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	<title>Frau Kreienberg- Brandt Archive &#8211; Katharineum zu Lübeck</title>
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	<description>Städtisches Gymnasium mit altsprachlichem Zweig &#124; seit 1531</description>
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		<title>Schülerbücherei erstrahlt in neuem Glanz!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Fust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 May 2021 05:30:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel-2021]]></category>
		<category><![CDATA[-Verein]]></category>
		<category><![CDATA[Frau Kreienberg- Brandt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einst Schüler:innenbücherei – jetzt Lektorium: Der Raum am Ende des Ganges, der vom Sextanerhof abgeht, hat ein völlig neues Aussehen und Ordnungssystem bekommen. Die Repräsentation der Alten Sprachen beginnt nicht erst mit dem Eintritt in die Bücherei. Man läuft schon vorher auf ein großes Plakat zu, auf dem Laokoon, eine Figur der antiken Mythologie, in seiner berühmten Darstellung in der&#160;<a href="https://katharineum.de/schuelerbuecherei-erstrahlt-in-neuem-glanz/">&#8230;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/schuelerbuecherei-erstrahlt-in-neuem-glanz/">Schülerbücherei erstrahlt in neuem Glanz!</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Einst Schüler:innenbücherei – jetzt Lektorium: Der Raum am Ende des Ganges, der vom Sextanerhof abgeht, hat ein völlig neues Aussehen und Ordnungssystem bekommen. Die Repräsentation der Alten Sprachen beginnt nicht erst mit dem Eintritt in die Bücherei. Man läuft schon vorher auf ein großes Plakat zu, auf dem Laokoon, eine Figur der antiken Mythologie, in seiner berühmten Darstellung in der &#8220;Laokoon-Gruppe&#8221; aus den Vatikanischen Museen zu sehen ist. Unterhalb des Posters auf Fahnenstoff befinden sich Reliefs zum Thema Unterricht und Schule, unter anderem das berühmte Schulrelief von Remagen.</p>
<p>Tritt man dann in das Lektorium ein, blickt man in einen offenen Raum, an dessen Ende ein großer Gruppentisch mit zahlreichen Sitzplätzen zu sehen ist. Der Blick fällt dann, das altsprachliche Motiv wieder aufgreifend, auf eine Akustikplatte, auf der das Laokoon-Motiv aktualisiert aufgegriffen wurde. Dieser wird nun nicht mehr von Seeschlangen bedrängt und festgehalten, sondern von Kabeln. So wird, passend zu einer Bücherei, das Analoge gepriesen. Praktisch dient die Akustikplatte besseren Schallbedingungen. Neben den 18 Sitzplätzen gibt es eine Leseecke mit Sofa. Das Lektorium ist in einen Teil für Jugendbücher und einen Teil für Erwachsenen-Literatur aufgeteilt. Viele Bücher auf der linken Seite des Raums beschäftigen sich mit antiken Themen, Mythen, Gebäuden und Techniken.</p>
<p>Das Lektorium hat fünf verschiedene Funktionen: Zum einen als Pausenraum mit Comics in Drehregalen, Kinderzeitschriften und vielem mehr, zum anderen als Aufenthaltsraum für Unterstufenschüler:innen, die dort morgens bei Unterrichtsausfall betreut werden können. Außerdem kann der Raum als Unterrichtsraum für kleine Lerngruppen der Fächer Latein und Alt-Griechisch dienen, denn es gibt ein Whiteboard sowie einen Monitor. Und die beiden schon erwähnten Teile der Bibliothek, Jugendromane und belletristische Werke laden zum Lesen in den großen Pausen ein oder können ausgeliehen werden. Der altsprachliche Bestand bildet die fünfte Funktion und kann auch im Lektorium gelesen werden.</p>
<p>Eine der vielen Besonderheiten ist auch eine nicht-literarische, denn als einziger Ort der Schule gibt es hier eine Luftreinigungsmaschine, die von einem ehemaligen Schüler gestiftet wurde.</p>
