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Wissenswertes: Dachboden – zwei Welten treffen aufeinander

Dass wir in einem alten Gebäude zur Schule gehen, ist kein Geheimnis, und geschichtsträchtige Räumlichkeiten bieten meist viel Interessantes: Verwinkelte Ecken, geheimnisvolle Türen, Luken und Klappen, die an Orte führen, von deren Existenz wenige etwas wissen.

Auf zwei dieser Orte hat sich das Website-Team nun wissbegierig gestürzt: den Dachboden und den Keller. In diesem Artikel wird es um den Dachboden, besser gesagt die zwei Dachböden, gehen.

Wo sind diese überhaupt? Der erste befindet sich direkt über dem Lehrerzimmer. Er ist durch eine Tür im zweiten Stock zu erreichen. Schon tausende Male vorbei gelaufen, aber nie auf die Tür geachtet? Dahinter ist tatsächlich ein beträchtlich großer Raum! In diesem Fall haben wir es mit einem etwas heruntergekommeneren Exemplar zu tun. Man muss etwa 7 Meter auf einem Flur entlang gehen, um zum Boden unter dem Dachstuhl zu gelangen. Und ab da heisst es: gefühlte Einsturzgefahr.

In der Mitte gibt es einen stabilen Balken, auf dem man den Raum theoretisch durchqueren könnte. Ein paar gestapelte Tische zeugen von den Menschen, die dieses Wagnis eingegangen sind und dort scheinbar auch noch Sachen hingetragen haben. Einige in die Jahre gekommene Regale am Eingang halten mit letzter Kraft Lexika des Namens „Spektrum“ und Nachschlagwerke der Psychologie. Durch die Sparren des Dachstuhls blickt man direkt auf die Dachziegel, kein Dämmmaterial, kein Putz, sondern nur die rohen Ziegel. Der Blick in die anderen Ecken des Raumes unterstreicht das Gefühl, der Raum hätte schon einmal bessere Zeiten gesehen.

Auf dem zweiten Dachboden sieht es gleich ganz anders aus. Dieser liegt über den Räumen des Neubaus. Die Tür kann man sehen, wenn man im zweiten Stock zum Raum 202 geht und seinen Blick zum Ende des Flurs wendet. Durch die Tür eingetreten sieht man einen großen, sehr langen Raum hinunter. Dieser ist fast völlig neu hergerichtet. Dementsprechend sehen die Balken, die den Dachstuhl bilden, nicht, wie zuvor, sehr alt und patiniert aus, sondern frisch und noch die Farbe eines hellen, frischen Brauns tragend. Hier kann man auf einem Mittelpfad durch den Raum gehen, der von einem Geländer umrahmt ist. Rechts und links befinden sich allerdings noch Flächen, die zwischen den stützenden Balkan nur aus Rigips-Platten bestehen.

Dazu eine kleine Anekdote: Herr Jepsen ging einst unvorsichtiger Weise auf den etwas unsicheren Teil des Dachbodens und stürzte auch prompt mit einem Bein durch die Decke. So konnte man sein Bein bis etwa auf Höhe des Knies in einem der darunter liegenden Klassenräume baumeln sehen. Aber: Alles gut gegangen!

Am Geländer des stabilen Wegs lehnen gewaltige Fenster, die noch auf ihren Einbau warten. Sie sollen (optimistisch) im Herbst, (realistisch) im Frühjahr in einigen der Untergeschoss-Räume verbaut werden und so die komplette Erneuerung der Fenster im Hauptgebäude weiter voranbringen. Und von diesem neueren der beiden Dachböden kann man sogar etwas fernsteuern. Wer schon einmal im Neubau war, hat bestimmt am Ende des Ganges eine Tür gesehen. Diese führt in die Bibliothek und gehört zum Brandschutz-Konzept der Schule. Eben diese Tür kann von dort oben geöffnet und auch wieder geschlossen werden.

Eine weitere Tür geht am hinteren Ende des Bodens ab, dahinter befindet sich ein kleiner Raum, in den die Lüftung der Mensa eingebaut ist und von da aus schlechte Luft ins Freie entlässt. Man kann sich einen komplett leeren Raum mit einem einzigen riesigen silbernen Rohr vorstellen.

Aber der Dachboden soll nicht für immer (größtenteils) leer bleiben. Uns wurde erzählt, dass unser Schulleiter plant, dort mittels neuer Klassenräume dem Raummangel der Schule entgegenzuwirken. Ob der Denkmalschutz den Plänen einen Strich durch die Rechnung machen könnte, muss sich noch herausstellen.

Leider müssen wir mitteilen, dass wir keinen längst verschollen geglaubten Van Gogh, ein Fabergé-Ei oder eine mittelalterliche Schrift gefunden haben…

Dafür geht es im nächsten Artikel mit den Kellerräumen weiter. Neugierig? Der Artikel folgt in Kürze!

Wir danken Herrn Funk für die Führung durch die etwas unbekannteren Teile der Schule und die interessanten Informationen und netten Geschichten rund um die Räumlichkeiten!

Redaktion des Website-Teams