Städtisches Gymnasium für Jungen und Mädchen mit altsprachlichem Zweig | seit 1531

Schöne Sommerferien wünscht die halbe Website-AG – die halbe?

Werden wir die Website-AG vermissen?

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge, ja.

Werden uns Herrn Fusts ruhige Art, alles zu regeln, und sein Engagement fehlen?

Auf jeden Fall.

Werden wir Herrn Leiberspergers lustige Kommentare und sein Fachwissen vermissen?

Unbedingt.

Haben wir tolle Nachfolger:innen in Mavie, Jean, Sarah, Tom und Linus gefunden?

Mit Sicherheit!

Trauen wir ihnen zu, unser Baby weiter zu füttern?

Zu 100%.

Wünschen wir ihnen alles Gute und uns eine offene Tür, wenn wir mal wieder da sein sollten?

So ‘was von.

Würden wir Kekse mitbringen und Pizza bezahlen?

Eher Herr Leiberspergers und Herr Fusts Job, aber na klar.

Würden wir alle gerne zum Abschied umarmen und ihnen für die schöne Zeit, die hilfreiche Kritik, die gelassene Stimmung und die tolle Zusammenarbeit von Herzen danken?

Nichts lieber als das!

 

Wissenswertes – Teil I

Es ereignete sich vor langer Zeit, im Jahr 2018 als Herr Fust sich an Marlene, Saskia, Elisabeth, Stine, Max und Julian wendete und ihnen ein Angebot machte, das sie nicht ablehnen konnten. Er suchte neue Redakteure und Fotografen für die Website-AG. So kamen die sechs, deren Neugier geweckt war, in ihrem neunten Schuljahr zu ihren ersten AG-Sitzungen. Kurze Zeit später stieß Héloïse noch zu uns. Seit dem ist Donnerstag nach der 9. Stunde ein fester Bestandteil des Wochenablaufs. Damals waren noch Sarah Fetscher, Anna-Sophie Hach und Madita Rabe dabei und haben die neuen Mitglieder behutsam an das Artikelschreiben herangeführt. Für die eher unattraktiven Arbeiten, wie das Formulieren von Meta-Beschreibungen, mussten die vier neuen Redakteurinnen auf eher spielerische Weise gewonnen werden: Wer die beste Kurzbeschreibung eines Artikels formulierte, bekam eine gewisse Punktanzahl und es galt sich gegenseitig zu überbieten.

Andere Lockungen waren die selbstgebackenen, legendären Zimtschnecken von Sarah, die doch mit viel Einsatz und Freude regelmäßig verschlungen wurden. Beim Thema Essen müssen einem in Bezug auf die Website-AG natürlich die Fachtage in das Gedächtnis kommen, die auch immer einen kulinarischen Aspekt hatten. Nicht selten winkte eine Pizza am Ende des Tages und währenddessen schon Unmengen an Keksen. Auf den Fachtagen ging es meistens darum, unsere eigene Website zu optimieren.

Im Jahr 2019 wagte die AG, vor allem die Techniker und Fotografen, aber ein Experiment: Es wurde eine Seite für eine andere Schule gebaut. Eine ehemalige Lehrerin des Katharineums, Frau Mallé, hatte den Kontakt hergestellt, da sie an dieser Schule arbeitete. Es war eine besondere Erfahrung, etwas für eine andere Schule zu machen und die Website nach ihren Wünschen fertigzustellen. An dem Fachtag selbst ging es noch um letzte Arbeiten und das Schreiben von einigen grundlegenden Texten und Artikeln. (Wieder einmal winkte Essen in der Pause). 

In der Zeit, in der wir in der AG waren, haben sich neue Formen von Artikeln entwickelt und neue Reihen wurden ausprobiert. Der erste größere Versuch war im Herbst 2018, als Elisabeth und Stine auf Griechenland-Fahrt waren, jeden Tag live von dort berichteten und eine Art Online-Tagebuch führten. Insofern zusätzlich spannend, als dass ein Medicane über Griechenland wütete, aber das ist eine andere Geschichte … 