<p>Ein großer Dank im Namen der ganzen Schulgemeinschaft und vor allem der Schüler:innen, die nun die Möglichkeit haben, diese umfangreiche und schöngestaltete Bibliothek zu nutzen, gilt dem <a href="https://katharineum.de/unsere-foerderer/fundraising-verein/">Fundraising-Verein</a> unter dem Vorsitz Herrn Haukohls, der die Finanzierung des Projekts möglich gemacht hat! Ein weiterer großer Dank gilt Frau <a href="https://katharineum.de/teachers/kreienberg-brandt/">Kreienberg-Brandt</a>, die die Umgestaltung mit viel Einsatz in die Hand genommen und durchgeführt hat!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="justified_gallery_xNzFjo" class="sgg-style-8 "><a class="sgg-lightbox-item" href="https://katharineum.de/wp-content/uploads/2021/05/DSC03784.jpg" data-size="1600x1067" data-caption="Teil der Bibliothek mit alten Büchern"><img decoding="async" src="https://katharineum.de/wp-content/uploads/2021/05/DSC03784-540x360.jpg" data-caption="Teil der Bibliothek mit alten Büchern" alt="Teil der Bibliothek mit alten Büchern"/></a><a class="sgg-lightbox-item" href="https://katharineum.de/wp-content/uploads/2021/05/DSC03785.jpg" data-size="1600x1067" data-caption="Das Lektorium - die neue Schülerbücherei"><img decoding="async" src="https://katharineum.de/wp-content/uploads/2021/05/DSC03785-540x360.jpg" data-caption="Das Lektorium - die neue Schülerbücherei" alt="Das Lektorium - die neue Schülerbücherei"/></a><a class="sgg-lightbox-item" href="https://katharineum.de/wp-content/uploads/2021/05/DSC03786.jpg" data-size="1067x1600" data-caption="Schulreliefs"><img decoding="async" src="https://katharineum.de/wp-content/uploads/2021/05/DSC03786-280x420.jpg" data-caption="Schulreliefs" alt="Schulreliefs"/></a><a class="sgg-lightbox-item" href="https://katharineum.de/wp-content/uploads/2021/05/DSC03792.jpg" data-size="1600x1067" data-caption="Das Lektorium - die neue Schülerbücherei"><img decoding="async" src="https://katharineum.de/wp-content/uploads/2021/05/DSC03792-540x360.jpg" data-caption="Das Lektorium - die neue Schülerbücherei" alt="Das Lektorium - die neue Schülerbücherei"/></a><a class="sgg-lightbox-item" href="https://katharineum.de/wp-content/uploads/2021/05/DSC03794.jpg" data-size="1600x1067" data-caption="Akustikplatte mit Laokoon-Motiv"><img decoding="async" src="https://katharineum.de/wp-content/uploads/2021/05/DSC03794-540x360.jpg" data-caption="Akustikplatte mit Laokoon-Motiv" alt="Akustikplatte mit Laokoon-Motiv"/></a><a class="sgg-lightbox-item" href="https://katharineum.de/wp-content/uploads/2021/05/DSC03795.jpg" data-size="1600x1067" data-caption="Whiteboard mit Monitor"><img decoding="async" src="https://katharineum.de/wp-content/uploads/2021/05/DSC03795-540x360.jpg" data-caption="Whiteboard mit Monitor" alt="Whiteboard mit Monitor"/></a><a class="sgg-lightbox-item" href="https://katharineum.de/wp-content/uploads/2021/05/DSC03797.jpg" data-size="1600x1067" data-caption="Regal mit Lektüre-Empfehlungen"><img decoding="async" src="https://katharineum.de/wp-content/uploads/2021/05/DSC03797-540x360.jpg" data-caption="Regal mit Lektüre-Empfehlungen" alt="Regal mit Lektüre-Empfehlungen"/></a><a class="sgg-lightbox-item" href="https://katharineum.de/wp-content/uploads/2021/05/DSC03801.jpg" data-size="1600x1067" data-caption="Das Lektorium - die neue Schülerbücherei"><img decoding="async" src="https://katharineum.de/wp-content/uploads/2021/05/DSC03801-540x360.jpg" data-caption="Das Lektorium - die neue Schülerbücherei" alt="Das Lektorium - die neue Schülerbücherei"/></a><a class="sgg-lightbox-item" href="https://katharineum.de/wp-content/uploads/2021/05/DSC03802.jpg" data-size="1600x1067" data-caption="Das Lektorium - die neue Schülerbücherei"><img decoding="async" src="https://katharineum.de/wp-content/uploads/2021/05/DSC03802-540x360.jpg" data-caption="Das Lektorium - die neue Schülerbücherei" alt="Das Lektorium - die neue Schülerbücherei"/></a><a class="sgg-lightbox-item" href="https://katharineum.de/wp-content/uploads/2021/05/DSC03806.jpg" data-size="1600x1067" data-caption="Comic-Auswahl"><img decoding="async" src="https://katharineum.de/wp-content/uploads/2021/05/DSC03806-540x360.jpg" data-caption="Comic-Auswahl" alt="Comic-Auswahl"/></a></div>
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							var pswp_xNzFjo = SGGinitPhotoSwipeFromDOM('#justified_gallery_xNzFjo',{title: true,
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					var nodes = document.querySelectorAll('#justified_gallery_xNzFjo > *'),
_nodes = [].slice.call(nodes, 0);
var getDirection = function (ev, obj) {
    // the width and height of the current div
	var w = $(obj).width(),
		h = $(obj).height(),
		// calculate the x and y to get an angle to the center of the div from that x and y.
