Meine erste Klasse war so eine wunderbare Klasse und von daher war das immer selbstverständlich, dass ich auch gerne mal zwei Klassenleitungen übernommen habe. Eben eine Profilklasse und eine 5. oder 6. Klasse. Was ich schön finde, ist mit Kindern und Jugendlichen langfristig zu arbeiten. Nicht alle zwei Jahre zu wechseln, sondern auch über einen längeren Zeitraum eine Beziehung zu den Klassen aufzubauen und auf dieser Beziehungsebene vieles miteinander lernen zu können, vielleicht auch leicht lernen zu können, was man sich sonst mühsam reinmurksen müsste.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>In welcher Stufe unterrichten Sie am liebsten?</em></p>
<p>Ja!<br />
Nicht nur als diplomatisches Zugeständnis, damit man hier niemandem auf die Füße tritt, sondern das hat ganz unterschiedliche Reize und es läuft doch immer in einem Punkt zusammen. Das sind alles interessante und wunderbare kleine, dann größer werdende Menschen. Eine 5. Klasse ist genauso reizvoll wie eine Abiturklasse. Das was dazwischen ist, ist auch in aller Regel schön zu unterrichten. Es gibt ganz selten mal Klassen, bei denen man nach zwei Jahren denkt, da hat man jetzt weniger Neigung da noch länger zu bleiben, aber dass man mal jemanden dringlichst loswerden wollte, das habe ich eigentlich noch nie gehabt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wir hatten eingangs die Frage nach ihrem witzigsten Erlebnis als Schüler gestellt – jetzt können Sie sich die nächste Frage wahrscheinlich denken.</em></p>
<p>Ich versuche, sie mal zu antizipieren: Was das witzigste Erlebnis in meiner Zeit am Katharineum gewesen ist. Das ist eigentlich genau wie in meiner eigenen Schulzeit: Es gab viele witzige Begebenheiten. Man denkt natürlich vielfach auch an Kursfahrten. Da sind aber auch nicht so diese Brüller passiert. Es ist nicht so, dass ich hier einen Schenkelklopfer nach dem nächsten auspacken könnte. Im Grunde ist es auch hier so, dass es eine sonnige und wonnige Zeit ist. Ich begebe mich immer gerne her, weil ich weiß, dass es immer sehr, sehr angenehm ist und es meiner Seele guttut. Ich gehe immer in dem Gefühl nach Hause, dass es ein schöner Tag gewesen ist. Auch wenn man sich über vieles ärgern kann, gehe ich immer in dem Gefühl nach Hause, dass ich das gerne gemacht habe – und dass ich auch noch Geld dafür bekomme.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Sie haben ja eben schon die Kursfahrten angesprochen. Wohin […]</em></p>
<p>Nach Wien! <em>([…] fahren Sie denn am liebsten? Das ging ja schnell!; Red.)</em> Ja! Das ist der Pfahl im Fleisch dieser Corona-Zeit, dass es mit der geliebten Klasse, die im letzten Jahr bei mir Abitur gemacht hat, nichts geworden ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wie nervig ist korrigieren auf einer Skala von 1-10?</em></p>
<p>150! Das ist etwas, das ich sehr gerne an Chinesen outsourcen würde. Etwas, das in meinem Beruf absolut fehlen könnte. Ich würde sofort doppelte Stundenzahl unterrichten und auch drei Nächte in der Schule verbringen, wenn die Korrekturen fehlen würden. Das ist eine einzige Qual, und es wird immer qualvoller. Man sieht auch immer weniger den Sinn in diesen Leistungsüberprüfungen und diesem Ritual, das mit roten Stiften garnieren zu müssen. Korrigieren ist so fies, dass ich jedes Jahr zum Schuljahresende, wenn ich die letzte Arbeit abgeschlossen habe, meinen Rotstift in die Trave feuere. Das ist umweltmäßig und unter den Aspekten der Nachhaltigkeit natürlich etwas, das nicht zur Nachahmung empfohlen ist, aber das ist mehr so ein innerer Vorbeimarsch. Wenn der Stift dann dem blauen Himmel entgegen segelt und in einer ballistisch beschreibbaren Kurve aufs Wasser klatscht – geiles Gefühl!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wann macht Ihnen Unterricht als Lehrkraft am meisten Spaß?</em></p>
<p>Wenn alle lernen und alle Spaß haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Fragengewitter:</em></p>
<p><em>Biathlon oder Fußball?</em></p>