Im gleichen Zeitraum kam das erste Interview „Unterm Kirschbaum“ mit Herrn Hegge. Durchaus aufgeregt gingen damals Elisabeth und Saskia mit Herrn Hegge auf den Klosterhof und stellten die ersten Interviewfragen.  Max machte sein erstes Foto für die Reihe, auf das noch einige weitere folgten. Mit steigender Anzahl der Interviews wuchs auch die Erfahrung der Interviewer und die Nervosität sank. Im gleichen Jahr trafen sich drei der vier Redakteurinnen mit Herrn Schmittinger in seinem Haus und damit begann die Artikel-Reihe „Was macht eigentlich“. In unserer Website-Historie war das auf jeden Fall einer der besondersten Momente. Die Verabschiedung von ihm war auch das erste Großereignis, von dem wir berichteten. Als „rasende Reporterinnen“ folgten Marlene und Stine ihm bei seiner Rallye durch die Schule, zahlreiche Fotos entstanden durch Max, Julian und Héloïse. In der Reihe „Was macht eigentlich“ folgten viele ehemalige Schüler:innen und Lehrer:innen, die uns erzählten, was sie nun machten. Kurze Zeit später wurde das Triple vollgemacht und die Reihe „Wissenswertes“ ging an den Start. Der erste Artikel beschäftigte sich mit dem Binärcode hinter dem „TU-ES“ Eingang, den Stine eigenhändig entschlüsselt hat. 

Über die ersten beiden Jahren fanden die Treffen immer im Computerraum statt, doch seit dem 13.03.2020 ist alles anders. Seit dem Ausbruch der Pandemie fanden unsere AG-Treffen online statt, was uns vor neue Herausforderungen stellte. Trotzdem konnten wir diese Phase ganz gut überbrücken, bis hoffentlich im neuen Schuljahr mit unseren neuen Mitgliedern Jean, Sarah, Mavie, Linus und Tom wieder persönliche Treffen stattfinden können. Dennoch konnten wir als Team so viele Artikel wie noch nie veröffentlichen.   

Über all die Jahre hat uns Herr Fust begleitet, nicht nur als unser Anwerber, sondern als ständiger Unterstützer, der so viel wie niemand anders an der AG und der Website arbeitet. Wir wurden in all den Ideen, ob gut oder schlecht, von ihm unterstützt und sein Tatendrang hat uns als AG wachsen lassen und deshalb sind wir heute dort, wo wir sind.

 

Wissenswertes – Teil II

Wie schreibt die Website-AG eigentlich ihre Artikel? Das Thema hat insofern doch etwas Geschichtliches, als dass sich diese Struktur auch erst entwickeln musste und wir über die Jahre eine gewisse Routine in den Abläufen gewinnen konnten.

Wenn wir neue Artikel für die Website brauchen, setzt sich ein wahnsinnig langer und hoch komplizierter Prozess in Gange. Bevor jedoch die Arbeit an einem Artikel beginnen kann, braucht es Ideen. Diese werden während des Brainstormings in einer AG-Sitzung gefunden, manchmal mehr, manchmal weniger erfolgreich, aber am Ende steht fast immer etwas Neues auf der Agenda. Wenn die Idee gefunden ist, stellt sich die Frage, wer schreibt denn jetzt den Artikel? Je nach Attraktivität des Stoffes ist der Andrang unterschiedlich groß, nach ein wenig Überzeugungsarbeit und Überredungskraft unserer AG-Leiter hat sich aber bisher immer jemand gefunden. Interviews gehen wir dabei gerne in Teams an.

Wenn der Erscheinungstermin für den Artikel feststeht und alles entsprechend organisiert ist, beginnt der „Außeneinsatz. Für die Redakteurinnen bedeutet das, an Events oder Ereignissen teilzunehmen und die Atmosphäre in sich aufzunehmen oder Recherche zu betreiben, um z.B. Informationen für Artikel aus der Reihe „Wissenswertes“ zu sammeln. Für Interviews setzen wir uns mit den Gesprächspartnern zusammen und stellen die vorbereiteten Fragen, was oft zu weiteren spontanen Fragen führt und sich manchmal sogar zu einem richtigen Gespräch entwickelt. Dieses nehmen wir mit dem Handy auf, denn sich alles Gesagte zu merken, ist schlicht unmöglich. Meistens rennen wir bei unserem Gegenüber offene Türen ein und stoßen auf großen Willen, sich mit uns zu treffen, uns mit Informationen zu versorgen oder uns wortwörtlich Tore zu öffnen (z.B. den Keller aufzuschließen).

