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Wasseranalytik im „Quantensprung“ – Chemieexkursion der Q2a

Am 17. September fuhren wir, der Chemiekurs der Q2a (inklusive zweier erfolgreicher Bestreiter der Chemieolympiade auf Bundesebene aus der Klasse Q1b) ins Schülerlabor „Quantensprung“ in Geesthacht. Unter sehr strengen Corona-Auflagen bot sich uns hier die Möglichkeit, einen Einblick in die Laborarbeit auf dem Gebiet der Wasseranalytik zu erhalten. Und vorab kann ich schon einmal sagen: Es war eine sehr spannende und lehrreiche Exkursion!

Um verschiedene Arten von Wasser (Elbwasser, Volvic, destilliertes Wasser, Gerolsteiner und Leitungswasser) auf ihre Eigenschaften und Inhaltsstoffe hin zu überprüfen, führten wir vier Experimente durch. Dazu bekam jede/r von uns einen eigenen Platz zugewiesen, sodass wir alle die Möglichkeit zur Anwendung bekamen. Das hat sehr zur Veranschaulichung der Thematik beigetragen und auch sehr viel Spaß gemacht!

Das erste Experiment ermöglichte die Herstellung von blauen Farbpigmenten, auch „Berliner Blau“ genannt, mit Hilfe von Eisen-Salzen – viele von euch benutzen es wahrscheinlich jeden Tag, wenn ihr mit Füller und Tinte schreibt.

Weiter ging es mit dem Calcium-Nachweis. Destilliertes Wasser hat hierbei den niedrigsten Calciumgehalt, Gerolsteiner den höchsten, was wir bei einer sogenannten „qualitativen Analyse“ feststellten. Das bedeutet, grob gesagt, dass die Messergebnisse keine genauen Werte liefern, sondern in unserem Falle zum Beispiel am relativ subjektivem Verfärbungsgrad des Wassers festzumachen sind.

Im nächsten Experiment, wobei stets eine Lüftungspause eingeplant war, bestimmten wir den Eisengehalt im Wasser. Dazu war eine Farbskala notwendig, „selbst angefertigt“ mit verschiedenen Lösungen. Es handelte sich bereits um eine „halbquantitative Analyse“ – je weiter fortschreitend die Verdünnung, desto genauer ist die Betrachtung des Ergebnisses möglich.

Zuletzt ging es im wohl kompliziertesten Experiment um die Bestimmung des (möglichst) genauen Calciumgehaltes der Wasser-Sorten durch die sogenannte „Titration“. Gerätschaften, Chemikalien und auch die Durchführung wurden ein wenig anspruchsvoller; auch eine genaue Umrechnung mit speziellen Formeln war nun von Nöten, um so genau wie möglich arbeiten zu können. Dabei kamen unsere Ergebnisse für den Calciumgehalt von Volvic beispielsweise jedoch dem tatsächlichen Wert, den ihr auch auf dem Etikett der Flasche nachlesen könnt, schon ziemlich nah – entsprach ihm aber noch ich ganz. Je genauer der Versuch durchgeführt wird, desto aussagekräftiger also auch das Ergebnis! Und im Mittelwert haben wir „Amateure“ es, denke ich, schon relativ genau messen können. 🙂

Vielen Dank an das Labor „Quantensprung“ sowie auch an Frau Pressel, die diesen ereignisreichen Tag ermöglicht haben! Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, die Laborarbeit so „hautnah“ mitzuerleben, auch wenn es sicherlich nur ein Bruchteil war – die Neugier auf dieses spannende Thema wurde auf jeden Fall geweckt!