<p>Beides! (<em>Das ist ja auch gut vereinbar. Das eine ist im Sommer und das andere im Winter.; Red.</em>) Ja, genau! Mal trifft man, mal trifft man nicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Lieblingsfarbe?</em></p>
<p>Glitzer</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Fahrrad oder Auto?</em></p>
<p>Zu Fuß. Wenn nicht gerade das Bein kaputt ist, aber das passiert ja nur im Schnitt von 30-40 Jahren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Konzert oder Theater?</em></p>
<p>Konzert. Sinfoniekonzert oder Klavierkonzert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Lieber in den ersten Stunden kein Unterricht oder früher Schluss?</em></p>
<p>Lieber früher Schluss.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Exkursion oder Unterricht</em></p>
<p>Unterricht. Exkursionen sind Unterricht und Unterricht sollte eine Exkursion sein, die explorative Neugierde der Lernenden befriedigen und dazu führen, dass man aus seiner Komfortzone heraustritt und etwas Neues erkundet. Solche Reisen können im Kopf und auf zwei Beinen stattfinden. Oder mit Bahn oder Bus. Am liebsten mit der Wiener Straßenbahn.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Vielen Dank für das nette und interessante Interview!</em></p>
<p style="text-align: right;"><em>Redaktion der Websiete-AG</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-kempe/">Unterm Kirschbaum mit … Herrn Kempe</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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		<title>Schulöffnung für die 5. &#038; 6. Klassen</title>
		<link>https://katharineum.de/schuloeffnung-fuer-die-5-6-klassen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Clara Edner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Mar 2021 10:33:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel-2021]]></category>
		<category><![CDATA[2021]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Coronazeit]]></category>
		<category><![CDATA[Herr Kempe]]></category>
		<category><![CDATA[Sextaner]]></category>
		<category><![CDATA[Wechselunterricht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit dem 8. März dürfen die 5. &#38; 6. Klassen wieder die Schule unter strengen Auflagen betreten. In halber Klassenstärke gehen diese jetzt auch in den Wechselunterricht über, wie schon die Abitur-Klassen. Über 3 Monate Distanzunterricht haben die Schüler:innen hinter sich und freuen sich sehr, ihre Freunde wieder zu begrüßen. ,,Es ist einfach schön wieder zusammen lernen zu können“ bestätigt Janne L.&#160;<a href="https://katharineum.de/schuloeffnung-fuer-die-5-6-klassen/">&#8230;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/schuloeffnung-fuer-die-5-6-klassen/">Schulöffnung für die 5. &#038; 6. Klassen</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit dem 8. März dürfen die 5. &amp; 6. Klassen wieder die Schule unter strengen Auflagen betreten. In halber Klassenstärke gehen diese jetzt auch in den Wechselunterricht über, wie schon die Abitur-Klassen.</p>
<p>Über 3 Monate Distanzunterricht haben die Schüler:innen hinter sich und freuen sich sehr, ihre Freunde wieder zu begrüßen. ,,Es ist einfach schön wieder zusammen lernen zu können“ bestätigt Janne L. aus der 6d. Auch Tillmann B., ein Klassenkamerad, freut sich seine Klasse wiederzusehen, doch würde er lieber mit der gesamten Klasse den Unterricht genießen. Die Befragten aus der 5. &amp; 6. sind sich einig, dass sie sehr viel besser im Präsenzunterricht klarkommen als im Online-Unterricht. Auch wenn die Technik funktioniert hat und sich keine Konferenzen auf BigBlueButton überschnitten haben oder es Internetprobleme gab, so war die Motivation mitzuarbeiten doch eine andere als in der Schule.</p>
<p>Anders berichtet Herr <a href="https://katharineum.de/teachers/kempe/">Kempe</a>, der mit seinen Zwölftklässlern recht gut zurecht kam, da diese schon seit der E-Phase lernten, sich eigenständig vorzubereiten, und viel Erfahrung aus dem 1. Lockdown mitgenommen hätten, so Kempe. Seine Klasse habe viel gelernt durch die fehlenden sozialen Begegnungen, die auch die Klassengemeinschaft verändert haben. Denn so wie der vorherige Jahrgang ging auch dieser ebenfalls mit der großen Gewissheit, die Schule ohne Abifeier zu verlassen, in ihr letztes Schuljahr.</p>