		// gets the x value relative to the center of the DIV and "normalize" it
		x = ( ev.pageX - $(obj).offset().left - ( w/2 )) * ( w > h ? ( h/w ) : 1 ),
		y = ( ev.pageY - $(obj).offset().top  - ( h/2 )) * ( h > w ? ( w/h ) : 1 ),
		// the angle and the direction from where the mouse came in/went out clockwise (TRBL=0123);
		// first calculate the angle of the point,
		// add 180 deg to get rid of the negative values
		// divide by 90 to get the quadrant
		// add 3 and do a modulo by 4  to shift the quadrants to a proper clockwise TRBL (top/right/bottom/left) **/
		direction = Math.round( ( ( ( Math.atan2(y, x) * (180 / Math.PI) ) + 180 ) / 90 ) + 3 ) % 4;
	return direction;
};
var addClass = function ( ev, obj, state ) {
    var direction = getDirection( ev, obj ),
        class_suffix = "",
        iframe = obj.classList.contains("mfp-iframe");
    obj.className = "";
    if (iframe) {
        obj.classList.add("mfp-iframe");
    }
    obj.classList.add("sgg-lightbox-item");
    switch ( direction ) {
        case 0 : class_suffix = '-top';    break;
        case 1 : class_suffix = '-right';  break;
        case 2 : class_suffix = '-bottom'; break;
        case 3 : class_suffix = '-left';   break;
    }
    obj.classList.add( state + class_suffix );
};
// bind events
_nodes.forEach(function (el) {
    el.addEventListener('mouseenter', function (ev) {
        addClass( ev, this, 'in' );
    }, false);
    el.addEventListener('mouseleave', function (ev) {
        addClass( ev, this, 'out' );
    }, false);
});														var galleries = [];
				var gallery = $("#justified_gallery_xNzFjo");
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					if ( galleries.length >= 1  ) {
						var scroll_top = $(window).scrollTop();
						var scroll_bottom = scroll_top + $(window).height();
						var gallery_top = $(gallery).offset().top;
						var gallery_height = $(gallery).innerHeight();
						var gallery_bottom = gallery_top + gallery_height;
						if( scroll_bottom >= gallery_bottom ) {
							var images = galleries.splice(0,1);
							var image_html = $("#load_more_holder_xNzFjo").html(images).text();
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<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: right;"><em>Redaktion der Website-AG</em></p>
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		<title>LATEINTHEATER 2020 – ein schmerzhafter Abschied</title>
		<link>https://katharineum.de/lateintheater-2020-ein-schmerzhafter-abschied/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Fust]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2020 14:55:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel 2020]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Frau Kreienberg- Brandt]]></category>
		<category><![CDATA[Herr Albert]]></category>
		<category><![CDATA[Latein]]></category>
		<category><![CDATA[Lateintheater]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Technik-AG]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwei Wochen Unterricht zuhause in der Zeit vor den Osterferien. So mancher wird sich darüber zunächst gefreut haben. Zu den wirklich traurigen Dingen, auf die wir in der Zeit verzichten mussten und in diesem Schul- und Kalenderjahr wegen der Corona-Krise leider auch weiterhin verzichten müssen, gehört für die Lateiner der 6b das LATEINTHEATER. Die Schule musste an einem Montag geschlossen&#160;<a href="https://katharineum.de/lateintheater-2020-ein-schmerzhafter-abschied/">&#8230;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/lateintheater-2020-ein-schmerzhafter-abschied/">LATEINTHEATER 2020 – ein schmerzhafter Abschied</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Wochen Unterricht zuhause in der Zeit vor den Osterferien. So mancher wird sich darüber zunächst gefreut haben. Zu den wirklich traurigen Dingen, auf die wir in der Zeit verzichten mussten und in diesem Schul- und Kalenderjahr wegen der Corona-Krise leider auch weiterhin verzichten müssen, gehört für die Lateiner der 6b das <a href="https://katharineum.de/altsprachliches-theater-am-katharineum/">LATEINTHEATER</a>. Die Schule musste an einem Montag geschlossen werden, nur zwei Tage später hätte die erste Aufführung stattfinden sollen. Alles war fertig, wir waren fertig, und dann wurden wir leider überrascht…</p>
<p>Seit Ende Oktober haben die Schülerinnen und Schüler der 6b mühsam und unter manchen Flüchen ihre lateinische Textpartie und die nötigen Einsätze für ihren Auftritt auswendig gelernt und teils unter manchem Lachanfall, teils unter stetiger Selbstüberwindung und teils sehr souverän sich in vielen Probestunden angeeignet. Dabei lernten doch viele, lauter und deutlicher zu sprechen, die Hände einzusetzen, die Mitschüler anzufassen, nicht immer zur falschen Zeit zu kichern, Rücksicht auf die Spielenden zu nehmen, konstruktive Kritik zu üben und meine Nerven nicht überzustrapazieren. Die Klassen 5a und 5b haben unterdessen so manche Musikstunde bei <a href="https://katharineum.de/teachers/s-albert/">Herrn Albert</a> damit verbracht, den lateinischen Chorpartien den nötigen Schwung zu verleihen. Auch sie haben sich auf die Aufführungsabende gefreut und werden enttäuscht sein, weil Herr Albert sie mit seiner gewohnten Mischung aus Hingabe und Gelassenheit so gut vorbereitet hatte – und jetzt: Alles umsonst?