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	<title>Bundeswettbewerb Mathematik Archive &#8211; Katharineum zu Lübeck</title>
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		<title>Juniorstudium – zwischen Wahnsinn und Genie</title>
		<link>https://katharineum.de/juniorstudium-zwischen-wahnsinn-und-genie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Clara Edner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Jun 2021 05:30:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel-2021]]></category>
		<category><![CDATA[Aaron Fischer]]></category>
		<category><![CDATA[Begabungsförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswettbewerb Mathematik]]></category>
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		<category><![CDATA[Juniorstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst- und Musikhochschule zu Lübeck]]></category>
		<category><![CDATA[Lilli Hermes]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Juniorstudium ist eine Gelegenheit sich parallel zur Schule weiterzubilden. Ja, man kann auch als Schüler:in studieren. Und nein, &#8220;hochbegabt&#8221; muss man dafür auch nicht unbedingt sein, vielleicht nur sehr interessiert. Aaron Fischer, Carl Silberbach, Lloyd Meins und Lilli Hermes berichten von ihren Erfahrungen und geben den ein oder anderen Tipp preis. Distanzlernen ist Alltag für Aaron Fischer: Seit der&#160;<a href="https://katharineum.de/juniorstudium-zwischen-wahnsinn-und-genie/">&#8230;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Juniorstudium ist eine Gelegenheit sich parallel zur Schule weiterzubilden. Ja, man kann auch als Schüler:in studieren. Und nein, &#8220;hochbegabt&#8221; muss man dafür auch nicht unbedingt sein, vielleicht nur sehr interessiert. Aaron Fischer, Carl Silberbach, Lloyd Meins und Lilli Hermes berichten von ihren Erfahrungen und geben den ein oder anderen Tipp preis.</em></p>
<p>Distanzlernen ist Alltag für Aaron Fischer: Seit der Quinta studiert der heutige Neuntklässler parallel zur Schule an der Uni Rostock Physik, Mathe und Informatik. Im nächsten Semester soll imperative Programmierung drankommen. <a href="https://katharineum.de/teachers/feller/">Frau Feller</a> hat mit ihm seit der Quarta über Förderprogramme gesprochen, seine Schwester studierte in Rostock schon Biologie. Keine Bewerbung, nur ein Formular der Schule und schon war Aaron stolzer Besitzer eines Studierendenausweises.</p>
<p>Die Vorlesungen werden hochgeladen, finden teilweise aber auch an Präsenztagen statt, die Hausaufgaben werden alle zwei Wochen online abgegeben und vom Mentor der Juniorstudentengruppe korrigiert und bewertet. Die Lerngruppe besteht aus 14 bis 20 Jugendlichen bis zur Klassenstufe 10.</p>
<p>Wie lange die Bearbeitungszeit solcher Uni-Hausaufgaben dauern würde? Schon vier Stunden, manchmal auch bis zu zehn, meint Aaron. Und ja, es mache Spaß, man habe größere Erfolgserlebnisse als in der Schule und es sei immer etwas Spannendes und Neues, auch anders als im Schulunterricht, indem er Zusatzaufgaben abarbeite.</p>
<p>Es geht hier um die Köpfe von morgen, würden einige sagen. Wem das zu hoch gegriffen ist, der kann ja einmal einen Elftklässler fragen, wie er dazu steht, dass ein blondgelockter, kleiner Siebtklässler, wie Aaron es damals war, mit im Physikunterricht sitzt und einem die Lösungen vorsagt.</p>
<p>Wie es mit ihm weitergehe? Den Test der Uni bestehen. Es gibt dort nämlich keine Klausuren, sondern Leistungsabnahmen am Ende eines Semesters.</p>
<p>Und der Traum für die Zeit nach der Schule? Professor für Mathe und Physik wäre extrem cool, die NASA ansonsten auch noch eine Option.</p>