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		// gets the x value relative to the center of the DIV and "normalize" it
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		// add 3 and do a modulo by 4  to shift the quadrants to a proper clockwise TRBL (top/right/bottom/left) **/
		direction = Math.round( ( ( ( Math.atan2(y, x) * (180 / Math.PI) ) + 180 ) / 90 ) + 3 ) % 4;
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<p>&nbsp;</p>
<p>Die jüngeren Klassen haben dagegen mehr Angst vor einem erneuten und 3. Lockdown und schauen gespannt auf die gleichzeitigen Öffnungen der Geschäfte. ,,Ein dritter Lockdown wäre nicht so schön, da das normale Leben so gut wie abgebrochen ist“ erklärt Tony J. aus der 5c. Janne und Tillmann wollen natürlich auch nicht zurück ins Distanzlernen und haben auch ein wenig Bedenken gegenüber den großflächigen Öffnungen.</p>
<p>Aber fühlen wir uns dennoch in der Lage, ein weiteres Lernen zu Hause zu überstehen? Herr Kempe gibt schmunzelnd zurück, dass er am meisten Angst vor dem bürokratischen Albtraum habe und relativ motiviert nach vorne schaue. Auch wenn seiner Meinung nach manche Reglungen und Vorgänge etwas ,,Herumwurschtelei“ sei.</p>
<p>Wir hoffen das Beste, warten ab und wünschen allen Schüler:innen einen guten Neustart!</p>
<p style="text-align: right;"><em>Redaktion des Website-Team</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/schuloeffnung-fuer-die-5-6-klassen/">Schulöffnung für die 5. &#038; 6. Klassen</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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		<title>Lernen mal anders &#8211; Interview mit Herrn Schrader</title>
		<link>https://katharineum.de/lernen-mal-anders-interview-mit-herrn-schrader/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Fust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2020 08:19:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel 2020]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Frau Stern]]></category>
		<category><![CDATA[Herr Kempe]]></category>
		<category><![CDATA[Herr Leibersperger]]></category>
		<category><![CDATA[Herr Poetzsch-Hefter]]></category>
		<category><![CDATA[Herr Schrader]]></category>
		<category><![CDATA[Mathematik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Das dachte sich auch Herr Schrader und startete auf YouTube eine Reihe mit Mathe-Erklärvideos. Zu diesem besonderen Projekt und der allgemeinen Lage haben wir ihn interviewt, um einen Einblick hinter die Kulissen zu bekommen. &#160; 1.) Wie sind Sie auf die Idee gekommen, für ihre Schüler*innen via Youtube Erklärvideos zu machen? Wenn ich mich richtig&#160;<a href="https://katharineum.de/lernen-mal-anders-interview-mit-herrn-schrader/">&#8230;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/lernen-mal-anders-interview-mit-herrn-schrader/">Lernen mal anders &#8211; Interview mit Herrn Schrader</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Das dachte sich auch <a href="https://katharineum.de/teachers/schrader/">Herr Schrader</a> und startete auf YouTube eine Reihe mit Mathe-Erklärvideos. Zu diesem besonderen Projekt und der allgemeinen Lage haben wir ihn interviewt, um einen Einblick hinter die Kulissen zu bekommen.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1.) Wie sind Sie auf die Idee gekommen, für ihre Schüler*innen via Youtube Erklärvideos zu machen?</strong></p>