Die Fotografen sind natürlich auch immer dabei, um die schönsten Momente einzufangen oder die typischen Fotos unter dem Kirschbaum aufzunehmen. 

Im Anschluss an Veranstaltungen, o.ä. werden dann möglichst schnell die Geschehnisse und Erinnerungen stichwortartig zu Papier gebracht und zu dem fertigen Artikel ausgearbeitet. So ist noch alles frisch im Gedächtnis und der Artikel ist entsprechend der Deadline rechtzeitig fertig. 

Bei den geführten Interviews sieht es etwas trockener aus, denn hierbei ist im Nachhinein nicht unsere Kreativität gefordert, sondern reines Abtippen. Dann versehen wir den Text im System „Wordpress“ mit Verlinkungen auf andere Seiten der Website und Schlagwörtern. Die Fotografen laden nun ihre Bilder hoch und legen Fotogalerien an, in denen die Bilder des Artikels angeordnet sind, und das Beitragsbild ausgewählt wird. 

Zu guter Letzt ist nun Herr Leibersperger an der Reihe und liest Korrektur, bevor der Artikel in die Weiten des World Wide Web entlassen wird. Dabei sieht er sich manchmal mit Dreizeilern, manchmal aber auch mit 3500 Wörtern in Interviews konfrontiert. Er macht es möglich, dass wir unsere Agenda einhalten und regelmäßig unsere Artikel erscheinen. Dabei muss er die klassischen das/dass-Fehler ausmerzen, Schachtelsätze entschachteln oder größere Korrekturen vornehmen. Somit ist Herr Leibersperger der, der von der Planungsphase bis zur Fertigstellung die Artikel begleitet und am Ende ihre Güte abnimmt.

 

Unterm Kirschbaum mit … uns (Stine, Max, Saskia, Héloïse)

1. Wie bist du dazu gekommen, in die Website-AG zu gehen? 

Stine: Als ich in der neunten Klasse war, kam Herr Fust auf mich zu und hat gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, für die Website Artikel zu schreiben. Weil ich Freude am Fach Deutsch und dem Schreiben von Texten hatte und habe, war meine Neugier natürlich geweckt und ich bin zu einem Treffen gekommen. Zusammen mit den anderen, die er gefragt hatte, habe ich mich direkt Willkommen gefühlt und seit der neuen Klasse den gleichen Spaß an der AG-Arbeit!

Max: Am Ende der Mittelstufe hat mich Herr Fust auf dem Gang angesprochen, ob ich nicht Lust hätte, für die Website-AG mal etwas zu schreiben. Mich hatte die neue Website und die AG-Beschreibung schon länger fasziniert, weshalb ich erstmal provisorisch zusagte. Erst später ist mir eingefallen, dass ich ja weder Artikel schreiben noch Websites programmieren konnte, nur Fotografieren lag mir ganz gut. Herrn Fust störte das nicht und so wurde ich Teil des Fotografen-Teams der Website-AG. Nachdem ich das erste Mal an einem der wöchentlichen Treffen teilgenommen hatte, war ich ziemlich froh über meine vorschnelle Zusage und bin dies bis heute.

Saskia: Am Ende einer Bio-Stunde hat Herr Fust (wir hatten Herrn Fust in Bio) Elisabeth und mich gefragt, ob wir nicht Lust hätten, Artikel für die Schulwebsite zu schreiben und da hatten wir natürlich direkt Interesse. Kurz darauf waren wir dann auch schon beim ersten Treffen und haben etwas später unseren ersten Artikel gemeinsam geschrieben.

Héloïse: Nachdem ich schon ein paar Mal Fotos geschossen habe, die auf der Website gelandet waren, hat mich Herr Fust auf einer Schulveranstaltung, bei der ich wieder einmal meine Kamera dabei hatte, gefragt, ob ich nicht offiziell als Fotografin in die Website-AG eintreten wollen würde.