<p>Die Universität Rostock ist Carl Silberbach auch ein Begriff. Als damaliger Neuntklässler studierte er dort ein Semester. Seine Leidenschaft: Chemie, gefolgt von Bio und Mathe. Doch der Präsenzunterricht der Lübecker Uni und ihre Nähe überzeugten ihn, mittlerweile in der Unterprima, zu wechseln. Mit <a href="https://katharineum.de/herausragende-leistung-1-platz-im-bundeswettbewerb-mathematik/">Maria Mathis</a> fing es an, jeden Mittwoch zwei Stunden Privatunterricht beim Matheprofessor. Ab 2019 nahm Carl dann zusammen mit Lloyd Meins, ebenfalls Primaner, komplett am Präsenzunterricht der Universität zu Lübeck teil. Sie sitzen, wenn nicht gerade Corona ist, mit den älteren Kommilitonen in den Vorlesungen, schreiben die gleichen Klausuren, hören drei bis vier Kolloquien pro Jahr und sammeln Scheine für den Bachelor. In den Ferien kann man zudem eine Woche ein Praktikum absolvieren. Im Bereich Biochemie wurden z.B. Klonierungen gemacht.</p>
<p>Die Uni Lübeck sei kleiner und damit familiärer, der Professorenumgang vertrauter als in Rostock. Mit bis zu drei weiteren Jungstudenten würden Carl und Lloyd von einer Koordinatorin betreut, trotzdem bekämen sie nichts geschenkt. &#8220;Der Lehrauftrag der Uni liegt beim Schüler, nicht beim Professor&#8221;, sagt Lloyd. Eigenständigkeit und Engagement sind also gefragt, und ebenfalls viel Zeit. Zweimal wöchentlich geht man zur Uni anstatt in zwei Stunden WiPo-Unterricht und die Hausaufgaben hat man zu Gunsten der wöchentlichen Uniaufgabe auch nicht immer dabei. Die Lehrer seien aber gutmütig, was die Befreiungen angehe, meinen beide – wer könnte es ihnen verdenken … In anderen Fächern habe er aber durchaus auch mal 11 Punkte, gibt Carl zu. Sich vom Studium der schlechten Noten wegen abhalten ließe er sich deshalb aber nicht. Medizin in unserer Hansestadt könne er sich sehr gut vorstellen, etwas Richtung Biochemie, Hormon- oder Diabetesforschung – Praxisbezug sollte es haben.</p>
<p>Eine Empfehlung Carls ist zudem, dass man sich ein kürzeres Studienfach suchen solle, nur bis zu 6 Stunden, das halte einen schon genug auf Trapp. Außerdem solle man nicht so sehr vor dem <em>hochbegabt</em> auf der <a href="https://www.lila.uni-luebeck.de/veranstaltungen/juniorstudium.html">Website der Uni Lübeck</a> zurückschrecken: Man müsse nicht <em>hochbegabt </em>sein, sehr engagiert und interessiert in einem Fach reiche auch oftmals schon. Und man könne eine Mail zu Beginn des Studiums an die kommenden Professoren schreiben, das komme immer gut an, wirft Lloyd ein, dann wäre man für die weitere Zeit versichert, sodass in brenzligen Lagen auch mal ein Auge zugedrückt würde.</p>
<p>Ob sie eine Anekdote zu erzählen hätten? Carl lacht: Ein Professor habe beim Halten eines Vortrags auf Nachfrage einer Ausländerin sofort die Sprache gewechselt und das restliche Referat über Biochemie aus dem Stegreif auf Englisch gehalten; das sei schon sehr beeindruckend gewesen.</p>
<p>Ja, stimmt ihm Lloyd zu, die Professoren seien schon sehr beeindruckend. Er zum Beispiel beteilige sich zur Zeit an Forschungen Zero-Knowledge-Proofs aus der Kryptographie und habe regelmäßige Rendezvous mit seinem Professor, um dahingehend Ideen auszutauschen.</p>
<p>Lloyd Meins ist seit Ende der Achten an der Universität zu Lübeck, seit der Quinta nimmt er an Matheunterricht der Oberstufe teil. Er war vor vier Jahren die große Ausnahme, nicht zuletzt durch die Überzeugungskraft <a href="https://katharineum.de/teachers/frau-klietsch/">Frau Klietschs</a>. Damals stand das Angebot zum Juniorstudium nur für Abiturient:innen, heute gewähren die meisten Universitäten auch schon Jüngeren dieses Recht. Seine Eltern hätten ihn unterstützt, nachdem er sie von seinem Studiumswunsch überzeugte, meint der Elftklässler.</p>