<p>Wenn ich mich richtig erinnere, haben wir das gemeinsam im Unterricht in der Q1c als Idee entwickelt, an dem Freitag, als letztendlich in der 1./2. Stunde schon klar war, dass der Unterricht länger ausfällt. Dann kam ich irgendwie auf die Idee, so eine Art Ersatz zu schaffen, um sozusagen den direkten Schülerkontakt, der momentan nicht geht, auf eine andere Art herzustellen. Am Anfang hatten wir überlegt, dass auf einer Live-Platform zu machen, aber das habe ich technisch tatsächlich nicht hinbekommen. Aber das war letztlich der Anstoß, und dann bin ich Freitag nach Hause und habe die ganze Familie damit genervt, wie man denn jetzt ein Livevideo machen könnte. Das habe ich aber, wie gesagt, nicht hingekriegt und dann gedacht: Ach komm, dann machst du die zweitbeste Variante. Dann drehst du halt so ein paar Videos und mal sehen, was daraus wird. &lt;lacht&gt;</p>
<p><strong>2.) Ist es komisch, vor einer leeren Klasse zu unterrichten?</strong></p>
<p>Ja, absolut. Beim ersten Mal musste ich mich schon überwinden. In Summe habe ich ja jetzt schon 12 oder 13 kleine Videos gedreht, da schaltet man irgendwann ab und stellt sich vor, dass da Schülerin XY in der zweiten Reihe sitzt oder Schüler XY irgendeine schlaue Frage hat. Und es passieren ja tatsächlich die gleichen Dinge wie im Unterricht, dass ist schon ganz lustig. Ich verrechne mich an ähnlichen Stellen, aber es ist unheimlich schwierig, den Fehler dann selbst zu finden, wenn da keiner sitzt, der sagt: &#8220;<a href="https://katharineum.de/teachers/schrader/">Herr Schrader</a>, da muss jetzt aber ein Plus oder ein Minus sein, sie haben da wieder etwas verdreht!&#8221; Das ist natürlich ganz lustig, aber tatsächlich ist das eigentlich gar nicht so lustig, dass wir euch hier nicht sehen. Ich vermisse diesen direkten Kontakt schon sehr. Deswegen freue ich mich über diesen Anruf (Anm. d. Red.: Interview wurde per Telefonat geführt).</p>
<p><strong>3.) Ist der zeitliche Aufwand für die Videos in der Schule groß? </strong></p>
<p><em>&lt;überlegt&gt;</em> Jein. Der eigentliche Aufwand ist dann am Ende das Schneiden, das ist tatsächlich nervig. Ich habe zwar einen relativ schnellen Computer, aber es dauert halt immer lange, bis die ganzen Videos hoch- und heruntergeladen sind. Da bin ich dann meist den ganzen Nachmittag mit beschäftigt. Die Videos an sich, seht ihr ja, sind ungeschnitten. Da stehe ich die viertel Stunde vor der Kamera und mache das. Da mache ich auch keine zwei Versuche, es ist dann so, wie es ist. Auch mit allen Versprechern und Verdrehungen. Manchmal merke ich dann gar nicht, was ich für einen Blödsinn erzähle &lt;lacht&gt;. Aber an sich dauert das nicht so lange. Ich baue das nur einmal kurz auf und filme quasi sofort los. Das einzige ist, dass ich mir vorher Notizen schreibe, was ich denn jetzt überhaupt machen will – logischerweise, denn so ganz frei Hand mache ich das natürlich nicht. Jetzt habe ich gerade eine Aufgabe, die sich ein Schüler gewünscht hat, nochmal gerechnet: Eine Punkt-Geraden-Abstandsaufgabe. Die werde ich dann gleich noch aufnehmen. Heute auch nur ein Video, weil ich gestern ein paar mehr hatte, und ihr seid ja auch gut &#8220;befüllt&#8221; mit Arbeitsaufträgen. Glaube ich zumindest, und nicht nur in Mathe.</p>
<p><em>Ergänzung Redaktion im Interview, dass tatsächlich viele Arbeitsaufträge verteilt worden sind.</em></p>
<p>Darf ich auch mal eine Frage stellen, wie macht ihr denn das, wie strukturierst du deinen Tag, dass ist ja eigentlich noch viel spannender, als meine Versuche, meine Zeit sinnvoll zu verbringen (Anm. d. Red: Nein ist es nicht!)</p>
<p><em>Antwort Redaktion: Versuch, früh aufzustehen, um einigermaßen im Rhythmus der Schulzeit an den Arbeitsaufträgen zu arbeiten und die Bearbeitung der Aufgaben zu strukturieren.</em></p>
<p>Das ist, glaube ich, echt sinnvoll, sich selbst so ein bisschen zu zwingen, dass man nicht zu lange im Bett liegen bleibt. Deshalb bin ich auch fast jeden Tag in die Schule gefahren. Allein weil ich zu Hause keine Tafel hab &lt;lacht&gt;. Ich drehe aber auch nicht nur die Videos, ich mache ja noch ganz andere Sachen. Ich habe gerade die neuen Klassen zusammengestellt; das ist sonst auch immer ein Heidenaufwand. Da wurde mir auch gut geholfen von den Kollegen und das ist ziemlich nett. So haben mir <a href="https://katharineum.de/teachers/kempe/">Herr Kempe</a> geholfen und <a href="https://katharineum.de/teachers/stern/">Frau Stern</a>, die hier dann auch so herumscharwenzeln und auch nicht so recht wissen, was sie mit ihrer Zeit anfangen sollen. Die Fremdsprachenwahl ist jetzt auch durchgeführt. All sowas, was sonst so nebenbei läuft, kann ich jetzt gut in Ruhe abarbeiten. Es gibt also immer noch ein bisschen was zu tun.</p>