 

2. Was hast du für dich gelernt und mitgenommen, was dir im Alltag geholfen hat? 

Stine: Wenn man über einen längeren Zeitraum regelmäßig Artikel schreibt, bekommt man eine Routine darin, wie man an einen Text herangeht. Dadurch, dass wir über die Zeit immer mehr neue Rubriken entwickelt haben, konnte man auch lernen, Interviews vorzubereiten, oder wie im ersten Lockdown völlig freie Berichte zu schreiben. Insgesamt habe ich mitgenommen, mit einem gewissen Konzept an das Texteschreiben heranzugehen und sich in Interviews o.ä. auch mal etwas zu trauen, z.B. eine Frage zu stellen, von der man nicht weiß, wie sie aufgenommen wird. 

Max: Wie gesagt, am Anfang konnte ich nur fotografieren und das auch noch nicht wirklich gut. 😉 Im Laufe der Zeit wurden meine Fotos besser, ich lernte aber auch, wie man eine Website baut und ganz grundlegende Fähigkeiten des Programmierens. Außerdem übte ich den Umgang mit Photoshop und anderen Bildbearbeitungsprogrammen, aber auch viele Kleinigkeiten, wie das Schreiben von E-Mails an „wichtige“ Menschen, von denen man etwas will. Vieles davon konnte man natürlich auch im Alltag gebrauchen, vor allem fing ich aber an für Freunde und Familie Websites zu bauen. 

Saskia: Hauptsächlich hat sich bei mir erst mal meine „Schreibfähigkeit“ verbessert, also mit der Zeit fiel es mir immer leichter, Texte schnell und im gewünschten Ton zu formulieren, was mich persönlich weiterentwickelt hat. Aber auch durch das organisierte Arbeiten im Redaktionsteam habe ich mir eine Struktur angeeignet, die mir im Schulalltag sehr geholfen hat.

Héloïse: Ich habe gelernt, mich auf Aufgaben einzulassen, auch wenn ich mir im Vorhinein nicht sicher sein kann, dass ich mit dem Ergebnis zufrieden sein werde.

 

3. Wieso bist du solange dabei geblieben?

Stine: Da über die 3-4 Jahre der Spaß an der Sache immer gleich geblieben ist und wir uns als AG stetig weiter entwickelt haben, gab es für mich nie den Gedanken, vielleicht aufzuhören. Die Artikel sind so unterschiedlich und die Notwendigkeit, sich immer neue Sachen zu überlegen und auch mal eher „ereignisarme“ Zeiträume zu überwinden, hat immer einen gewissen Willen und Ehrgeiz geweckt, weiter zu machen. 

Max: Vor allem, weil es einfach Spaß gemacht hat. Zum anderen natürlich auch, weil man immer wieder die Resultate seiner Arbeit gesehen hat und dafür auch von Freunden und Lehrern Rückmeldungen bekommen hat. 

Saskia: Eigentlich habe ich nie überhaupt darüber nachgedacht aufzuhören, weil es einfach Spaß bringt, an den Artikeln zu arbeiten und sich als ganze AG regelmäßig zu treffen. Die Stimmung ist immer toll und die Leute sind super nett.

Héloïse: Das Fotografieren ist seit 2018 eines meiner Hobbys, die ich durchgehend gerne ausübe. Und deshalb gab es keinen Anlass, aus der AG wieder auszutreten.

 

4. Was ist deine schönste Erinnerung mit der AG?

Da Max, Saskia und Stine fast wortgleich geantwortet haben, hier exemplarisch: 

Saskia: Da gibt es eigentlich viele; aber besonders positiv in Erinnerung habe ich die Fachtage, an denen wir als ganze AG zusammen produktiv gearbeitet haben und dann am Ende Pizza spendiert wurde 😉 Was aber auch besonders spannend war, war das Interview mit Herrn Schmittinger, was wir bei ihm zu Hause geführt haben.

Héloïse: Mit der Kamera von Sportveranstaltung zu Sportveranstaltung zu gehen, ohne selbst mitmachen zu müssen. 😉

 

5. Warum sollte man in die AG gehen, wie sieht der AG-Alltag aus? 

Stine: Ich hab es oben schon angeschnitten, aber es wird niemals langweilig, weil dafür die Stoffe, die der Schulalltag bietet, immer anders sind und stetig neue Möglichkeiten bieten. Außerdem hat man die Freiheit, auch Artikel zu schreiben, die einen vielleicht nicht gerade im Kalender anspringen. Wenn ihr Freude daran habt, Texte zu schreiben und dafür auch zu Hause ein bisschen Zeit aufzubringen, solltet ihr auf jeden Fall in die AG gehen, denn es ist schon eine Erfahrung, über einen längeren Zeitraum in einer recht hohen Frequenz Artikel zu planen und zu schreiben. Außerdem seid ihr nicht alleine, sondern habt die Chance, mit euren Freunden oder anderen AG-Mitgliedern viel zusammenzuarbeiten und zu schreiben. 

