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	<title>schulleiter Archive &#8211; Katharineum zu Lübeck</title>
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	<title>schulleiter Archive &#8211; Katharineum zu Lübeck</title>
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	<item>
		<title>600 Tage im Amt – Unterm Kirschbaum mit Herrn Philippi</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Fust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Dec 2020 06:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel 2020]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[jubiläum]]></category>
		<category><![CDATA[schulleiter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie war Ihr 600. Tag im Amt? Der 600. Tag begann mit einem unerfreulichen E-Maillesen, denn meine erste E-Mail heute Morgen war, dass es einen neuen Corona-Fall am Katharineum gibt. Und es gibt schönere E-Mails. Können Sie sich vorstellen, dass schon 600 Tage vorbei sind?! Ja, ich war kurz am Rechnen, als ihr [die Redaktion] angefragt habt (lacht). Das sind&#160;<a href="https://katharineum.de/600-tage-im-amt-unterm-kirschbaum-mit-herrn-philippi/">&#8230;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/600-tage-im-amt-unterm-kirschbaum-mit-herrn-philippi/">600 Tage im Amt – Unterm Kirschbaum mit Herrn Philippi</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie war Ihr 600. Tag im Amt?</strong></p>
<p>Der 600. Tag begann mit einem unerfreulichen E-Maillesen, denn meine erste E-Mail heute Morgen war, dass es einen neuen Corona-Fall am Katharineum gibt. Und es gibt schönere E-Mails.</p>
<p><strong>Können Sie sich vorstellen, dass schon 600 Tage vorbei sind?!</strong></p>
<p>Ja, ich war kurz am Rechnen, als ihr [<em>die Redaktion</em>] angefragt habt (<em>lacht</em>). Das sind ambivalente Gefühle, denn einerseits sagt das Gefühl: schon 600 vorbei, andererseits sagt es: War da irgendwas davor? So kommt es mir auf der einen Seite ganz schnell und auf der anderen doch langsam vor. Das ist irgendwie in der Tat, als ich 600 Tage hörte, schon komisch (<em>lacht</em>).</p>
<p><strong>Wie unterschiedet sich der erste vom zweiten Eindruck?</strong></p>
<p><em>Erster Eindruck (2019): Mein erster Eindruck war, dass ich hier in das Haus hereinkam und aus einer Ecke hörte man Musik, aus der anderen Ecke hörte man eine Gruppe am Proben, in einer dritten Ecke waren Schülerinnen, die vermutlich Nachhilfe gaben. Und es war 19:00 Uhr abends. Ich dachte mir, ja, genau so ist das gut; Schule ist nicht um 13:00 Uhr zu Ende.</em></p>
<p>Der zweite Eindruck unterschiedet sich nur unwesentlich, leider natürlich insofern, dass viele tolle Elemente des Katharineums aktuell nicht stattfinden. Ich hoffe sehr, dass es bald wieder anders sein kann! Ansonsten ist das so – am Katharineum ist Leben, früh und spät!</p>
<p><strong>Ist etwas ganz anders gekommen, als Sie sich das vorgestellt haben?</strong></p>
<p>Nein!</p>
<p><strong>Was war das bisher schönste Ereignis?</strong></p>
<p>Oh, das ist eine schwierige Frage, weil Ereignisse nie ausschließlich schön sind. Vielleicht kann man als Highlights, um es mal so zu beschreiben, Feste, Musicals und Ähnliches nennen. Das hat dann nur die Schwierigkeit, dass ich wahnsinnig gerne Unterricht mache und jetzt auch viele tolle Stunden genannt werden können, wo ich aus einer Stunde gegangen bin, mit dem Gefühl &#8220;wow, das war jetzt toll&#8221;! Das kann man so wahnsinnig schwer miteinander vergleichen.</p>
<p><strong>Wann, würden Sie sagen, haben Sie sich richtig eingelebt?</strong></p>