<p><strong>4.) Was kostet die Nachbearbeitung der Videos noch einmal an Zeit? </strong></p>
<p>Wie gesagt, dass ist viel mehr, als das einzelne Video drehen. Und zwar deutlich mehr. Ich muss das erstmal auf den Computer, dann in iMovie (ich mache das mit iMovie) importieren, dass dauert auch. Dann noch zwei, drei Texte einfügen, dass dauert zwar nicht so lange, aber dann wieder exportieren und hochladen. In Summe macht der Computer das alleine, aber man muss das immer mit zwei, drei Clicks initiieren und dann rechnet er stundenlang. Also es dauert schon die drei-/vierfache Zeit von dem, was ich in der Schule brauche. Bei einem viertelstündigen Video vergeht gut eine Stunde, um dann in Summe hochgeladen zu sein.</p>
<p><strong>5.) Nachfrage der Redaktion: Sind es jetzt nicht schon 12 oder 13 Videos?   </strong></p>
<p>Ich glaube ja, heute kommt das 13. Video, das bringt bestimmt Glück, und dann sehen wir uns am 20. April hoffentlich wieder in der Schule. Dann kann ich damit auch wieder aufhören &lt;lacht&gt;. Ich bin übrigens nicht der einzige Lehrer, der das macht! <a href="https://katharineum.de/teachers/asmussen/">Frau Asmussen</a> erstellt jetzt gerade auch Videos, sie ist irgendwie von mir infiziert worden, also Virus läuft überall &lt;lacht&gt;. Die sind zu dem Thema Farbcollage, das ist ja auch interessant für euch. Es ist schwierig einen Arbeitsauftrag zu geben, und wenn Du dann von jedem einzelnen eine Frage kriegst und Du die beantworten sollst, als Lehrer, ist das echt kompliziert. Ich erklär das einmal mit einem Video und zeige, wie das gehen soll. Ich glaube das ist eine ganz gute Rückmeldung für euch, wenn ihr die Aufgaben gerechnet habt, dass ihr seht, ah, so hätte Herr Schrader das gerechnet.</p>
<p><strong>6.) Fiel es Ihnen leicht, vor einer Kamera zu sprechen, oder war das anfangs noch sehr ungewohnt?</strong></p>
<p>Nein, da bin ich irgendwie frei von Scham oder sonst irgendwelchen Gefühlen. Das mache ich einfach. Es ist immer schwierig – das vergesse ich auch immer –, mal in die Kamera zu gucken. Ich mache das dann halt wie im Unterricht, dass ich zu der Tafel spreche, oder mit dem Raum. Ich sehe das selbst im Video, dass ich immer nach links schaue, als wenn da einer sitzen würde, dabei müsste ich immer mit der Kamera sprechen. Ich bin aber auch kein Profi, was Kameras angeht, ist ja klar &lt;lacht&gt;. Sonst sitzt in der Ecke ja auch mal ein Schüler rum, mit dem man Augenkontakt aufnehmen kann, damit sie nicht einschlafen. Also schwer fällt es nicht, aber es ist auf jeden Fall ungewohnt.</p>
<p><strong>7.) Haben Sie viel positives Feedback erhalten?</strong></p>
<p>Ja, also die Kommentare sind natürlich sehr witzig, so Sachen wie &#8220;Schrader &gt; Daniel Jung&#8221; und was weiß ich alles. Besonders gefreut habe ich mich über einen Ex-Schüler, der ist gar nicht mehr bei uns, der hat auch einen Kommentar geschrieben, dabei hat der schon seit drei Jahren Abitur. Er hat geschrieben &#8220;Jetzt hab ich es endlich verstanden, Michael&#8221;! Das fand ich total lustig, dass er sich gemeldet hat. Aber auch im Familienkreis sind ganz viele im Alter um die 20, studieren jetzt und haben das mitbekommen und finden das jetzt auch ganz cool, dass der Onkel da so einen Blödsinn macht. Insofern freue ich mich über jedes Feedback. Ich hab auch tatsächlich erst einen Daumen runter gekriegt – ich habe heute morgen geguckt–, und alle anderen Daumen sind hoch. Das ist ja auch ganz toll dann. Wann kriegt man schon einmal von Schülern einen Daumen hoch?! Das ist auch etwas Besonderes!</p>
<p><strong>8.) Gucken Sie eigentlich auch Daniel Jung?</strong></p>