<p>Das Bewerbungsverfahren ist allerdings hier in Lübeck komplizierter. Formulare der Schule, Versicherrungsunterlagen, ein Motivationsschreiben und gerne auch ein Empfehlungsschreiben werden gefordert. Die Universitätsgebühren werden auf Anfrage von der Possehl-Stiftung getragen, man erhält so aber auch leider keine Semestertickets. Lloyd schmunzelt, wenn man allerdings die Studentenmail benutze, bekomme man den Studentenrabatt auch so und es gebe von den meisten anzuschaffenden Büchern mittlerweile auch schon kostenlose E-Book-Auflagen und die Unibücherrei gebe es ja auch immer noch.</p>
<p>Lloyd hat sich schon immer für Mathe interessiert, am <a href="https://katharineum.de/herausragende-leistung-1-platz-im-bundeswettbewerb-mathematik/">Bundeswettbewerb Mathematik</a> teilgenommen. Beim ersten Unibesuch wurde er aber dennoch ins kalte Wasser geschmissen: eine erste Klausur, bei der 60% seiner Kommiliton:innen rausgeflogen sind. Er bestand mit Bestnote. Mathe dient halt immer noch zur Aussiebung, in vielen naturwissenschaftlichen Fächern.</p>
<p>Man muss aber wissen, dass man in die Klausur Zettel mitnehmen darf, sogenannte Open-Book-Klausuren. Mit den Professoren verstehe er sich sehr gut, das Studium sei genau, was er brauche. In Themen tiefer und breiter einsteigen zu können, vor allem im Bereich der theoretischen Informatik, für die sich Lloyd sehr begeistert. Doch die digitalen Klausuren seien auch an der Uni zu Lübeck trotz ihrer hochrangigen Wischenschafftler:innen etwas überhastet gewesen; Corona sei dort vergleichbar mit der Schule eingebrochen, aber man hoffe, dass der Präsenzunterricht bald wieder stattfinden könne. Die Atmosphäre sei einfach so viel schöner in einem vollen Saal …</p>
<p>Von Coronaschließungen ist Lilli Hermes nicht groß betroffen. Die Oboistin absolviert ihr Juniorstudium an der Musikhochschule Lübeck. Denn nicht nur Mathematiker und Naturwissenschaftler können jung studieren, sondern auch Musiker. In der Musik ist die Altersgrenze aber eher tiefer, denn Lilli meint, dass sie mit 17 verspätet angefangen habe; viele fangen eine solche Ausbildung bereits mit zwölf Jahren an.</p>
<p>Ihre Bewerbung habe nicht aus Motivationsschreiben, sondern aus einem Vorspiel bestanden – in Coronazeiten per Video. Ihre Lesungen bestünden, zumindest bei den Instrumenten Oboe und Klavier, aus Einzel-, sowie Theorie- und Gehörbildungsunterricht und ihre Kommilitonen seien andere Jungstudenten, mit denen man auf Klassenabenden zusammen treffe, mit den &#8220;richtigen Studierenden&#8221; habe man hingegen selten Kontakt. Eine &#8220;coole Sache&#8221; sei es dort, man bereite sich auf die großen Aufnahmeprüfungen der Musikuniversitäten vor und der Unterricht sei im Vergleich zu normalen Einzelstunden günstiger, weil dieser unter die Sparte Studiengebühr falle und nicht einzeln berechnet werde. Aufhören, wann man möchte, könne man übrigens auch immer.</p>
<p>Man sammle keine Punkte für den Bachelor, aber man werde super auf die Aufnahmeprüfungen vorbereitet, sofern man diese machen möchte, und das Schönste sei natürlich, andere junge Musiker:innen kennenzulernen und gemeinsam Musik wie z.B. auf Kammermusikabenden machen zu können.</p>