<p>Hm, ich gehöre zu den Menschen, die überall und nirgends zuhause sind. Von daher, ich bin sehr, sehr schnell in Lübeck angekommen, spätestens ab dem Zeitpunkt im Sommer, als meine Frau auch nach Lübeck gekommen ist. Ich habe bisher aber noch an keinem Ort das Gefühl gehabt: &#8220;Hier will ich leben, sterben und begraben sein&#8221;, das will ich auch von Lübeck nicht behaupten.</p>
<p><strong>Haben Sie im Schulgebäude im Laufe der Zeit Ecken entdeckt, von deren Existenz Sie nichts wussten?</strong></p>
<p>Ja, spätestens, wenn man in die Kellerkatakomben hinabsteigt, wird es richtig spannend! Viel interessanter fand ich aber die Ecken, von denen man im Laufe der Zeit so entdeckt, wie groß der Bedarf an Renovierungen und Sanierungen in einem so alten Gebäude ist. Davor habe ich im Laufe der Monate richtig Respekt bekommen, was da alles so an Aufgaben auf uns wartet.</p>
<p><strong>Wie würden Sie das Gemeinschaftsgefühl an dieser Schule beschreiben?</strong></p>
<p>Ich erlebe das Gemeinschaftsgefühl einerseits als großartig und erschrecke dann andererseits immer wieder, dass es trotzdem Situationen gibt, wo sich Schüler*innen oder Kolleg*innen als ausgegrenzt empfinden. Ich bin durchaus der Meinung, dass wir noch besser werden können. Grundsätzlich ist das Gefühl des &#8220;Wir&#8221; am Katharineum aber etwas total Wichtiges und das lebt und das ist gut. Ich denke wir können und müssen beständig daran arbeiten dieses Gefühl weiter zu stärken.</p>
<p><strong>Welche Projekte an der Schule interessieren Sie besonders?</strong></p>
<p>Der Neustart der Arbeit der SV war ja sehr schnell, nachdem meine Arbeit hier begonnen hat, eines der zentralen Projekte und das finde ich nach wie vor hochspannend, weil für mich ganz wichtig ist, dass gelebte Demokratie in allen Ebenen der Schulen weiter das Schulleben prägt.</p>
<p><strong>Wie war die Zeit im Lockdown (März) als Direktor?</strong></p>
<p>Einsam. Denn mein Tag verlief genauso wie jetzt auch, ich war jeden Morgen am Schreibtisch, nur dass das Gebäude außer mir und Frau Bley und den Hausmeistern, bis auf einige Ausnahmen, ziemlich leer war. Das ist für Schule schon ein ziemlich erbärmliches Gefühl.</p>
<p><strong>Was, glauben Sie, hat die Schule aber auch aus dieser Zeit mitnehmen können?</strong></p>
<p>Also daraus kann man natürlich Vieles mitnehmen und für mich wurde das am aller deutlichsten am ersten Tag, als die Sechstklässler hier ins Haus zurückkamen. Nämlich die Wertschätzung der Gemeinschaft und des gemeinsamen Arbeitens hier vor Ort. Ich glaube, dieses Gefühl kann man nur entdecken, wenn es einem irgendwann einmal genommen wird. Das ist jetzt kein Plädoyer dafür, es möglichst regelmäßig wegzunehmen, aber es ist natürlich ein Lerneffekt, den man daraus ziehen kann. Und das Zweite, das ich sehr beeindruckend fand, ist, wie schnell es vielen Kolleg*innen gelungen ist, sich neue und kreative Formate von Unterricht auszudenken. Das hat natürlich nicht flächendeckend geklappt und das dauert ein Weilchen, bis die Dinge entstehen, aber ich habe da tolle Sachen gesehen.</p>
<p><strong>Was macht die Corona-Zeit mit Ihnen persönlich?</strong></p>
<p>Die Corona-Zeit führt bei mir persönlich dazu, dass mir die Zukunftsvisionen geklaut werden, so ist jedenfalls mein Gefühl. Alles, was man sich vorstellt, was man plant, was man in der Zukunft gestalten möchte, steht immer unter einem riesigen Vorbehalt und man weiß nie genau: Wann kann es losgehen? Kann es überhaupt losgehen? Man möchte gerne Dinge beginnen; man möchte Dinge gerne neu gestalten, planen, umsetzen, aber das große Fragezeichen darüber macht oftmals ein bisschen ratlos.</p>
<p><strong>Schaffen Sie immer noch die Balance zwischen Arbeit und Entspannung?</strong></p>