Max: Dafür gibt es natürlich zahlreiche Gründe. Neben der Tatsache, dass man damit etwas Gutes für die Schulgemeinschaft beiträgt und mitwirken kann, die Schule auch nach außen hin zu repräsentieren, profitiert man auch selbst sehr stark davon. Zum einen, wie schon angesprochen, lernt man enorm von der Arbeit und den anderen AG-Mitgliedern. Zum anderen bringt es auch einfach Spaß, sich einmal in der Woche zu treffen und Ideen auszutauschen. Neben diesen wöchentlichen Treffen muss man als Fotograph ab und zu Bilder von Veranstaltungen oder Interviews machen, aber wirklich überarbeiten tut man sich nicht. 

Saskia: Jeder, der gerne schreibt, fotografiert oder sich für den technischen Bereich interessiert, sollte in die AG gehen, weil es eine tolle Möglichkeit bietet, in der Schule mitzuwirken und seinen Interessen nachzugehen. Man lernt viel Neues und es ist jedes Mal eine kleine Freude, den selbst geschriebenen Artikel auf der Website zu sehen. Da lohnt sich dann auch die Arbeit, die man reingesteckt hat.

Héloïse: Es ist eine nette Runde von Leuten, die Lust am Programmieren, Fotografieren, Schreiben und Gestalten haben. Man bespricht sich einmal die Woche und lernt dabei, im Team Aufgaben zu verteilen und auch verlässlich abzuarbeiten. Ein netter Nebeneffekt ist, dass man viel über die Schule und die Menschen, die mit ihr zu tun haben, erfährt.

 

Was sind die Lieblingsartikel und Lieblingsfotos der Redakteurinnen und Fotografen? 

Marlene Grundey

“Offenbar hatte Herr Schmittinger sich schon gefreut eine wohlverdiente Pause im berühmt-berüchtigten Lehrerzimmer zu machen, doch es wartete dort schon die nächste Aufgabe auf ihn. Eine Schatzsuche! Die Referendare hatten sich viel Mühe gegeben, das Ganze so authentisch wie möglich zu gestalten. Mit Augenklappe, Hakenhand und Kompass ging es los. Die erste Aufgabe, sich 290° zu drehen und vorwärts zu gehen, scheiterte zunächst an der (besonders als Brillenträger) eingeschränkten Sicht, wurde aber letztendlich doch bestanden. Danach war die Kaffeemaschine anzupeilen und die Fernsprechanlage nebst einigen weiteren Orten aufzusuchen. Schließlich war der Schatz gefunden: eine echte Goldmünze.“

Das ist Marlenes erste Arbeit für die Website-AG 2018. Sie kann sich noch erinnern, wie stolz sie damals den ganzen langen Text zu Schmittis Verabschiedung durchgerast ist, um ihren Eltern diese eine kurze Passage vorzulesen, von der sie erstaunt feststellte, dass fast jeder Satz geändert worden war.

So konnte es manchmal gehen. Wir alle in der Redaktion haben das am Anfang erlebt; mit der Zeit merkte man oft, wie immer weniger verbessert wurde! 

 

Héloïse Willand

Am Tag der Einschulung der neuen Sextaner erstrahlte die Katharinenkirche in wunderschönem Morgenlicht. Dieses Foto zeigt uns, welch Glück wir haben, diese Kirche „die Unsere“ nennen zu können. Besonders gefällt mir, dass Herr Fick, der so fest mit dem Katharineum verwurzelt ist, an seinem angestammten Platz sitzt und so auch der Größenvergleich Mensch zu Kirche dem Bild viel Höhe verleiht. Wenn man bei dem Anblick nicht gerne aufs Katharineum gehen möchte, dann … selbst schuld. 😉

Das linke Bild entstand aus einer spontanen Idee heraus, die wohl mehr als Witz gemeint war. Merkwürdigerweise ließ sich aber die ganze Chemie-Fachschaft darauf ein, für das Titelbild ihres Interviews als Benzolring zu posieren. Die Einrahmung durch das Fenster im ersten Stock und das schöne Sonnenlicht auf dem Primanerhof geben dem Bild seinen Charakter. Ein besonderes Bild „unterm Kirschbaum.