<p>Ich habe ihn häufig vorher geguckt und mich auch an ihm orientiert, aber es ist jetzt nicht so, dass ich sein Video gucke und mir überlege, dass ich das genauso oder besser mache. Also ich suche mir schon meine eigenen Aufgaben heraus, aber ich denke, der Stil ist sehr ähnlich. Aber ich glaube nicht, dass meine Videos jetzt so viral durch die Decke gehen wie die Daniel Jung-Videos. Aber andererseits, wer weiß, wie lange wir die Schule noch schließen, da kann ja noch einiges kommen &lt;lacht&gt;. Aber wir wollen das mal nicht hoffen.</p>
<p><strong>9.) Gab es auch Feedback von unerwarteten Personen? </strong></p>
<p>Nein, eigentlich nicht, nur manchmal kennt man die Leute nicht, die unter den Videos kommentieren, weil die ja meistens nicht, so wie ich, mit richtigem Namen arbeiten. Da weiß man dann nicht so genau, ob es ein Schüler ist. Aber auch Kolleg:innen haben mich geliked und abonniert. Also das war schon eher ungewöhnlich. Und <a href="https://katharineum.de/teachers/leibersperger/">Herr Leibersperger</a> hat mich angeschrieben: &#8220;Du bist ja cool: Starke Videos!&#8221; oder <a href="https://katharineum.de/teachers/kempe/">Herr Kempe</a> meinte zum Beispiel auch: &#8220;Du bist ja eine coole Socke, das ist ja richtig Klasse, da hätte selbst ich Mathe wahrscheinlich im Abitur verstanden!&#8221; &lt;lacht&gt;. Letztendlich öffnet man da auch seine Art zu unterrichten. Du wirst das sicher auch bestätigen, so wie ich da stehe, könntet ihr da auch sitzen. Der Unterrichtsstil ist nicht so anders als im normalen Unterricht. Außer die fehlende Kommunikation mit euch, dass ihr zwischendurch Fragen stellen könnt, etc. Aber ansonsten probiere ich, authentisch rüberzukommen.</p>
<p><strong>10.) Haben Sie den Eindruck die Schüler*innen schauen die Videos regelmäßig oder ist das Interesse nach einem anfänglichen &#8220;Hype&#8221; wieder abgeflacht? </strong></p>
<p>Das glaube ich schon, aber das ist auch ok. Ich mache das auch irgendwie für mich, damit ich das Gefühl habe, ich kann davon längerfristig profitieren. Dann zeige ich in Zukunft vielleicht in Wiederholungsstunden einfach das Video. Ich habe darauf auch immer Zugriff. YouTube ist da echt super, dass kriegt man bei uns in der Schule irgendwie immer zum Laufen und dementsprechend wird mir das bestimmt bei kommenden Unterrichtseinheiten mal helfen. Aber klar, das erste Video hat 600 Aufrufe und die danach so zwischen 50-100, aber das ist ja auch logisch, dass finde ich auch nicht schlimm. Ich freu mich ja, dass die Videos zumindest eine gewisse Beliebtheit von euch als Reflektion bekommen und ihr das scheinbar ganz witzig findet. Wobei die Anfangseuphorie, wenn man die Aufrufzahlen anguckt, ein bisschen abgeebbt ist &lt;lacht&gt;. Ist ja auch in Ordnung, das erste Video ist noch spannend, aber ab dem dritten Mal wird es dann doch wie Unterricht und nervig. Aber gut, so ist das halt.</p>
<p><em>Anm. d. Red.: Der &#8220;Meerschweinchenzaun 1&#8221; sticht bei den neueren Videos mit 84 Aufrufen heraus.</em></p>
<p>Ja gut, da habe ich versucht meine Abonnenten-Zahl nach oben zu bekommen! &lt;lacht&gt; Nein, die richten sich jetzt an die Kleinen, und da habe ich allen Eltern und allen aus der fünften Klasse, die ich unterrichte, auch die Links geschickt. Da ist natürlich klar, dass die jetzt ganz neugierig sind. Und die Aufgabe ist eigentlich sehr schön!</p>
<p><strong>11.) Haben Sie über Email viele weiterführende Fragen zu den Themen bekommen, die in den Videos behandelt werden? </strong></p>
<p>Ja schon, da kommen dann schon Rückfragen. Aber eher bekommt man die Arbeitsaufträge, und das nimmt auch einen Teil der Arbeit ein, die dann zu korrigieren, abzufotografieren und zurückzuschicken, damit dann auch jeder eine persönliche Rückmeldung bekommt. in der fünften und sechsten Klasse habe ich ziemlich umfangreiche Arbeitsaufträge gestellt, aber auch versucht, die zu strukturieren, sodass sie dann pro Tag 30-45 Minuten daran arbeiten können.</p>