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ja, wir werden auf unsere beiden Aufführungen verzichten müssen. Wie unnatürlich sähe ein Spielen in römischen Kostümen und modernem Mundschutz aus? Wie liefe die „Liebesszene“ mit einem Mindestabstand von zwei Metern? Wie sollten 22 Schauspieler und fast 60 Chorsängerinnen und Sänger die Bühne bevölkern? Wie traurig wäre es, ohne ein Publikum mit stolzen Eltern und schmunzelnden weiteren Gästen in der gut gefüllten Aula zu spielen? Undenkbar, also alles umsonst?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nein, höchstens oberflächlich gesehen, denn das gemeinsame Theaterspielen lebt zwar auf die Termine der Aufführungen hin, lässt aber die Schauspieler auch auf dem Weg dahin profitieren. Damit man sich ausmalen kann, was man als Zuschauer verpasst hat, hier ein kleiner Ausschnitt:</p>
<p>In unserem Stück geht es um die Neubesetzung des angesehenen Amtes einer Priesterin, einer Vestalin. Um diesen begehrten Posten konkurrieren zwei angesehene römische Familien mit ganzem Einsatz, sowohl mit der Vorbereitung auf die dazugehörige Prüfung als auch mit Hilfe von Intrigen.</p>
<p>Den mit Abstand größten Sprechanteil hätte die Mutter einer jungen Bewerberin um diesen Posten übernommen, und Aurélie hätte diese Rolle einer durchsetzungsstarken, ehrgeizigen, etwas eitlen Dame charmant und souverän verkörpert und sicherlich einen besonders starken Applaus verdient.  Zusammen mit ihrer Tochter, gespielt von Jennifer, ihrer Sklavin Amelie und einer mit ihrer Familie konkurrierenden Mutter-Tochter-Konstellation, Hasti und Sophie, hätte sie die beiden Ehemänner, Isa und Noel, lächerlich unwichtig erscheinen lassen. Diesen beiden bliebe zwischendurch nichts anderes übrig, als sich zusammenzutun und in der Kneipe abzutauchen. Der Kneipenwirt, gespielt von Thomas, hätte zwischendurch auch als Erzähler gedient, und Thomas hätte seine schwierige Aufgabe, als erster auf die Bühne zu kommen und alle neugierig auf die Geschichte zu machen, gut gemeistert.</p>
<p>Auch der Ehemann Isa wäre in einer Doppelrolle zu sehen gewesen, die er sich selbst überlegt hatte. Als kleiner Liebesgott mit Flügeln, Pfeil und Bogen hätte er in den Liebesszenen für die gewünschte romantische Atmosphäre gesorgt, denn ein Liebespaar als Sechstklässler zu spielen, ist mehr als mutig, und er hätte den beiden „Verliebten“, Jennifer und Mayan, geholfen, die nötige Nähe herzustellen. Das wäre ebenfalls der Job von Jakob gewesen, der die beiden zusammenbringen sollte und „Flirtübungen“ mit ihnen einstudieren musste – eine witzige Szene.</p>
<p>Für einige Lacher hätten sicherlich außerdem die vier Lehrer gesorgt, Georg, Mads, Emil und Finn, die mit ihrer Arroganz trotz fehlendem Wissen die weibliche Bewerberin um das Amt in die Flucht getrieben hätten. Auch der Medicus, Experte für Fußpilz und diverse Salben, gespielt von Johann, hätte in seiner Absicht, die Bewerberin zu optimieren, sicher manches Gelächter ausgelöst.</p>
<p>Lateintheater ohne den Einsatz des riesigen Hammers von Herrn Leißring, ohne die Nebelmaschine der <a href="https://katharineum.de/aktivitaeten/arbeitsgemeinschaften/technik-ag/">Technik</a> wäre nicht denkbar. So viel Tradition muss sein! Wen hätte diesmal der Hammer getroffen? Den Oberpriester, der in diesem Stück von Nils mit der nötigen Würde gespielt wird, der aber weniger auf die religiöse Fähigkeit der Vestalinnen Wert gelegt hätte als auf deren attraktives Äußeres. Zum Glück hätte es noch die von Tamika durchsetzungsstark gespielte Obervestalin gegeben, die die größten Defizite des Oberpriesters mit Charme zu überspielen wüsste. Ihr unterständen zwei routinierte Vestalinnen (Martha und Elisa), die ihre tänzerischen und harmonischen Fähigkeiten um das rauchende Herdfeuer (Nebelmaschine) herum hätten unter Beweis stellen müssen. Damit das eine Team immer von den Machenschaften des konkurrierenden anderen erfährt, sollte Henriette als schwatzhafte, alles ausplaudernde Nachbarin von Haus zu Haus stürmen. Wie das Stück ausgegangen wäre? Typisch für eine Komödie natürlich. Die klügste Person von allen, verkörpert von der ständig gedemütigten Sklavin Charlotte, hätte sich zur heimlichen Hauptperson gemausert.</p>
<p>All das wäre ohne eine ordnende Kraft im Hintergrund gar nicht möglich, womit Ellas Aufgabe grob beschrieben wäre. So wie an sie, die für all die Requisiten zuständig gewesen wäre und bei allen Proben eine gefragte und korrigierende Zuhörerin war, muss natürlich auch noch ein Lob an Luca-Marie und Elisabeth aus dem <a href="https://katharineum.de/unterricht/faecher/latein/">Latein</a>profilkurs des Q1-Jahrgangs gehen. Die beiden haben hilfsbereit für einige Stunden Proben übernommen. Einen riesigen Applaus hätten sich auch Carla und Johann (9a) aus dem künftigen Lateinprofil verdient, die zum zweiten Mal die Übersetzerfunktion übernehmen wollten und sich schon beim Probenwochenende bewährt hatten. Parallel zu unseren Proben hat die Band um Carl Silberbach sich um den typisch Leißringschen Sound bemüht. Auch die vier Jungen haben bereits viel Zeit und Mühe investiert. Zuletzt sei natürlich auch unseren Technikern gedankt, die sich im Vorfeld schon zu drei Sitzungen mit mir getroffen und alles gedanklich mit der gewohnten Zuverlässigkeit vorbereitet hatten: Jonathan, Tom und die restliche Truppe.</p>