<p>Natürlich nicht jeden Tag, aber so in der Summe gelingt das. Es gibt immer wieder Phasen, in denen ich merke, es ist zu viel. Dann muss ich mich in der Tat selbst bremsen und mich dann mal von der Arbeit wegstehlen.</p>
<p><strong>Wie viele E-Mails haben Sie pro Tag in Ihrem Postfach?</strong></p>
<p>Das schwankt. Jenseits der einen genannten E-Mail heute waren es heute beispielsweise gar nicht viele E-Mails. Das bedeutet dann, dass es im niedrigen zweistelligen Bereich ist. Es gibt aber auch durchaus Tage, wo wir einen hohen zweistelligen Bereich haben, dreistellig ist es zum Glück nie.</p>
<p><strong>Fahren Sie immer noch gerne mit dem Rad zur Schule?</strong></p>
<p>Täglich!</p>
<p><strong>Sind Sie froh, die Stelle angenommen zu haben?</strong></p>
<p>Ja, absolut. Ich fühle mich nach wie vor wohl, die Arbeit macht Spaß, wenn nicht in jeder Minute, so aber doch, wenn ich mir die Woche angucke und auf die Woche zurückblicke. Dann gab es bislang eigentlich noch keine Woche, von der ich sagen konnte, auf diese Woche hätte ich lieber verzichtet.</p>
<p><strong>Haben Sie noch Kontakt zu Ihrer alten Schule?</strong></p>
<p>Ja, gelegentlich. Das wird natürlich weniger. Ich bin in den Herbstferien nochmal in Rheinland-Pfalz gewesen und das ist dann immer ganz spannend und es ist ein komisches Gefühl, das Déjà-vu, an Orte zurückzugehen, an denen man lange Zeit gelebt hat. Aber es ist dann auch ganz spannend, wenn man sich selbst beobachtet, festzustellen, dass man wirklich nur Gast ist und gar nicht das Bedürfnis hat, wieder dort zu sein.</p>
<p><strong>Ein Einsatz-Fazit zur bisherigen Amtszeit:</strong></p>
<p>Ein spannender Weg, eine alte Schule in die Zukunft zu begleiten.</p>
<p><strong>Was wünschen Sie sich für die kommenden 600 Tage?</strong></p>
<p>Kein Corona (<em>lacht</em>). Und die Chance, Projekte wieder starten zu können, alte Projekte, aber auch neue Projekte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zum Abschluss ein Fragengewitter:</strong></p>
<p><strong>Lieblingssong?</strong> (Überlegt) Keiner.</p>
<p><strong>Lieblingsbuch?</strong> Die Richtstatt von Aitmatow.</p>
<p><strong>Lieblingsfilm?</strong> (<em>Überlegt</em>) Ne, keiner.</p>
<p><strong>Bier oder Wein?</strong> Im Sommer Bier, im Winter Wein.</p>
<p><strong>Tee oder Kaffee?</strong> Kaffee, aber bitte stark.</p>
<p><strong>Kino oder Theater?</strong> Am liebsten Theater, sollte aber gut sein, sonst gehe ich ins Kino.</p>
<p><strong>Notizblock oder Laptop?</strong> Beides.</p>
<p><strong>Morgenmuffel oder Frühaufsteher?</strong> Frühaufsteher.</p>
<p><strong>Pasta oder Pizza?</strong> Können wir das additiv lösen?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Interview!</strong></p>
<p style="text-align: right;"><em>Redaktion des Website-Teams</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/600-tage-im-amt-unterm-kirschbaum-mit-herrn-philippi/">600 Tage im Amt – Unterm Kirschbaum mit Herrn Philippi</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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		<title>Unterm Kirschbaum mit&#8230; Herrn Philippi – ein Treffen mit dem Neuen</title>
		<link>https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-philippi-ein-treffen-mit-dem-neuen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Fust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Apr 2019 17:25:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel 2019]]></category>