 

Stine Bartram

Stines Lieblingsartikel ist der Erfahrungsbericht über die Fahrt nach Brüssel im Januar 2020. Diese tollen Momente noch einmal Revue passieren zu lassen, wie sie sagt, hat einfach eine besondere Bedeutung, und in Form eines Website-Artikels ist das umso schöner – so kann man die ganze Schulgemeinschaft daran teilhaben lassen.

Auch an das Tagebuch zur Griechenlandfahrt im Herbst 2018 erinnern wir uns noch zu gut. Und es stimmt: Das Wort „chaotisch“ passt ganz gut, um zu beschreiben, wie wir mithilfe des (nicht immer sehr zuvorkommenden) Internets noch im Bus zum nächsten Ziel auf dieser tollen Reise den Artikel zum vorherigen verfassten. Und trotzdem hat es unglaublich viel Spaß gemacht, und das wirklich tolle Ergebnis ist auch ein kleiner Beweis für diese gemeisterte Herausforderung. 🙂

 

Max Knopp

Das erste Bild entstand auf einer Tour durch die Schule auf der Suche nach neuen Motiven. Genau in diesem Moment schien die Sonne durch die Eingangstür in die alten Gemäuer der Schule.

Als Beitragsbild des ersten Unterm Kirschbaum mit …“-Interviews, ist das zweite Bild in besonderer Erinnerung. Es läutete damals eine Zeit neuer Artikelreihen und auch neuer Fotoideen ein und das rote Banner wurde zum Merkmal für eben diese.

 

Elisabeth Schönweiler

Für Elisabeth war das Griechenland-Tagebuch die schönste Erinnerung. Die Reise selbst war natürlich schon etwas ganz Besonderes, weshalb darüber zu schreiben für sie auch eine gewisse Art der Realisation darstellen konnte: „wow; ich bin jetzt wirklich hier!“ Aus diesem Grund haben ihr besonders die Ereignisberichte generell immer sehr viel Spaß gemacht. Eine weitere tolle Erfahrung waren allerdings auch die Interviews, die sie mit unserem ehemaligen Schulleiter, Herrn Schmittinger, und unserem  (zu dem Zeitpunkt gerade neuen) Schulleiter, Herrn Philippi, führen durfte. Es war sehr spannend und interessant, schon so früh etwas über diese für unser Schulleben so essentielle Personen zu erfahren, mit ihnen in den Dialog treten und das Erfahrene an Andere weitergeben zu können. Auch die Interviews sind ihr deshalb ein besonders wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit in der Website-AG.

 

Julian Leucker

Das rechte Foto steht stellvertretend für all die zahlreichen Veranstaltungen, die ich entweder fotografisch für die Homepage-AG oder technisch für die Technik-AG betreut habe. Ich habe versucht, darzustellen, dass auch hinter den Kulissen viel passiert.

Auch wenn das linke Bild nicht das Schönste meiner Bilder ist, verbinde ich damit eine besondere Erinnerung – nämlich die an den ersten Website-Aprilscherz, an dem ich beteiligt war. Wenn ich mich richtig erinnere, war das sogar der erste Aprilscherz auf der Homepage überhaupt. Insofern finde ich es schön, eine solche Tradition ins Leben gerufen zu haben.

 

Saskia Beck

Saskias erster Artikel beschäftigte sich mit dem Grünen Tisch und dessen Neuanstrich. Letzterer war – besonders für ein Mitglied der Lehrerschaft – eine große Kontroverse. Das macht den Artikel natürlich auch zu einem, der in Erinnerung bleiben wird.