<p>Zum Schluss also steht statt des verdienten großen Applaus für euch alle nur mein allerherzlichster Dank an alle Beteiligten und Unterstützer!</p>
<p style="text-align: right;"><a href="https://katharineum.de/teachers/kreienberg-brandt/"><em>Frau Kreienberg-Brandt</em></a></p>
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	</item>
		<item>
		<title>In Haft – ein Religionskurs auf Exkursion im Gefängnis</title>
		<link>https://katharineum.de/in-haft-ein-religionskurs-auf-exkursion-im-gefaengnis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Fust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Feb 2020 17:57:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel 2020]]></category>
		<category><![CDATA[Frau Kreienberg- Brandt]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Strömender Regen – die Temperaturen kratzten an der 0-Grad-Grenze. 19 Menschen sammelten sich vor der JVA Lübeck. Was hatten sie vor? Geschlossen ging die Gruppe zum Besuchereingang, gab die Personalausweise ab und musste alles einschließen außer einem Taschentuch. Mit Besucherausweis ging es weiter. Erst saßen wir eine geraume Zeit im Wartezimmer, zusammen mit einer Anwältin und ein paar Angehörigen. Irgendwann&#160;<a href="https://katharineum.de/in-haft-ein-religionskurs-auf-exkursion-im-gefaengnis/">&#8230;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/in-haft-ein-religionskurs-auf-exkursion-im-gefaengnis/">In Haft – ein Religionskurs auf Exkursion im Gefängnis</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><span class="s1">Strömender Regen – die Temperaturen kratzten an der 0-Grad-Grenze. 19 Menschen sammelten sich vor der JVA Lübeck. Was hatten </span><span class="s2">s</span><span class="s1">ie vor? Geschlossen ging die Gruppe zum Besuchereingang, gab die Personalausweise ab und musste alles einschließen außer einem Taschentuch. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Mit Besucherausweis ging es weiter. Erst saßen wir eine geraume Zeit im Wartezimmer, zusammen mit einer Anwältin und ein paar Angehörigen. Irgendwann kamen zwei Justizvollzugsbeamte, holten zuerst die Mädchen, dann die Jungen ab. Erst ging es durch eine vom Flughafen bekannte Sicherheitskontrolle, mit nachfolgendem Abtasten. Einige mussten auch ihre Schuhe zur Kontrolle ausziehen. Vielleicht ist ja etwas in den Absätzen versteckt? Einige mit Gürteln und diversen Ketten und Armbändern Ausgestattete brauchten etwas länger durch die Schleuse, aber am Ende standen alle in einem kleinen Zwischenraum. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Die Pastorin, die die Gruppe begleitete, führte uns durch viele Sicherheitstüren einen Gang entlang</span><span class="s3">,</span><span class="s1"> bis wir ins Freie traten. Aus dem strömenden Regen war Schneefall geworden. Wir waren umgeben von meterhohen, mit </span><span class="s3">NATO-</span><span class="s1">Stacheldraht bedeckten Mauern, unzählige Kameras sahen jede kleinste Bewegung. Wir hetzten über den Hof und kamen an einem mehrstöckigen Haus vorbei, </span><span class="s3">das</span><span class="s1"> den harmlosen Namen „Gustav“ trägt. Vor dem Haus beobachten wir etwas, was man sonst eigentlich nur aus amerikanischen Blockbustern kennt, </span><span class="s3">einen</span><span class="s1"> umzäunt</span><span class="s3">en</span><span class="s1"> Hof mit ein paar Sportgeräten, auf dem </span><span class="s3">einige</span><span class="s1"> Häftlinge Runde für Runde im Kreis gingen, um ein wenig Bewegung zu bekommen. Alle trugen sie eine ausgebeulte Jeans, schwarze Sneakers und dunkelgrüne Pullover. Beim Vorbeigehen wurden wir leicht gemustert, bevor wir das Gebäude, von dem man die ganze Zeit über nur eine riesige weiße Wand sah, betraten. Nach</span><span class="s3">dem</span><span class="s1"> wir einen Flur durchliefen, fanden wir uns in einer überraschend großen Halle wieder. Aber wir waren nicht mehr allein… zwei Herren standen auch in der Halle. Wir gingen eine Treppe hoch, die beiden folgten uns, und wir setzten uns in die Gefängnis-Kapelle. Jetzt wäre der günstige Zeitpunkt darüber aufzuklären, was uns überhaupt in ein Gefängnis verschlägt: Im Zuge der Thematik Ethik/Gewissen/Schuld besuchte der<a href="https://katharineum.de/unterricht/faecher/religion/"> Religionskurs</a> von Frau <a href="https://katharineum.de/teachers/kreienberg-brandt/">Kreienberg-Brandt</a> aus dem Q1-Jahrgang das Gefängnis, um über eben diese Thematik mit zwei Häftlingen zu sprechen.