		<category><![CDATA[schulleiter]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Kirschbaum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit dem 1. April ist Herr Philippi unser neuer Schulleiter. Zeit für uns, ihn einmal in einem Gespräch näher kennenzulernen. Das Interview fand am 2. April statt, also schon einen Tag nach seiner Amtseinführung. Viel Spaß beim Lesen! &#160; Zunächst einmal: Wie war der allererste Tag als Direktor am Katharineum bis jetzt so? Heute war der Tag… ganz normal. In&#160;<a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-philippi-ein-treffen-mit-dem-neuen/">&#8230;</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Seit dem 1. April ist <a href="https://katharineum.de/teachers/herr-philippi/">Herr Philippi</a> unser neuer Schulleiter. Zeit für uns, ihn einmal in einem Gespräch näher kennenzulernen. Das Interview fand am 2. April statt, also schon einen Tag nach seiner Amtseinführung. Viel Spaß beim Lesen!</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zunächst einmal: Wie war der allererste Tag als Direktor am Katharineum bis jetzt so?</strong></p>
<p>Heute war der Tag… ganz normal. In Rheinland-Pfalz war ich bis vor wenigen Tagen ja auch schon Direktor; so gesehen war es ein ganz normaler „Direktor-Tag“, aber natürlich mit vielen neuen Gesichtern, Eindrücken und Aufgaben.</p>
<p><strong>Auf einer Skala von eins bis zehn, wie schön war Ihre Amtseinführung?</strong></p>
<p>9…. Ein sehr beeindruckender Rahmen durch den altehrwürdigen Saal, sehr nette Menschen und die musikalischen Beiträge haben mir besonders gut gefallen.</p>
<p><strong>Warum sind Sie Lehrer geworden und was hat Sie an dem Beruf gereizt?</strong></p>
<p>Ich bin Lehrer geworden, weil ich großen Spaß daran habe, mit Jugendlichen zu arbeiten. Und es gibt keinen anderen Beruf, in dem man das so machen kann.</p>
<p><strong>Welche Fächer unterrichten Sie und was begeistert Sie an ihnen?</strong></p>
<p>Ich unterrichte evangelische Religion und WiPo, wie man hier in Schleswig-Holstein sagen würde – vor wenigen Tagen hieß es für mich noch Sozialkunde. Inhaltlich ist es aber das Gleiche. Und an beiden Fächern finde ich sehr faszinierend, dass es um Meinungen geht; und darum, sich mit der eigenen Existenz auseinanderzusetzen – sein eigenes Urteil zu finden, seine eigene Position zu entwickeln. Als ich selber noch Schüler war, fand ich das immer viel spannender, als z.B. &#8211; Entschuldigung  liebe Kolleginnen und Kollegen &#8211; Mathematik. Naja, vielleicht lag das aber auch an den Mathelehrern in meiner Schulzeit.</p>
<p><strong>Sind Sie eher ein Freund von G8 oder G9?</strong></p>
<p>G9, da G8 den Nachteil hat, dass früh eingeschulte Schüler als Kinder die Schule verlassen, würde ich frecherweise sogar sagen. Deshalb haben sie nie die Chance, genau das zu machen, was ich so wichtig finde: eine eigene Meinung zu entwickeln.</p>
<p><strong>Halten Sie die Gymnasialempfehlungen für sinnvoll?</strong></p>
<p>Ich würde sie für sinnvoll halten, wenn sie zutreffend wären. Aber meine Erfahrung ist, dass die Chance auf eine falsche Empfehlung sehr hoch ist. Ich habe in Rheinland Pfalz ja eine Gemeinschaftsschule geleitet. Wir haben alle Kinder aufgenommen… Nach einigen Jahren waren wir dann aber doch neugierig und haben nachgerechnet. Das Fazit war – wir hatten am Ende der Schulzeit in etwa genauso viele Abiturienten wie in der 5. Klasse Gymnasialempfehlungen. Nur oft waren es eben andere Schüler, die Abi machten … und nicht die, die in der 5. Klasse die Empfehlung hatten.Von daher habe ich bisher noch keine Methode gefunden, mit der verlässliche Gymnasialempfehlungen entstehen.</p>
<p><strong>Was war Ihr erster Gedanke, als Sie die Anzeige gesehen haben, dass ein neuer Schulleiter am Katharineum gesucht wird – falls Sie eine gesehen haben?</strong></p>
<p>Ja, das habe ich, und mein erster Gedanke war: „Hä, wieso haben die noch keinen Schulleiter gefunden?“ Denn als ich die Anzeige zum ersten Mal sah, war es die Drittausschreibung.</p>