Das Interview mit Herrn Schmittinger war eine ganz besondere Erfahrung. Wir durften unseren ehemaligen Schulleiter, unter dem wir selbst ja auch eingeschult worden waren, und der einen großen Teil unserer Schulzeit begleitet hat, bei sich zu Hause interviewen. Das ist natürlich eine große Ehre – und auch das Gespräch, das wir über ihn, sein Leben und seine Laufbahn bis hin zum Katharineum führen durften, hatte für uns und hoffentlich auch unsere Leserschaft einen großen Mehrwert. Solche Erfahrungen durch die Arbeit in der AG gemacht haben zu dürfen, ist für uns etwas sehr Schönes.

 

Was machen eigentlich … Elisabeth, Julian und Marlene? (in der Zukunft)

 

Wo wohnst du und weshalb?

Elisabeth: Ich wohne in Bochum – meiner Heimatstadt. Dahin zog es mich zurück. Außerdem wohnen meine Oma und einige gute Freunde hier, die Stadt ist wunderschön … nur ein paar der vielen Gründe!

Julian: Ich bin gerade aus dem Ausland zurück und suche eine schöne deutsche Stadt, in der ich weiter studieren kann.

Marlene: Ja und ich wohne in Süddeutschland, weil ich dort endlich jeden Winter Skifahren und Schlittschuhlaufen kann.

 

Was machst du und was willst du noch werden?

Elisabeth: Ich studiere Humanmedizin, will also Ärztin werden und – Vorsicht: Kitsch – Menschen helfen. Ich meine es aber tatsächlich so; das ist mir sehr wichtig. 

Julian: Also ich bin am Ende meines Informatikstudiums. Gerade muss ich mich entscheiden, ob ich weiter in die Forschung, Lehre oder Wirtschaft möchte, und will dann dafür sorgen, in einem dieser Bereiche meine Ziele zu erreichen.

Marlene: Ich studiere Literatur und Sprache und bin gerade mit meinem Master in Literaturwissenschaften an der Uni fertig.

 

Liest du noch unsere Website?

Elisabeth: Klar! Es interessiert mich sehr, wer die Artikel schreibt und auf welche Art sich die Schreibstile unterscheiden und entwickeln. Die Website verändert sich mit den Menschen, die sie gestalten – zum Positiven. 🙂

Julian: Da ich immer mit Freuden an meine Zeit auf dem Katharineum und auch in der Homepage-AG zurückdenken kann, gucke ich gelegentlich nach, was es in meiner ehemaligen Schule Neues gibt. 

Marlene: Bei mir ist es ähnlich, ich lese das Interessanteste auf Wink meiner Schwester, die noch zur Schule geht.

Hast du jetzt noch das Gefühl etwas aus der AG(-Arbeit) mitgenommen zu haben?

Elisabeth: Auf jeden Fall. Unter anderem natürlich das Texteschreiben und -formulieren. Aber am interessantesten und immer sehr lehrreich war der Kontakt bzw. Austausch mit so vielen verschieden Menschen, die man vor allem in Interviews kennengelernt hat!

Julian: Ich nehme die WordPress-Kenntnisse und die Fähigkeit mich schnell in neue PlugIns u.ä. einzuarbeiten mit. Auch hat es mir geholfen, mich stärker mit Fotomanagement und Bearbeitung zu befassen, da ich auch jetzt noch gerne fotografiere. Aber auch Fähigkeiten für gute und produktive Teamarbeit konnte ich mitnehmen.

Marlene: Ich kann mich da nur anschließen, mein Sprachgefühl und die Arbeit mit Texten, das Formulieren und Feilen an einzelnen Sätzen und auch Disziplinieren zu großen Texten habe ich mitgenommen. Ohne die Arbeit in der Website hätte ich wohl nie gemerkt, wie großen Spaß mir Sprache außerhalb des Deutschunterrichts macht. Außerdem habe ich vieles über unsere Schule erfahren, womit ich heute noch gerne in Gesprächen mit Katharineern angebe.

Zu den Sommerferien müssen wir, sieben Mitglieder der Website-AG, diese schweren Herzens verlassen. Aber sang- und klanglos konnten wir das natürlich nicht tun, so ist dies unser letzter Artikel. Den fleißigen Website-Lesern müsste die Idee hinter den Texten aufgefallen sein. Wir hoffen, dass die besondere Beziehung, die wir alle zur AG haben, sich in den Zeilen widerspiegeln konnte! 

 

scheidende Redaktion der Website-AG