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Die beiden Männer, die uns unten in der Halle empfingen, waren diese beiden. Und hinter der großen, weißen Wand befindet sich das Gebäude mit den Häftlingen, die im offenen Vollzug sind oder Freigang haben. In der Kapelle gab die Pastorin eine kleine allgemeine Einführung, was überhaupt ihre Aufgabe ist. Sie ist die evangelische Pastorin des Gefängnisses und hält Gottesdienste ab, organisiert verschiedene Veranstaltungen zu Weihnachten und anderen christlichen Feiertagen. Gleichzeitig hat sie aber auch ein offenes Ohr für alle Einsitzenden und redet mit ihnen und teilweise mit deren Familien. Man merkte der Pastorin an, dass sie in dem christlichen Grundsatz der Vergebung völlig aufgeht, ohne Vorbehalte den Häftlingen entgegentritt und dabei in jeder erdenklichen Art ihr Verständnis, ihre Empathie und ihre Unvoreingenommenheit zeigt. Die beiden Insassen wurden uns als Herr Müller und Herr Lehmann vorgestellt, das sind nicht ihre richtigen Namen, was ihnen Anonymität gewährleistete und somit auch gewisse beidseitige Hemmnisse verminderte. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Wir bekamen völlig freie Hand in dem</span><span class="s3">,</span><span class="s1"> was wir fragten, und natürlich konnten Herr Müller und Herr Lehmann jederzeit sagen, dass sie die Frage nicht beantworten möchten. Wie vorher im Unterricht beschlossen, wollten wir uns der Frage, die natürlich alle umtrieb, langsam nähern und erst </span><span class="s3">ein</span><span class="s1">mal ein paar allgemeine Dinge zum Gefängnisalltag fragen. </span><span class="s3">„</span><span class="s1">Wie ist das Leben? Was arbeiten Sie? Wie ist das Essen?</span><span class="s3">“</span><span class="s1"> Letzteres soll übrigens wirklich </span><span class="s3">ganz gut</span><span class="s1"> sein. Herr Müller </span><span class="s3">emp</span><span class="s1">findet den Montag </span><span class="s3">als</span><span class="s1"> schlimmsten Tag: Veggie-Day. Der ältere der beiden, Herr Lehmann, arbeitet als Lehrer in der Schule des Gefängnisses. Dort wird Deutsch als 2. Fremdsprache unterrichtet, es gibt Schreib- und Leseunterricht für die Analphabeten, von denen es wohl mehr </span><span class="s3">gebe</span><span class="s1">, als man denke. Außerdem kann man sogar einen Hauptschulabschluss machen. Herr Müller ist zuständig für die Höfe, die Beete und Pflanzen. Man bekommt im Gefängnis 120€ im Monat und muss davon Dinge wie Rasierklingen, Telefonieren etc. bezahlen. Man </span><span class="s3">erhält</span><span class="s1"> eine Ausstattung </span><span class="s3">an</span><span class="s1"> Häftlingskleidung. Möchte man im gelockerten Vollzug private Kleidung tragen, muss man 6€ im Monat für die Reinigung zahlen. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Auch erkundigten wir uns über die Arbeits- und Essenszeiten. Aufgeschlossen wird um 7:00, Arbeitsbeginn ist um 7:15, um 11:45 gibt es Mittagessen. Dann arbeiten die Gefangenen noch einmal bis 16:45. Nachmittags und abends gibt es diverse Gruppen: </span><span class="s3">D</span><span class="s1">ie einen spielen Fußball, die anderen Volleyball. Aber es gibt auch viele Therapiesitzungen. Bei diesem Tagesablauf handelt es sich immer um den gelockerten Vollzug. In dem „Gustav-Gebäude“, das wir als erstes sahen, befindet sich die U-Haft, die Schutzhaft und der geschlossene Vollzug. Dort verhält sich alles wesentlich strenger. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Wir näherten uns immer mehr der unumgänglichen Frage: „</span><span class="s3">W</span><span class="s1">eshalb sitzen Sie ein?</span><span class="s3">“</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Doch schließlich fasste jemand Mut und fragte. Bereitwillig antworteten die beiden. Nach einer halben Stunde mehr oder weniger Smalltalk wussten wir dann, wer da eigentlich vor uns saß</span><span class="s3">:</span></p>
<p class="p1"><span class="s3">e</span><span class="s1">in Mörder und ein Sexualstraftäter. Ich denke, es ist menschlich nachvollziehbar, dass es zu ein paar Sekunden Stille kam. Doch die ersten trauten sich jetzt, persönliche Fragen zu stellen. „Wie verarbeiten Sie Ihre Tat? Tut es Ihnen leid? Was ist im Nachhinein das Schlimmste für Sie?“ </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Herr Lehmann, der Mörder, erzählte, dass es bei ihm fünf, sechs Jahre gedauert habe, bis er sich die Tat nicht mehr schöngeredet habe. Er probierte auch einmal, zu der Familie des Opfers Kontakt aufzunehmen, diese lehnte ab. Inzwischen sitzt er 12 Jahre im Gefängnis und findet nach wie vor</span><span class="s3">,</span><span class="s1"> das Schlimmste </span><span class="s3">sei</span><span class="s1">, was er den Angehörigen damit angetan ha</span><span class="s3">be</span><span class="s1">: </span><span class="s3">s</span><span class="s1">einer Familie und der des Opfers. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Zu Herrn Lehmann sollte an dieser Stelle noch gesagt werden, dass er eine wirklich intelligente Methode gefunden hatte, von seiner Tat zu erzählen. Während er von dem Tathergang berichtete, hatte man das Gefühl, er würde das völlig neutral und unbeschönigt erzählen, aber er ließ immer kleine Details einfließen, die ihn in ein besseres Licht rücken sollte</span><span class="s3">n</span><span class="s1">. </span><span class="s3">D</span><span class="s1">iese Methode und Taktik fiel uns anfangs nicht auf, und er schaffte es sehr gut, uns völlig für seine Erzählung einzunehmen. Erst als wir die riesigen Mauern verließen, waren wir nach und nach wieder in der Lage, rational auf das zurückzublicken, was uns erzählt wurde, und auch Unstimmigkeiten und Verschleierungen zu entdecken.