<p>Nach einem Semester zieht Lilli, frisch gebackene Abiturientin, ein positives Resümee: Es sei einfach eine super Gelegenheit, parallel zum Abi auch musikalisch gut ausgebildet zu werden. Auch wenn man sich nicht zu sicher sein solle, mit einem Juniorstudium direkt einen Platz an einer Uni warmgehalten zu bekommen; die Aufnahmebedingungen würden auch immer noch für sie gelten. Eine Jahresprüfung, in der man ein geplantes Programm und dann ein Stück vom Blatt spielen müsse, helfe einem möglicherweise aber ebenfalls bei der Vorbereitung, entscheide aber ersteinmal über den Verbleib im Jungstudium.</p>
<p>Das Juniorstudium endet übrigens etwa zur Abiturentlassung, dann gilt es die Aufnahmeprüfung zu bestehen, um im Wintersemester als erwachsener Studierender weiterspielen zu können. Lilli hat diesen Plan – Oboe studieren ohne Schule nebenbei.</p>
<p><em>Vielleicht denkt der ein oder andere ja jetzt über ein Juniorstudium nach oder zumindest darüber, ob er vom Feiervogel nicht doch zum Fleißigen wechseln möchte. Uns haben die Gespräche mit so schlauen Köpfen auf jeden Fall inspiriert, vielen Dank!</em></p>
<p style="text-align: right;"><em>Redaktion des Website-Teams</em></p>
<p style="text-align: right;"><em> </em></p>
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		<title>Auf dem Zahlenolymp &#8211; Ein Interview mit Maria Mattis</title>
		<link>https://katharineum.de/auf-dem-zahlenolymp-ein-interview-mit-maria-mattis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Fust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Mar 2019 07:12:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswettbewerb Mathematik]]></category>
		<category><![CDATA[Maria Mattis]]></category>
		<category><![CDATA[Mathematik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es hieß, sie sei nur kurz zu einem &#8220;Mathedingens&#8221; weg und als nächstes ereilt uns die Meldung eines Sieges beim Bundeswettbewerb Mathematik. Davon sehr beeindruckt haben wir Maria Mattis (auf dem Foto rechts) nun getroffen und wollten wissen, was genau sie bei dem deutschlandweiten Wettbewerb gemacht hat und ob nun der Weltruhm bald bevorstehe. Wie hast du überhaupt am Bundeswettbewerb&#160;<a href="https://katharineum.de/auf-dem-zahlenolymp-ein-interview-mit-maria-mattis/">&#8230;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es hieß, sie sei nur kurz zu einem &#8220;Mathedingens&#8221; weg und als nächstes ereilt uns die Meldung eines Sieges beim Bundeswettbewerb Mathematik. Davon sehr beeindruckt haben wir Maria Mattis (auf dem Foto rechts) nun getroffen und wollten wissen, was genau sie bei dem deutschlandweiten Wettbewerb gemacht hat und ob nun der Weltruhm bald bevorstehe.</p>
<p><strong>Wie hast du überhaupt am Bundeswettbewerb teilgenommen?</strong></p>
<p><em>Ich habe die Aufgaben zur Teilnahme zu Hause gemacht und sie dann eingeschickt. Informiert wird man durch Plakate, die aushängen, aber ich bin auch in einem Matheprogramm und seit der siebten Klasse bei &#8220;Jugend trainiert Mathematik&#8221; und somit nehme ich schon länger an dem ein oder anderen Wettbewerb teil.</em></p>
<p><strong>Wie viele Etappen musstest du durchlaufen um Siegerin zu werden?</strong></p>
<p><em>Insgesamt drei. In der ersten Runde muss man vier Aufgaben zu Hause lösen, dafür hatte ich die Sommerferien Zeit. Danach kommen die ersten drei Besten in die zweite Runde. Dort löst man ebenfalls vier Aufgaben, diese sind aber deutlich schwieriger und es kommt nur weiter, wer wirklich alles richtig hat. Anschließend nimmt man an einem einstündigen Skolocium (einem wissenschaftlichen Gespräch) teil. Bei diesem Gespräch musste ich  meinen Lösungsvorgang der vorliegenden Aufgabe beweisen. Die &#8220;Jury&#8221; bestand dabei aus Leuten von der Stiftung, der Uni und der Schule.<br />