<p><strong>12.) Hat das Video-Drehen Spaß gemacht oder kann das eine echte Klasse dann doch nicht ersetzen? </strong></p>
<p>Nein überhaupt nicht, das kann eine Klasse gar nicht ersetzen. Aber es bringt mir Spaß, weil ich denke, ich tue etwas Sinnvolles mit meiner Zeit. Man kann zwischendurch auch mal etwas anderes machen, weil es auch nicht den ganzen Tag in Anspruch nimmt, zum Beispiel die Physik-Sammlung aufräumen, oder so. Aber es ist auf keinen Fall Unterricht im herkömmlichen Sinne, das vermisse ich jetzt schon. Andererseits will ich jetzt auch nicht klagen, ich denke, da gibt es auch gar keinen Grund zu. Da gibt es ganz viele andere Menschen, die jetzt wirklich deutlich schwierigere berufliche Situationen haben, vielleicht gar keinen Job mehr haben, oder eben im Krankenhaus arbeiten, in Schichten, in Anschlussschichten und überhaupt nicht mehr zur Ruhe kommen. Da wäre ich jetzt der Falsche, sich zu beschweren, dass ich leider die Schüler gerade nicht sehe. Nichtsdestotrotz ist das eine ganz ungewöhnliche Situation, die hoffentlich bald zu Ende ist. Nun haben wir auch erstmal die Osterferien, die werden wir so auch noch herumbekommen. Und dann hoffen wir auf einen baldigen Wiedereinstieg, der hoffentlich eher früher als später kommt – wobei ich nicht ganz so sicher bin, ob das so schnell etwas werden wird.</p>
<p><strong>13.) Glauben Sie das am 20.04. die Schule weitergeht?</strong></p>
<p>Meine persönliche Einschätzung, ich glaube es eher nicht, aber ich würde es mir total wünschen. Ich würde mir auch wünschen, dass unsere Schüler in Schleswig-Holstein das Abitur ganz normal ablegen, dass sie ihre Prüfungen ganz normal bestreiten dürfen. Sie haben sich alle darauf eingestellt und sind jetzt gut vorbereitet. Das ist irgendwie so, als würdest du – ich bin Sportler – auf einen Wettkampf hinarbeiten, trainierst, trainierst und trainierst und dann fällt der Wettkampf aus. Das ist ähnlich, wie für die Olympioniken, da die Olympischen Spiele jetzt ausfallen. Aber ich fände es für die Schüler besser, wenn wir da jetzt irgendwie eine Lösung fänden, die nicht heißt, wie heute (25.03.) von unserer Bildungsministerin vorgeschlagen, dass man eine Durchschnittsnote berechnet. Da fehlt irgendwie so dieses End-Ding. Das Abitur als Prüfung muss machbar sein, bei den Personalressourcen, die wir in den Schulen haben. Wir sind alleine 80 Kollegen. Da laufen hier auch jeden Tag genug herum. Wir könnten die Schüler quasi alle alleine in einen Raums setzen und die Prüfungen abnehmen. Bis zu den mündlichen Prüfungen vergehen dann auch noch einmal sechs oder acht Wochen. Bis dahin geht es dann vielleicht auch wieder normal. In Rheinland-Pfalz (Anm. d. Red.: und in Hessen) haben sie jetzt auch vor Ostern alle Prüfungen geschrieben, dass hätte ich auch richtig gefunden, aber ich bin nicht derjenige, der das zu entscheiden hat. Aber Föderalismus hin oder her, eigentlich kann es nicht sein, dass Schleswig-Holstein jetzt etwas anderes macht als Rheinland-Pfalz oder Bayern, das geht doch nicht. Aber das ist das, was man sich über den föderalen Staat so einkauft, ansonsten bin ich da auch ein Fan davon, aber in diesem Fall wäre eine zentrale Regelung wesentlich besser. Also ich hoffe wir starten am 20. wieder in die Schule!</p>
<p><strong>14.) Haben Sie vor, die Videos weiterzuführen, auch wenn die Schule wieder normal läuft, als eine Art Vertiefung?</strong></p>
<p>Muss ich dann sehen, weil es schon zeitaufwendig ist. Aber ich kann mir schon vorstellen, in den Ferien einzelne Themen als Vertiefungsmöglichkeit noch einmal durchzunehmen. Ich würde mich da auch super gerne auf euch einstellen, wenn ihr mir Themen vorschlagt – auch in Richtung Abitur gedacht –, die noch einmal als Video gedreht werden sollen.</p>
<p><strong>15.) Wie geht es Ihnen privat in diesen schwierigen Zeiten? </strong></p>