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Nun zu Herrn Müller, dem Sexualstraftäter: </span><span class="s3">E</span><span class="s1">r erzählte sehr wenig von seiner Tat, sondern nur<span class="Apple-converted-space">  </span>den Grund seiner Inhaftierung. Er sitzt schon 3 1/2 Jahre und wird noch weitere 1 1/2 in der JVA verbringen. Menschen, die wegen eines Sexualdelikts inhaftiert sind, müssen 16 verschiedene psychologische „Stationen“ durchlaufen, mit jeweils zehn Modulen. Das ist Pflicht neben der Arbeit. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Ähnlich wie Herr Lehmann fand Herr Müller </span><span class="s3">am schlimmsten</span><span class="s1">, was er den Angehörigen angetan hat. Man merkte ihm an, wie er sich für seine Tat schämte, er schaffte es aber nicht, uns davon zu überzeugen, dass er inzwischen das „Beschönigen“ seines Verbrechens abgelegt hat. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Was uns, glaube ich, kollektiv ziemlich perplex gemacht hat, waren die Antworten auf die Frage, ob sie die Art der Strafe und Strafmaß berechtigt finden.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Zuerst Herr Lehmann: </span><span class="s3">A</span><span class="s1">m Anfang fand er die Strafe zu hoch, hat sich aber inzwischen damit abgefunden, dass er mindestens 15 Jahre sitzen wird. Er würde sich jetzt schon bereit fühlen, wieder aus dem Gefängnis zu gehen.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Herr Müller fand das Strafmaß gerechtfertigt, er wird mit 25 Jahren das Gefängnis wieder verlassen. Auch er würde sich jetzt schon bereit fühlen, </span><span class="s3">das</span><span class="s1"> Gefängnis zu verlassen.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Die Pastorin vertrat die Meinung, dass so hohe Strafmaße eigentlich nicht nötig seien. Es mache keinen Unterschied, ob jemand acht Jahre säße oder 15. Weiter findet sie es schwierig, Verbrechen nach ihrer Schwere zu beurteilen. Natürlich klinge ein Mord erstmal viel schlimmer als ein Tankstellenüberfall. Sie habe aber vorher in einer geschlossen Psychiatrie gearbeitet, und da säßen dann die Leute, die ausgeraubt worden seien und ein Trauma davongetragen hätten. Die Strafen </span><span class="s3">verminderten</span><span class="s1"> nicht das Leid der Opfer. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Wir alle waren sehr überrascht, dass eine Pastorin eine so starke Meinung zu diesem Thema in der Form vertritt.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Die Frage, die jeden Gefangenen umtreibt, ist, wie er wieder ein normales Leben führen soll. Es ist schwierig, einen Job zu finden, da man in sehr vielen Bewerbungen Zeugnisse vorlegen muss und ein sauberes Vorstrafenregister braucht. Es kommt hinzu, dass man eine Wohnung finden muss. Mit auf den Weg bekommt ein Entlassener ungefähr 1200€, die Miete und Essen für den ersten Monat decken sollen, danach ist man auf sich allein gestellt. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Herr Lehmann und Herr Müller sahen der Zukunft relativ positiv entgegen und hofften darauf, eine Arbeit zu finden und in irgendeiner Form wieder soziale Kontakte zu </span><span class="s3">knüpfen</span><span class="s1">. Betont werden sollte an dieser Stelle, dass beide noch engen Kontakt zu ihren Familien pflegen und von diesen unterstützt werden. Beide sind also bei ihrer Freilassung nicht völlig auf sich allein gestellt. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Einige wählen anstatt ihrer Freilassung auch den Freitod, weil ihre Chancen in der „richtigen Welt“ so aussichtslos sind.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Der Dialog mit den beiden Häftlingen endete mit der Beschreibung des Verhältnisses der Insassen untereinander, der Gewalt und dem Dealen. Sehr verbreitet unter Sträflingen sei es, dass sie sich immer jemanden suchen, der etwas noch Schlimmeres als sie gemacht hat, jemanden, der für ihr Gewissen noch unter ihnen steht. Unter den Verbrechen gibt es also quasi Abstufungen, eine Hierarchie. Sexualstraftäter seien die Unbeliebtesten und sie würden von fast allen anderen verachtet. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Ab und zu gibt es Auseinandersetzungen untereinander. Im letzten Jahr gab es sogar eine </span><span class="s3">Geiselnahme</span><span class="s1"> einer Psychologin mit einem Messer, </span><span class="s3">das</span><span class="s1"> aus der Küche entwendet wurde. Völlig offen wurde von Herrn Lehmann, Herrn Müller und der Pastorin über den Drogenkonsum geredet. Kurz gesagt: „Man bekommt alles, wenn man will.“</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Das Gespräch endete damit, dass die beiden sich dafür bedankten, dass wir sie wie „normale“ Menschen behandelt haben.