<p><strong>Wieso haben Sie sich letztendlich dafür entschieden, ans Katharineum zu kommen?</strong></p>
<p>Weil mich fasziniert hat, dass es eine sehr reiche und lebendige Schule ist, die sehr viel neben dem Unterricht anbietet. Und genauso wünsche ich mir eine Schule. Außerdem hatte ich ohnehin Lust, mal etwas Neues zu machen.</p>
<p><strong>Was war Ihr erster Eindruck von dem Gebäude, den Schülern und den Lehrern?</strong></p>
<p>Mein erster Eindruck war, dass ich hier in das Haus hereinkam und aus einer Ecke hörte man Musik, aus der anderen Ecke hörte man eine Gruppe am Proben, in einer dritten Ecke waren Schülerinnen, die vermutlich Nachhilfe gaben. Und es war 19:00 Uhr abends. Ich dachte mir, ja, genau so ist das gut; Schule ist nicht um 13:00 Uhr zu Ende.</p>
<p><strong>Was halten Sie von dem altsprachlichen „Schwerpunkt“?</strong></p>
<p>Ich finde das interessant und spannend. Ich weiß, dass auch andere Schwerpunkte toll sind – jede gute Schule braucht aber mindestens ein Alleinstellungsmerkmal. Das Katharineum hat diesen Schwerpunkt gewählt, das ist das Besondere des Katharineums und ein Schwerpunkt, der sehr gut zu einer Schule passt, die selbst in einer Zeit gegründet wurde, als Latein noch die Sprache der Wissenschaften war. Auch für Schüler ist es super, dass es in Lübeck dieses Angebot gibt &#8211; was nicht heißt, dass nicht andere Schulen auch wunderbare Schwerpunkte haben.</p>
<p><strong>Können Sie selbst Latein oder Alt-Griechisch?</strong></p>
<p>Ja, „können“ ist jetzt so eine Definition… Ich habe Theologie studiert und in dem Zusammenhang kam ich in Kontakt mit Latein und mit Alt-Griechisch. Besonders leicht gefallen ist es mir nie und besonders gut war ich auch nicht.</p>
<p><strong>Sind Sie selbst gerne zur Schule gegangen?</strong></p>
<p>Nein. Die Freude am Lernen entstand bei mir in schulischen und außerschulischen AGs und dann vor allem im Studium.</p>
<p><strong>In welche AG wären Sie als Schüler denn gerne gegangen?</strong></p>
<p>Als Schüler habe ich unheimlich gerne Theater gespielt und das wäre auch sicherlich in allererster Linie meine AG gewesen.</p>
<p><strong>Was war Ihr erster Eindruck von unserer Website?</strong></p>
<p>Oh, ja, die hatte ich relativ schnell gesehen, die Website. Ich dachte mir, schön, dass jemand mal eine interessante Website gestaltet, die nicht diese klassischen langweiligen Layouts bietet. Besonders gut gefallen haben mir die vielen aktuellen Artikel.</p>
<p><strong>Woher kommen Sie ursprünglich?</strong></p>
<p>Ich bin bei Nürnberg aufgewachsen und in Nürnberg zur Schule gegangen.</p>
<p><strong>Sind Sie verheiratet?</strong></p>
<p>Ja, ich bin verheiratet und habe zwei Söhne.</p>
<p><strong>Wie standen Ihre Söhne zum Umzug? Und in welchem Stadtteil wohnen Sie hier in Lübeck?</strong></p>
<p>Also meinen Söhnen war der Umzug relativ egal, weil die nicht mehr zu Hause wohnen. Einer wohnt in Rostock, der andere wohnt in Nürnberg. Und ansonsten, Stadtteil &#8211; ich wohne am Stadtpark und da ist es sehr, sehr schön.</p>
<p><strong>Mit welchen Hobbys verbringen Sie gerne Ihre Freizeit?</strong></p>
<p>Jugendarbeit, Fahrradfahren, Wandern und Kochen.</p>
<p><strong>Auf welche Kursfahrt möchten Sie unbedingt mal mit?</strong></p>
<p>Hm, welche sind denn im Angebot (lacht)?</p>
<p><strong>Wir können Griechenland, Israel, Guatemala, Udine, England, Frankreich und Kursfahrten nach Wien, Paris, Rom, Valencia, Venedig und London anbieten&#8230;</strong></p>
<p>Die Antwort ist diesbezüglich relativ einfach: das ist mir ziemlich egal, ich bin nämlich sehr, sehr gerne unterwegs und es fällt mir auch überhaupt nicht schwer zu organisieren &#8211; von daher Kursfahrten mache ich gerne! &#8211; Auch weil Lehrer und Schüler sich in diesem Rahmen noch mal ganz anders kennen lernen!</p>