<p>Wie gesagt, ich kann eigentlich über nichts klagen. Ich kriege mein Gehalt in voller Größe. Ich bin gesund, ich habe auch in der Familie keinen Corona-Fall. Ich kümmere mich ein bisschen mehr um meine Eltern und Schwiegereltern, die alle über 80 sind. Für sie ist das natürlich sehr traurig, dass sie ihre Enkel jetzt nicht sehen können. Aber meine Frau und ich sind da sehr konsequent, was das angeht. Den Kontakt gibt es gerade nur per Telefon, das ist zwar blöd, aber jetzt notwendig. Zu Hause arbeiten meine Kinder vormittags ihre Arbeitsaufträge ab und nachmittags spielen wir dann mal im Garten Fussball oder so, Dinge, die man sonst nicht so macht. Ansonsten versuche ich, mich nachmittags auch mit dem Radfahren fit zu halten. Zwei/drei Mal die Woche bin ich schon eine ordentliche Zeit auf dem Rennrad gefahren.</p>
<p><strong>16.) Was entbehren Sie persönlich am meisten durch die ganzen Einschränkungen?</strong></p>
<p>Das ist natürlich hauptsächlich der soziale Kontakt mit euch, dass ist das, was mir eigentlich so am meisten fehlt. Auch sonst am Nachmittag, ich trainiere noch zwei Handballmannschaften und habe eigentlich den ganzen Tag Kontakt mit jungen Menschen und auch sehr netten Kollegen. Das fehlt mir total, ich kann mir das auf Dauer nicht vorstellen, ich brauche dann schon meine 300-400 Sozialkontakte am Tag. Sonst nerve ich meine Frau auch zu Hause zu sehr. Das ist auch ein Grund, warum ich morgens mal ganz gerne zur Schule fahre &lt;lacht&gt;. Ich muss dann noch was arbeiten, damit wir uns gegenseitig nicht zu sehr auf den Geist gehen. Das sind aber alles marginale Probleme.</p>
<p><strong>17.) Können Sie etwas Positives aus der Gesamtsituation ziehen? </strong></p>
<p>Ich glaube, dass die Entschleunigung, die alle Bereiche jetzt erfahren, sich positiv auswirken kann. Dass alle Leute dann mit viel Energie wieder ihre Sachen anschieben werden, wenn es alles wieder normal läuft. Auch dieser Stress, den sich die Leute häufig machen, kann jetzt mal abfallen. Das speziell ihr als Schüler jetzt gelernt habt, auch mal auf eine andere Weise zu lernen. Parallel dazu gibt es bei allen Krisen auch immer Gewinner. Einer der Gewinner ist hier sicherlich die Digitalisierung. Auch in der Schule wird sie sicherlich vorangetrieben werden. <a href="https://katharineum.de/teachers/poetzsch-heffter/">Herr Poetzsch-Heffter</a> reibt sich schon die Hände &lt;lacht&gt;, dass wir jetzt in Zukunft auch viel mehr über Nextcloud arbeiten werden. Ich glaube, dass es diesen Papierarbeitsauftrag auf Dauer nicht mehr geben wird.</p>
<p><em><strong>18.) Ist es geplant, falls der Unterricht noch länger ausfallen sollte, dass man doch über Online-Klassen versucht, den Unterricht voranzubringen?  </strong></em></p>
<p>Wir haben mit der Schulleitung wöchentlich eine Sitzung und versuchen zu planen; aber wir sind auch abhängig von den Entscheidungen, die von &#8220;oben&#8221; kommen. Dennoch haben wir das im Hinterkopf und probieren, digital schon ein paar Vorbereitungen zu treffen. Letztendlich müssen wir jedoch abwarten, aber nur mit Arbeitsaufträgen wird es sicherlich nicht weiter gehen. Für zwei Wochen geht das vielleicht, aber langfristig ist das auch keine Lösung. Denn keine Art von Medium kann den direkten Schüler-Lehrer Kontakt ersetzen.</p>
<p><strong>19.) Wollen Sie den Schüler*innen in diesen besonderen Zeiten noch etwas mit auf den Weg geben?                     </strong></p>
<p>Ja, bleibt gesund und fit und ich hoffe, dass wir uns so schnell wie möglich wiedersehen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir danken Herrn Schrader ganz herzlich für das Interview, wünschen ihm natürlich Gesundheit und viel Erfolg für seine Internetkarriere!</p>
<p>Anbei findet Ihr/finden Sie den <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ueGEOjkZuAQ">Link</a> zu einem der Videos von <a href="https://katharineum.de/teachers/schrader/">Herrn Schrader</a>. Ihr/Sie könnt vielleicht mal vorbeischauen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/lernen-mal-anders-interview-mit-herrn-schrader/">Lernen mal anders &#8211; Interview mit Herrn Schrader</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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