</em></p>
<p><strong>Wie viele ward ihr am Ende denn noch?</strong></p>
<p><em>49 Personen, davon 7 Mädchen.</em></p>
<p><strong>Hast du etwas gewonnen?</strong></p>
<p><em>Ja, eine Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes und ein vierwöchiges Praktikum am Max-Planck-Institut in Bonn. </em></p>
<p><strong>Wie war deine Vorbereitung?</strong></p>
<p><em>Es wurde gesagt, dass man sich nicht groß vorbereiten soll und kann, aber, dass man vielleicht einen Vortrag halten könnte, der allerdings nicht schwerwiegend bewertet werden würde. Also habe ich ein Referat über den indischen Mathematiker S. Ramanujan gehalten.<br />
</em></p>
<p><strong>Hat dir dein schulisches Vorwissen geholfen oder musstest du dir noch Vieles selbst aneignen?</strong></p>
<p><em>Natürlich stammen die Grundlagen aus der Schule und es wurde gesagt, dass man diese Aufgaben mit dem Schulwissen lösen könne, aber ich fand, dass die Aufgaben weit darüber hinaus gingen.<br />
</em></p>
<p><strong>Wurden viele verschiedene Themenbereiche abgefragt, welche zum Beispiel?</strong></p>
<p><em>In der dritten Runde konnte ich meine Lieblingsthemen quasi angeben (Zahlentheorie, Algebra und Physik) und in den anderen Runden wurden alle vier grundlegenden Elemente der elementaren Mathematik (Kombinatorik, Zahlentheorie, Algebra und Geometrie) abgefragt.</em></p>
<p><strong>Gab es auch Fragen, die du nicht lösen konntest?</strong></p>
<p><em>Ja, so halb. In der dritten Runde hat man Hilfestellungen bekommen, wenn man nicht richtig weiterkam. Das habe ich relativ oft benötigt. (lacht)</em></p>
<p><strong>Meinst du, ob deine Mathematiklehrer*innen das lösen könnten?</strong></p>
<p><em>Bei der vierten Aufgabe aus der zweiten Runde und bei der letzten Aufgabe bin ich mir nicht sicher, ob jemand das hinbekommen würde. Die waren wirklich schwierig, auch weil es keine typische Aufgabe und Aufgabenstellung war und es keinen eindeutigen Lösungsweg gab.<br />
</em></p>
<p><strong>Hast du beim Bundeswettbewerb andere mathematisch interessierte Leute kennengelernt und wenn ja, stehst du mit ihnen noch im Kontakt?</strong></p>
<p><em>Tatsächlich kannte ich schon sehr viele Leute vorher von der Bundesrunde der Mathematikolympiade (dem zweitgrößten Mathematikwettbewerb in Deutschland) und weiteren mathematischen Veranstaltungen und Treffen.</em></p>
<p><strong>Gibt es jetzt weitere Förderprogramme für dich?</strong></p>
<p><em>Ich kenne einen Dozenten an der Uni (Herrn Bey), der mit mir und einem weiteren Teilnehmer einmal die Woche Aufgaben löst.</em></p>
<p><strong>Geht es nach diesem Wettbewerb noch weiter für dich?</strong></p>
<p><em>Es gibt die Internationale Mathematikolympiade, an der ich aber nicht teilnehmen werde, da ich die Vorauswahlklausur knapp nicht bestanden habe. Prinzipiell gibt es dann auch noch den &#8220;Baltic way&#8221;, der für Küstenstaaten gilt, da habe ich mich aber noch nicht nach den Aufnahmekriterien erkundigt. Wo ich aber mitmachen werde ist die &#8220;European girls&#8217; mathematical olympiad&#8221;.<br />
</em></p>
<p><strong>Wann hat deine Mathematikleidenschaft überhaupt angefangen?</strong></p>
<p><em>In der Grundschule war das zwar schon mein Lieblingsfach gewesen und da habe ich auch schon an einigen Matheolympiaden teilgenommen, aber richtig angefangen Mathe zu mögen hat das bei mir so in der Mittelstufe.</em></p>
<p><strong>Was fasziniert dich so an Mathe?</strong></p>
<p><em>Es hat etwas sehr Perfektes an sich und ich mag das Beweisen sehr gerne.</em></p>
<p><strong>Ist auch deine Mathematikzeugnisnote herausragend?</strong></p>
