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Die Wahl zur neuen SV für das Schuljahr 2021/22

Ergebnisse der Wahl:

Neue Schüler:innensprecherinGreta Radke Stimmen: 245
Neuer OberstufensprecherHannes AhrensStimmen: 147
Erster stellvertretender Schüler:innensprecherLloyd MeinsStimmen: 169
Zweite stellvertretende Schüler:innensprecherinJule JacobsenStimmen: 116

Am 07.06.2021 fand von der zweiten bis zur sechsten Stunde die Wahl zur neuen SV statt. Da der bisherige Schüler:innensprecher Hangzhi Yu, seine beiden Vertreter Simon Fetscher und Theo Jacobsen sowie der Oberstufensprecher Max Wolter mit bestandenem Abitur die Schule verlassen, gab es einige Ämter neu zu besetzen.

In der ersten Schulstunde bereiteten die SV und einige Mitglieder der Technik-AG die Aula und den Livestream vor, der in die Klassen gestreamt werden würde. Immer eine Klasse der Stufe durfte der Veranstaltung in der Aula folgen, während die anderen den besagten Stream in ihren Klassenräumen guckten.

Das Amt des/der Unterstufensprecher:in kann erst im kommenden Schuljahr gewählt werden, da die neuen Fünftklässler, die auch potentielle Kandidaten sind, erst nach den Sommerferien an die Schule kommen. So hörten sich die aktuellen fünften Klassen nur das Programm der Kandidaten für das Amt des/der Schüler:innensprecher:in an.

Zur Wahl standen Jule Jacobsen (9d), Carla Janca (Eb), Alice Kuhlmann (9d), Lloyd Meins (Q1b) und Greta Radke (Q1a).

Jule Jacobsen, 15 Jahre alt, warb unter anderem damit, dass sie durch ihr Alter auch längerfristige Projekte verfolgen könne, da sie noch einige Jahre auf das Katharineum geht. Außerdem sei ihr Ziel, jedem/jeder Schüler:in das Gefühl zu geben, gehört zu werden, und dafür sollte das SV-System, das sich nun etabliert und gefestigt habe, optimiert werden. Unter anderem war eine ihrer Ideen, Workshops für Klassensprecher:innen zu veranstalten, um so u.a. das Statut der SV den Vertreter:innen der Klassen näher zu bringen. Daneben bringt sie Erfahrung aus der Arbeit im Green-Team mit. Konkrete Vorschläge für Maßnahmen und Veränderungen an der Schule waren regelmäßige Müllsammelaktionen, Aufklärungsarbeit zum Klimawandel, Workshops zum Thema Gleichberechtigung und der Kampf gegen Diskreminierung, u.a. durch das schon angestoßene Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Als zweites stellte Carla Janca, die seit zwei Jahren in der SV tätig ist, ihr Wahlprogramm vor. Sie setzte drei Themenschwerpunkte:

Zunächst Repräsentation der gesamten Schulgemeinschaft, das heisst, alle Schüler:innen regelmäßig über die SV-Arbeit zu informieren, z.B. durch einen Newsletter und Sprechstunden in den großen Pausen. Ein zweites großes Anliegen war der Umweltschutz, die Schule soll klimafreundlicher werden. Dabei schwebte Carla ein Projekt namens „Precious Plastic“ vor, bei dem Plastik zu neuen kleinen Produktionen verbreitet wird (u.a. kann man einen kurzen Einblick dazu in diesem Artikel von der Q1a erhalten). Der dritte Schwerpunkt waren Schulveranstaltungen, die nach der Pandemie wieder belebt werden sollen, z.B. Movienights oder die Unterstufenpartys. Außerdem betonte sie die Wichtigkeit von „Mental Health“ und brachte die Idee vor, hier, ähnlich wie bei der Drogenprävention, verpflichtende Informationsveranstaltungen zu veranstalten.

Im Anschluss ging Alice Kuhlmann, im letzten Jahr Mittelstufensprecherin, auf ihre thematischen Schwerpunkte, sollte sie denn gewählt werden, ein. Ihr war es ein besonderes Anliegen, dass auch von jüngeren Schüler:innen das Engagement kommt, in der SV und an Projekten mitzuarbeiten. Dafür soll vor allem die KSV in ihren Abläufen vereinfacht und im Vorfeld genauer über Statuten etc. informiert werden. Über die SV-Arbeit solle noch stärker über die Social Media Accounts informiert werden sowie über einen regelmäßigen Newsletter. Alice inhaltliche Schwerpunkte waren Gleichberechtigung, Klimaschutz und das Ziel, die Traditionen der SV weiterzuführen.