<p><strong>Und privat, wo waren Sie schon und welches Land steht noch auf der &#8220;To-Do Liste&#8221;?</strong></p>
<p>(lacht) Ich will mal andersrum antworten, mein Lieblingsland ist Portugal, ich bin sehr sehr gerne in Lissabon gewesen und in der Gegend drumherum. Die To-Do Liste ist deutlich länger als meine Freizeit es zulässt. Äähm, von daher reicht&#8217;s dann doch nur irgendwie bis zur Ostsee, aber das ist ja jetzt Gott sei Dank auch nicht mehr so weit.</p>
<p><strong>Was halten Sie von &#8220;Fridays for future&#8221;?</strong></p>
<p>Super Sache! Immer dann vor allem, wenn zum Plakathochhalten dann auch noch Nachdenken hinzukommt. Und wenn das Nachdenken dann auch noch zu einer Verhaltensänderung führt, dann ist &#8220;Fridays for future&#8221; spitze.  Aber stumpf mit irgendwelchen Plakaten herumzurennen, davon war ich noch nie ein Fan.</p>
<p>Das ändert aber nichts daran, dass ich als Schulleiter dies als unentschuldigte Fehlzeit mit allen Konsequenzen bewerten muss. Die eigene Meinung &#8211; und insbesondere in so einer entscheidenden Frage &#8211; sollte bezüglich Zeit, Ort und Wahl der Mittel stets gut reflektiert werden. Dazu gehört auch die lang- und kurzfristigen  Konsequenzen für die Sache, die Gesellschaft und für einen selbst abzuwägen. Tut mir leid, wenn sich an dieser Stelle der WiPo &#8211; Lehrer in mir kaum bremsen kann.</p>
<p><strong>Wo wir schon beim Thema Umwelt sind, wie kommen Sie morgens zur Schule?</strong></p>
<p>Zu Fuß, und wenn ich kein Jackett anhabe, werde ich mit dem Fahrrad zur Schule kommen, aber ansonsten freue ich mich darauf, in Lübeck nicht mehr permanent Auto fahren zu müssen. Denn an meinem alten Wohnort war das mein täglich Brot: Die 80 km am Tag waren normal.  Und das ist überhaupt nicht schön.</p>
<p><strong>Würden Sie eine Schülerin für GNTM beurlauben?</strong></p>
<p>Warum nicht?  Denn wenn das Motto dieser Schule &#8220;Tu es&#8221; ist, dann bedeutet es für mich, dass jeder die Chance haben soll, sich so zu engagieren wie es ihm wichtig ist und dabei auch gerne alle Fehler zu machen, die er machen möchte, denn so lernt man!</p>
<p><strong>Sind Sie ein absolutes Arbeitstier und können Sie auch mal ganz gut entspannen?</strong></p>
<p>Ich kann wunderbar entspannen, leider nur dann, wenn der Schreibtisch leer ist, und das ist manchmal ein Problem.</p>
<p><strong>Und zu guter Letzt: Worauf können sich die Schüler mit Ihnen als neuen Direktor freuen?</strong></p>
<p>Das ist eine Frage, die ich ganz schwer beantworten kann, weil erstens müsste ich dann wissen, worüber sich die Schüler freuen.  Zweitens müsste ich jetzt sagen, was an mir toll ist, aber das mag ich nicht.<br />
Matiss Mucins hat mich bei der Amtseinführung als Menschen, nicht als Verwaltungsbeamten begrüßt &#8211; dafür bin ich ihm dankbar. Mir ist der Teamgedanke sehr wichtig; Dinge gemeinsam zu planen und alle Beteiligten als Fachleute und als Menschen ernst zu nehmen.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das nette Interview!</strong></p>
<p style="text-align: right;"><em>Redaktion des Website-Teams</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://katharineum.de/unterm-kirschbaum-mit-herrn-philippi-ein-treffen-mit-dem-neuen/">Unterm Kirschbaum mit&#8230; Herrn Philippi – ein Treffen mit dem Neuen</a> erschien zuerst auf <a href="https://katharineum.de">Katharineum zu Lübeck</a>.</p>
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	<media:description type="html"><![CDATA[Foto: Heloise Willand
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