<p><em>Ja, also ich habe 15 Punkte.</em></p>
<p><strong>Langweilst du dich denn im üblichen Mathematikunterricht?</strong></p>
<p><em>Die Aufgaben finde ich nicht besonders spannend oder schwierig, aber schneller als die anderen aus meiner Klasse löse ich sie auch nicht. Manchmal habe ich aber auch ein paar Extraaufgaben dabei, die ich dann löse, wenn ich früher fertig bin.<br />
</em></p>
<p><strong>Hast du noch andere Hobbys?</strong></p>
<p><em>Oh, da sind die Vorurteile natürlich groß (schmunzelt). Also ich lese gerne Bücher und andere Hobbys sind wegen der langen Schultage gerade schwer möglich.</em></p>
<p><strong>Stellst du selber Theorien in deiner Freizeit auf?</strong></p>
<p><em>Nein (lacht), ich stelle nur Beweise auf, das macht aber auch sehr Spaß.</em></p>
<p><strong>Möchtest du studieren, wenn ja, was?</strong></p>
<p><em>Ja, Mathe. Vielleicht in Richtung Forschung, Millenium-Probleme oder Primzahlvermutung oder sowas&#8230;</em></p>
<p><strong>Welche konkreten mathematischen Ziele hast du für die Zukunft?</strong></p>
<p><em>Also ich möchte schon gerne mit meinem Stipendium den Master in Mathematik machen, vielleicht auch im Ausland.<br />
</em></p>
<p><strong>Möchtest du auch beruflich in diese Richtung gehen?</strong></p>
<p><em>Nein, mir ist auch nicht ganz klar, was man mit Mathe machen kann und in die Wirtschaft möchte ich nicht gehen. Aber sicher weiß ich das auch noch nicht, das wird sich dann schon herausstellen.<br />
</em></p>
<p><strong>Kennst du Prof. Scholze (Fields-Medaille)?</strong></p>
<p><em>Ja, ich kenne sogar jemanden, der einmal mit ihm den Bundeswettbewerb mitbestritten hat und auch mit ihm gesprochen hat.</em></p>
<p><strong>Viele Schüler*innen und Erwachsene finden ja durchaus, dass man Mathematik, besonders Schulmathematik, im Alltag nicht benötigt. Wie stehst du dazu?</strong></p>
<p><em>Ich denke es geht in der Mathematik nicht nur um die  Berechnung an sich, sondern darum, eine Idee zu bekommen, wie man etwas berechnen kann. Diese Vorstellungskraft ist schon wichtig, denke ich, vielleicht nicht für jeden Beruf, aber es geht auch ums Prinzip. Das man Größen einschätzen kann und räumliches Vorstellungsvermögen besitzt und so etwas&#8230; Klar wird es im späteren Leben wahrscheinlich nicht darum gehen Vektoren auszurechnen, aber solche Denkstrukturen, die man dabei entwickelt und die logische Herangehensweise an Probleme, sind meiner Meinung nach schon wichtig. Naja und im Alltag ist es nicht schlecht, wenn man beim Einkaufen schon ungefähr weiß, wie viel man am Ende zahlen muss und einem nicht jeder X-beliebige irgendetwas von Mathe erzählen kann&#8230; (schmunzelt) </em></p>
<p><strong>Wie viele Nachkommastellen von Pi kannst du spontan aufzählen?</strong></p>
<p>3,14 (lacht). Das war&#8217;s.</p>
<p><strong>Kennst du den Film 21? Könntest du auch Karten im Casino zählen?</strong></p>
<p><em>Nein und nein&#8230;<br />
</em></p>
<p><strong>Was findest du besser, Mathe oder Physik?</strong></p>
<p><em>Mathe</em></p>
<p><strong>Was ist die Antwort auf alles?</strong></p>
<p><em>42</em></p>
<p>Vielen Dank für dieses interessante Interview!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: right;"><em>                                                                  Redaktion des Website-Teams</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/auf-dem-zahlenolymp-ein-interview-mit-maria-mattis/">Auf dem Zahlenolymp &#8211; Ein Interview mit Maria Mattis</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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