Als vorletztes für das Amt des/der Schüler:innensprecher:in stellte Lloyd Meins sein Programm vor. Er sprach als ein Ziel aus, die Präsens der Ausschüsse zu erhöhen, da man zum Beispiel während des letzten Lockdowns nur etwas vom Ausschuss für politischen Bildung gehört hätte. Dafür wolle er die Teilnahme vereinfachen und die Kommunikation verbessern. Außerdem soll die Schule zurück in die Normalität geführt werden, damit auch die fünften Klassen das aktive Schulleben kennen lernen. Ein weiteres großes Ziel sei die Klimaneutralität, von der er sich wünsche, dass sie, wie beim Johanneum, zum Ziel bis 2030 ausgesprochen würde. Als eine weitere konkrete Maßnahme, für die er sich einsetzen wolle, nannte Lloyd Trennwende in den Pissoirs oder auch den Tamponspender, der vor zwei Jahren schon einmal ein großes Thema gewesen und immer noch nicht umgesetzt sei.

Greta Radke aus der Q1a war bisher in zwei Ausschüssen, dem für politische Bildung und dem für Gleichberechtigung, aktiv und wollte nun ihr Engagement auf das Amt der Schüler:innensprecherin ausweiten. Ihr großes Ziel sei es, dass sich jeder und jede an der Schule wohlfühlt und immer weniger schlechte Erfahrungen machen. Außerdem wolle sie, dass die SV-Arbeit konstruktiver wird und mehr Projekte umgesetzt werden. Sie würde auch Dinge anpacken, von denen sie vielleicht nicht überzeugt ist, die aber eine Mehrheit in der Schülerschaft haben. Außerdem möchte Greta das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ weiter vorantreiben, da auch der Kampf gegen Diskriminierung eines ihrer großen Anliegen sei.

Im Anschluss an die Vorstellung der Kandidat:innen konnten die Schüler:innen der Unterstufe in der Aula und die an den Bildschirmen entweder in persona oder über das Programm „menti“ Fragen an die Kandidaten stellen. Nach einigen Fragen zur Bedeutung des Wortes „Courage“ und dem Sinn und Zweck von Tampons, holten die Klassensprecher der fünften Klassen die Wahlzettel ab und führten den ersten Teil der SV-Wahl durch.

Nach der großen Pause stellten sich die Kandidaten in der Aula der 8c und per Stream den Jahrgängen sechs, sieben und acht noch einmal mit ihrem Programm vor. Ein/Eine Mittelstufensprecher:in konnte leider nicht gewählt werden, da sich kein Kandidat gemeldet hatte, so findet diese Abstimmung auch nach den Sommerferien statt. An dieser Stelle sei das Amt noch einmal beworben! Auch hier gaben die Klassen im Anschluss ihren Wahlzettel an der Urne im Kreuzgang ab.

In der fünften und sechsten Stunde hörte sich das Lateinprofil des Q1-Jahrgangs in der Aula, der Rest wieder in ihren Klassenräume über die Bildschirme zunächst die thematischen Schwerpunkte der beiden Kandidat:innen für das Amt des/der Oberstufensprecher:in an.

Louisa van Wees aus der Q1d wollte sich im letzten Jahr noch einmal für die Schulgemeinschaft engagieren. Auch ihr Anliegen war es, alle Schüler:innen mitzunehmen und an der Arbeit zu beteiligen. Sie wolle einen möglichst flüssigen Übergang von der alten zur neuen SV schaffen und angefangene Projekte beenden. In ihrer Tätigkeit als Oberstufensprecherin würde sie drei große Bereiche anpacken: Den der politischen Bildung, in dem sie schon für den politischen Newsletter aktiv sei, denn Schule sollte ein Raum der politischen Sensibilisierung sein; ebenso den der Nachhaltigkeit und den der Kommunikation, auch zu den unteren Jahrgängen und zu anderen Schulen.

Nach Louisa sprach Hannes Ahrens, für das gleiche Amt antretend. Da für ihn vor allem die Oberstufenzeit etwas sehr besonders gewesen sei und ist, kandidiere er für dieses Amt. Ein thematischer Punkt war es, dass für die Oberstufe und die 9. Klässler:innen entweder das ausgefallene Wirtschafts-/Betriebspraktikum oder die ausgefallene Studienfahrt nachgeholt werde. Außerdem solle es zur Pflicht werden, dass alle Arbeitsblätter, die verteilt werden, auch digital zur Verfügung gestellt werden, damit die Digitalisierung voran getrieben werde. Die Nachhaltigkeit solle durch einen Pfandring auf dem Vorderhof unterstützt werden und ein Kernthema der Oberstufe müsse politische Mündigkeit sein. Dafür soll der Ausschuss für politische Bildung weitergeführt werden und die WiPo-Bücher, die aus dem Jahr 2009 seien, aktualisiert werden.

Nach dem sich die Jahrgänge E und Q1 die Vorstellung dieser Kandidaten und derer, die Schüler:innensprecher:in werden wollten, angehört hatten, konnte noch bis 14:00 der Wahlzettel abgegeben werden, im Anschluss wurden die Hunderte von Wahlzettel ausgezählt und es kam zu dem obigen Ergebnis.

Wir danken allen Kandidat:innen für ihr Engagement um unsere Schule und wünschen der neu gewählten SV viel Erfolg und Tatendrang für das kommende Schuljahr!

 

Redaktion der Website-AG