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Durch unzählige Türen, über den Hof, durch Korridore entlang ging es zurück in den Eingangsbereich. Wir holten unsere Handys, Portemonnaies und alles </span><span class="s3">W</span><span class="s1">eitere. Von einem Beamten bekamen wir unsere Personalausweise wieder und verließen die JVA nach knapp </span><span class="s3">vier</span><span class="s1"> Stunden. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Wir waren alle sehr nachdenklich, vielleicht auch etwas mitgenommen und realisierten nach und nach, was uns erzählt worden war und was, böse gesagt, auch teilweise für Spielchen mit uns getrieben worden waren. Langsam begannen wir, uns auszutauschen und Eindrücke zu teilen. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Wir bekamen einen Eindruck von dem Schuldgefühl von Häftlingen und </span><span class="s3">eine Ahnung davon, </span><span class="s1">wie sich dieses auch über die Zeit der Inhaftierung entwickelt. Gleichzeitig erlebten wir, wie in Deutschland Verbrechen bestraft werden. Die Verurteilten werden nicht einfach 15 Jahre eingesperrt, sondern sie bekommen viele Angebote, um das Geschehene aufzuarbeiten und es selbst zu reflektieren und wieder mit sich leben zu können.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Bei </span><span class="s3">uns</span><span class="s1"> allen wird dieser „Ausflug“ sicherlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen und er hat uns klargemacht, wie viel Wirklichkeit wir nicht kennen.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Wir bedanken uns bei Frau <a href="https://katharineum.de/teachers/kreienberg-brandt/">Kreienberg-Brandt</a> und Frau Zepke-Lembcke, dass sie unserem Religionskurs diesen Einblick ermöglicht haben und uns diese neue Sicht auf Strafe und Vergebung eröffnet haben.</span></p>
<p style="text-align: right;"><em>Redaktion des Website-Teams</em></p>
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		<title>Weihnachtsandacht in der Katharinenkirche 2018</title>
		<link>https://katharineum.de/weihnachtsandacht-in-der-katharinenkirche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Fust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jan 2019 15:08:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel 2018]]></category>
		<category><![CDATA[Blockholz-AG]]></category>
		<category><![CDATA[Frau Kreienberg- Brandt]]></category>
		<category><![CDATA[Frau Saage]]></category>
		<category><![CDATA[Katharinenkirche]]></category>
		<category><![CDATA[Pastorin Almuth Jürgens]]></category>
		<category><![CDATA[Vater Unser]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsandacht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie jedes Jahr wurde auch dieses Mal eine Weihnachtsandacht in unserer schönen und neu renovierten Katharinenkirche abgehalten. Am letzten Schultag konnte man zuerst der Blockholz-AG von Frau Saage lauschen, anschließend der sehr anschaulichen Rede der Pastorin Almuth Jürgensen. In eben dieser beschrieb sie das Gemälde &#8220;Anbetung der Hirten&#8221; von Jost de Laval, das an der Kirchenwand angeschienen wurde und zudem&#160;<a href="https://katharineum.de/weihnachtsandacht-in-der-katharinenkirche/">&#8230;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie jedes Jahr wurde auch dieses Mal eine Weihnachtsandacht in unserer schönen und neu renovierten Katharinenkirche abgehalten. Am letzten Schultag konnte man zuerst der <a href="https://katharineum.de/aktivitaeten/arbeitsgemeinschaften/ensemble-blockholz/">Blockholz-AG</a> von <a href="https://katharineum.de/teachers/saage/">Frau Saage</a> lauschen, anschließend der sehr anschaulichen Rede der Pastorin Almuth Jürgensen.</p>
<p>In eben dieser beschrieb sie das Gemälde &#8220;Anbetung der Hirten&#8221; von Jost de Laval, das an der Kirchenwand angeschienen wurde und zudem auf jedem Flyer zu sehen war. Es zeigt das Treffen der Hirten, Heiligen sowie Engel kurz nach der Geburt Jesu. Anschließend wurden alle dazu aufgefordert gemeinsam ein Lied zu singen, dieses klang in der großen Kirche sehr andächtig.</p>
<p>Nach einer kurzen Vorlesung mit Schauspiel der 6a, unter der Leitung von <a href="https://katharineum.de/teachers/kreienberg-brandt/">Frau Kreienberg-Brandt</a>, das die Heilwirkung Jesu verdeutlichen sollte, hatten die Blockhölzer noch einmal einen kleinen Auftritt. Danach wurde von der ganzen Kirchengemeinde traditionell das Vater Unser gesprochen. Mit einem letzten Lied wurden schließlich alle in die Weihnachtszeit und damit in die Ferien entlassen.</p>
<p>Auch von uns eine besinnliche Weihnachtszeit!</p>
<p><em>                                                                           </em></p>
<p style="text-align: right;"><em>                                                                     Redaktion des Website Team</em></p>
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	<media:title>Katharineum im Kerzenschein</media:title>
	<media:description type="html"><![CDATA[Foto: Julian Leucker]]></media:description>
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